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Verständnis der internen ProzesseKundensicht ist Pflicht bei ILM Gräfelfing / München, 5. Mai 2004 - Seit vorigem Jahr schwirrt das neue Modewort Information Lifecycle Management – kurz ILM – durch die Fachpresse und geistert durch die Köpfe der IT-Verantwortlichen. Viele Hersteller streiten sich inzwischen um diesen Begriff: Vom Diskettenproduzenten bis zum Anbieter komplexer Software gibt es kaum einen, der nicht auch „das Produkt ILM“ in sein Portfolio aufgenommen hätte. Aber wo bleibt bei der ganzen Diskussion der Kunde? Das Konzept eines komplexen Storage- und Datenmanagementsystems muss sich immer dem Unternehmen anpassen und nicht umgekehrt. Die ganzheitliche Betrachtung der Daten - von der Entstehung bis zum Löschen - ist nicht zuletzt wegen verschiedener gesetzlicher Neuerungen zur zentralen Frage eines jeden Unternehmens und seiner weiteren Existenz geworden. Neben der schon aus eigenem Interesse geschäftskritischen ständigen Verfügbarkeit von Unternehmensdaten aus FileSystemen, Datenbanken, E-Mail-Systemen und Archivierungslösungen, achtet nun auch die Gesetzgebung mit Argusaugen auf die Datenkongruenz der Industrie. Nach amerikanischem Vorbild werden in Zukunft auch europäische Unternehmen behördlichen Überprüfungen Stand halten müssen. Dies bedeutet neben dem Erfüllen strenger Auflagen auch die Gelegenheit zur kritischen Selbstprüfung und Überarbeitung des internen Datenmanagements.
Genau an diesem Punkt setzt ILM an. Nicht am Platzieren zusätzlicher Hard- und
Software, sondern vielmehr am Verständnis der internen Prozesse neben dem des
erforderlichen Datenmanagements. Es liegt auf der Hand, dass hier die
Spezialisten eines Unternehmens mit eventuell notwendigen externen Beratern
eines Systemhauses zusammenarbeiten müssen, um Strategien für die
erforderliche Architektur auszuarbeiten und in Form von Ernstfallszenarien
theoretisch sowie auch praktisch zu testen. Nur so lässt sich ILM praxisnah
sowie kunden- und bedarfsorientiert umsetzen. Mit dem Erfolg, dass die Daten
entsprechend ihrer Wichtigkeit behandelt werden und weitestgehend durch Regeln
automatisiert entschieden wird, wo, wie und wie lange sie gespeichert werden. Fazit: Als Grundlage für die Implementierung eines ILM-Systems dient lediglich Know-how, Marktüberblick und Herstellerunabhängigkeit um mit dem Vorhandenen Bestmögliches umzusetzen. Ein modulares, zukunftsorientiertes Implementierungskonzept muss selbstverständlich die Basis eines jeden ILM-Projektes bilden. Erst dann wird ein für Unternehmen optimales, kostenbewusstes Ergebnis erzielt, das auch die hohen Erwartungen an ILM erfüllt.
Kommentar zur Diskussion um ILM von Georg Schneider, Area Manager Product and Business Development bei der Orchestra Service GmbH
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