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Mehrwertdienste: Branche auf der Überholspur Streckensicherung durch Prävention
Mehrwertdienste - ein Markt auf der Überholspur. Doch Vorsicht: die Strecke hat es in sich. Risikobegrenzung: Streckensicherung durch Prävention. Welche Lösungsansätze bieten Strategien präventiv orientierter Verbandsarbeit für Markteilnehmer mit Willen zum langfristigen Erfolg?
Bilderbuch-Karriere Die Zwei-Milliarden-Marke wird wohl schon 2005 genommen, die kommenden vier Jahre sollen dem deutschen Mehrwertdienste-Markt Wachstumsraten von bis zu 50 Prozent bringen. Von Null auf Hundert in Rekordzeit und offensichtlich ganz nach dem Geschmack seiner Zeitzeugen. Mobiles Marketing, interaktives Fernsehen – Unternehmen, Behörde, Medien haben die Vorteile moderner Kundengewinnung und Kundenbindung schon lange für sich entdeckt. Zur Freude des Konsumenten: Vorbei die Zeiten, in denen er teilnahmslos das TV-Geschehen verfolgte, Bedienungsfragen den umständlichen Weg in den Einzelhandel erforderten und nützliche Informationen noch nicht mit Hilfe moderner Abrechnungssysteme im Internet abrufbar waren. Heute spart der Konsument Zeit und Energie, entscheidet über „Superstar“-Schicksale. Rasante technische Entwicklungen machen es möglich – und den praktischen „Mehrwert“ aus.
Vorsicht Schlaglöcher Die Überholspur scheint frei, doch die Strecke hat es in sich: Die Branche ist umstritten, die öffentliche Meinung geteilt. Unseriöse Anbieter auf der Suche nach dem schnellen Geld haben tiefe Schlaglöcher gerissen und so manchen Konsumenten nachhaltig verunsichert. Mit weit reichenden medialen und politischen Folgeerscheinungen: „Überreglementierung droht – ein überwiegend funktionierender Markt könnte durch wenige schwarze Schafe regelrecht ausgebremst werden“, so Marco Priewe, Vorstandsmitglied des Branchen-Verbandes Freiwillige Selbstkontrolle Telefonmehrwertdienste e.V. (FST) und Geschäftsführer der One World Interactive Deutschland GmbH. Der FST verfolgt deshalb das Ziel, Markt und Verbraucher gleichermaßen zu sichern. „Prävention“ heißt das eine – „Ausgleich“ das andere Schlüsselwort. Man verfolge in Abgrenzung zu anderen Verbänden mehr als reine Interessenvertretung. Übergeordnete FST-Zielsetzung sei die Sicherung des gesamten Marktes.
Lösung mit Weitblick: Auf Augenhöhe mit dem Markt Der FST sieht jahrelange Erfahrung und umfassende Marktkenntnisse als wesentliche Erfolgsfaktoren für funktionierenden Streckenschutz: „20.000 bearbeitete Verbraucheranfragen, jahrelange Zusammenarbeit mit Regulierungsbehörde, Verbraucherschützern und Anbietern sind ein Garant für kompetente Arbeit im Sinne des Marktes“, meint Claudia Kalenberg, Geschäftsführerin FST e.V. „Allerdings wird das Herumdoktern an Symptomen langfristig diesen komplexen Markt nicht sichern. Den Ursachen marktschädigender Einflüsse geht man nur durch konsequente Marktbeobachtung und strukturiert angelegte Screenings auf den Grund“, begründet Kalenberg die neue Marschrichtung. Erste Erfolge werden bereits verbucht: Ein Screening zu annähernd 1.500 Werbemaßnahmen am Mehrwertdiente-Markt habe konkrete Verstöße gegen die gesetzliche Preisgestaltung aufgedeckt und zu dessen Korrektur geführt, die Analyse der Untersuchung habe die Ableitung weitere Beobachtungsfelder ermöglicht. Im Ergebnis verhielten sich insbesondere die FST-Mitglieder zunehmend kooperativ. „Im Sinne des Marktes – also letztendlich im eigenen Interesse als Anbieter. Die FST-Philosophie greift, unsere Mitglieder bewegen sich auf der richtigen Seite“, so die Geschäftsführerin.
Resumée: Marktsicherung heißt Qualitätssicherung – auch auf internationaler Ebene Der vereinseigene Verhaltenskodex gilt zunehmend als sicheres Qualitätsmerkmal. Priewe: „Der FST-Verhaltenskodex adaptiert kontinuierlich aktuelle Marktentwicklungen – nicht zuletzt deshalb ist er bei Anbietern, Behörden und Gerichten weitgehend anerkannt.“ Wachsenden Ansprüchen an Internationalität wird man beim FST durch die Zugehörigkeit zur IARN-Gruppe gerecht. Priewe: „IARN ist ein Zusammenschluss internationaler – meist europäischer aber auch australischer – Regulierer. Qualitätssicherung steht beim regelmäßigen Erfahrungsaustausch im Vordergrund – das IARN-Handbook ist ein Regelwerk zum kleinsten gemeinsamen Nenner reibungslos funktionierender Zusammenarbeit auf internationaler Ebene.“
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