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Integrationsmöglichkeiten des Internets für Altanwendungen Mehr als nur E-Bay... Das Internet hat seinen Siegeszugs unbeachtet des Platzens der Dotcom-Blase Anfang dieses Jahrtausends fortgesetzt. Unternehmen wie E-Bay, Google oder Amazon sind typische Beispiele erfolgreicher Internet Companies. Doch Internetapplikation ist nicht gleich Internetapplikation. In wie weit kann das Internet genutzt werden, um ganz anderen Herausforderungen zu begegnen?
m Laufe der letzten Jahre sind immer mehr Unternehmen dazu übergegangen, ihre älteren Mainframe-Anwendungen innerhalb ihrer IT-Landschaft besser zu integrieren. Doch die Zeiten, wo einfach mal von einer Ablöse des Altsystems gesprochen wurde und locker flockig ein siebenstelliges Budget bereitgestellt wurde, um dies umzusetzen, sind endgültig vorbei. Das hat mehrere Ursachen: □ Der monetäre Grund: Die erforderlichen Budgets sind effektiv nicht mehr vorhanden. □ Der technische Grund: »Never change a running System« – die Funktionsweise der Altanwendung ließ häufig keinen Grund zur Klage, lediglich die fehlende Integration zu anderen Business-Anwendungen wurde schmerzlich vermisst. □ Der betriebswirtschaftliche Grund: Häufig handelt es sich bei dem Altsystem um eine Standardapplikation wie zum Beispiel SAP HR. Hier kommt aus den unterschiedlichsten Gründen keine Eigenentwicklung in Frage. □ Der personelle Grund: Häufig wurden derartige Altanwendungen vor vielen Jahren in Cobol entwickelt – eine Dokumentation des Codes ist genauso wenig vorhanden wie die Mitarbeiter, die diese Applikation erstellt haben. Somit sind andere Wege gefragt, die Integration solcher Altanwendungen muss im Vordergrund stehen und nicht die Neuentwicklung. Eine derartige Integration kann über Web-Applikationen vorgenommen werden, so können unterschiedliche EDV-Lösungen – die meist zueinander nicht kompatibel sind – mit Hilfe von Web-Applikationen zu einer Gesamtlösung zusammengeführt werden. Ein weiterer Vorteil ist darin zu sehen, dass räumlich getrennte Geschäftseinheiten – zum Beispiel Filialen – über Web-Applikationen vernetzt werden können und alle Mitarbeiter können mit der gleichen Software und Datenbasis arbeiten. Die bestehenden Hard- und Softwarelösungen können dann über entsprechende Schnittstellen eingebunden werden, was bereits getätigten Investitionen sicherstellt. Das Münchner Internet-Systemhaus web-shuttle AG gehört zu den Pionieren im Internetgeschäft. Darunter ist jedoch nicht das »Basteln« von Internetseiten zu verstehen, vielmehr das oben beschriebene Konzipieren und Erstellen anspruchsvoller Anwendungen zur Integration von Altapplikationen. Die Herausforderung ist hier weniger in der technischen Umsetzung, sondern vielmehr im Verständnis der Funktionsweise der Altapplikation zu sehen. Hierzu hat web-shuttle einen modernen Ansatz entwickelt, der zunächst die Geschäftsprozesse des Unternehmens unter die Lupe nimmt. Schließlich sind die Geschäftsprozesse das zentrale Steuerungselement der Web-Applikationen – ändert sich ein Geschäftsprozess, müssen auch die Applikationen, die diesen Geschäftsprozess unterstützen, entsprechend angepasst werden. Etwas »abstrakter« dargestellt kann man auch davon sprechen, das derartige Web-Applikationen, wie sie von web-shuttle implementiert werden, als eine Art Fährverbindung zwischen einer Reihe von Inseln zu sehen sind, die die Kommunikation zwischen den Inselbewohnern ermöglicht. Klassisches Beispiel aus der Praxis: SAP HR – die Human Ressource Lösung von SAP stellt sicherlich eine Herausforderung hinsichtlich Integrationsaspekten dar. Auf der anderen Seite sind hier eine ganze Reihe von Informationen (mitarbeiterbezogene Daten) gespeichert, die für andere Applikationen von Bedeutung sind. Nun gibt es zwei Möglichkeiten: - Die doppelte Datenhaltung innerhalb von SAP HR und der Fremdapplikation mit allen damit verbundenen Schwierigkeiten, zum Beispiel ob Änderungen synchron nachvollzogen werden. - Die Realisierung eines Zugriffs über eine Web Applikation Wie bereits oben angedeutet hat eine Webapplikation auch den Vorteil, dass die Mitarbeiter, die einen entsprechenden Zugriff benötigen, nicht unbedingt vor Ort sitzen müssen. Dadurch, dass es sich um eine Webapplikation handelt, die über einen beliebigen Webbrowser aufgerufen werden kann, können auch Mitarbeiter von anderen Standorten auf die gewünschten Daten zugreifen, ohne dass die eigentliche Anwendung »vor Ort« installiert sein muss. Dies reduziert den erforderlichen Administrationsaufwand und die damit verbundenen Kosten erheblich. Der Shop im WebDas klassischste Beispiel sind so genannte Web-Shops (siehe Abbildung 1) – die Herausforderung liegt hier nicht in der Erstellung der Internetapplikation des Web-Shops selber – das kann anhand bestehender Frameworks in wenigen Tagen »zusammengebastelt« werden. Der wirkliche Nutzen (insbesondere für KMUs, siehe auch Kasten 1) ist darin zu sehen, dass über einen Web-Shop bestehende Altanwendungen intelligent mit eingebunden werden. Wirft man einen Blick in die Vergangenheit, so war die häufigste Form der »Kundengewinnung« darin zu sehen, dass ein bis zwei Mal im Jahr ein Produktkatalog versendet wurde, der ausführliche Informationen über das Portfolio des Unternehmens enthielt. Die dazugehörige Preisliste wurde in einer stets zu aktualisierenden Form per Fax versendet. Es liegt auf der Hand, dass Produktion und Versand des Kataloges ein nicht unerheblicher Kostenfaktor sind. Hinzu kommt, dass das ganze Bestellwesen viel zu lange dauert und noch dazu kompliziert ist, da der Kunde immer 3 Schritte durchführen muss: 1.) Den gewünschten Artikel im Katalog nachschlagen 2.) Den zugehörigen aktuellen Preis aus dem gerade aktuellen Fax identifizieren 3.) Eine separate Bestellung schriftlich aufsetzen und versenden (Fax oder Post) Ein weiterer negativer Aspekt ist die hohe Fehlerwahrscheinlichkeit durch Übertragungsfehler oder der Preisrecherche aus einem veralteten Fax.
Abbildung 1: Schematische Darstellung eines Webshops
Aber auch beim Lieferanten werden durch eine derartige Vorgehensweise eine Reihe von an sich überflüssigen und kostenintensiven und ebenfalls fehleranfälligen Schritten durchgeführt: 1.) Das regelmäßige Versenden der aktuellen Preislisten per Fax, neben dem erforderlichen Aufwand ist gerade hier die Fehlerhäufigkeit besonders hoch, da nicht sichergestellt werden kann, dass alle Adressen, die den Katalog erhalten haben, auch das Fax bekommen. 2.) Die Übertragung der Daten aus der Bestellung zum Beispiel in ein Warenwirtschaftssystem 3.) Die Rechnungsstellung 4.) Die Auswertung für das Management, welcher Artikel läuft besonders gut, welcher Kunde führt zunehmend Bestellungen durch oder umgekehrt 5.) Die benötigten Informationen hinsichtlich Verfügbarkeit der Artikel (Lagerbestände) 6.) u.v.m. Hinzu kommt, dass bei dieser Vorgehensweise im Prinzip keine Neukunden gewonnen werden, da der Katalog ebenso wie die Preislisten ja nur an bekannte Adressen versendet werden! Somit ist die Implementierung eines Webshops (siehe Beispiel in Abbildung 2) eine kostengünstige Alternative, die zusätzlich den Vorteil hat, dass die existierenden Geschäftsprozesse optimiert werden. Über den Webshop kann dann der Kunde ohne die Applikation zu verlassen die für ihn interessanten Produkte betrachten, sie sofort bestellen (zum jeweils korrekten Preis) und erhält auch Auskunft, ob der entsprechende Artikel vorrätig ist. Für den Lieferanten entfallen eine Vielzahl von Verwaltungsaktivitäten, angefangen vom händischen Übertragen von Bestelldaten, die per Post oder Fax eintreffen bis hin zur Erstellung aussagekräftiger Berichte für das Management, die durch den Webshop automatisch generiert werden können. Prognosen über den künftigen Warenabsatz sind ebenso möglich wie eine Analyse des Käuferverhaltens über einen bestimmten Zeitraum. Von besonderer Bedeutung ist dabei auch, dass mit einem Webshop auch »echte« Neukunden erreicht werden, die zum Beispiel über Google Ads zum ersten Mal auf den Webshop stoßen – diese wären durch die Versendung eines Produktkatalogs nicht erreichbar.
Abbildung 2: Beispiel für einen Webshop
Webshop alleine reicht nichtAlle diese Probleme können über einen Webshop adressiert werden, sofern denn auch die erforderliche Anbindung an die bestehenden Systeme durchgeführt wird. Noch mal zur Verdeutlichung: Die alleinige Implementierung eines Webshops, wie man sie heutzutage in wenigen Tagen einrichten kann, reicht nicht aus, da die erforderlichen Synergien auf der Strecke bleiben – es muss eine durchgängige Integration mit den folgenden Systemen (sofern existent) durchgeführt werden: - Warenwirtschaftssystem - Finanzbuchhaltung - Personaleinsatzplanung - Kundenverwaltungssystem (CRM) - Auslieferung - Produktionssystemen (falls die Daten aus der Bestellung direkt an die Maschine geliefert werden können) Eine solche Integration baut man aber eben nicht so nebenher – hierzu ist es erforderlich, dass zunächst eine gewissenhafte Analyse und Optimierung der Geschäftsprozesse durchgeführt wird und diese dann schrittweise umgesetzt werden. Hierbei ist zu beachten, dass die Umsetzung möglichst flexibel gehalten wird, da sich Geschäftsprozesse auch ändern können – sowohl durch interne als auch durch externe Zwänge. Die Änderung eines Geschäftsprozesses bedeutet jedoch in der Regel auch eine Anpassung der erstellten Webapplikation – daher sollte man hier möglichst flexibel vorgehen. Das Münchner Unternehmen web-shuttle AG blickt hier auf einen 10 jährigen Erfahrungsschatz zurück und hat hier bereits zahlreiche Projekte erfolgreich umgesetzt.
Dipl. Inform. Gerhard Versteegen
Chance für KMUs Kleinere und mittelständige Unternehmen (KMUs) stehen häufig vor der Herausforderung, dass sie gezwungen sind, ständig den Innovationen hinterher zu laufen. Schon längst gilt nicht mehr der Spruch: »Der Große frisst den Kleinen« – vielmehr gilt heutzutage: »Der Schnelle frisst den langsamen!« KMUs haben hier also eine Möglichkeit, sich von ihren Wettbewerbern abzuheben. Durch die Nutzung bzw. Implementierung entsprechender Webapplikationen kann nicht nur ein erforderlicher Vorsprung erarbeitet werden, sondern stellt auch eine kostengünstige Alternative zu teurer Standardsoftware dar.
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