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E-Government

Kommunen auf dem Weg zur Online-Verwaltung

E-Government ist auch in Deutschland auf dem Vormarsch: Immer mehr Menschen nutzen die verschiedensten öffentlichen Dienstleistungen über das Internet – von der elektronischen Steuererklärung über das Meldewesen bis zur webgestützten Zulassung für Kfz. Mit einem stetig wachsenden Dienstleistungsangebot reagieren die Verwaltungen auf die vielfältigen Anforderungen einer modernen Informationsgesellschaft.

 

D

as Rechenzentrum Region Stuttgart setzt für die Anbindung von über 100 Verwaltungsstandorten im Großraum Stuttgart auf die Daten- und Sprachlösungen von Versatel.

In Zeiten knapper öffentlicher Kassen sind insbesondere Kommunen immer mehr gefordert, effiziente Verwaltungsstrukturen zu schaffen. Ein enormes Einsparpotenzial bieten dabei beispielsweise onlinebasierte Verwaltungsabläufe. Zahlreiche Kommunen haben bereits mit einer Auslagerung der entsprechenden Fachbereiche die strukturellen Voraussetzungen für eine effiziente Nutzung dieser Potenziale geschaffen. Durch die Gründung von kommunalen Rechenzentren, Systemhäusern und städtischen IT-Dienstleistern stehen den öffentlichen Verwaltungen bereits heute schon zahlreiche Kompetenzzentren für die moderne Informationstechnologie zur Seite.

Die kommunale Datenverarbeitung für die Region Stuttgart

Die Kommunale Datenverarbeitung Region Stuttgart (KDRS) fungiert seit 1971 als moderner IT- und Software-Dienstleister für viele Landkreise, Städte, Gemeinden, Verbände und Stadtwerke in der Region Baden-Württemberg. Über die Rechenzentrum Region Stuttgart GmbH (RZRS) bietet der kommunale Zweckverband seinen knapp 200 Mitgliedern eine leistungsfähige technische Infrastruktur als sichere Plattform für digitale Verwaltungsprozesse aller Art, beispielsweise den Auf- und Ausbau eines übergreifenden E-Government-Framework, die Integration und Vernetzung von heterogenen Systemlandschaften sowie den elektronischen Datenaustausch.

Die umfangreichen und innovativen Lösungen des kommunalen Zweckverbandes gelten innerhalb der deutschen Kommunalwirtschaft als führend. Insbesondere die zentrale Organisation von IT-Abläufen ermöglicht die Schaffung von einheitlichen Bausteinen für einen modernen, interaktiven Verwaltungsauftritt aller angeschlossenen Einrichtungen. Insellösungen und voneinander abweichende Strukturen und Inhalte beim E-Government werden auf ein Minimum reduziert, alle System-Bausteine fügen sich zu einem einheitlichen Konzept zusammen.

Die Rechenzentrum Region Stuttgart GmbH (RZRS) steht den kommunalen Institutionen und Einrichtungen im Großraum Stuttgart als Full Service-Dienstleister und technischer Ansprechpartner zur Verfügung. Das RZRS entwickelt neben Konzepten zur physikalischen Anbindung der einzelnen Lokationen unter anderem Lösungen hinsichtlich des Aufbaus technischer Portale für E-Bürgerdienste, der Internet- und E-Mailanbindung, der Implementierung von Bürokommunikationslösungen sowie der allgemeinen Anwenderbetreuung.

Innovative Vernetzungslösungen über IP-basierte VPN

Der bundesweit tätige Festnetzanbieter Versatel hat im Rahmen eines mehrmonatigen Großprojekts das RZRS mit insgesamt 100 Verwaltungsämtern über ein MPLS-basiertes IP-VPN vernetzt. Unter einem IP-VPN versteht man hierbei ein auf dem Internet-Protokoll basierendes Firmennetz, das im Vergleich zu konventionellen Netzwerkstandards eine jederzeit skalierbare, einfach zu administrierende und kostengünstige Möglichkeit der Sprach- und Datenvernetzung mehrerer Standorte ermöglicht. Kurz gesagt: IP-VPN bieten jedem Kunden die Möglichkeit, räumlich getrennte Netzwerke flexibel zusammenschalten zu können. Für den Kunden besteht der Hauptnutzen von IP-basierten Netzen in der offenen, aber zugleich extrem sicheren und zuverlässigen Internet-Architektur: Dadurch können Kunden preiswerter kommunizieren und gleichzeitig neue onlinebasierte Anwendungen einsetzen, um effektiver zusammenzuarbeiten.

Der Begriff MPLS steht für »Multiprotocol Label Switching«. Dahinter verbirgt sich ein intelligenter Transportmechanismus für den IP-Datenverkehr durch das Netz eines TK-Anbieters. Kurz gesagt vereinfacht MPLS das Management bei der Datenübertragung und ermöglicht die Einteilung des Datenverkehrs gemäß Quality of Service-Klassifizierungen.

Damit die Vorteile eines IP-VPN optimal zur Geltung kommen, müssen zwei Kernvoraussetzungen erfüllt werden: Zum einen müssen die Applikationen, die über das Firmennetzwerk abgebildet werden sollen, flexibel administrierbar sein. Zum anderen ist die Qualität eines VPN aus Kundensicht unmittelbar an die Qualität und Verfügbarkeit der geschalteten Verbindungen gekoppelt. In beiden Fällen bietet Versatel, der TK-Partner des RZRS, überzeugende Lösungen an: Versatel garantiert über verschiedene Service-Level-Agreements Netzverfügbarkeiten bis zu 99,9 Prozent und gibt dem Rechenzentrum die Möglichkeit, über webbasierte Monitoring- und Reporting-Tools die Performance des Netzes laufend zu überwachen.

  

Abbildung: Komponenten eines MLPS-basierten IP-VPN

 

Versatel als TK-Partner des Rechenzentrums

Zu den angeschlossenen Standorten des Rechenzentrums Region Stuttgart zählen unter anderem die Landratsämter in den Kreisen Böblingen, Esslingen, Göppingen, Ludwigsburg und Waiblingen. Die einzelnen Lokationen sind hauptsächlich über Standleitungen oder schnelle DSL-Verbindungen mit dem Rechenzentrum in Stuttgart verbunden.

Eine Besonderheit im Rahmen des von Versatel umgesetzten Gesamtprojektes besteht in der breitbandigen Datenverbindung zu einem voll funktionsfähigen Backup-Rechenzentrum im nördlichen Schwarzwald, das im Krisenfall binnen weniger Stunden sämtliche Aufgaben des Stuttgarter Standortes übernehmen kann. So ist selbst bei einem Ausfall zentraler Dienste eine reibungslose Versorgung der angeschlossenen Standorte gewährleistet.

Für den Support der angebundenen Verwaltungsstandorte bei technischen Störungen hat Versatel für das Rechenzentrum in Stuttgart eine einheitliche und zentral gesteuerte Hotline über die VAS-Nummerngasse 01802 realisiert. Die Support-Mitarbeiter in Stuttgart sind dadurch jederzeit unter einer einzigen Nummer und von allen angebundenen Dienststellen zu erreichen.

Resümee

Mit der Anfang 2006 realisierten Vernetzung des Rechenzentrums stellt Versatel dem RZRS eine hochverfügbare und extrem ausfallsichere Dateninfrastruktur zur Verfügung, die dem Kunden und den angeschlossenen kommunalen Einrichtungen einen zügigen und einheitlichen Ausbau von E-Government-Diensten ermöglicht. Einheitliche Servicerufnummern für den IT-Support vereinfachen interne Arbeits- und Kommunikationsprozesse und erhöhen die Effizienz im Zuge der Bereitstellung von onlinebasierten Bürgerdiensten.

Manfred Kraus, Verwaltungsleiter des RZRS, zur Bedeutung moderner TK-Lösungen für das E-Government: »Onlinebasierte Bürgerdienste müssen für den Nutzer transparent und vor allem verlässlich sein. Für uns ist daher die Zusammenarbeit mit einem leistungsstarken und zuverlässigen TK-Partner unabdingbar. Versatel verfügt gerade bei der Versorgung öffentlicher Einrichtungen über ausgezeichnetes Know-how. So betreibt das Unternehmen unter anderem das Landeshochschulnetz BelWü, das Universitäten und andere Forschungseinrichtungen in Baden-Württemberg miteinander verbindet. Durch den Bezug von Sprach- und Datendiensten aus einer Hand können wir zudem unsere Leistungen jederzeit individuell auf die Bedürfnisse unserer Kunden abstimmen.«

Dem schließt sich Lothar Michel, Leiter des Rechenzentrums, an und ist überzeugt, dass durch die zusätzliche Arbeit mit mehreren Partnern ein gesunder Wettbewerb zum Nutzen der Kommunen erreicht wurde.

Stefan Sayder

 

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Stefan Sayder, Unternehmenskommunikation, Versatel

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