20060708c ILM Sicherheit CM Symantec

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Was ILM und Sicherheitsmanagement für das Content Management bedeuten

Richtungswechsel

 

Information Lifecycle Management (ILM), Sicherheitsmanagement und Content Management sind drei Begriffe, die mittlerweile eng miteinander verbunden sind. Um den Zusammenhang zu erkennen, muss man sich darüber im Klaren sein, was sich hinter diesen Begriffen versteckt.

 

U

mfassendes Sicherheitsmanagement ist die Basis, um firmenrelevante Informationen bereinigt an das Content Management zur strukturierten Klassifizierung, Verwaltung und Aufbereitung weiterzuleiten. Diese Inhalte können von verschiedenen Datenquellen wie etwa File-Servern, Websites und E-Mails stammen. Die Daten und Dokumente werden beispielsweise nach bereits festgelegten Klassifizierungsmerkmalen untersucht und lassen sich somit entsprechend speichern, verwalten und archivieren. Content Management beinhaltet Technologien wie Input-Management, Dokumentenmanagement, Wissensmanagement, Workflow, Storage sowie Archivierung. Es beschäftigt sich vorrangig mit unstrukturierten Informationen und bringt diese in einer Struktur. Dabei sind nicht nur echte Dokumente gemeint, sondern auch Web Files oder E-Mails. Strukturinformationen und beschreibende Metadaten werden getrennt vom eigentlichen Inhalt verwaltet, damit der Inhalt in unterschiedlichsten Formen, für unterschiedlichste Zwecke benutzt werden kann.

 

Laut der Storage Networking Industry Association (SNIA) besteht ILM aus Richtlinien, Prozessen, Praktiken und Technologien, mit denen Informationen gemäß ihrem Wert für das Unternehmen von dem Zeitpunkt ihres Eintritts bzw. Entstehens bis zur endgültigen Ablage auf einer geeigneten und günstigen IT-Infrastruktur abgelegt werden. Während Content Management Inhalte klassifiziert und somit die Weichen für die Ablage der Inhalte stellt, bringt Information Lifecycle Management den wichtigen Aspekt der »Zeit« mit sich. ILM sieht vor, diese Daten so lange dort aufzubewahren, wo es dem aktuellen Bedarf entspricht. Je wichtiger die Daten für ein Unternehmen sind, desto höher sollte die Verfügbarkeit sein. Je höher die Verfügbarkeit, umso kostenintensiver die dafür benötigten Speichermedien. Um unnötige Kosten zu sparen, werden in einem ILM-Konzept Daten nach einem festgelegten Zeitraum oder nach Abschluss eines Projektes oder Vorganges automatisch auf kostengünstigeren Speichermedien ausgelagert.

 

Ähnlich wie die Filterung der Informationen durch Sicherheitsmechanismen kann das Content Management somit als Vorstufe zu ILM gesehen werden. Um ein unternehmensweites ILM einzuführen, kommt es nur teilweise auf Technologien an. Entscheidend ist die Klassifizierung und Qualifizierung der Informationen sowie die Entwicklung und Umsetzung der Richtlinien zur sicheren und revisionsrelevanten Ablage. Content Management bietet diese Klassifizierung von Inhalten, die dann auf Basis der Auswertung ins ILM-System fließen. Die Menge an unstrukturierten Daten, die verwaltet werden müssen, steigt täglich. Auch die Anzahl digitalisierter Datentypen, die es zu verwalten gilt, wächst: E-Mails, gescannte Dokumente, Office-Dateien, CAD-Zeichnungen, Präsentationen, Audio- und Videodateien. Ein Content Management-System kann diese Inhalte auf Basis bestimmter Merkmale erkennen und entsprechend in der Unternehmensinfrastruktur ablegen. Hier kommt Information Lifecycle Management ins Spiel. Wenn das Content Management-System die Daten gemäß ihrem aktuellen und zukünftigen Wert für das Unternehmen ausgewertet hat, lassen sich strukturierte und unstrukturierte Daten – unabhängig von Quelle und Format – aus sämtlichen Applikationen und Datenbanken dem ILM zuführen und nach den festgelegten Regeln verwalten.

 

Sowohl Information Lifecycle Management, Sicherheitsmanagement als auch Content Management sind zusammenfassende Bezeichnungen für verschiedene Technologien, Produkte und Richtlinien. In der Zukunft ist abzusehen, dass sie noch enger mit einander verknüpft werden. Information Lifecycle Management benötigt die Intelligenz eines ausgeklügeltes Sicherheits- und Content Management Systems, um die Inhalte so auszuwerten und zu klassifizieren, dass sie sicherheitsrelevant aufbereitet, automatisch hierarchisch richtig abgelegt oder gelöscht werden können. Content Management benötigt Information Lifecycle Management, um die Daten zum richtigen Zeitpunkt auf das richtige Speichermedium bereitzustellen. Im Idealfall erfolgt dies integriert und automatisiert, so dass der Administrator zu keinem Zeitpunkt eingreifen muss. Der Lebenszyklus der Inhalte vom Eingang über Klassifizierung und Ablagerung bis hin zu Migration, Archivierung und Löschen sollte ein automatischer, technologieübergreifender Prozess sein.

 

Die Archivierungssoftware Veritas Enterprise Vault von Symantec unterstützt beispielsweise die Automatisierung und Integration von Sicherheits-, Content- und Information Lifecycle Management. Durch die Kompatibilität zu allen gängigen Speicherplattformen für langfristige Datenhaltung ermöglicht die Software die Datenmigration je nach Bedarf und Wichtigkeit der Informationen zwischen schnelleren Festplattenspeicher und Bandspeichermedien. Die Entscheidung, ob Informationen für die langfristige Datensicherung zu Dokumentationszwecken relevant sind oder wie geschäftskritisch sie sind, wird von ihrem Inhalt bestimmt. Die Archivierungssoftware analysiert Inhalte und auf Basis der Metadaten und weiterer Erkennungsmerkmale kann sie indizieren, kategorisieren und filtern. Vorher festgelegte Richtlinien sorgen für die automatische Filterung, Speicherung und Archivierung von Informationen auf den jeweiligen Medien. Damit verbindet sie Sicherheits-, Content- und Information Lifecycle Management und stellt somit die Weichen für eine umfassende und langfristige Verwaltung von Unternehmensinformationen.

Hermann Wedlich

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Hermann Wedlich, Senior Manager Solutions Marketing , EMEA Solutions Marketing Symantec

 


 


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