200610d Sterling Commerce Ideal Integrationsplattform

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Integrationsplattform

Expansion sichern

Es gibt viele Fälle, in denen IT sich nicht als Business-Treiber, sondern als Hemmschuh entpuppt. Zum Beispiel wenn es um Expansion und die Erschließung neuer Märkte geht: Was tun, wenn es wegen vieler Insellösungen nicht möglich ist, neue Niederlassungen an das Firmennetz anzuschließen und die IT-Systeme der Kunden zu integrieren?

 

V

or diesem Problem stand auch der Armaturenhersteller Ideal Standard. Mit neuen Großhandelsniederlassungen, unter anderem in Russland und dem Nahen Osten, wollte das Unternehmen seine Kundenbasis erweitern. Durch die Einführung einer Integrationsplattform konnten Niederlassungen und externe Partner einfacher angebunden werden.

Prozesse der Wertschöpfungskette abbilden

Der Erfolg der Expansionsstrategie von Ideal Standard hing von der Fähigkeit der IT ab, die komplexer und umfangreicher gewordenen Prozesse der Wertschöpfungskette abzubilden. Das bestehende Kommunikationssystem lieferte nicht länger die erforderliche Transparenz und Kontrolle über die Abläufe. Auf die verschiedenen Anforderungen der Kunden in punkto Datenaustausch, zum Beispiel aufgrund geografischer oder technologischer Unterschiede,  konnte das Unternehmen kaum reagieren.

Ideal Standard benötigte ein System, das neue Partner ohne großen Aufwand integriert und alle geforderten Kommunikationswege und -arten umsetzen kann. Kritische Punkte waren zudem die Datenverifizierung und das Mapping in das SAP-System von Ideal Standard. Das Unternehmen war daher auf der Suche nach einer zentralen Kommunikationsplattform, die die Komplexität verschiedener Kommunikationsprotokolle (HTTPS, Web, VAN, Point to Point), Datenformate (Edifact, Tradacomm, XML) und länderspezifischer Standards bewältigen kann.

Zentrale Kommunikationsplattform

Dies war auch dringend nötig, da die Anforderungen von Land zu Land nicht unterschiedlicher hätten sein können. Beispielsweise gingen in Großbritannien alle Bestellungen über EDI ein, in Italien dagegen nur 40 Prozent. Die übrigen 60 Prozent kamen in unterschiedlichen Formaten. In Belgien bevorzugte der größte Kunde XML als Dokumentenformat, während in Griechenland Vertrieb und Zahlungsmechanismen auf Web-Basis verlangt wurden. Das zunehmende Datenvolumen setzte das Unternehmen Risiken aus, die mit hohen Kosten verbunden waren: Es gab kein zentrales Data-Management-Tool, um die wachsende Zahl von Rechnungen und Bestellungen zu verwalten. Darüber hinaus verursachte die Wartung heterogener IT-Systeme enorme Kosten. Fehlerkontrolle und -meldung liefen hauptsächlich über manuelle und damit fehleranfällige Prüfungen. Das bestehende Bestell- und Abrechnungssystem erforderte, dass Mitarbeiter alle paar Stunden Systemabfragen durchführten, um die Richtigkeit der Daten zu prüfen und Fehler aufzuspüren.

 Um diese Herausforderungen zu bewältigen, entschied sich Ideal Standard für eine homogene Lösung, die eine solide Basis für weiteres Wachstum bietet und auf Kundenbedürfnisse reagieren kann. Zwar unterscheiden sich die Systeme und Standards von Handelspartner zu Handelspartner und von Land zu Land., dennoch sind viele Geschäftsprozesse, die durch elektronische Rechnungen oder Bestellungen angestoßen werden, identisch. Mithilfe der neuen Lösung und automatisierter Prozesse sollten Fragen zu Rechnungen und Bestellungen innerhalb von Minuten statt innerhalb von Tagen beantwortet werden.

Die Wahl fiel auf die Gentran Integration Suite (GIS) von Sterling Commerce. Auf Basis der Multi-Enterprise Services Architecture von Sterling Commerce bietet GIS dem Unternehmen Ideal Standard funktionsreiche Services für die B2B-Kommunikation und -Management, alle erforderlichen Übersetzungsfunktionen, die Applikationsintegration, das Business Process Management (BPM) und Business Activity Monitoring (BAM) in einer Suite. Neben dem Management externer Zusammenarbeit bietet GIS Funktionen für das interne Datenmanagement, sodass Ideal Standard seine Business Intelligence optimieren kann. Prozesse für das Verifizieren und Weiterleiten von Daten in das ERP-System lassen sich ohne Zeitverlust einrichten. Ideal Standard nutzt ein grafisches Mapping, das größere Transparenz und Kontrolle über eingehende Nachrichten bietet.

Minuten statt Stunden

Mithilfe der automatischen Benachrichtigung bei Fehlern durch die GIS Suite überwacht Ideal Standard Abweichungen und findet verlorene oder verspätete Bestellungen und Rechnungen innerhalb von Minuten anstatt Stunden. Manuelle Überprüfungen sind nicht mehr nötig. Der Bestellprozess gewinnt dadurch an Effizienz, und den Mitarbeitern bleibt mehr Zeit für strategische Aufgaben.

Die Übersetzungsfunktionen von GIS unterstützen alle Datenformate, die von den europäischen Partnern gefordert werden. Mithilfe von Auditing-, Tracking- und ereignisgetriebenen Message-Management-Services bildet die Plattform ein zentrales System, das die eingehenden Bestellbestätigungen, Liefernachweise und Rechnungen weiterleitet. So werden die Daten automatisch verifiziert.

Das Ergebnis

Da Ideal Standard heute vielfältige Anforderungen an Daten- und Kommunikationsstandards erfüllen kann, hat das Unternehmen zusätzliche Großhandelsniederlassungen schneller in Betrieb nehmen und damit seine Wachstumsstrategie umsetzen können. Es ist für das Unternehmen jetzt wesentlich einfacher, neue Partner und Kunden zu integrieren. Zu vielen Kunden hat das Unternehmen nun eine engere Beziehung als vorher. Die Lösung erlaubt es Ideal Standard, mit allen Kunden unabhängig von Nachrichtenformaten über eine einzige, integrierte Plattform zu kommunizieren. Die Kunden stimmt dieses neue Service-Spektrum sehr zufrieden, ebenso wie die Tatsache, dass sich die Bearbeitungszeit von Bestellungen und Rechnungen verkürzt hat.

 Da GIS auf der modularen Multi-Enterprise Services Architecture von Sterling Commerce basiert, konnte Ideal Standard das neue System phasenweise einführen. Die Lösung ging zuerst in Italien, dann in Frankreich, Deutschland, den Niederlanden und Großbritannien an den Start. Ideal Standard implementierte GIS ohne Störung für seine Kunden innerhalb des vorgegebenen Zeitplans. Die interne Abteilung erhielt Unterstützung durch den Hersteller Sterling Commerce und betreibt das System jetzt in Eigenregie in seinem Rechenzentrum in Deutschland. Innerhalb von 18 Monaten hat sich die Investition amortisiert.

»In Italien haben die EDI-Transaktionen um 20 Prozent zugenommen, im Vergleich zum früheren unwirtschaftlichen manuellen Prozess«, bestätigt Loris Dal Magro, IT Director South Europe bei Ideal Standard. »40 Prozent der Bestellungen in dieser Region kommen jetzt über EDI herein. Wir erwarten bis Ende des Jahres eine Steigerung auf 60 Prozent. Dies ist ein signifikanter Anstieg in der Effizienz, von dem unser Betrieb in der EMEA-Region ebenso profitiert wie unsere Kunden. Ideal Standard hat seit der Implementierung von GIS seine Kosten gesenkt und die Leistungsfähigkeit in der Wertschöpfungskette gesteigert.«

Es ist geplant, die Datenübersetzungs- und Mappingfunktionen von GIS auf die Zulieferer auszudehnen, um eine vollständige kollaborative Umgebung zu schaffen, die alle Handelspartner von Ideal Standard einschließt.

 

www.sterlingcommerce.de


 

 


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