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Content-Management: PIM Familienzuwachs Als kleine Schwester von ECM macht Produktinformationsmanagement auf sich aufmerksam.
er sich an das Periodensystem aus dem Chemie-Unterricht erinnert, weiß, wie komplex chemische Elemente sind. Unter www.chemfidence.de finden Kunden fast eine Million Artikel aus den Produktgruppen chemische Rohstoffe, Laborchemikalien, Packmittel, Arbeitsschutz sowie hochwertige Betriebsmittel. Die chemfidence GmbH, ein Unternehmen der Infraserv Höchst Gruppe bietet diese Beschaffungsplattform ihren Geschäftspartnern an. Nicht weniger umfangreich sind die dazugehörigen Daten: Preise, Varianten und Verfügbarkeit der Produkte sind ständigen Änderungen unterworfen, die nicht nur im Shop aktuell gehalten werden müssen. chemfidence betreibt gleichzeitig kundenindividuelle Katalogansichten und verwaltet elektronische Kataloge von Lieferanten für ihre Kunden. Dafür setzt das Unternehmen die hybris Catalog Suite ein, mit der sich die Vertriebs- und Marketingprozesse elektronisch abbilden lassen. Dazu gehört eben auch, die verschiedenen Sortimente mit den jeweils neuesten Informationen zu füttern. Die Seele der Suite ist ein Produktinformations-System, das die Transformationen und Verwaltung aller Produktdaten für verschiedene Vertriebskanäle übernimmt – Enterprise Content Management im wahren Sinne des Wortes. ECM im Vertriebsumfeld Enterprise Content Management (ECM) versteht den Begriff Content im Vergleich zu den oben beschriebenen Produktinformationen großzügig: Darunter fallen alle Daten, die im Unternehmen entstehen – vom Word-Dokument über Bilder und Grafiken bis hin zu Tabellen und Präsentationen. Ein Teil dieser Daten kann dann auch Produkteigenschaften beschreiben – das ist die erste Parallele zum Produktinformationsmanagement. Die zweite ist der ähnliche technologische Aufbau: Content-Integration und -Versionierung sitzen zusammen mit Workflow-Mechanismen im Herzen beider Systeme und steuern von dort Module. Sie decken nach den jüngsten Komplettansätzen von ECM Bereiche wie Capturing, Archivierung, Information Lifecyle Management, Dokumenten-Management, Business Process Management und Knowledge Management ab. Das verbindende Element ist die gemeinsame Datenbasis: Anstatt Informationen mehrfach abzulegen und je nach Verwendungszweck zu pflegen, sorgt ein zentraler Speicher für Konsistenz unabhängig von der späteren Ausgabe. ![]()
Denselben Ansatz verfolgt das Produktinformationsmanagement à la chemfidence, das ursprünglich vom E-Business-Experten hybris stammt. Der Kern der E-Business-Plattform ist die zentrale Verwaltung aller Produktdaten eines Unternehmens. Auf dieser Basis können dann Geschäftsprozesse aus Vertrieb und Beschaffung aufgesetzt werden. Konkret bedeutet das für die IT-Infrastruktur eines Unternehmens: Die E-Business-Lösung setzt auf einer klassischen Oracle-, DB2- oder einer Open-Source-Datenbank wie MySQL mit einem J2EE-Applikationsserver auf. Sie steuert über ein web-basiertes Administrations-Interface die Zugriffs- und Nutzerrechte für alle Informationen in der Datenbank, das Bestellprozessmanagement in Verbindung mit Warenwirtschaftssystemen wie etwa SAP und vor allem die Mechanismen für die modularen Erweiterungen. Diese Bausteine decken jeweils einen Kanal ab und sind beliebig kombinierbar – je nachdem, welche Vertriebswege für ein Unternehmen lukrativ erscheinen. So ist es beispielsweise nur sinnvoll, einen Konfigurator zu betreiben, wenn es eine große Zahl von Varianten von einem Produkt gibt – ebenso bringt es wenig, für komplizierte Produkte mit hohem Beratungsaufwand einen Webshop einzurichten. Zu den klassischen Ergänzungen gehören Kataloglösungen, E-Procurement-Applikationen, E-Commerce-Systeme und branchenspezifische E-Business-Funktionalitäten. Bei chemfidence pflegen die Produktmanager über das Produktinformationsmanagement die Beschreibungen der Produkte der Angebotspalette und reichern sie mit den zugehörigen Marketing- und Vertriebsinformationen an. Hierbei hilft die Software, Einsparungen bei der Lokalisierung für unterschiedliche Märkte vorzunehmen – eine klassische Aufgabe von ECM. Allerdings ist die E-Business-Lösung kein Ersatz, sondern eine wichtige Ergänzung zum klassischen Content-Management-System: Funktionen wie Klassifizierung von Produkten, Qualitätskontrolle und kundenspezifische Aufbereitung von Katalogen sowie intelligente Shoplösungen greifen ebenfalls auf die gemeinsame Datenbasis der Lösung zu und helfen, die Beziehungen zu Vertriebspartnern und Kunden punktgenau zu optimieren. Eine für alle, alle für eine Die Musketiere lassen grüßen: Das Produktinformation - System speist bei chemfidence neben dem Online-Shop auch den Chemie-Marktplatz cc-hubwoo sowie elektronische Kataloge, die in Beschaffungslösungen bei Großkunden integriert sind. Aus ECM-Sicht betrachtet, profitiert chemfidence davon, dass sich der Anpassungs- und Wartungsaufwand der Daten für alle Vertriebskanäle drastisch verringert hat. Die E-Business-Sicht des Projekts geht darüber hinaus: Die einheitliche Sicht aller Informationen über Produkte hilft, die Auslastung der Lagerkapazitäten zu optimieren, weil sich Umsätze und Transaktionen anhand von Analysen des Online-Shops und des elektronischen Katalogs besser planen lassen. Diese Transparenz zieht sich durch alle Vertriebsprozesse und trägt so dazu bei, dass die einzelne Transaktion weniger kostet. Ruth Streder
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