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Print Server Appliances Netzwerkdrucken heute: Vom Nutzen dedizierter Print Appliances Voluminöse Druckjobs mit intensivem Grafikeinsatz oder Farbdruck beanspruchen viel Bandbreite. Deswegen ist Spoolen zu einer zentralen Aufgabe im Netz geworden. Um Server-Ressourcen und den Netzverkehr zu entlasten, bietet sich der Einsatz dedizierter Print Appliances an. Diese übernehmen das Spoolen von Druckjobs, verwalten Netzwerkdrucker beziehungsweise Warteschlangen und sind darüber hinaus oft mit nützlichen Leistungsmerkmalen ausgestattet. Ihr Einsatz kann sich also lohnen, denn diese kompakten Netzwerkgeräte sind bei hohem Spezialisierungsgrad einfach zu administrieren, sorgen für die hohe Verfügbarkeit aller Druckdienste, benötigen dabei kaum Wartung und verursachen bei vergleichsweise günstigen Anschaffungskosten nur geringe Gesamtkosten.
lient-Server-Architektur oder Peer-to-Peer-Netz – das sind die typischen Szenarien für den Netzwerkdruck. Von ihnen hängt ab, welche Leistungen und Anwendungen Administratoren und Benutzern zur Verfügung stehen. In beiden Fällen geht es stets darum, die bestehende Umgebung zu optimieren, Einsparpotenziale zu nutzen, Transparenz zu schaffen und Kapazitäten freizusetzen. Der Einsatz von Print Appliances kann in beiden Fällen sinnvoll sein. Netzwerkdruck in Client-Server-Netzen Die beim Netzwerkdruck anfallenden Aufgaben übernimmt in Client-Server-Architekturen ein zentraler Server (z. B. UNIX, Windows), der eine breite Palette an Diensten im Netz bereithält: E-Mail, Internet, File-Sharing etc. Dazu kommt meistens ein umfangreiches User-, System- und Application-Management. Diese zentrale Instanz managt und spoolt Druckaufträge und verwaltet die zur Verfügung stehenden Warteschlangen. Eine solche zentrale Administration ist an und für sich von Vorteil. Doch häufige und umfangreiche Druckjobs können stark ausgelastete Server überfordern. Und wenn der Server zentral im Netz aufgestellt ist, müssen Druckdaten oftmals sehr weite Wege im Netz zurücklegen. Dies belastet ebenfalls die gesamte Infrastruktur, zum Beispiel in weitläufigen Netzen wie WAN-Umgebungen oder LANs mit verteilten Arbeitsgruppen. Entlastung von zentralen Mehrzweckservern durch Print Appliances Gerade in solchen Fällen lässt sich der Netzverkehr optimieren, indem eine Print Appliance als dedizierter Druck-Server strategisch geschickt im Netz positioniert wird. Druckdatenaufkommen lassen sich so auf bestimmte Netzwerksegmente begrenzen – zum Beispiel auf eine Arbeitsgruppe oder eine Außenstelle. Ein Beispiel für die Entlastung eines zentralen Servers über dezentrales Drucken mit einer Print Appliance, die sich in einer Außenstelle aufstellen lässt (das heißt, sie sollte sich – nicht nur in einem Server-Rack betreiben lassen): Ein vom Server über ein WAN an eine Außenstelle geschickter Druckjob kann aufgrund einer Störung des angesteuerten Druckers (zum Beispiel Papierstau) nicht ausgegeben werden. Da der Auftrag lokal auf der Print Appliance gespoolt ist, muss er nicht wiederholt erneut über das WAN geschickt werden, sondern wird nur im lokalen Segment erneut aufgesetzt – entweder automatisiert im Rahmen des angewendeten Druckverfahrens oder unter Zuhilfenahme von Mechanismen wie »Store and Forward«. Anwender können mit dem Gerät ISD300 von SEH zum Beispiel diesen Druckjob einfach über das Webinterface der Print Appliance aufrufen und lokal erneut starten. Das geht schnell und entlastet den Netzwerkverkehr. Ohne spezielle Netzwerkkenntnisse: Einfache Installation, Konfiguration, Administration Alle Print Appliances auf dem Markt verfügen über einen solchen integrierten Web Server als Benutzerschnittstelle. Die Kommunikation über diesen Web Server sollte sich bei Bedarf über HTTPs (TLS/SSL) verschlüsseln lassen. Über diese Schnittstelle lässt sich von jedem Client im Netz aus via Browser die gesamte Konfiguration und Administration abwickeln. Die Print Appliances können ohne spezielle Netzwerkkenntnisse bei laufendem Netzwerkbetrieb – »on-the-fly« – schnell installiert und konfiguriert werden. Auch Soft- und Firmware-Updates zur ständigen Aktualisierung der Netzwerkgeräte lassen sich schnell und bequem von Websites der Hersteller herunter und auf die Appliances herauf laden. High-End Print Appliances sind in der Lage, alle im Netz angeschlossenen Printserver beziehungsweise Netzwerkdrucker automatisch zu finden und als Warteschlangen einzurichten und zu verwalten. Darüber hinaus können diese Print Appliances zusätzliche Netzwerkdienste, wie die automatische Zuweisung von IP-Adressen und Name Services, beispielsweise für Außenstellen ohne DHCP- und DNS-Server übernehmen. Bei manchen Print Appliances sichert ein wirksamer Zugriffsschutz die Gesamtkonfiguration ab. Das ISD300 Intelligent Spooling Device des Netzwerkdruckspezialisten SEH erlaubt darüber hinaus die Integration der Benutzerverwaltung in das Windows Active Directory. Bequemes Management von Druckertreibern über Print Appliances Print Appliances nehmen einem zentralen Mehrzweckserver nicht nur das Spoolen von Druckjobs sowie das Einrichten und Verwalten aller Warteschlangen ab, sondern beispielsweise auch die Bereitstellung und Verwaltung von Druckertreibern. Das ISD300 von SEH beispielsweise verfügt über die für Windows entwickelte »Point-and-Print«-Funktionalität: Der IT-Administrator lädt einfach alle notwendigen, Point-and-Print-fähigen Treiber für die vorhandenen Netzwerkdrucker auf die Print Appliance. Dort stehen sie für jeden Client nach Bedarf zum einfachen Download bereit – wenige Mausclicks genügen. Updates für die Druckertreiber werden je nach Client-System sogar automatisch über die Print Appliance verteilt, was den Administrationsaufwand deutlich verringert. Das gleiche gilt für druckerherstellereigene Print Appliances, zum Beispiel die HP PSA 4250 oder die Canon Print Server Appliance. Diese sind mit den herstellereigenen Druckertreibern ausgerüstet und erlauben in der Regel auch die Installation der Treiber anderer Druckerhersteller. Für Administratoren bedeutet dies eine Erleichterung, da alle Aufgaben der Treiberinstallation an einer zentralen Stelle – der Print Appliance – ansetzen. Sie müssen sich nicht mehr um jeden PC einzeln kümmern. Als Druck-Server-Ersatz im Peer-to-Peer-Netz In Peer-to-Peer-Netzen ohne zentralen Server stellen die Workstations selbst die Druckdienste zur Verfügung, wobei jedoch ein zentrales Management der Druckaufträge und der Warteschlangen unmöglich ist – Transparenz ist nicht gegeben. Eine Print Appliance ermöglicht in solchen Netzen das zentrale Management von Druckaufträgen und Warteschlangen überhaupt erst und erleichtert die Administration des Netzwerkdruckens in diesen Umgebungen. Außerdem entlastet sie die Workstations deutlich dadurch, dass sie das Spoolen großer Druckjobs übernimmt. Dies rechnet sich, weil Print Appliances vergleichsweise günstig zu haben sind und im Gegensatz zu Servern keine Peripherie (Monitor, Tastatur etc.) benötigen. Auch Zusatzlizenzen sind nicht unbedingt notwendig. Das ISD300 von SEH beispielsweise basiert auf einem Linux-System mit Journaling File System, wodurch sich das Gerät nahtlos in Windows-Umgebungen einbinden lässt, ohne dass Lizenzen anfallen. Dieses System ermöglicht zudem sehr schnelle Boot-Zeiten von unter 10 Sekunden – was auch nach einem eventuell notwendigen Re-Boot der Print Appliance dafür sorgt, dass die Druckdienste innerhalb weniger Sekunden wieder voll zur Verfügung stehen. Unabhängig vom Mehrzweckserver – Schneller Re-Boot nach Systemausfall Wird der gesamte Druckdatenverkehr über eine Print Appliance abgewickelt, ist die hohe Verfügbarkeit aller Druckdienste gegeben, denn der Druckbetrieb verläuft auch bei Ausfällen des Mehrzweckservers ungestört – Anwender können also auch dann drucken, wenn der Mehrzweckserver vorübergehend nicht zugänglich ist. Das Auslagern der Netzwerk-Druckaufgaben auf eine spezialisierte Appliance zahlt sich besonders im schlimmsten Fall aus, nämlich wenn nach einem Ausfall das gesamte System wiederhergestellt werden muss. Dies erfordert Zeit (für das Drucksystem mindestens eine Stunde) und speziell geschultes Netzwerkpersonal. Eine Print Appliance dagegen, deren Konfiguration über ein einfaches Backup in einer ausgelagerten Datei abgelegt ist, lässt sich beispielsweise schlicht durch den Einsatz eines redundanten Geräts ersetzen und stellt das Drucksystem innerhalb weniger Minuten wieder her. Dazu wird kein spezielles Fachpersonal benötigt. Diese Backup-Datei kann auch dazu dienen, weitere Appliances schnell und einfach zu konfigurieren. Resümee Die flexiblen und anpassungsfähigen Print Appliances eignen sich zum Einsatz in unterschiedlichen Umgebungen: In komplexen Netzwerken mit hohen Datenaufkommen oder weitläufigen Strukturen optimieren sie den Netzwerkverkehr und entlasten die Server-Ressourcen, während sie in Peer-to-Peer-Netzen Server-Funktionen für das Drucken bereit stellen. In jedem Fall erlaubt die Zentralisierung des druckerbezogenen Datenverkehrs im Netzwerk dem Administrator mehr Kontrolle, reduziert den Supportaufwand und entlastet den Mehrzweckserver von allen Druckaufgaben, so dass Kapazitäten für andere Aufgaben freigesetzt werden. Je nach Modell und Hersteller bieten Print Appliances noch weitere Leistungsmerkmale. Modelle von Druckerherstellern wie die HP PSA 4250 oder die Canon Print Server Appliance sind bereits ab Werk mit den Druckertreibern für die eigenen Systeme ausgestattet und lassen sich gegebenenfalls in weitere Applikationen des Herstellers einbinden, wie im Falle des Canon-Modells in die Canon’s Enterprise Service Platform (ESP). Das herstellerunabhängige Gerät ISD300 von SEH glänzt damit, dass es sich beispielsweise als ThinPrint Gateway für das bandbreitenoptimierte Drucken mit der ThinPrint-Technologie – inklusive ThinPrint SSL-Verschlüsselung der Druckdaten – einsetzen lässt oder als Plattform für Filterapplikationen (zum Beispiel Barcode-Drucken) dient. Für Filialbetriebe, Außenstellen ohne eigenen Server, Arbeitsgruppen, WAN-Umgebungen, Netze mit hohen lokalen Aufkommen von Druckdaten oder Server-based Computing-Umgebungen lohnt es sich, den Einsatz einer Print Appliance zu prüfen. Margarete Keulen
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