200701l Entory Innovations Agile Software Time-to-Market BPM SOA BRM

 Home | News | Hefte | Mediadaten | Online-Artikel | Kommentare | Trends | Wir-ueber-uns | Tipps | Impressum | CeBIT 2012

 

Home
News
Trends
Hefte
Online-Artikel
Kommentare
Service-Angebote
Feedback
Abonnement
Wir-ueber-uns
Tipps
Impressum
Veranstaltungen


»manage it« als

E-Paper  11-12 2011
E-Paper  9-10 2011
E-Paper  5-6 2011
E-Paper  3-4 2011
E-Paper  1-2 2011
E-Paper  11-12 2010
E-Paper  9-10 2010

E-Paper  7-8 2010
E-Paper  5-6 2010
 



 




 

 


 




 


 


 

 

Agile Software für schnelle Reaktion auf veränderte Rahmenbedingungen

Time-to-Market-Spanne verkürzen

Agile Software-Infrastrukturen ermöglichen eine schnelle und kostengünstige Anpassung von Geschäftsprozessen und den darin enthaltenen Regeln. Sie entstehen aus einem intelligenten Zusammenspiel von Business Process Management (BPM), serviceorientierter Architektur (SOA) und Business Rules Management (BRM).

 

D

er Wettbewerb, Veränderungen im Kundenverhalten und neue gesetzliche Bestimmungen zwingen Unternehmen immer wieder, Geschäftsprozesse schnell an geänderte Rahmenbedingungen anzupassen. Gerade die Finanzdienstleistungsbranche ist ständig gefordert, aufsichtsrechtliche Vorgaben oder neue Strategien der Marktbearbeitung in ihren IT-Systemen umzusetzen. Ein Hindernis stellen dabei codierte Geschäftsregeln dar, die den Verlauf von Geschäftsprozessen steuern. Nur die intelligente Orchestrierung von Business Process Management (BPM), serviceorientierter Architektur (SOA) und Business Rules Management (BRM) erzeugt agile Software-Infrastrukturen.

Starre Regeln behindern flexible Anpassung von Geschäftsprozessen.

Der Erfolg von Unternehmen hängt heute wesentlich davon ab, wie flexibel sie auf die Bedürfnisse ihrer Kunden reagieren können, auf die Herausforderungen des Wettbewerbs und auf immer wieder neue Änderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen. Jeder einzelne Punkt erfordert eine schnelle Anpassung der IT-Systeme und der darin abgebildeten Geschäftsprozesse. Das gilt besonders für die Finanzdienstleistungsbranche: Alleine die Umsetzung aufsichtsrechtlicher Vorgaben wie Basel II, um nur ein Beispiel zu nennen, hat IT-Leitern und Dienstleistern in den letzten Jahren großes Kopfzerbrechen bereitet und in hohem Maße Entwicklerkapazitäten gebunden. Während die Institute in einem immer härteren Wettbewerb bestehen mussten, wurden durch die Anpassung der IT-Systeme an die veränderten Geschäftsprozesse große Summen verschlungen.

Geschäftsprozesse effizient zu gestalten und an veränderte Arbeitsabläufe und Bedingungen anzupassen ist ein zentrales Anliegen des Business Process Management (BPM). Dennoch bleibt die Umsetzung neuer oder geänderter Geschäftsprozesse in den bestehenden IT-Systemen eine Herausforderung. Denn die Prozesse werden über Geschäftsregeln gesteuert, die die fachlichen Entscheidungen abbilden. Änderungen in solchen Regeln erfordern bislang meist noch einen erheblichen Programmieraufwand.

Ein intelligentes Re-Engineering der oft über Jahrzehnte gewachsenen Systeme ist heute dringend erforderlich. Die größtmögliche Flexibilität bieten IT-Infrastrukturen, in denen sich BPM, SOA und die Automation von Geschäftsregeln durch Business Rules Management (BRM) sinnvoll ergänzen.

Geschäftsregeln ohne Umwege modellieren.

Während IT-Professionals den Umgang mit Bits und Bytes beherrschen, kennen die Fachbereiche ihr Geschäft – und die Geschäftsregeln. Die Praxis zeigt aber, dass die Kommunikation zwischen IT- und Fachabteilung nicht immer einfach ist – einer der wesentlichen Gründe, warum sich Projekte häufig verzögern oder nicht zu den gewünschten Resultaten führen.

Bei der Steuerung von Geschäftsprozessen und der Modellierung von Geschäftsregeln ist daher eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit sinnvoll. Dazu bedarf es eines Werkzeugs, das in der Lage ist, die Sprache des Business in die der IT zu übersetzen. Ein solches Tool kann idealer Weise aus den Geschäftsregeln direkt Programmcode generieren. Zudem sollte es möglich sein, die Regeln direkt fachlich und logisch zu testen.

Diesen wachsenden Bedarf nach einer effizienten Entwicklung von Geschäftsregeln adressieren BRM-Systeme. Die Analysten von Gartner sehen darin einen ausgesprochenen Wachstumsmarkt, dem sie durchschnittliche Zuwachsraten von zehn Prozent prognostizieren. Mit verantwortlich für diesen Trend ist die zunehmende Anzahl von Unternehmen, die ihre IT auf serviceorientierte Architekturen umstellen wollen und entsprechende Projekte bereits initiiert oder zumindest in Planung haben. Bei der Realisierung des Architekturkonzepts können BRM-Systeme eine wichtige Funktion übernehmen, sofern sie den technologischen Ansatz der SOA unterstützen.

Agile Software im Praxistest.

Agile Software-Infrastrukturen verschaffen Unternehmen jene Flexibilität in der Prozessgestaltung, die sie heute dringend benötigen. Voraussetzung für derartige Strukturen ist eine konsequente Entkopplung der Geschäftsregeln von der technischen Programmlogik. Ein sorgfältig abgestimmtes Zusammenspiel von SOA, BPM und BRM bietet ein Höchstmaß an Agilität.

Technologischer Ansatz und Management-Konzept greifen dabei eng ineinander. Denn die Realisierung einer solchen Infrastruktur fordert eine strikte Trennung der Verantwortlichkeiten. Während die IT für die Bereitstellung und Entwicklung der Systeme sowie die Datenbeschaffung zuständig ist, trägt der Fachbereich die Verantwortung für die Geschäftsregeln. Innerhalb der SOA kann somit jeder fachliche Dienst dem verantwortlichen Service-Owner zugeordnet werden. Im Falle der Geschäftslogik geschieht dies mittels gekapselter Regeln, die als Services bereitgestellt werden. Das setzt allerdings voraus, dass das BRMS die Service-Orientierung auch unterstützt.

Durch diese Trennung der Verantwortlichkeiten lassen sich veränderte Geschäftsprozesse schnell umsetzen und Time-to-Market-Spannen nachhaltig verkürzen. Damit kommt dieser Ansatz insbesondere den aktuellen Bedürfnissen der Finanzdienstleistungsbranche entgegen. Für das Beratungshaus Entory und das Softwarehaus Sun Gard war das ein vorrangiger Grund, sich verstärkt mit BRM-Systemen zu befassen. Beide Häuser haben sich auf die Finanzdienstleistungsbranche spezialisiert. Für Sun Gard war es besonders von Bedeutung, dass sich ein BRM-System in seine Common Service Architecture Initiative (CSA) einfügt. Die kollaborative Open Source Arbeitsplattform basiert auf Standards und bildet die Grundlage für die Realisierung von Anwendungen auf Basis serviceorientierter Architekturen.

In einem Szenario wurde ein konkreter Anwendungsfall analysiert und damit ein Maßstab geschaffen, mit dem sich die Effizienz der regelbasierten Prozessoptimierung im Zusammenwirken mit einer SOA klar beziffern lässt. Nach einer sorgfältigen Evaluation der am Markt verfügbaren Systeme wurde deutlich, dass das BRM-System »visual rules« der Innovations Softwaretechnologie, einem Spezialisten für Business Rules Management, die Anforderungen am Besten erfüllte. Dieses System zeichnet sich durch seine Integrierbarkeit als SOA-Technologie und seinen grafischen Modellansatz aus. Schließlich ergab sich eine konkurrenzlose Total Cost of Ownership (TCO), und das nicht nur gegenüber dem klassischen Programmieransatz, sondern auch im Vergleich mit anderen BRM-Systemen.

Eine Aufwandsschätzung im Rahmen des Szenarios stellte für diesen Fall die klassische Programmierung und die Modellierung der Geschäftsregeln mittels des BRM-Systems gegenüber. Im ersten Fall wurde ein Aufwand von 15 Personentagen für die qualitätsgesicherte Modifizierung des Codes ermittelt. Bei der vergleichbaren regelbasierten Umsetzung gab der Fachbereich die fachlichen Regeln vor, die in unmittelbarer Zusammenarbeit mit der IT-Abteilung im grafischen Modell umgesetzt, getestet und qualitätsgesichert wurden. Das Ergebnis war ebenso überraschend wie beeindruckend: Mit 1,5 Personentagen konnte der Aufwand für die Regeländerung um 90 Prozent reduziert werden.

Vielfältige Einsatzszenarien.

Die Finanzdienstleistungsbranche bietet eine Fülle von Beispielen, bei denen eine agile Software-Infrastruktur den Aufwand für die Anpassung von Geschäftsprozessen und -regeln auf ein Minimum reduziert. Exemplarisch lässt sich das an den neuen internationalen Bilanzierungsrichtlinien IFRS (International Financial Reporting Standards) darlegen. Diese unterscheiden sich deutlich vom deutschen Handelsgesetzbuch (HGB), dem das Prinzip des »vorsichtigen Kaufmanns« zu Grunde liegt, indem sie die Information des Investors in den Mittelpunkt des Berichtswesens stellen. Ab 2007 sind Finanzdienstleister, die eigene Papiere an den internationalen Finanzmärkten emittieren, zur Bilanzierung nach IFRS verpflichtet.

Während dies nach der klassischen Methode aufwendige Modifikationen an den Buchungssystemen erfordert, erlaubt eine agile Software-Infrastruktur eine schnelle und kostengünstige Umsetzung der Richtlinie. Denn letzten Endes gibt diese lediglich neue Buchungsregeln vor, die in der IT abgebildet werden müssen.

Resümee: Grafischer Modellansatz stärkt abteilungsübergreifende Zusammenarbeit.

Die Trennung zwischen fachlicher Verantwortung und IT-technischer Umsetzung für und von Geschäftsregeln wird durch den grafischen Modellansatz von visual rules in besonderer Weise unterstützt. Der Modellansatz entspricht der menschlichen Denkweise und hat sich als intuitiv für IT und den Fachbereich herausgestellt. Daher eignet sich das Tool ideal für die Beratungs- und Entwicklungsprojekte von Entory und Sun Gard. So können die Berater Modifikationen an den Geschäftsregeln im Kundengespräch visuell darstellen und das Resultat unmittelbar im Modell testen. Die geänderten Regeln werden dann auf Knopfdruck dokumentiert und revisionssicher abgelegt. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass die Anwenderdokumentation stets mit den jeweils gültigen Regeln konsistent ist. Ein Mausklick genügt schließlich, um die qualitätsgesicherten Regeln bereitzustellen. Sie werden zum Beispiel in eine SOA in Form von »Rules Services« integriert.

Nicht nur für Berater und Softwarehäuser ist der grafische Modellansatz von Interesse. Auch IT-Abteilungen im Unternehmen können bei internen Projekten vom Business Rules Management am grafischen Modell profitieren. Die dadurch entstehende enge Kooperation mit den Fachbereichen ermöglicht eine effiziente interdisziplinäre Zusammenarbeit und trägt zu einem besseren gegenseitigen Verstehen bei. Gemeinsam können IT und Fachbereich agile Prozesse im Unternehmen gestalten und fachliche Anforderungen schnell, flexibel und kostengünstig umsetzen. Durch die starke Einbindung der Business-Seite werden deutlich weniger Entwicklerkapazitäten gebunden, gleichzeitig ist gewährleistet, dass das Ergebnis von Anfang an den fachlichen Anforderungen auch tatsächlich entspricht. Das kann die Position des IT-Bereichs im Unternehmen stärken, der einen sichtbaren, aktiven Beitrag zum Unternehmenserfolg leistet und sich als interner Lösungspartner und Dienstleister profilieren kann.

 

 

»Die größtmögliche Flexibilität bieten IT-Infrastrukturen, in denen sich BPM, SOA und die Automation von Geschäftsregeln durch Business Rules Management (BRM) sinnvoll ergänzen.«

 

 

 

Unflexibel


 

Sind Geschäftsregeln starr in den Applikationen programmiert, ist die Umsetzung von Regeländerungen meist langwierig, kostspielig und riskant. (Quelle: Innovations Softwaretechnologie)

 

 

Flexibel


  

Durch das Herauslösen der Regeln aus den Programmen lassen sich Änderungen schnell, sicher und unkompliziert umsetzen. (Quelle: Innovations Softwaretechnologie)

 

 

 

 

Sehen und verstehen


 

Business-Logik grafisch modellieren: Regelbaum mit Modellierungselementen für die Anlageberatung. (Quelle: Innovations Softwaretechnologie)

 

 

 

Mehrfachentscheidungen


 

Die grafische Modellierung an einem anderen Beispiel. (Quelle: Innovations Softwaretechnologie)

 


Folgen Sie »manage it« auf Google+




 


 


 

 

 
Copyright © 2003-2012  ap Verlag GmbH