200701n Crossgate EDI Business Integration Platform BIP

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EDI mit einer Business Integration Platform (B.I.P. )

Es werde Licht!

Um die weltweiten Einkaufsprozesse zu optimieren, ist die elektronische Anbindung sämtlicher Lieferanten und Kunden über eine standardisierte EDI-Plattform ein Muss. Wenn dadurch außerdem die IT-Komplexität spürbar reduziert und die eigene IT-Organisation von nicht-strategischen Tätigkeiten entlastet wird – um so besser.

 

O

hne elektrisches Licht ist das moderne Wirtschaftsleben nicht vorstellbar. Aber auch Sportveranstaltungen oder kulturelle Events kommen nicht ohne die richtige Beleuchtung aus. Nicht umsonst wählten die Zuschauer des ZDF bei der Wahl zu den größten Erfindungen der Menschheit die Glühbirne auf Platz zwei. Dabei kommt man, wenn es um die passende Ausleuchtung geht, mit Glühbirnen oder »normalen« Neonröhren nicht allzu weit. Denn das Licht dient nicht nur zur Illumination, es kann vielmehr auch bestimmte Stimmungen beziehungsweise eine besondere Atmosphäre erzeugen und Akzente setzen. Die österreichische Zumtobel Gruppe gehört mit ihren drei Marken Zumtobel, Thorn und TridonicAtco zu den wenigen Global Playern der Branche. Im Rahmen ihres Projekts zur Optimierung der Einkaufsprozesse entschied sie sich, von der bisher eingesetzten EDI-Inhouse-Lösung auf die Business Integration Platform (B.I.P. ) von Crossgate (ehemals Iindatex) zu migrieren.

Die Zumtobel Gruppe hat sich seit ihrer Gründung im Jahr 1950 zu einem der größten Anbietern von Lichtlösungen für Industrie und Handel entwickelt. Sie verfügt über Fertigungsstätten in Europa, Nordamerika, Australien, Asien und Afrika sowie Vertriebs- und Beratungsstützpunkte in fast 100 Ländern. Der Konzern mit Sitz in Dornbirn, Österreich, besteht aus zwei Teilkonzernen: Dem Leuchtengeschäft mit den beiden Marken Zumtobel Staff und Thorn und der TridonicAtco-Gruppe für Lichtkomponenten. Mit seinen rund 7.600 Mitarbeitern setzt das Unternehmen zahlreiche Projekte, wie die Olympiastadien in Berlin und Sydney, die Gläserne Manufaktur von Volkswagen in Dresden oder das Fraunhofer Institut in München »ins richtige Licht«.

Upgrade oder Outsourcing?

Um die weltweiten Einkaufsprozesse zu optimieren, startete Zumtobel 2005 sein »Purchasing Excellence« Projekt. Ein wesentlicher Punkt des Vorhabens war die elektronische Anbindung sämtlicher Lieferanten und Kunden. Bislang wurde der Datenaustausch mit den wichtigsten Partnern per EDI-Inhouse-Konverter abgewickelt. Um das ehrgeizige Ziel – es handelt sich dabei um mehrere hundert anzuschließende Unternehmen – zu erreichen, wäre ein Upgrade notwendig gewesen. Der Lichtspezialist entschied sich jedoch für eine Migration auf die B.I.P. von Crossgate. Gegen eine Weiterführung des Inhouse-Betriebs sprachen nach Meinung von Hans-Achim Quitmann, CIO der Zumtobel Group, vor allem zwei Punkte: »Insbesondere die Neuanbindung der vielen Lieferanten und Kunden hätte für uns einen hohen zeitlichen und auch finanziellen Aufwand nach sich gezogen. Und die Gewährleistung eines stabilen und hochverfügbaren täglichen Betriebs würde unserer Ressourcen sprengen.«

Der komplette Datentransfer wird deshalb nun von Crossgate übernommen. Für Zumtobel und seine Partner sind dabei keine Investitionen in neue Hard- und Software nötig, da die Lösung auf die bestehenden IT-Systeme aufsetzt. Dadurch wird die jeweilige IT-Komplexität spürbar reduziert und die eigene IT-Organisation von nicht-strategischen Tätigkeiten entlastet.

Mehr Licht!

Zunächst wurde der bereits bestehende Datenaustausch mit den wichtigsten Geschäftspartnern auf die Business Integration Platform migriert. In den nächsten Wochen werden sukzessive mehrere hundert weitere Lieferanten und Kunden an das System angebunden. Dabei übernimmt Crossgate den kompletten Lieferanten-Rollout. Dies entlastet Zumtobel wesentlich bei zahlreichen administrativen Aufgaben im Vorfeld der eigentlichen Inbetriebnahme. Ein großer Vorteil dabei ist auch die internationale Ausrichtung der B.I.P.: Für sie stellt es kein Problem dar, Kunden aus Schweden, Frankreich und Großbritannien anzubinden – denn die B.I.P. spricht alle Sprachen!

Bereits jetzt werden 20.000 Nachrichten pro Monat über Crossgate versendet. »Wir erwarten durch die Auslagerung und die Anbindung weiterer Partner Einsparungen von bis zu 50 Prozent.«, erklärt Quitmann. Ermöglicht wird dies durch das transaktionsbasierte Preismodell. Fixkosten für Hardware, Software, Personal und Fremdunterstützung werden durch variable Kosten ersetzt. »Wir zahlen jetzt nur noch für das, was wir tatsächlich nutzen. Zudem entstehen durch die weit reichende Elektronisierung des Datentransfers deutliche qualitative Vorteile.« Die eingehenden Daten können hierdurch sofort in den jeweiligen Systemen weiterbearbeitet werden – und das ohne teure Medienbrüche.

Bastian Schink

 

 


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