|
|
|
»manage
it«
als
|
Hochsensible KommunikationKritische Prozesse brauchen sichere KommunikationDie global tätige Rehau AG + Co., Hersteller von Polymer-Produkten, hat weltweit über 170 Standorte. Und die Anforderungen der Kunden sind hoch. Es ist Echtzeitfähigkeit der Geschäftsprozesse gefordert. Um die Vertriebs-, Fertigungs- und Logistikaufgaben weltweit aufeinander abzustimmen, ist eine Kommunikation nötig, die hochverfügbar ist und sich weitgehend automatisieren lässt.
Unlimited Polymere Solutions« – so lautet der Slogan der Rehau AG + Co. Das 1948 im oberfränkischen Rehau gegründete Unternehmen ist eine Premiummarke für polymerbasierte Lösungen in den Bereichen Bau, Automotive und Industrie. Rehau entwickelt Lösungen, die herkömmliche Materialien durch polymere Werkstoffe ersetzt. Und da sind – gemäß dem Firmenslogan – halt keine Grenzen gesetzt. »Vom Abwasserrohr bis zu Komponenten für Weltraumanzüge, von Klimaanlagen, Stoßfängern, Fensterrahmen, Haustüren bis hin zu Reinigungssystemen: wir bauen aus Polymeren fast alles, was kein Wegwerfprodukt und technisch anspruchsvoll herzustellen ist«, erklärt Thomas Schott, Gruppenleiter Netzwerke und Kommunikationssysteme bei Rehau. 14.000 Mitarbeiter an rund 170 Standorten weltweit entwickeln, produzieren und verkaufen die rund 40.000 Artikel umfassende Produktpalette. Schon früher in den 80er Jahren war Rehau bei der Umstellung von Metallstoßstangen für Autos auf die heute nicht mehr wegzudenkenden Kunststoffsysteme beteiligt. Die Oberfranken realisierten auch einen Kunststoff-Kotflügel für das Oberklassensegment. Mit dem Audi A2 lieferte Rehau erstmalig einen in Wagenfarbe lackierten, thermoplastischen Kotflügel in Serie. Als Systemlieferant von Scheiben- und Scheinwerfer-Reinigungssystemen machte sich das Unternehmen ebenfalls weltweit einen Namen. Und in enger partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit dem OEM werden Scheiben- und Scheinwerfer-Reinigungslösungen entwickelt. »Die Anforderungen für uns als globalen Player sind extrem hoch, zum einen was die Qualität der Produkte anbetrifft, zum anderen bezüglich der reibungslosen Steuerung unserer Produktion und der Logistik«, sagt Schott weiter. So werden Kunden aus der Automobilindustrie beispielsweise nach dem Prinzip Just in Time (JIT) oder Just in Sequence (JIS) beliefert. Dazu müssen Auftrags-, Produktions- und Transportdaten transparent und hochverfügbar sein, und das möglichst in Echtzeit. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an die Kommunikations- und IT-Infrastruktur. »Einen Ausfall unserer Systeme und der Kommunikation können wir uns auf keinen Fall erlauben«, wie Dieter Kochut erklärt. Er arbeitet im Bereich File Transfer in der heterogenen Systemlandschaft von Rehau und sorgt für den reibungslosen Datenaustausch. Die IT-Serverlandschaft basiert neben zwei z800 Mainframes auf 44 iSeries AS400 und 366 PC-Servern.
Heterogen und vielfältig Nicht nur die Serverlandschaft bei Rehau ist bunt gemischt, sondern es werden auch eine große Zahl unterschiedlichster Applikationen eingesetzt. »Die Werke haben ihre eigenen sehr individuellen Produktions- und Auftrags-Management-Anwendungen, da sie unterschiedliche Fertigungsarten unterstützen müssen«, wie Schott ausführt. Während ein Standort als diskreter Fertiger mit Montage agiert, hat ein anderer Standort die Anforderungen eines Prozessfertigers. Im Sinne einer übergreifenden Unternehmenssteuerung müssen die verteilten Werke daher permanent mit Auftrags-, Produktionsdaten und Steuerungsinformationen versorgt werden. Dazu werden in der Regel auf den dezentralen AS/400-Servern die Aufträge erfasst und dem Host übermittelt, der daraus dann Produktionsaufträge generiert und verplant. Diese werden dann an die entsprechenden Fertigungsstätten verschickt. Und das Transfer-Mengengerüst ist stattlich: 3.400 Host-Dateien, 3.500 Files von PCs, 1.700 Linux-Files und etwa 5.000 Dateien von den IBM AS/400-Servern werden täglich ausgetauscht. Um diesen komplexen Informationstransfer auf sichere Füße zu stellen, entschied sich das Unternehmen vor einigen Jahren für die Lösung »Synchrony MFT» [1] des Herstellers Axway. Die Anforderungen waren hoch »Wir waren gezwungen unsere alte Filetransfer-Lösung zu ersetzen, weil sie nicht 2000-fähig war«, erinnert sich Gruppenleiter Schott. Zudem seien die Anforderungen ständig gestiegen: Durch die Expansion des Unternehmens kamen immer weitere Sprachen hinzu, die unterstützt werden mussten, etwa Kyrillisch. Ein Ziel war es obendrein, den Grad der Automatisierung beim Filetransfer deutlich zu erhöhen. Gesucht wurde daher eine Lösung, die zum einen die Administrationskosten gering hielt und gleichzeitig ein Maximum an Sicherheit und Überwachungsmöglichkeiten bot. Gewünscht wurde zudem eine Überwachung, die für alle vorhandenen Systeme die identische Oberfläche und Handhabung bot. »Die Administratoren müssen sich sofort zurecht finden«, wie Systemmanager Kochut erklärt. Jedes System innerhalb des Netzwerks sollte zudem gleichberechtigt sein um mit anderen kommunizieren zu können. »Der Host ist bei uns nicht der Chef aller Dinge«, drückt es Schott aus. Ferner waren Codepage-Konvertierungen (Latin 1 und 2) und eine Klassifizierung der Übertragung nach Dateninhalten gewünscht. »Wir wollten künftig Intelligenz in den Datentransfer bringen und verstärkt Variablen übertragen, um die Daten flexibel und dynamisch steuern und verarbeiten zu können«, erklärt Kochut. Fündig wurden die Oberfranken dann bei Axway. Alternativ hatten sich die Franken die Produkte von IBM und CA angesehen, die jedoch wegen zu hoher Kosten und unterschiedlicher Handhabung für jedes System, ausschieden.
Eine Filetransfer-Lösung wie sie Axway bereitstellt, sei mit dem klassischen Filetransfer von früher nicht mehr zu vergleichen, erklärt Schott. So biete Synchrony MFT Transformations-Features, um Daten in jedem beliebigen Format abzubilden, die ein Zielsystem braucht. Geboten würden ferner ein transparenter Transport sowie Kompressionsverfahren, die das Datenvolumen um 80 Prozent reduzieren und die das Netz, speziell das Wide Area Network (WAN), deutlich entlasten. Checkpoint- und Restart-Funktionen, ein End-to-End-Monitoring sowie Sicherheitsmechanismen gehören ebenfalls zum Standardumfang. »Die Überwachung und Monitore sind für alle Server-Systeme gleich«, sagt Kochut weiter. Die Installation einer Synchrony MFT-Komponente sei innerhalb weniger Minuten erledigt. Tritt ein Fehler auf, wird eine Meldung generiert. »Der ganze Überwachungsprozess ist automatisiert und wir bekommen nur Störungen angezeigt, wenn etwas nicht funktioniert«, sagt Schott. So lasse sich die gesamte Systemlandschaft und die Netze aus dem browser-basierenden »Synchrony MFT Navigator» [2] server-übergreifend überwachen und steuern. Bricht ein Übertragungsjob ab, setzt er automatisch wieder auf. Die Häufigkeit des Restarts kann frei definiert werden. Das System sei mittlerweile so gut eingespielt, dass es kaum Jobs gibt, die nicht automatisch durchlaufen und eine manuelle Nacharbeit erforderlich machen. Synchrony MFT alarmiert den Administrator sofort über Problembereiche und bietet – falls erforderlich – eine Reihe von Möglichkeiten, manuell einzugreifen. »Die Frage ist nicht, was passiert, wenn der Datentransfer gut läuft, sondern wie hilft die Software, wenn es Probleme gibt«, ergänzt sein Kollege Kochut. Für Rehau ist der Datentransfer mit Synchrony MFT eine langfristige Strategie. »Es ist für uns die wirtschaftlichste Möglichkeit, in der heterogenen Landschaft unsere Geschäftsprozesse zu steuern«, gibt Schott zu Protokoll. »100 Prozent des internen Datenverkehrs werden über Synchrony MFT abgewickelt. Und das ganze System wird von wenigen Personen administriert – günstiger geht es nicht, da viele Prozesse jetzt schon automatisiert und standardisiert laufen.«
___________________________________________________________ [1] Bis Juni 2006 unter dem Namen XFB (Axway File Broker) auf dem Markt [2] Bis Juni 2006 unter dem Namen „Internet User Interface“ (IUI) auf dem Markt.
Rehau
Das Unternehmen wurde 1948 im oberfränkischen Rehau gegründet. Als Premiummarke für polymerbasierte Lösungen ist Rehau in den Bereichen Bau, Automotive und Industrie international führend. Das Unternehmen entwickelt Werkstoffe, die herkömmliche Materialien durch polymere Werkstoffe ersetzen. Zu den Kernkompetenzen gehören die Material- und Systementwicklung sowie die Oberflächentechnik. Hier nimmt Rehau mit weltweit mehr als 14.000 Mitarbeitern an über 170 Standorten – 133 Verkaufsbüros, 45 Werke, 16 Verwaltungen – einen Platz als Innovationstreiber ein.
Nutzen von Synchrony MFT
- Just in Time-Verarbeitung - Zentrale Überwachung und Kontrolle aller globalen Filetransfer-Prozesse - Hohe Automatisierung des Datenaustauschs - Zugriff über das Internet möglich - Vollständige Revisionsfähigkeit - Einfacher Datenaustausch mit Niederlassungen und Produktionswerken - Unterstützung aller gängigen Hardwaresysteme - Sicherheits-Feature - Investitionssicherung durch konzernweite Standardisierung - Logische Namen und logische Devices vergeben - Unterstützung offener Filetransfer-Protokolle - Anwenderfreundlichkeit: einheitliche grafische Bedieneroberfläche und einfache Integration in bestehende Anwendungen - Zuverlässigkeit: Restart-Mechanismus für den Problem- oder Fehlerfall, Wiederholungssequenz und Notfall-Routing, Fehlerbehandlungsprozeduren - Konvertierung Zeichensätze/Codepages während der Datenübertragung |
|