20070506l inet-logistic Frachtkostenmanagement Suppy Chain Execution

 Home | News | Hefte | Mediadaten | Online-Artikel | Kommentare | Trends | Wir-ueber-uns | Tipps | Impressum | CeBIT 2012

 

Home
News
Trends
Hefte
Online-Artikel
Kommentare
Service-Angebote
Feedback
Abonnement
Wir-ueber-uns
Tipps
Impressum
Veranstaltungen


»manage it« als

E-Paper  11-12 2011
E-Paper  9-10 2011
E-Paper  5-6 2011
E-Paper  3-4 2011
E-Paper  1-2 2011
E-Paper  11-12 2010
E-Paper  9-10 2010

E-Paper  7-8 2010
E-Paper  5-6 2010
 



 




 

 


 




 


 


 

 

Supply Chain Execution: Nachhaltige Effizienzsteigerung bei unternehmensübergreifenden Transportprozessen

Reduzierung der Frachtkosten

Steigende Treibstoffpreise und Mautgebühren, Verschärfungen gesetzlicher Lenkzeitbestimmungen sowie die derzeit viel zu geringen Laderaumkapazitäten machen Logistikern zu schaffen. Es fällt ins Gewicht, dass die Automatisierung der standortübergreifenden Transportprozesse in vielen Unternehmen bisher komplett versäumt wurde. Manuelle Arbeit und Intransparenzen beherrschen die Supply Chains, sobald Waren zwischen mehreren Standorten transportiert werden. Angesichts der rapide steigenden Kosten rückt die Automatisierung der Supply Chain Execution in den Fokus. Und damit die Reduzierung der Frachtkosten.

 

"J

etzt haben wir unsere Frachtkosten im Griff", resümiert Urs Rusch, Head of Global Logistics EMEA der OC Oerlikon Balzers AG (Oerlikon Balzers Coating) beim Abschluss des Einführungsprojektes einer softwarebasierten Lösung, die das Frachtkostenmanagement automatisiert. "Damit sind wir weiter, als manch ein Logistikdienstleister es gewohnt ist", fügt er lächelnd hinzu. In der Tat war das Frachtkostenmanagement bei dem Pionier und Marktführer auf dem Gebiet der Verschleißschutz-Beschichtung ähnlich rudimentär entwickelt, wie bei zahlreichen anderen Unternehmen: Rahmenvereinbarungen mit Speditionen wurden getroffen, ohne dass wirklich objektive Zahlen über das reale und zu erwartende Transportaufkommen vorlagen; Aufträge wurden nur bei großen Transporten unter einem Dutzend Logistikdienstleistern ausgeschrieben; Transportaufträge wurden nicht optimiert, um etwa durch bessere Laderaumauslastungen günstigere Preise zu erzielen. Und last but not least gab es kein wirkungsvolles Instrument, um die Frachtkostenabrechnungen für die rund 27.000 Outbound- und 32.000 Inbound-Transporte pro Jahr lückenlos zu überprüfen.

Frachtkosten nachhaltig reduzieren

Urs Rusch erkannte, dass sich die Frachtkosten durch drei Maßnahmen dauerhaft reduzieren lassen: Durch die Optimierung der Transportplanung und des Transportmanagements, die Verhandlung neuer Frachtraten mit Logistikdienstleistern sowie die Professionalisierung des Frachtkostencontrollings. Für die Optimierung der Transportplanung und des -managements hat Oerlikon Balzers Coating eine Grundlagenentscheidung getroffen, die auf eine standortübergreifende Vernetzung aller Supply Chain-Partner zielt. Im Zentrum der Lösung steht die webbasierte Standardsoftware für Supply Chain Execution, logistics-server von inet-logistics. Durch die Wahl einer für alle Partner zugänglichen Lösung stellte das Unternehmen auch eine reibungslose Kommunikation mit dem Mutterkonzern Oerlikon, Schweiz, sicher. Der Konzern ist SAP-Anwender, Oerlikon Balzers Coating setzt auf Navision. Die webbasierte Software hat Standardschnittstellen zu beiden Systemwelten. Sie bietet Funktionen, die Transportplanung und -steuerung systemübergreifend zu optimieren. Oerlikon Balzers Coating übernahm die Disposition der Transporte. Um dies zu realisieren, wurde auf Basis der vorhandenen ERP-Daten in der Supply Chain Execution-Software abgebildet, was in welchen Mengen wann wohin transportiert wird und wie sich die Sendungen auf einzelne Transporte aufteilen lassen. Fehlende Informationen wie Gewicht, Menge, Maße beziehungsweise Ladungsträger wurden für die Transportplanung ergänzt.

Durch die Automatisierung des Transportmanagements erhielt das Unternehmen einen Überblick über die reale Anzahl und die Art der Transporte. Durch diese Transparenz war das Unternehmen gerüstet, neue Frachtraten auszuhandeln. Die aggregierte, auf Transportaufgaben hin abgestimmte Sicht der Daten über die Warenströme bot den Logistikdienstleistern Planungssicherheit. Zudem können größere Ladungsmengen gebündelt werden. Durch diese Datenqualität können die Dienstleister optimale Frachtraten anbieten.

Neuland betrat Oerlikon Balzers Coating bei der Einführung eines durchgängigen Frachtkostencontrollings. Dieser Bereich zählt zu den am wenigsten transparenten Bereichen im gesamten Frachtkostenmanagement. Kaum ein Unternehmen hat bis heute die Voraussetzung geschaffen, um eingehende Rechnungen von Logistikdienstleistern vollständig zu überprüfen und mit den realen Transportwegen abzugleichen. Vielmehr werden Rechnungseingänge stichprobenartig kontrolliert, auf Stringenz geprüft und freigegeben. Das automatisierte Frachtkostencontrolling ermöglicht eine durchgängige Prüfung aller Frachtkosten sowohl sachlich-fachlich als auch tarifarisch. Dabei wird geprüft, ob berechnete Transporte wirklich stattgefunden haben und ob Gewicht, Laderaumnutzung und die tarifbezogene Berechnungsgrundlage stimmen. Darüber hinaus wird in der tarifarischen Prüfung kontrolliert, ob der jeweils vereinbarte beziehungsweise günstigste Tarif berechnet wurde. Die so validierten Frachtkosten werden im ERP-System verbucht sowie aliquot auf Artikelgruppen oder Artikel aufgeteilt. Die gewonnene Datenqualität zahlt sich für beide Seiten aus. Denn fehlerhafte Frachtkosten entstehen nicht absichtlich, sondern auf Basis mangelnder Transparenz. "Diese benachteiligt Auftraggeber und Dienstleister gleichermaßen", erläutert Rusch.

Oswald Werle

___________________________________________________________

Ein Bericht von Oswald Werle, CEO der inet-logistics GmbH

 


Folgen Sie »manage it« auf Google+




 


 


 

 

 
Copyright © 2003-2012  ap Verlag GmbH