20070506s Safenet Borderless Security Sicherheitskonzept der Zukunft

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Borderless Security als Sicherheitskonzept für die Zukunft

Sicherheit ohne Grenzen

Borderless Security vereint alle Aspekte der Netzwerk-Sicherheit in einer Lösung: Authentifizierung, Autorisierung, Vertraulichkeit und Integrität. Auf diese Weise können Anwender und Administratoren immer und überall auf das Netzwerk zugreifen, technologisch bedingte Grenzen fallen und administrative Prozesse werden ausgedünnt. So entsteht ein Sicherheitsstandard, der über die Netzwerkgrenzen hinaus gilt.

 

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mmer mehr Beschäftigte sind auf einen schnellen und zuverlässigen Fernzugriff auf Daten angewiesen – unabhängig davon, wo sie sich gerade aufhalten. Diese Entwicklung führt dazu, dass traditionelle Unternehmensgrenzen der Vergangenheit angehören. Unternehmen und Behörden aller Größen stehen gleichzeitig zunehmend unter Druck, Kosten zu senken, Erträge zu erhöhen und Rentabilitätsziele zu erfüllen. Das ist eine große Herausforderung für IT-Leiter und Sicherheitsbeauftragte.

Um diese Ziele zu erreichen, konzentrieren sich Unternehmen auf ihre Kernkompetenzen und verlassen sich auf Partner, die sie in verschiedenen Geschäftsbereichen unterstützen. Aufgrund dieses Ansatzes stehen IT-Abteilungen vor der Herausforderung, sensible Unternehmensdaten auch außerhalb der Unternehmens-Firewall zur Verfügung zu stellen. Zusätzlich führt die steigende Verwendung von mobilen Geräten wie USB-Sticks und flexiblen Arbeitsmodellen dazu, dass die IT-Verantwortlichen die Grenzen des Unternehmensnetzwerkes nicht mehr klar definieren können.

Traditionelle Vorgehensweise

Üblicherweise schützen sich Unternehmen vor Datendiebstahl und Identitätsbetrug durch die strenge Absicherung ihrer Netzwerkgrenzen. Firmen bauen eine komplizierte Sicherheitsinfrastruktur mit Schnittstellen, Subnetzen und Portalen auf, zu denen nur eindeutig identifizierte User Zugang haben.

Dieser Ansatz funktionierte, als zum Beispiel zehn Leute außerhalb der Firewall auf das Netzwerk zugriffen. Heute ist dieses Modell mit hunderten, wenn nicht sogar tausenden solcher Anwender nicht mehr durchführbar. Beschäftigte, die mobil arbeiten, müssen sich aufgrund der Sicherheitsbestimmungen alle ein bis zwei Monate eine ganze Reihe neuer Passwörter merken oder sich mit sicheren, aber komplizierten Anwendungen vertraut machen. Auch die IT-Abteilungen sind davon betroffen, da sie die erste Anlaufstelle sind, wenn Mitarbeitern der Zugang zu Daten verwehrt bleibt oder etwas nicht funktioniert.

Grenzenlose Sicherheit

Der Markt verlangt nach flexibleren und robusteren Sicherheitslösungen. Vorausschauende Unternehmen bauen die künstlichen Grenzen ab, die durch traditionelle Sicherheitslösungen entstanden sind, und führen das Konzept der »Borderless« – sprich grenzenlosen – Sicherheit ein. Borderless Security vereint alle Aspekte der Netzwerk-Sicherheit in einer Lösung: Authentifizierung, Autorisierung, Vertraulichkeit und Integrität. Auf diese Weise können Anwender und Administratoren immer und überall auf das Netzwerk zugreifen, technologisch bedingte Grenzen fallen und administrative Prozesse werden ausgedünnt. So entsteht ein Sicherheitsstandard, der über die Netzwerkgrenzen hinaus gilt.

Nach der Ermittlung der verschiedenen Anwender-Berechtigungsnachweise kann ein Borderless Security-System den Zugriff auf bestimmte Netzwerk-Daten und Anwendungen gewähren oder ablehnen. In einer solchen Umgebung können Administratoren einzelne Berechtigungen genau auf den jeweiligen Anwender – je nach den Anforderungen und der Position des Mitarbeiters – zuschneiden. Ob das System den Zugang zu Unternehmensdaten und -beständen ermöglicht, hängt von drei Faktoren ab: Der Erfüllung der Authentifizierung, dem Grad der Autorisierung und dem Standort. Ein Mitarbeiter hat beispielsweise unbeschränkten Datenzugriff, wenn er sich im Büro befindet. Falls der Beschäftigte zu Hause über eine sichere Verbindung arbeitet und eine Zwei-Stufen-Authentifizierung einsetzt, kann er auf einen Teil der Informationen zugreifen. Arbeitet der Mitarbeiter von einem Internet-Café aus, besteht die Möglichkeit, beschränkten Zugang zu erteilen. Das Unternehmen weiß zu jeder Zeit, wer auf welche Informationen von wo zugreift.

Sicher und flexibel – kein Widerspruch

Ausschlaggebend ist, dass ein solcher flexibler Ansatz die Sicherheit nicht verringert oder gar eine teure und aufwendige Umstrukturierung der bestehenden IT-Infrastruktur erfordert. Borderless Security ermöglicht Arbeitnehmern einen sicheren Zugang zu den von ihnen benötigten Daten zum jeweils erforderlichen Zeitpunkt. IT-Abteilungen profitieren von reduziertem Verwaltungsaufwand und weniger Supportanfragen. Ein weiterer, wesentlicher Vorteil, der sich aus der Kontrolle der Netzwerkzugangspunkte und der Einführung von »Single Sign On« – also einmaligen Anmeldungen – ergibt, ist eine verbesserte Erfüllung interner Sicherheitsrichtlinien, die das Risiko von Datenbetrug oder -diebstahl erheblich verringern.

In der Praxis lässt sich das Problem durch eine Borderless-Security-Plattform lösen. Dabei handelt es sich um einen neuen Ansatz für räumlich getrennte, heterogene Computer-Architekturen. Eine solche Plattform verbindet Autorisierung, Authentisierung und Sicherheit in einem einfach einzuführenden und problemlos zu betreibenden Produkt. Dieses funktioniert ohne die Probleme, die Perimeter-basierte Lösungen und Point-Security-Software für gewöhnlich mit sich bringen. Außerdem ermöglicht der Ansatz granulare Authentisierung und Autorisierung für Programme, Dateien und Netzwerke und bietet die Durchsetzung von Rollen und Risiko-basierten Richtlinien. Eine Borderless-Security-Plattform besteht aus den folgenden Komponenten, die eng miteinander verwoben sind: einem Server für den Zugriff, Single-Sign-On-Client-Software, einem Identity Server, einem Credential Management System, USB-Tokens und Smart Cards.

Herzstück einer solchen Lösung ist ein Borderless Security Access Server. Er kann ohne große Änderungen an der bereits existierenden Sicherheitsarchitektur, der Firewall oder der VPN-Konfiguration in Betrieb genommen werden. Dieser Vorteil ist gerade bei heterogenen und dynamischen Schutzsystemen wichtig. Der Server sollte außerdem eine Verschlüsselung nach Standards wie IPSec und SSL bieten. Für die Zugriffskontrolle lassen sich unterschiedliche Methoden wie Zertifikate, Tokens, Passwörter oder auch biometrische Methoden verwenden.

Hohe Akzeptanz der User

Durch eine Reihe von Faktoren ist mit diesem Ansatz die Akzeptanz der User besonders hoch. So verringern sich die notwendigen Arbeitsschritte, da alle Informationen zur Erlangung der Zugriffsrechte auf den Smart Cards oder USB-Tokens gespeichert sind. Mit dem Einführen der Karte und der Eingabe der PIN sind alle Schritte erledigt. Das ermöglicht zudem eine höhere Mobilität der Mitarbeiter. Wechseln sie ihren Arbeitsplatz innerhalb des Büros, so sind die benötigten Zugriffsinformationen leicht abrufbar und umständliche Neukonfigurationen entfallen.

Resümee

In Zeiten von weltweiter Vernetzung und sich schnell ändernden Projektteams ist es nicht mehr möglich, dass eine Firewall die Grenzen des Unternehmensnetzwerks bestimmt. Borderless Security sorgt dafür, dass Unternehmensdaten vertraulich bleiben und erlaubt durch seine Flexibilität Mitarbeitern, Kunden, Anwendern, Lieferanten und Partnern gleichzeitig unabhängig vom Standort effektiv zu arbeiten. Die Lösung kann sich mit minimalem Aufwand an veränderte Rahmenbedingungen anpassen und garantiert dabei, dass alle Berechtigten Daten sicher und ohne Einschränkungen nutzen können.

Ansgar Dodt

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Ansgar Dodt, Director Business Development EMEA bei SafeNet

 


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