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Thin Clients versus Arbeitsplatz-PC Unter die »grüne« Lupe genommen Auch oder gerade unter ökologischen Gesichtspunkten bilden Thin Clients eine Alternative zum klassischen Arbeitsplatz-PC. Dank der längeren Nutzungsdauer, der optimierten Energiebilanz und ergonomischer Vorteile leisten Thin Client Anwender damit schon heute einen wichtigen Beitrag für eine bessere Ressourcenausnutzung im ökonomischen wie im ökologischen Sinne. So lassen sich Umweltschutz und Kundennutzen optimal verbinden.
ufgrund immer kürzerer Produktzyklen verwandeln sich PCs gerne schon wenige Jahre nach dem Kauf in giftigen Elektroschrott. Allein in Deutschland fallen jährlich rund 280.000 Tonnen schwermetallhaltigen Computermülls an. Wie eine Forschungsgruppe der Vereinten Nationen ermittelte, verschlingt die Herstellung eines typischen Desktop-PCs Rohmaterialien vom Gewicht eines durchschnittlichen Sportwagens, noch ehe er die Fabrik verlassen hat. Diesem immensen Materialaufwand steht im späteren Client-Server-Einsatz eine äußerst dürftige Kapazitätsauslastung und Lebenszeit gegenüber. Der übliche Netzwerkbetrieb mit Office-Anwendungen reizt einen handelsüblichen PC nur marginal aus. Der größte Teil der Leistungsaufnahme entfällt auf nur sporadisch ausgelastete Hardwarekomponenten oder auf ressourcenhungrige, lokale Betriebssysteme und Standardanwendungen. Diese hohe Diskrepanz beim PC zwischen Aufwand und tatsächlicher Nutzung begünstigt nicht zuletzt den aktuell zu verzeichnenden Trend zur Migration auf Server-Based-Computing-Architekturen mit kosteneffizienteren Thin Clients. Millionen Tonnen Elektroschrott Mit dem Inkrafttreten des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes (ElektroG) wird Deutschland einer der ersten EU-Mitgliedstaaten sein, der zwei für die IT-Branche entscheidenden Richtlinien umsetzt. Sie regeln die Entsorgung von Elektro- und Elektronik-Altgeräten (engl.: WEEE = Waste of Electrical and Electronic Equipment) sowie die Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Neugeräten (engl.: RoHS = Restriction of Harzardous Substances). Wie dringend die WEEE-Regelung ist, zeigt die Tatsache, dass in Europa mehr als 90 Prozent der Altgeräte auf Mülldeponien landen. Das sind jährlich etwa sechs Millionen Tonnen. Allein die anfallenden Entsorgungsmengen sprechen für den vermehrten Einsatz von Thin Clients. Sie verursachen nur rund ein Zehntel der Müllmenge, die ein PC hervorruft, denn die Thin Clients sind wesentlich kompakter und wiegen nur etwa an Drittel. Ihre Hardwareausstattung beschränkt sich ferner auf die wenigen für das jeweilige Einsatzszenario erforderlichen Elektronikkomponenten.
Vergleich von
Thin Client und Personal Computer.
Verzicht auf Schwermetalle Ein Stapel von 500 PCs enthält nach Angaben der Umweltorganisation Basel Action Network (BAN) 717 Kilogramm Blei, 1,36 Kilogramm Cadmium und 287 Gramm Quecksilber. Seit dem 1. Juli 2006 ist die RoHS-Richtlinie in Kraft, nun gelten für Neugeräte herstellerseitige Grenzwerte für bestimmte Schadstoffe. Verboten sind insbesondere Blei, Quecksilber, Cadmium, sechswertiger Chrom und bromhaltige Flammschutzmittel (polybromierte Biphenyle oder polybromierte Diphenylether). Bereits vier Monate vor dem offiziellen Inkrafttreten der RoHS-Richtline verzeichnete die Thin Client Branche einen ersten Umsetzer. Seit März 2006 liefert der deutsche Hersteller Igel Technology sämtliche Clever-Client-Modelle der neuen Generation ohne schädliche Schwermetalle aus. Fachgerechte Entsorgung im Sinne des Kunden Auch im Bezug auf die Erfüllung des am 15. August 2005 in Kraft getretenen EU-Gesetzes zur Entsorgung von Elektro-Altgeräten gilt Igel als Branchen-Vorreiter. Der globale Anbieter mit Hauptsitz in Bremen starte 2005 einen gesetzeskonformen sowie für seine Kunden komfortablen Rücknahmeservice. Alle nach dem genannten Stichtag gekauften Thin Clients tragen das entsprechende »WEEE«-Entsorgungssiegel. Die Rückgabeprozedur ist denkbar einfach. Altgeräte werden via Online-Formular auf der Igel-Homepage zur Abholung angemeldet. Ein Servicepartner stimmt den nötigen Termin mit dem Kunden ab, nimmt die Geräte in Empfang und veranlasst die fachgerechte Entsorgung. Materialeinsatz und Stromverbrauch Der geringere Materialeinsatz der laufwerk- und lüfterlosen Geräte macht sich nicht zuletzt in der Energiebilanz bemerkbar. Im Vergleich zu einem herkömmlichen PC benötigt die Herstellung eines Igel Thin Clients je nach Modell zwischen 50 und 70 Prozent weniger Energie und Ressourcen. Zudem kommen die Geräte während des laufenden Betriebs mit einer wesentlich geringeren Leistungsaufnahme von 12 bis maximal 60 Watt aus. Dagegen benötigt ein ausgewachsener PC heutzutage schon mindestens ein 350-Watt-Netzteil, um alle Komponenten, insbesondere die CPU, ausreichend versorgen zu können. Am größten ist der Unterschied beim Einsatz von Thin Clients mit integriertem Monitor, da hier gleich zwei Geräte Energie sparend vereint sind. Für ein Unternehmen mit 1.000 Mitarbeitern ergeben sich dadurch im Jahr – je nach Nutzungsverhalten – Einsparungen im fünf bis sechsstelligen Kilowattstundenbereich.
Rechenbeispiel Stromkosten.
Ergonomie am Arbeitsplatz Fasst man den Begriff der Umweltverträglichkeit eines Elektronikproduktes etwas weiter, fallen neben Produktionsmaterialien, Energiebilanz und Entsorgung auch ergonomische Aspekte ins Gewicht. PC-Lüfter und andere mechanische Komponenten beeinträchtigen gleichsam das Raumklima und die Konzentrationsfähigkeit der Nutzer in Büro- und Schulungsräumen. Dies gilt ebenso für die analog zum Energieverbrauch entstehende Abwärme. In solchen Fällen schaffen die lüfterlosen und energiesparenden Thin Clients zuverlässig Abhilfe. Die stillen Endgeräte finden deshalb auch verstärkt Einsatz in Bibliotheken, Schulen und Universitäten. Weitere ergonomische Vorteile gegenüber dem klassischen Arbeitsplatz-PC beruhen auf dem geringeren Platzbedarf und dem niedrigeren Gewicht. Thin Clients lassen sich deshalb flexibler am Arbeitsplatz positionieren und leichter warten beziehungsweise austauschen. Dass sich niedriges Gewicht und Standfestigkeit nicht ausschließen, beweisen aktuelle Igel Modelle mit zugleich leichten und robusten Metallgehäusen. Konsolidierung mehrerer Endgeräte Zur Vermeidung von künftigem Elektroschrott trägt auch die Fähigkeit einiger Thin Clients bei, mehrere Endgeräte und Funktionalitäten in einer zentral administrierbaren Einheit zu konsolidieren. Die Clever Clients von Igel beispielsweise arbeiten dank firmwareseitig integrierter Terminalemulationen gleichsam als Terminal für Mainframes beziehungsweise Host-Systeme sowie als Desktop innerhalb der Server-Based-Computing-Umgebung. Beim Hardwaresparen helfen ferner eine Printserver-Funktion, mit der sich lokale Drucker effizient im Netzwerk freigeben lassen, sowie eine Voice-over-IP-Funktionalität: mit einem Headset ausgestattet machen die Igel-Geräte das Kosten sparende Kommunikationsmodell innerhalb des Firmennetzwerks nutzbar, ohne zusätzliche Elektronikbauteile oder Endgeräte anschaffen zu müssen. Nutzungsdauer und bessere Energiebilanz Der typischen PC-Problematik von zu kurzen Produktzyklen entgehen Thin Client Anwender automatisch. Aufgrund der geringen Hardwareanfälligkeit durch die stark minimierte Anzahl mechanischer beziehungsweise beweglicher Komponenten lassen sich die schlanken Endgeräte problemlos über einen Zeitraum von sechs bis acht Jahren einsetzen. Dies wird noch unterstützt durch die lange und kostenlose Upgrade-Fähigkeit, die dafür sorgt, dass auch die lokale Firmware der Thin Clients up-to-date gehalten werden kann. Dagegen gilt ein PC in der Regel nach drei bis vier Jahren als technisch überholt. Dank der längeren Nutzungsdauer, der optimierten Energiebilanz und ergonomischer Vorteile leisten Thin Client Anwender damit schon heute einen wichtigen Beitrag für eine bessere Ressourcenausnutzung im ökonomischen wie im ökologischen Sinne.
Backgrounder des ETCF Thin Clients – Ressourcen intelligent nutzen In den heute vorherrschenden Client-Server-Netzwerken liegen große Ressourcen auf Server- wie auf der Client-Seite brach. Die meisten Arbeitsplatzrechner sind im Vergleich zur erforderlichen Leistung oftmals völlig überdimensioniert. Die Administrationskosten erreichen dabei jedoch nach Marktforschungsuntersuchungen von Gartner den bis zu 20-fachen Wert des Anschaffungspreises. Unter den Gesichtspunkten des Total Cost of Ownership haben viele Unternehmen damit den Wagen vor das Pferd gespannt. Thin Client Computing – ein logischer Schritt Die Idee vom schlanken und konsistenten Netzwerk ist nicht neu. Doch erst die Hardware-Entwicklungen der letzten Jahre machten aus den »Green Screen«-Terminals von damals die flexibel einsetzbaren Thin Clients von heute. Dank der cleveren, kleinen »Minicomputer« lebt der Client-Computing-Gedanke wieder auf und ermöglicht ein kosteneffizientes Networking – ohne Laufmaschen. Herzstück jeder Server based Computing Architektur ist der sogenannte Application-Server. Dieser Zentralrechner verwaltet nicht nur alle relevanten Daten, sondern bildet auch die gemeinsame Plattform für die gesamte Software, die an den jeweiligen Arbeitsplätzen erforderlich ist. Bislang ungenutzte Rechenkapazitäten leistungsstarker Server könnten diese Aufgabe in vielen Unternehmen und Organisationen problemlos übernehmen. Hier schlummern oft auch leistungsstarke Midrange- oder Mainframesysteme, die sich heute dank des Thin Client Gedankens ohne großen Aufwand problemlos in Server Based Computing Umgebungen integrieren lassen. Im gleichen Zuge können die Arbeitsplatz-PCs durch schlanke Terminals ersetzt werden. In Windows basierten Netzwerken erfolgt der Anschluss der Thin Clients am bequemsten unter Verwendung von Windows 2000 beziehungsweise XP. Die Thin Clients kommunizieren über standardisierte Protokolle wie Citrix ICA oder Microsoft RDP in enger Kooperation mit den zentralen Servern. Über die Netzwerkverbindungen werden lediglich Tastaturbefehle und Bildschirminformationen ausgetauscht, was eine erhebliche Erhöhung der Datensicherheit bedeutet und die Netzwerklast im gleichen Moment signifikant reduziert. Die eigentliche Rechnerlast wird in der Regel komplett auf die Server übertragen. In Folge dessen gestaltet sich die gesamte Netzwerkstruktur wesentlich transparenter und die Administration kann zentralisiert und schneller erfolgen. Was ist ein Thin Client? Durch die geringeren Rechenanforderungen und die starke Kooperation mit dem zentralen Server können die Clients auf jegliche mechanische Hardware verzichten. Störende und anfällige Lüfter entfallen ebenso wie Diskettenlaufwerke und Festplatten. Was bleibt, sind lautlose und energiesparende, kleine Multitalente, deren interne Raffinessen sich dem Anwender meist nur bei genauerem Hinsehen offenbaren. Denn der Desktop der Thin Clients unterscheidet sich nicht weiter von denen der Arbeitsplatz-PCs. Ihre Anwender müssen weder auf die gewohnte grafische Benutzeroberfläche inklusive Maussteuerung verzichten, noch verändert sich ihre gewohnte Programmumgebung. Das gekapselte Betriebssystem, das sowohl auf Windows CE als auch auf Linux Basis laufen kann, tritt für den Anwender nicht in Erscheinung und hat keinen Einfluss auf die Kompatibilität mit dem Application-Server. Darüber entscheiden allein die integrierten Kommunikationsprotokolle zum Austausch der Daten. Richtig intelligent werden die Thin Clients vor allem durch ihre »Soft-Skills«, sprich: die im Betriebssystem abgespeicherten Protokolle und Softwareanwendungen. Diese Kommunikationsfähigkeit ist hervorragend für den Betrieb in heterogenen Netzwerkumgebungen geeignet. Über integrierte Terminalemulationen gewähren »sprachbegabte« Clients sogar den problemlosen Zugriff auf Hostsysteme und den darauf laufenden Legacy-Anwendungen. Häufig verwendete Anwendungen wie Web-Browser oder etwa Java-Umgebungen belasten die Application-Server in der Regel am stärksten. Mit spezifischen Ausstattungen wie integriertem Internet-Browser mit Java-Unterstützung oder einer bandbreiten-optimierten Drucksoftware beugen die Thin Clients möglichen Engpässen im Netzwerk wirkungsvoll vor. Weitere Kosteneinsparpotenziale ergeben sich durch die Vermeidung von Datenverlusten oder Datenschäden aufgrund unbefugter Softwareinstallationen oder Vireninfektionen. Solche Gefahren mit hohen Folgekosten gehören dank laufwerkloser Thin Clients der Vergangenheit an. Niedrigere Total Cost of Ownership Den entscheidenden Ausschlag für die Investition in das Clever Client Computing liefert in der Regel die Betrachtung der Total Cost of Ownership. Dieser Posten umfasst alle zur Anschaffung und Unterhaltung entstehenden Kosten je Arbeitsplatz. Auf jeden im Netzwerk eingesetzten PC entfallen lediglich drei Prozent der durch ihn verursachten TCO auf den Anschaffungspreis. Fällt dieser Rechner aus, verursacht er gleich an mehreren Stellen Kosten. Berechnungen renommierter Analysten wie der Gartner Group belegen, dass ein PC über fünf Jahre hinweg etwa 26.000 Euro kostet. Den Löwenanteil der Kosten nehmen dabei Wartung, Administration und Upgrades ein. Unter TCO-Gesichtspunkten geben die Clever Clients ihr eigentliches Potenzial zu erkennen: Die zentrale Administrierbarkeit und die Konzentration der Anwendungen auf dem Server beschränken Verwaltungs- und Wartungszeiten auf ein Minimum. Firmware- Updates erfolgen per Knopfdruck und machen die Gewaltmärsche und intensive Arbeitssitzungen zu Einzelarbeitsplätzen überflüssig. Darüber hinaus reduzieren sich die Lizenz-Investitionen für die Betriebssysteme. In Summe gehen die meisten Analysten davon aus, dass sich durch den Einsatz von Clever Clients im Vergleich zu reinen PC-Lösungen etwa 30 Prozent der Betriebskosten einsparen lassen. Thin Clients in der Praxis In punkto Wirtschaftlichkeit können Thin Clients einen regelrechten Quantensprung bewirken. Je größer und weiträumiger ein Netzwerk ist, desto gravierender sind die laufenden Einsparungen durch die zentrale Administrierbarkeit und des geringeren Stromverbrauchs der technisch optimierten Geräte. Mit ihrem hohen Maß an Kommunikationsfähigkeit bieten Thin Clients diejenige Einsatzflexibilität, die das einstige Bild vom engstirnigen »Green Screen«-Terminal ein für alle mal vergessen lässt und eine neue Basis zum Aufbau kosteneffizienter Netzwerke schafft.
Über das European Thin Client Forum e.V. Das ETCF ist eine gemeinnützige Vereinigung mit dem Ziel, das Leistungsspektrum und den ökonomischen Nutzen von Thin Client-Technologie sowie die Interessen und Ziele der Thin Client Community aktiv zu unterstützen und zu fördern. Dazu gehört insbesondere die Verstärkung der Wahrnehmung der Thin Client-Gemeinschaft gegenüber meinungsbildenden Multiplikatoren und in der Öffentlichkeit. Darüber hinaus dient das ETCF als Plattform für einen intensiven Informations- und Wissensaustausch der akkreditierten Mitglieder sowie zur Ermittlung schlüssiger Marktkennzahlen im Thin Client-Umfeld. Ihr Ansprechpartner European Thin Client Forum Michael Hülskötter Isartalstraße 44a/Rgb. 80469 München T.: +49 – (0)89-720 161 17 F.: +49 – (0)89-759 003 211 E.: huelskoetter@etcf.com
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