20070708q T-Systems Seba Dynatronic Integration und Konsoldierung

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Seba Dynatronic setzt auf nahtlosen Kommunikationsauftritt

Verlässlichkeit ist Trumpf

Eine nahtlose Integration auf allen Ebenen – Kommunikation, Anwendungen und Geschäftsprozesse – gepaart mit für das Unternehmen wirtschaftlichen Konsolidierungseffekten ist auch für Mittelständer ein absolutes Muss geworden. Mit einer homogenen CTI (Computer Telephony Integration)-Lösung lassen sich auch auf Anwendungsebene Sprache und Daten nahtlos zusammenführen.

 

E

ine hohe Verlässlichkeit ist für die Seba Dynatronic Mess- und Ortungstechnik mit Zentrale in Baunach bei Bamberg Berufung. Mit dieser Einstellung hat es das Unternehmen zur Weltmarktführerschaft innerhalb seines Marktsegments gebracht. Es entwickelt, fertigt und vermarktet Geräte für die Zustandsanalyse und Fehlerortung in Energieversorgungs-, Wasserversorgungs- und Telekommunikationsnetzen. Die Messgeräte sind für die Betreiber dieser Netze ein wichtiger Garant dafür, ihre Grundversorgung verlässlich, in hoher Qualität und dennoch für sie wirtschaftlich aufrechtzuerhalten.

Zu dieser hohen Verlässlichkeit, Qualität und Wirtschaftlichkeit in der Umsetzung muss auch die ICT (Information Communication Technology) passen. Seba Dynatronic hat deshalb seine beiden deutschen Hauptstandorte, Baunach und Radeburg bei Dresden, zu einer nahtlos zusammenwirkenden Informations- und Kommunikations- und dadurch Geschäftseinheit formiert. Für Mathias Weckbrodt, IT-Manager beim Messtechnikunternehmen, steht außer Frage: »Unser Erfolg beruht auf unserer Innovationskraft. Das gilt nicht nur für unsere Entwicklungsabteilung sondern auch für unseren gesamten Geschäftsauftritt bis hin zum After-Sales-Service für unsere Kunden rund um die Geräte.« Zudem musste sich die nahtlose Geschäftsformation zwischen beiden Standorten trotz aller Fortschrittlichkeit als wirtschaftlich erweisen. Um all das zu erreichen, hatte man bei Seba Dynatronic im Sommer letzten Jahres eine nahtlose Integration auf allen Ebenen – Kommunikation, Anwendungen und Geschäftsprozesse – im Auge, gepaart mit für das Unternehmen wirtschaftlichen Konsolidierungseffekten.

Ehrgeizige Ziele

Dazu standen grundlegende Neuerungen an. »Eine davon war, Sprache und Daten via IP zusammenzuführen, die andere, dafür an beiden Standorten IP-fähige Telefonanlagen nur eines Herstellers einzusetzen«, berichtet Weckbrodt. Ein solcher Schritt hat Auswirkungen, die weit über eine komfortable Telefonie mit vielen Leistungsmerkmalen für die Mitarbeiter hinausgehen. »Mit einer homogenen CTI (Computer Telephony Integration)-Lösung können wir auch auf Anwendungsebene Sprache und Daten nahtlos zusammenführen«, so der IT-Manager. Denn mit den Anrufen der Kunden sollten künftig automatisch am PC-Bildschirm beispielsweise die Kontakt- und Auftragsdaten angezeigt werden. Sie stehen in der IBM/Lotus Domino- beziehungsweise ERP (Enterprise Resource Planing)-Datenbank des Warenwirtschaftssystems, eine Lösung von Soft-M (Semiramis). Die bis dato beiden ERP-Systeme sollten kostensparend zu einem in der Baunacher Zentrale konsolidiert werden. Das wiederum setzte zwischen beiden Standorten durchsatzstarke, redundant ausgelegte Weitverkehrsverbindungen voraus. »Denn unsere Mitarbeiter in Radeburg sollten zu keiner Zeit Performance- und Verfügbarkeitseinbußen beim Zugriff auf das Warenwirtschaftssystem hinnehmen müssen«, unterstreicht er. In gleicher Weise sollten die Notes-Server einschließlich der für die Domino-Datenbanken für das Unternehmen wirtschaftlich in der Zentrale konsolidiert werden. Auch diese Anwendungsumgebung sollte dennoch für die Mitarbeiter des, mehr als 250 Leitungskilometer entfernten Standorts jederzeit im performanten Zugriff stehen.

Für schnelle Reaktionen, beispielsweise bei Serviceanfragen zu den Messgeräten, sollte die Kommunikation nicht auf die PC-Bürokommunikationsumgebung der Mitarbeiter beschränkt bleiben. »Für den mobilen Einsatz auf dem Betriebsgelände haben wir als Telefonanlagen-Erweiterung DECT anvisiert, für den Einsatz darüber hinaus eine günstige Mobilfunktelefonie. Die musste für eine sprach-/datenfähige Kommunikation via Blackberry, die Sprachkommunikation in einem späteren Schritt, UMTS einschließen«, informiert der IT-Manager.

Überzeugende Infrastruktur

Das Angebot von T-Systems passte am besten zum Anforderungsprofil. Weckbrodt spricht in diesem Zusammenhang von einer weitgehenden funktionalen Abdeckung sowie einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis des Lösungskonzepts und seiner Umsetzung. Außerdem hatte Seba Dynatronic schon zuvor gute Erfahrungen mit den Telekommunikationsleistungen des Dienstleisters gemacht. Beide Standorte wurden über 10 Mbit/s Ethernet Connect verbunden, parallel dazu eine 2-Mbit/s-Back-up-Verbindung eingerichtet. Telefonanlagen der Deutschen Telekom, Octopus EP, sorgen für eine komfortable Sprachkommunikation. Zusätzlich schlägt die Anlage in der Zentrale über ein integriertes CTI-Modul für beide Standorte die Brücke zur ERP- und Notes-/Domino-Datenwelt. Auch dieser Aufbau – nur eine statt zwei CTI-Lösungen – birgt für das Messtechnikunternehmen einen wirtschaftlichen Konsolidierungseffekt in sich. Die durchgehende Dienste- und Anwendungszentralisierung wirkt sich nicht nur positiv auf die Anschaffungs- und Wartungskosten aus. »Wir haben auf diese Weise unsere IT-Administrations- und -Betriebskosten deutlich reduzieren können«, meldet der IT-Leiter. Kostensparende Nebeneffekte dieser Zentralisierung: nur noch eine Firewall in Baunach, statt vorher jeweils eine an beiden Standorten, sowie ein Netzwerkmanagementsystem für die komplette, verteilte IT-Installation.

Alles in Fluss

Noch größere Vorteile hat sich Seba Dynatronic per IT-Harmonisierung und -Zentralisierung auf Prozessebene erschlossen. Im Visier: medienbruchfreie Workflows. Ein wesentlicher Garant dafür ist der CTI-Brückenschlag zu den zentralen Anwendungen. Mit dem Anruf des Kunden – ob Auftrag oder Servicefall – werden automatisch die Kunden- (Domino) und relevanten Zusatzinformationen (ERP) am Bildschirm eingeblendet. Der Mitarbeiter kann direkt in die aufpoppende Maske schreiben und die Ausführungen ebenso direkt an den zuständigen Bearbeiter weiterleiten. »Diese Verfahrensweise erspart Missverständlichkeiten bei der Auftragsabwicklung und beim Geräte-Service. Und die Abwicklung wird im Sinne der Kunden erheblich beschleunigt«, so Weckbrodt. Auch die Fehlerbehebung über professionelles Ticketing profitiere davon. Stimmt der Anrufer zu, können über die Telefonanlagen die Sprachinformationen aufgezeichnet und wie Dateneingaben zur Bearbeitung weitergereicht werden. Sobald ein Auftrag komplett abgewickelt ist, wird das automatisch erkannt und am Bildschirm signalisiert, parallel automatisch die Fakturierung angestoßen.

Projektklippen

Ganz reibungslos ging das Projekt nicht über die Bühne. »Die CTI-Anbindung an Lotus Notes entpuppte sich als schwieriger als erwartet«, so der IT-Leiter. Dafür mussten innerhalb der Groupware Schablonen angepasst werden, was zu erheblichen Verzögerungen führte. Außerdem führte die Vernetzung der Business-Kommunikations-Systeme anfangs zu Routing-Problemen, die von der Firewall ausgingen. »Das schlug sich in einer geringeren Verfügbarkeit der beteiligten Systeme nieder«, rekapituliert Weckbrodt.

Die Erwartungen, am Standort Radeburg gleich performant und verfügbar wie in der Zentrale zu agieren, haben sich letztlich bestätigt.»Dort wird mit Blick auf unsere Kunden genauso verzögerungsfrei gearbeitet wie in Baunach«, freut sich Weckbrodt. Hat der Mitarbeiter gerade nicht die Hände frei, kann er sich E-Mails oder sonstige Datennachrichten in Sprache ausgeben lassen. Die Octopus EP-Anlage in der Zentrale übernimmt dafür die Umsetzung. Auf dem Betriebsgelände an beiden Standorten sind die Mitarbeiter an ihren DECT-Telefonen unter der gleichen Nummer wie an ihrem Festnetztelefon erreichbar. »Auch das«, so der IT-Leiter, »entkompliziert für die Kunden wie für unsere Mitarbeiter die Kommunikation.«

Resümee

Nach den unter dem Strich lohnenden Erfahrungen plant Seba Dynatronic die ICT-Gesamtlösung einschließlich der mobilen Sprach-Daten-Kommunikation mit T-Systems auf einem weiteren Standort, Grevenbroich, auszudehnen. »Dadurch werden für unser Unternehmen die kostensparenden und effizienzsteigernden Konsolidierungseffekte über den erweiterten Kommunikations- und Handlungsradius noch deutlicher ausfallen«, erwartet Weckbrodt.

Mit dem 50. Firmenjubiläum vor einem Jahr hat Seba Dynatronic in der Baunacher Zentrale eine hochmoderne Prüfstrecke zur Ortung von Fehlern in elektrischen Erdkabeln und zur Wasserleckortung in Betrieb genommen. »Sie eröffnet unseren internationalen Kunden per Simulation praxisnahe Seminare und dadurch eine noch schnellere und verlässlichere Fehlerortung in ihren Versorgungsnetzen«, so der IT-Leiter. Die Prüfstrecke könnte künftig in die Kommunikationsinfrastruktur eingebunden werden, um die mit den Messgeräten erhobenen Daten direkt in der Zentrale elektronisch auszuwerten.

Hadi Stiel

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Hadi Stiel ist freier Journalist in Bad Camberg.

 

 

 

 

 

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