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Outsourcing: Virtuelles Netz für Kelly Services Virtualisieren und sparen Die zentralisierte, konvergente und virtuelle Vernetzung von 310 europäischen Standorten der Zeitarbeitsfirma Kelly Services und der Betrieb durch einen externen Dienstleister sorgt für reibungslosen Sprach- und Datenverkehr sowie eine Drosselung der Ausgaben von 20 Prozent bei den operativen Kosten.
as hat das Zeitarbeitsunternehmen Kelly Services und der Netzwerkdienstleister Vanco gemeinsam? Beide Untenehmen waren Pioniere in ihren jeweiligen Tätigkeitsgebieten. Während Kelly Services die Zeitarbeit erfunden hat, war Vanco der erste Virtual Network Operator. Seit Juli 2006 verbindet die beiden Unternehmen auch eine Geschäftsbeziehung. Vanco vernetzt heute 310 europäische Standorte von Kelly Services und stellt dessen Sprach- und Datendienste sicher. Ziele der neuen Netzwerklösung waren der Aufbau einer zentralisierten Infrastruktur als Vorbereitung für konvergente Services, das Management von Kelly Services’ neuem zentralisiertem Datencenter in Europa und eine deutliche Senkung der operativen Netzwerkkosten. So konnte Kelly Services bereits nach einem halben Jahr 20 Prozent weniger Kosten allein bei den Sprachdiensten verbuchen.
So hatte Jason Jennings, European IT-Director von Kelly Services, bei der Suche nach einem Provider eine Reihe von Anforderungen im Gepäck: Gefragt war vor allem eine Strategie zur sinnvollen und effektiven Zentralisierung der Infrastrukturen passend zur allgemeinen Unternehmensstrategie. Diese zog eine Konsolidierung der bis dahin bestehenden mehreren europäischen Datenzentren an einen zentralen Ort in Erwägung. Spürbar reduzierte Kosten und die Beibehaltung bewährter, lokaler Geschäftsbeziehungen mit lokalen Netzbetreibern waren weitere Ansprüche. Trotzdem sollte das Netz flexibel genug sein, um einerseits die komplexen Geschäftsprozesse mit zahlreichen Anwendungen, andererseits konvergente Dienste für ein flexibleres Arbeiten auch außerhalb des Büros weltweit optimal zu unterstützen. Das Zeitarbeitsunternehmen wollte außerdem das Netzwerk als Grundlage für Shared Application Services in EMEA nutzen und wünschte sich zu guter Letzt einen einzigen Ansprechpartner bei allen Fragen rund um die Netzwerklösung. Bei der Suche nach einem Provider, der all das erfüllen kann, entschied sich Kelly Services nach Begutachtung einer Reihe von Anbietern für den Virtual Network Operator Vanco. Es wurde ein vorerst fünfjähriger Vertrag in Höhe von rund 9 Millionen Euro über das Design, die Bereitstellung und das fortlaufende Management eines geeigneten europaweiten Wide Area Networks (WAN) geschlossen, der sechs Monate später um das Management des gesamten Sprachnetzes erweitert wurde. Zusätzliche Aufgaben waren die Implementierung einer Internet-Security-Lösung und das Management von Kelly Services’ neuem zentralisiertem Datencenter in Europa. Wunsch und Wirklichkeit – so passt beides unter einen Hut. Um alle Wünsche unter den gegebenen Voraussetzungen zu realisieren, hat Vanco eine individuelle Netzwerklösung für Kelly Services entwickelt, die 310 Standorte des Personaldienstleisters in 16 Ländern mithilfe eines virtuellen Netzes miteinander verbindet. Niederlassungen unter anderem in Belgien, Deutschland, Großbritannien, Italien, Russland, Schweden, Spanien, Türkei und den Niederlande werden dabei zusammengeschlossen. Dafür nutzt Vanco keine eigenen Leitungen, sondern verbindet die jeweils am besten geeigneten Infrastrukturen und Technologien verschiedener lokaler Netzbetreiber zu einer einheitlichen Ende-zu-Ende-Lösung. Dieser globale Ansatz ermöglicht Kelly Services zudem die Zentralisierung aller europäischen Server in einem Datencenter. Das Unternehmen profitiert dadurch von gesteigerter Effizienz, besserer Performance und mehr Anwendungskontrolle. Mit dem Management des Datencenters liegt auch die Verantwortung für Internetzugänge und Security-Lösungen in Vancos Hand.
Vanco setzt für diese WAN-Lösung zur Sprach- und Datenübertragung seine MPLS-Matrix (Multi Protocol Label Switching) ein, die die Netzwerke verschiedener lokaler MPLS-Provider zu einem beliebig weit ausgedehnten Netz verbinden. Mit der Breitbandanschlusstechnik ADSL (Asymmetric Digital Subscriber Line) und internetgestützter VPN-Technologie (Virtual Private Network) wurde die zuvor existierende Lösung ersetzt, die auf der Datenübertragungstechnik Frame Relay und Mietleitungen basierte. Kelly Services profitiert dadurch bei sinkenden Kosten von einem besseren Schutz gegen Angriffe aus dem WAN. Mit konvergenten Services in die Zukunft. Gemäß Kelly Services` Wunsch übernimmt Vanco auf Basis des virtuellen Netzwerks auch ein vollständig gemanagtes Fest- und Mobilfunknetz für die Kommunikation über 884 Handys, 1.504 Festnetzanschlüsse und 261 Nebenstellenanlagen. Festnetztelefonie, unternehmensinterne Kommunikation sowie Mobilkommunikation bringt das virtuelle Netzwerk damit unter einen Hut – Voraussetzung für die Nutzung von konvergenten Sprach- und Datendiensten. Die Skalierbarkeit der Lösung von Vanco ermöglicht die nahtlose Integration von neuen Applikationen und Technologien in das Netzwerk, um so bisherige, kostenintensive Komponenten zu ersetzen. Beispielsweise kann das neue MPLS-Netzwerk in Zukunft für Voice over IP genutzt werden. Kelly Services profitiert nun von einem Komplettsupport und Management für alle Sprach- und Datendienste. Konkret bedeutet das: Dem Zeitarbeitsunternehmen steht ein 24-Stunden-Service durch Ingenieure zur Verfügung, die jedes möglicherweise auftauchende Problem direkt beheben. Verfügbarkeit, Performance, Sicherheit – alles auf einen Blick. Transparenz ist für Kelly Services ein wichtiges Kriterium für eine erfolgreiche und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Vanco. Zwar werden das Management und die Überwachung des Netzwerks in die Hände von Vanco gelegt. Doch die Möglichkeit, trotzdem jederzeit einen schnellen Überblick über Verfügbarkeit, Leistung und Sicherheit des Netzwerks zu bekommen, war eine der Grundvoraussetzungen des Personaldienstleisters für das Netzwerkoutsourcing. Vanco erfüllt seinen Kunden diesen Wunsch mit dem Online-Netzwerk-Service-Portal O-Zone. Dieses Serviceportal stellt Kelly Services eine zentrale Managementplattform zur Verfügung, in dem ausschließlich »Best-of-Breed«-Services integriert werden. O-Zone gewährleistet, dass Kelly Services jederzeit Einsicht in alle wesentlichen Parameter des Netzwerks hat. Der Zugang zu O-Zone ist passwortgeschützt und über jeden Internet-Browser möglich. Die Anwendungen des Portals setzen sich aus Komponenten wie Netzwerk-, Problem-, Change- und Performance Management zusammen. Das Problem Management ermöglicht den Zugriff auf den Status des Trouble Ticket. So können die Fortschritte bei der Problembehebung überwacht werden. Mit dem Change Management können Netzwerkänderungen per Mausklick online beauftragt werden. Der Netzwerk Status bietet Unternehmen in Echtzeit den ständigen Überblick über das Netzwerk. So haben Administratoren immer im Blick, ob ein Problem geortet und gelöst wurde. Vanco wird in mehr als 90 Prozent der Fälle vor dem Kunden auf auftretende Netzwerkstörungen aufmerksam. Die Behebung des Problems ist damit in der Regel schon im Gange, wenn der Kunde in O-Zone nach der Fehlerquelle zu suchen beginnt. Mehr Leistung, weniger Kosten. Die Hoffnung auf sinkende Netzwerkkosten ist einer der Hauptgründe für das Outsourcing – so auch bei Kelly Services. Tatsächlich verbuchte Kelly Services bereits nach einem halben Jahr 20 Prozent Kosteneinsparungen allein bei den Sprachservices. Möglich wurde dies durch Vancos Geschäftsmodell des Virtual Network Operators und den »Active Negotiation Process«. Bei diesem Prüfungsverfahren betrachtet Vanco die wirtschaftlichen und technischen Parameter aller Kundennetzwerke jährlich neu. Infolgedessen werden im Rahmen von jährlichen Nachverhandlungen die Preise für die Lösung an die Sätze der lokalen Netzbetreiber angepasst. Dabei teilt Vanco die erzielten Ersparnisse im Verhältnis 30:70 zwischen sich und dem Kunden auf. So profitieren Kunden fortlaufend von sinkenden Infrastrukturpreisen und neuen technologischen Entwicklungen. Deshalb darf Kelly Services auch für die Zukunft jährliche Ersparnisse in Höhe von rund vier Millionen Euro erwarten. In einem Zug mit dem Management des Netzwerks hat Vanco auch die Netzwerkverantwortlichen von Kelly Services übernommen. Damit wurde Vancos Know-how der allgemeinen Netzwerktechnik um das unternehmensspezifische Wissen der ehemaligen Mitarbeiter von Kelly Services erweitert. Jason Jennings von Kelly Services zieht zufrieden Resümee: »Vanco hat uns enorm dabei geholfen, unsere strategischen IT-Ziele in Europa zu erfüllen. Außerdem erlaubt uns Vancos Active Negotiating Process, unsere IT-Kosten zu reduzieren und dabei gleichzeitig auf dem neuesten technologischen Stand zu bleiben.« Die Zusammenarbeit zwischen Vanco und Kelly Services ist damit eine gelungene Symbiose zwischen Unternehmen und Outsourcing-Dienstleister. Gisbert Mühle-Sorg ___________________________________________________________ Gisbert Mühle-Sorg ist Operations Director bei der Vanco GmbH
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