20070708za Postpath IT-Leistungsreserven

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Leistungsreserven bei Collaboration- und E-Mail-Systemen ausschöpfen

Umsteigen für den Aufstieg

Collaboration- und E-Mail-Server sind heute unverzichtbare Schlüsselkomponenten des Geschäftsbetriebs. Durch die zunehmende Nutzung elektronischer Kommunikation und die gestiegenen gesetzlichen Anforderungen wie die Archivierung von geschäftlichen E-Mails nimmt der Ressourcenbedarf dieser Systeme ständig zu. Viele IT-Verantwortliche fragen sich dabei, ob es nicht möglich ist, mit den bestehenden IT-Ressourcen deutlich mehr Leistung zu erzielen. Dies kann entweder bedeuten, die bestehende Hard- und Software besser zu nutzen, oder aber durch den Umstieg auf günstigere Hard- und Software finanzielle Mittel freizumachen.

 

E

ines der am weitesten verbreiteten E-Mail- und Collaboration-Systeme ist Microsoft Exchange. Die enge Verzahnung zwischen dem Exchange-Server (der einen Windows-Server benötigt) und dem Outlook-Client (setzt ein aktuelles Windows-Betriebssystem voraus) macht es bislang schwierig, eine der Komponenten gegen Alternativen auszutauschen. Dabei machen gerade die Exchange-Server und die dazugehörigen Speichersysteme oft einen großen Posten im IT-Budget aus. Zu den hohen Lizenzgebühren für das Betriebssystem und den Exchange-Server selbst kommen deutlich höhere Hardware-Anforderungen im Vergleich zu alternativen Systemen. Gerade bei Upgrades (momentan wird der neue Exchange Server 12 eingeführt) ist oft die gesamte Neuanschaffung der Hardware notwendig. Als Alternative bieten sich entweder komplett Open-Source-basierte Lösungen an, die jedoch in der Regel aufwendige Anpassungen auf der Desktop-Seite erfordern. Oder aber kommerzielle Lösungen wie der Postpath-Collaboration-Server, der Open-Source-Technologien wie Linux nutzt, aber eine proprietäre, leistungsfähige Engine besitzt und zu hundert Prozent API-kompatibel zum Exchange-Server ist.

Performance-Aspekte

Will man die bestehende Hardware-Infrastruktur für E-Mail- und Collaboration-Systeme besser nutzen, dann können alternative Systeme vor allem zwei Trümpfe ausspielen: Sie erreichen bei gleicher CPU- und Arbeitsspeicherausstattung deutlich höhere Transaktionsleistungen, können also mehr User bedienen oder mehr Nachrichten pro User verarbeiten. Darüber hinaus nutzen sie wesentlich effizientere Konzepte zur Speicherung der Daten. Exchange speichert die Postfächer der Anwender in einer speziellen JET-Datenbank, die sehr viele I/O-Operationen für eine einzige Transaktion benötigt und nur bei teuren Speichersystemen gute Performance erzielt. Linux-basierte Systeme nutzen dagegen einen Dateisystem-basierten Ansatz, der wesentlich weniger Overhead erzeugt und auch mit weniger ausgeklügelten NAS- oder SAN-Speichersystemen gute Ergebnisse erzielt.

Damit bieten sich Unternehmen verschiedene Möglichkeiten an: Stellen sie andere Server-Applikationen im Rahmen einer Konsolidierung auf modernere Hardware um, dann lassen sich die alten Server durchaus nutzen, um zusätzliche Mail-Server-Kapazität zu schaffen. Einige Alternativen, wie Postpath, lassen sich schon mit relativ gering dimensionierter Hardware (ab einer Pentium IV CPU) vernünftig nutzen. So ließen sich zum Beispiel in Außenstellen dezentrale Collaboration-Systeme installieren, um die zentrale IT zu entlasten. Eine andere Möglichkeit ist, einen Teil der bestehenden Exchange-Server auf eine der Alternativen umzurüsten, bevor das bestehende System seine Leistungsgrenzen erreicht hat. So wird Spielraum für zukünftiges Wachstum geschaffen. Da viele der Alternativen auf offene Standards setzen, eröffnen sich dem Unternehmen außerdem Optionen, schneller auf neue Funktionalitäten oder Anforderungen zu reagieren, als dies mit proprietären Schnittstellen und Formaten der Fall ist.

Finanzielle Aspekte

Finanzielle Betrachtungen bieten sich vor allem dann an, wenn man die IT-Systeme neu beschaffen muss und mit einem begrenzten IT-Budget mehr Leistung realisieren will. Hier vergleichen wir die Kosten für eine Microsoft-Exchange- und eine alternative Lösung (in diesem Fall Postpath) bei folgendem Szenario: Ein Unternehmen hat 500 Anwender, denen jeweils eine Postfachgröße von zwei Gigabyte zugestanden wird. Der Collaboration Server wird außerdem laufend auf ein Standby-System repliziert, das sich im Notfall direkt einschalten kann. Auf der Hardwareseite fallen beim Exchange-Server knapp 46.000 US-Dollar Kosten an, dem knapp 12.000 Dollar bei dem alternativen System gegenüberstehen. Noch deutlicher wird der Unterschied bei der Software, hier stehen 136.000 US-Dollar bei Exchange gegen 35.000 Dollar. Ursache für die deutlich höheren Kosten bei Microsoft sind hier vor allem die Lizenzkosten für das Serverbetriebssystem und die Client Access Licenses (CALs). Noch günstiger wäre natürlich eine Realisierung rein mit Open-Source-Technologien, da hier keine Lizenzgebühren anfallen. Jedoch entsteht hier ein deutlich größerer Anpassungsaufwand bei der Anbindung von anderen Back-End-Systemen sowie der Client-PCs, überdies fehlen meist zentrale Werkzeuge für die Administration und den Support der Endanwender. Dazu kommt, dass Dienstleister die Kosten für Konzeption, Implementierung und Wartung bei Open-Source-Systemen meist höher ansetzen als bei kommerziellen Lösungen, um die fehlenden Einnahmen aus dem Lizenzgeschäft zu kompensieren. Bei einer Gesamtkostenbetrachtung liegen daher reine Open-Source-Ansätze nicht wesentlich günstiger als kommerzielle Alternativen.

Eric Dumas

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Eric Dumas, Vice President, Postpath

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