20070910za FSC Managed Services kontra Outsourcing

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Auslagern ohne Kontrollverlust

Managed Services - die Alternative zum Outsourcing

Über die Hälfte der großen Outsourcing-Deals gelten als mehr oder weniger gescheitert. Zahlreiche IT-Verantwortliche haben bereits erste Konsequenzen aus dieser ernüchternden Bilanz gezogen, Laufzeit und Volumen der Outsourcing-Verträge nehmen deutlich ab. Die Alternative: Mit Managed Services die Kostenvorteile von Outsourcing-Projekten nutzen und gleichzeitig die Kontrolle über die IT-Landschaft in der Hand behalten.

 

B

isher standen viele CIOs vor der Wahl, entweder den Eigenbetrieb zu optimieren oder die IT-Verantwortung in großem Umfang abzugeben. Denn die IT-Abteilungen stehen nach wie vor einem steigenden Kosten- und Leistungsdruck gegenüber. Auch wenn die Kostenvorteile häufig für eine Auslagerung sprechen – die schlechten Erfahrungen mit Outsourcing-Projekten lassen viele Manager davor zurückschrecken.

Offenbar hat sich inzwischen die Erkenntnis durchgesetzt, dass eine langfristige und ausschließliche Bindung an einen Outsourcing-Partner zwei erfolgskritische Aspekte vernachlässigt: Zum einen die Innovation, da Outsourcing-Dienstleister unter permanentem Kostendruck stehen und daher wenig Interesse haben, die Technologie der Infrastruktur zu optimieren oder zu erneuern. Zum anderen ist die mangelnde Qualität ein häufig bemängeltes Problem.

Auf dieses Dilemma haben einige Anbieter, wie etwa Fujitsu Siemens Computers reagiert. Der IT-Dienstleister eröffnet mit Managed Services einen Mittelweg zwischen den Kostenvorteilen von Outsourcing-Modellen und dem Beibehalten der Kontrollhoheit. Der CIO erhält die Vorzüge beider Alternativen – und dies zu geringeren Kosten bei erhöhter Flexibilität.

Einsparungen von bis zu 40 Prozent.

Im Rahmen der Managed Services übernimmt der Dienstleister einzelne Tätigkeiten oder Prozesse auf der Basis vereinbarter Service Level Agreements. Vergleichbar ist der Ansatz mit Logistikanbietern, die Transportaufgaben für das Unternehmen abwickeln – vom Taxi bis zum weltweiten Speditionsnetz. Je nach Art der Leistung sowie dem Grad der Verantwortung beinhalten Managed Services das Remote Monitoring bis hin zum kompletten IT-Service-Management von einer zentralen Netzwerk- und System-Management-Plattform aus. Abgerundet wird das Angebot durch proaktive, Rollen-basierte und automatisierte Services wie beispielsweise Auto Immune Systems, welche die Sicherheit und die Verfügbarkeit der IT-Infrastruktur gewährleisten.

Auf Wunsch erhalten die Kunden diese Dienstleistungen zu verbrauchs- und leistungsabhängigen Preisen auf Basis eines Pay-as-you-consume-Modells. Dadurch steigt die Kostentransparenz, während die Gesamtkosten sinken: Bei Managed Print, der Übertragung des Drucker-Managements an einen IT-Dienstleister, sind Einsparungen von bis zu 40 Prozent keine Seltenheit. Wenn ein Unternehmen seine PC- und Notebook-Landschaft als Managed Client betreiben lässt, ist sichergestellt, dass sie mit hoher Verfügbarkeit läuft – ohne die interne IT-Mannschaft mit zeitraubenden Wartungs- und Reparaturtätigkeiten zu belasten.

Resümee.

Jedes Unternehmen verlangt zu Recht, dass die IT einen spürbaren Beitrag zu Geschäftserfolg und Betriebsergebnis leistet. Um dies zu erreichen, müssen Unternehmens-Strategie, IT-Governance und IT-Infrastruktur genau aufeinander abgestimmt sein. Eine solche Koordination gelingt am besten mit Managed Services. Daher machen Unternehmen, die wohlüberlegt und selektiv einzelne Bereiche an spezialisierte Partner auslagern, das bessere Geschäft.

Der Kundennutzen von Managed Services ist unbestreitbar. Wer als IT-Dienstleister an den enormen Wachstumschancen dieses Marktsegments teilhaben will, sollte die entsprechenden Weichen möglichst bald stellen.

Richard Schlauri

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Richard Schlauri ist Executive Vice President IT Product Services bei Fujitsu Siemens Computers

 

 

Managed Services – im Fahrstuhl erzählt

-       Managed Services bieten dem CIO eine Alternative zum verbreiteten Outsourcing-Frust: Er kann die Verantwortung für IT-Aufgaben wie Service Desk oder den Betrieb einer Client-Infrastruktur auf Basis definierter Service Level in fremde Hände legen und damit auch noch Kosten sparen. Die Kontrolle über die eigene Infrastruktur bleibt dabei im Haus, ein Übergang von Personal oder Assets findet in der Regel nicht statt.

-       Im Vergleich zum klassischen Outsourcing haben Managed Services kürzere Vertragslaufzeiten. Der Dienstleister muss sich gegenüber dem Kunden permanent bewähren und konzentriert sich daher auf Innovationen und Prozessverbesserungen.

-       Die Bandbreite von Managed Services reicht – je nach Art der Leistung sowie dem Grad der Verantwortung – vom Remote Monitoring bis zum kompletten IT Service Management von einer zentralen Netzwerk- und System-Management-Plattform.

-       Die IT-Organisation des Unternehmens kann durch den Einsatz von Managed Services ihre Fertigungstiefe stufenweise verringern. Im Ergebnis ändert sich dadurch die Kalkulation der IT-Kosten: An die Stelle eines fixen Personalaufwands tritt die Abrechnung nach Leistung und Qualität.

 

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