20071112g Avocent Tyrolit Remote Management

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Remote Management Tools ermöglichen den BIOS-Zugriff über IP

Von Tirol aus die weltweite IT verwalten

Durch die Installation von KVM-Switches und intelligenten Stromleisten werden bei Tyrolit viele global verteilte IT-Infrastrukturen bis auf BIOS-Level herunter von der Zentrale in Schwaz administriert.

 

S

chleifen, Trennen, Bohren, Abrichten oder Polieren: Mit einer Palette von rund 80.000 Produkten versorgt die Tyrolit-Gruppe seit dem Jahr 1919 eine ganze Reihe von Industrien mit innovativen Werkzeugen. Das Spektrum ist dabei gewaltig, es reicht von kleinen Geräten wie einer Tischsäge für den Bauhandel bis zu massiven Schleifscheiben für die Stahlindustrie. Das Unternehmen ist global aufgestellt.

»Wir haben 24 weltweit verteilte Produktions- und Vertriebsstandorte in 14 Ländern, die allesamt über ihre eigene IT-Infrastruktur verfügen«, erklärt Thomas Haas, Leiter IT-Infrastruktur bei Tyrolit. Das Management der dezentralen Hard- und Software lief und läuft im Normalfall über softwarebasierte Tools. Sobald aber ein Server oder ein anderes Netzwerkgerät ausfällt, können die In-Band-Lösungen keinen Kontakt mehr zu der betroffenen Hardware aufbauen. »Wir standen in der Vergangenheit bei Systemstörungen vor einem großen Problem«, so Haas. »An den ausländischen Standorten gibt es zwar so genannte Key User mit etwas tieferen, technischen Kenntnissen, aber niemanden mit Admin-Rechten, der auf das BIOS der Systeme zugreifen könnte.« In solchen Fällen waren die IT-Verantwortlichen in den beiden zentralen Rechenzentren im Tiroler Schwaz gezwungen, entweder einen lokalen IT-Dienstleister zu dem Standort zu schicken, oder dem sogenannten Key User telefonische Anweisungen zu geben. »Beide Alternativen waren alles andere als optimal«, berichtet Haas. »Sowohl die Key User als auch die Dienstleister waren in vielen Fällen mit der Fehlerdiagnose überfordert. Unsere telefonischen Blindanweisungen führten zumeist nur sehr mühsam zum Ziel – oftmals wäre das Problem schnell lösbar gewesen, wenn wir selber Einblick in die Konsole gehabt hätten.«

Zentrales Remote Management

Technologien, die das Fern-Management der dezentralen IT-Infrastrukturen erlaubt hätten, gab es bei Tyrolit vor dem Jahr 2005 nur in sehr sporadischer Form. Als das Unternehmen sich vor zwei Jahren dazu entschlossen hatte, die homogene IBM-Server-Landschaften in allen Produktions- und Vertriebsstätten zu erneuern, sollte auch eine professionelle Lösung für das zentrale Remote Management angeschafft werden.

»Wir hatten hohe Anforderungen an eine entsprechende Lösung«, so Haas. »Grundsätzlich wollten wir mit ihr jegliche Art von Hardware, also nicht nur Server, sondern auch Switches oder Firewalls, über IP sicher managen können. Wir brauchten auch Zugriff auf das BIOS der Geräte, um Fehler fundiert diagnostizieren zu können. Extrem wichtig war uns das Vorhandensein einer zentralen Managementoberfläche, die den Zugriff zu allen Out-of-Band-Pfaden auf bequeme Art erlaubt.« Tyrolit legte zudem großen Wert auf die Performance des Systems und deren Skalierbarkeit. Zugleich sollte auch eine Lösung für das Regeln der Stromzufuhr aus der Ferne integriert sein, um Server, Switches, Router oder Internet Modems neu starten zu können.

Mit Avocent kam der erste Kontakt im Frühjahr 2005 über den IT-Dienstleister Weik Ordnungsmittel GmbH zustande. Nach einer kurzen Beratungsphase setzte Tyrolit im Schwazer Rechenzentrum einen dreiwöchigen Test der verschiedenen Avocent-Komponenten auf. »Wir testeten den Avocent DSR 1010 KVM-over-IP Switch gleich im produktiven System«, erläutert der Projektmanager Haas. »Die intelligente Stromverteilungseinheit Avocent SPC hängten wir an einen abgekoppelten Server. Unseren Schwerpunkt beim Testen legten wir natürlich auf genau die Aktionen, die uns vorher am meisten Schwierigkeiten bereiten haben.« Die Techniker versuchten beispielsweise, ein neues Betriebssystem auf einem Server oder verschiedene Raidlevels einzurichten.

Mitte 2005 bestellte Tyrolit 18 Avocent DSR KVM-over-IP Switches der folgenden Modelle: 1010, 1021, 1031 und 2035. Zwei davon wurden in den Rechenzentren in Tirol installiert, die anderen wurden dort vorkonfiguriert und dann an die ausländischen Standorte geschickt. »Bei der Installation vor Ort war aber immer einer von unseren IT-Administratoren dabei«, erzählt Haas. Gleichzeitig bestückte Tyrolit alle Standorte mit den intelligenten Stromleisten Avocent SPC 1600 oder Avocent SPC 1610 und orderte 5 Lizenzen der Avocent DSView Managementsoftware.

Fernzugriff auf alle Server

»Die Technologie von Avocent erfüllte alle unsere Erwartungen«, so Haas. »Die Managementsoftware dient uns als zentrale Oberfläche, um Fernzugriff auf alle Server weltweit zu erhalten. Zugleich sorgt sie für die notwendige Sicherheit, in dem sie die Administratoren authentifiziert und jegliche Kommunikation über SSL und Secure Shell verschlüsselt.«

Tyrolit integriert darüber hinaus Serviceprozessoren bzw. Remote Service Adapter (RSA), die die neuen IBM-Server bieten, in das Remotemanagement. Das Unternehmen ist über die RSAs in der Lage, die Vitalitätsdaten der Server abzufragen. Dazu gehört die Luftzirkulation, die Feuchtigkeit oder die Temperatur der Geräte. »Wir sehen die Serviceprozessoren als optimale Ergänzung zu dem Zugriff auf die KVM-Schnittstelle der Hardware«, sagt Haas. »Das Fernmanagement über KVM-Switches und serielle Konsolen ist aber dennoch unersetzlich, allein schon deshalb, weil wir damit nicht nur auf Server, sondern gleichzeitig auf alle anderen Geräte im Netzwerk zugreifen können. Über KVM lassen sich zudem Konfigurationen über das BIOS zuverlässiger abwickeln.«

Über die Serviceprozessoren ist das IT-Team bei Tyrolit auch in der Lage, lokal eingelegte Speichermedien wie eine CD-ROM virtuell auf einen entfernten Server zu mappen. »Grundsätzlich bietet Virtual Media einen Riesenvorteil. Wollen wir beispielsweise Betriebssysteme dezentraler Server auf den neuesten Stand bringen, müssen wir keine CD-ROMs mehr brennen und verschicken. In dem wir auch diese Aufgabe von zentraler Stelle aus übernehmen, können wir die Wartungsfenster wesentlich besser planen«, so Haas. »Leider ist diese Funktionalität über Serviceprozessoren nicht unbedingt stabil.«

»Genau diese Aussage zu Virtual Media haben wir schon öfter von unseren Kunden gehört«, berichtet Wolfgang Goretzki, Market Manager Europe bei Avocent. »Deshalb hat sich unser Unternehmen Ende 2005 dazu entschlossen, die Virtual Media-Funktion zur Remote-Datenübertragung in unsere DSR-Systeme zu implementieren. Wir haben dabei einen besonderen Wert auf die Stabilität der Funktion gelegt.«

Nach einem halben Jahr praktischer Erfahrung mit den Avocent-Technologien zieht Thomas Haas von Tyrolit Bilanz: »Wir sind mit unserer Entscheidung rundum zufrieden. Am Standort Schwaz sind wir fünf Administratoren, die für 124 global verteilte Server zuständig sind. Je mehr wir selber am Bildschirm diagnostizieren und steuern können und je weniger wir uns dabei auf Dritte verlassen müssen, desto besser ist das für uns und das Ergebnis unserer Arbeit. Die Lösung von Avocent ist uns dabei ein unverzichtbares und zuverlässiges Hilfsmittel.«

 

 

»Die Managementsoftware dient uns als zentrale Oberfläche, um Fernzugriff auf alle Server weltweit zu erhalten. Zugleich sorgt sie für die notwendige Sicherheit, in dem sie die Administratoren authentifiziert und jegliche Kommunikation über SSL und Secure Shell verschlüsselt.«

Thomas Haas, Leiter IT-Infrastruktur bei Tyrolit

 

 

 

Kunde:
TYROLIT Gruppe
Problem:
Viele global verteilte IT-Infrastrukturen in Vertriebs- und Produktionsstandorten. Kein User mit Admin-Rechten vor Ort.
Lösung:
Installation von KVM-Switches und intelligenten Stromleisten.
Equipment:
1 KVM-Switch Avocent DRS®1010
10 KVM-Switches Avocent  DRS®1021
6 KVM-Switches Avocent  DRS®1031
1 KVM-Switch Avocent  DRS®2035
14 Intelligente Stromleisten SPC®1600 und SPC®1610
5 Lizenzen für Avocent DSView 3 Managementsoftware
Lieferant:
Avocent Österreich GmbH
Support:
First- und Second Level Support durch Weik Ordnungsmittel GmbH, Österreich

 

 

 

 

TYROLIT Schleifmittelwerke Swarovski KG

Tyrolit ist mit 80.000 Produkten einer der größten Hersteller für gebundene Schleif-, Trenn-, Bohr- und Abrichtwerkzeuge sowie von Maschinen für die Bau- und Natursteinindustrie. Das Familienunternehmen Tyrolit ist Teil der Unternehmensgruppe Swarovski und beschäftigt 4.100 Mitarbeiter an 24 Produktionsstandorten in der ganzen Welt. Distributoren vertreten das Unternehmen in fast allen Regionen der Erde. Im Jahr 2005 erwirtschaftete Tyrolit einen Umsatz von 498 Millionen Euro. Die Innovationskraft ist einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren im Unternehmen und ist auch in Zahlen belegbar: 30 Prozent des Jahresumsatzes werden mit Produkten erzielt, die jünger als 3 Jahre alt sind.


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