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Dynamic Capacity Maßgeschneiderte Optionen Beim Kauf und der Instandhaltung ihrer Rechnernetze stehen Unternehmen aller Größenklassen vor der gleichen Frage: Wie lässt sich eine für die eigenen Zwecke optimale Infrastruktur zu möglichst geringen Kosten aufbauen und an die jeweilige Auftragslage anpassen? Das hat zu einer allgemeinen Diskussion über Kostenrechnung und Finanzierungsmodelle geführt, in der sich neben vielen anderen Herstellern jetzt auch der deutsche Marktführer Fujitsu Siemens Computers zu Wort meldet.
ie Zeiten, in denen Unternehmen ihr IT-Equipment als eine Art notwendiges Übel betrachteten und daher auch die Ausgaben dafür mit einem gewissen Fatalismus hinnahmen, sind lange vorbei. Inzwischen geraten die verantwortlichen Abteilungen und Rechenzentren regelmäßig von zwei Seiten unter Druck: Zum einen fordern Geschäftsführungen und interne Kunden zu Recht eine größere Kostentransparenz und haben mit der Diskussion über Service Level Agreements (SLAs) einen Weg gefunden, ihr Interesse wirkungsvoll durchzusetzen. Zum anderen sorgen ständig wachsende Anforderungen und immer schnellere Technologiewechsel – inzwischen vergeht kaum ein halbes Jahr ohne neue Major Release bei den Betriebssystemen, und Hardware sowie Applikationen halten mit diesem Tempo Schritt – dafür, dass viele Systeme bereits veralten, bevor sie sich amortisieren können. Oder, wie es Guido Kessler, Director Sales Financing Central Europe bei Fujitsu Siemens Computers in Bad Homburg, neutraler ausdrückt: »Einsatz- und Abschreibungsdauer stimmen immer weniger überein.« Vor diesem Hintergrund müssen sich die Verantwortlichen nach Optionen umsehen, bei denen sich die Kosten der Rechnernetze ebenso flexibel gestalten lassen wie ihre technische Ausstattung und Nutzung. Endgültig Geschichte ist damit auch die Strategie mancher Rechenzentrumsleiter, aus Gründen der Sicherheit beziehungsweise Vorsorge lieber alles eine Nummer zu groß zu planen. »Pay as you use« Wer im Wirtschaftsleben nach Analogien für diese Entwicklung sucht, muss nicht allzu weit zurückgehen: Spätestens Anfang der 80-er Jahre waren es viele Firmen leid, kostspielige Dienstwagen anzuschaffen, die oftmals die halbe Zeit ungenutzt im Hof herumstanden , aber trotzdem gewartet werden wollten – nur um im ungünstigsten Fall dennoch auf freier Strecke liegenzubleiben, so dass auch noch Abschlepp- und Reparaturaufwendungen anfielen. Um diesem Dilemma zu entgehen, entschieden etliche Unternehmen, Teile ihrer Fahrzeugflotte oder gleich ihren gesamten Fuhrpark anzumieten beziehungsweise zu leasen. Das hatte einerseits den Vorteil, dass die Liquidität geschont wurde und gleichzeitig die Möglichkeit entstand, die Leasingraten als Betriebsausgaben steuerlich voll abzusetzen; die damit verbundene Bilanzneutralität erhöhte zudem die Kreditwürdigkeit der Firmen. Andererseits bot der monatliche fixe Kostenrahmen eine verlässlichere Kalkulationsgrundlage für die innerbetriebliche Finanzplanung. Langfristige Verträge schlossen darüber hinaus häufig einen automatischen Wechsel zur jeweils folgenden Modellreihe ein – gewissermaßen ein »Fahrzeug-Upgrade«. Ganz ähnlich stellen sich die meisten Anwender inzwischen die ideale IT-Infrastruktur nebst Finanzierung vor: technisch jeweils auf der Höhe der Zeit, dabei flexibel an wachsende Anforderungen anpassbar, und das bei voller Kontrolle über den für einen fixen Zeitraum jeweils erforderlichen finanziellen Aufwand. »Pay as you use lautet in diesem Fall die Zauberformel«, erläutert Guido Kessler. »Der Kunde sollte nur bezahlen, was er tatsächlich nutzt.« Zusammen mit dem Partner Siemens Finance & Leasing hat Fujitsu Siemens Computers daher das Programm Dynamic Capacity entwickelt, welches eine ganze Palette auf unterschiedlichste Anwenderbedürfnisse zugeschnittener Finanzierungsoptionen umfasst. »Allen gemeinsam ist das Ziel, die Total Cost of Ownership (TCO), also die Gesamtkosten für den Einsatz von IT-Systemen, spürbar zu senken«, so der Finanzierungsfachmann weiter. Basiskapazitäten und Schwellwerte Während Leasingmodelle im Desktop- und Notebook-Bereich nichts Neues mehr sind, stehen bei der Fujitsu-Siemens-Lösung mit Servern und Storage-Systeme die Nervenbahnen der Unternehmen im Vordergrund. Das funktioniert so: Beim Einstieg in die Dynamic-Capacity-Welt erwirbt der Kunde ein Basissystem, das die Grundlast – sprich den normalen Server- und Speicherbedarf – abdeckt. Bestandteil dieses Systems ist ein sogenannter Toleranzpuffer, der ermöglichen soll, schnell auf kurzfristig wachsende Anforderungen wie saisonale Lastspitzen zu reagieren. »In solchen Fällen kann der Kunde beispielsweise softwaregesteuert kurzfristig zusätzlich Speicherkapazitäten aktivieren«, erklärt Kessler. »Anders als sonst bezahlt er diese Leistungsreserve dabei aber nicht von Anfang an mit, sondern abgerechnet wird erst zum Ende des Monats, in dem er sie tatsächlich braucht.« Endet die Lastspitze, schaltet die Software die Zusatzkapazitäten automatisch wieder ab. Unternehmen, die dieses Storage on Demand (SoD) genannte Modell nutzen, müssen also keine brachliegenden IT-Systeme mehr mit durchschleppen und zahlen stattdessen für ihre Speicher den »echten Preis pro Gigabyte« (Kessler). Ein weiterer Vorteil von SoD besteht darin, dass das Modell neben dem Toleranzpuffer auch einen Schwellwert für die Speicherkapazitäten festlegt. Wird dieser über einen längeren Zeitraum hinweg dauerhaft überschritten oder ist eine solche Entwicklung abzusehen, »müsste der Rechenzentrumsleiter normalerweise zusätzliche Storage-Arrays anschaffen beziehungsweise deren Kauf anregen«, so Kessler. Geschieht dies nicht oder nicht früh genug, besteht die Gefahr, dass das Unternehmen irgendwann ganz oder teilweise vom Netz gehen muss, was erstens Umsatzverluste zur Folge hat und zweitens häufig dazu führt, dass mit der Nachrüstung auch die Fixkosten für das Equipment explosionsartig ansteigen – und zwar um bis zu 100 Prozent. Das gilt erst recht, wenn der Anwender seinen Bedarf nicht regelmäßig kontrolliert, was speziell in kleinen und mittleren Betrieben aufgrund fehlenden Personals durchaus passieren kann. Damit es nicht so weit kommt, stößt die SoD-Software bei Überschreiten des Schwellwerts eine Nachrüstung der Speichersysteme an – das Upgrade erfolgt automatisch, Fujitsu Siemens agiert in diesem Szenario als Dienstleister, der für den Kunden vertragsgemäß Systempflege betreibt. Mit Backup on Demand (BoD) beziehungsweise Enhanced Server Capacity on Demand (ESCoD) bietet Fujitsu Siemens ähnliche Optionen auch für Datensicherung und Server-Verwaltung an. Dabei wird neben dem Enterprise- durchaus auch das Einsteigersegment bedient. »Ob PRIMERGY oder PRIMEPOWER, Solaris oder andere Unixes, Linux oder Windows – Hardware- und Betriebssystemumgebung spielen dabei keine Rolle«, sagt Guido Kessler. Einzige Einschränkung: »Wirtschaftlich interessant ist der Einsatz aller drei Modelle erst ab einem Datenvolumen von 1 Terabyte aufwärts.« Doch das ist im Zeitalter stetig wachsender Anforderungen an Archivierung und Datensicherung (neudeutsch: Compliance-Vorgaben) selbst in kleinen Betrieben schnell erreicht. Kundenfreundliche Preismodelle Flexibel zeigt sich Fujitsu Siemens jedoch nicht nur mit Blick auf die technische Plattform, sondern auch bei Leistungsumfang und Preisen. »Unsere Kunden sollen maximale Entscheidungsfreiheit haben«, so der Finanzierungsexperte. »Daher halten wir für sie eine ganze Reihe von Servicemodellen bereit, die wir aus unserer Erfahrung für unterschiedliche Einsatzszenarien entwickelt haben.« Die Palette reicht von der klassischen Bereitstellung von Hardware und hardwarenahen Dienstleistungen bis hin zum Betrieb kompletter Serverfarmen und Speichernetze durch den Hersteller – wobei letztere Option zwar die teuerste ist, aber gleichzeitig die größte Entlastung für den eigenen Betrieb verspricht. Variabel ist auch die Preisgestaltung für Dynamic Capacity, wobei sich die Kunden hier im Kern zwischen zwei Modellen entscheiden müssen: Die Vertragsklauseln sehen laut Kessler entweder eine »Preisüberprüfung in regelmäßigen Intervallen« vor, was ebenso regelmäßige Anpassungen (i. d. R. also sinkende Kosten) nach sich zieht. Beim sogenannten Forward Pricing hingegen legt man die voraussichtlichen Preissenkungen über den vereinbarten Einsatzzeitraum hinweg zugrunde und ermittelt so einen Durchschnittswert. »Wofür sich der Kunde dann letztlich entscheidet, hängt davon ab, ob es ihm darauf ankommt, von den Preissenkungen zu profitieren oder eine verlässliche Grundlage für die Planung der IT-Kosten zu erhalten«, erklärt Kessler. Resümee Geschäftsführungen und interne Kunden in Unternehmen erwarten heutzutage, dass sich »ihre« IT flexibel dem Geschäftsverlauf anpasst: Das Equipment soll zwar einerseits wiederkehrende ebenso wie unerwartete Lastspitzen jederzeit verdauen, darf andererseits aber nicht überdimensioniert sein, weil der dadurch entstehende Ballast unnötige Kosten verursacht. Hersteller wie Fujitsu Siemens Computers reagieren darauf mit einer On-Demand-Strategie, bei der sich Leistung und Kosten am Bedarf und der Auslastung der Systeme orientieren. Dem Kunden nützt dies unter Umständen gleich dreifach, denn außer von einer Umwandlung hoher Fix- in erschwingliche variable Kosten profitiert er von der softwaregesteuerten Zu- und Abschaltung der Systeme sowie ggf. einem automatischen Upgrade. Kostensenkungen und Prozessverbesserungen zusammen wiederum können dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu verbessern. n
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