20080102o Cormeta Griesson de Beukelaer ERP

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Durchgängige betriebswirtschaftliche Unternehmenssoftware

Edle Software für die Prinzen

Griesson – de Beukelaer, renommierter Markenproduzent von Süß- und Salzgebäck, setzt in allen Produktions- und Verwaltungsbereichen die Unternehmenssoftware Foodsprint und das Planungstool SAP APO ein. Alle werkübergreifenden Logistikprozesse sind damit eng vernetzt, so auch die Koordination der Halbfabrikatproduktion.

 

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uf durchschnittlich sechs Prozent Umsatzwachstum müssen Unternehmen jährlich verzichten, weil ihre Informationstechnologie (IT) den Geschäftsanforderungen nur unzureichend entspricht. Das geht aus einer aktuellen Studie der Managementberatung A. T. Kearney hervor, für die mehr als 65 Top-Manager interviewt wurden. Allein in Deutschland ergibt sich danach ein nicht erreichtes Umsatzwachstum von 50 Milliarden Euro. Die Führungsetagen beklagen sich in erster Linie über mangelnde Unterstützung der IT in Bereichen wie Produktionssteuerung und -planung. Als kritisch für den Unternehmenserfolg bezeichnen die Befragten vor allem inkonsistente Daten und fehlende Integration der einzelnen Bereiche.

Nicht so bei Griesson – de Beukelaer (GdB). Der europaweit bekannte Markenproduzent von Süß- und Salzgebäck arbeitet mit einer betriebswirtschaftlichen Unternehmenssoftware, die alle Abläufe durchgängig abbildet – vom Bestellwesen über die Planung, Fertigung und Qualitätskontrolle bis zur Finanzbuchhaltung: Foodsprint, eine auf SAP ERP basierende und von der Ettlinger Cormeta AG entwickelte Lösung speziell für die Lebensmittelindustrie. Der renommierte Gebäckhersteller, der jährlich rund 142.000 Tonnen Kekse und Waffeln an vier Standorten produziert, besitzt damit erstmals ein System, das konsistente betriebswirtschaftliche Daten zentral bereitstellt und dadurch die interne Bearbeitung effizienter macht.

Foodsprint berücksichtigt alle für die Branche typischen Prozesse wie Rezepturverwaltung, Chargenführung und Qualitätsmanagement. Der Vorteil der Lösung: 80 Prozent aller Abläufe sind voreingestellt, so dass die Software in einem überschaubaren Zeitrahmen eingeführt werden kann.

Rohstoffdisposition: Stundengenaue Planung möglich

So geschehen bei Griesson – de Beukelaer. »Das Projekt wurde in time und in budget umgesetzt«, erläutert Gerd Schäfer, Leiter IT bei GdB. »Der Echtbetrieb begann an unseren vier Standorten gleichzeitig, und trotz der Komplexität war die Umstellung erstaunlich zuverlässig und ruhig. Es gab zu keiner Zeit eine kritische Situation.«

Seit Ende 2006 arbeitet Griesson – de Beukelaer mit der neuen Software. Integriert ist auch das Planungstool SAP Advanced Planning Optimizer (SAP APO), das der Cormeta-Partner J & M Management Consulting aus Mannheim implementierte. Abgelöst wurden die bisherigen Eigenentwicklungen und Stand-alone-Lösungen im Rechnungswesen, in der Materialwirtschaft und im Vertrieb. Damit waren die Zeiten, als wegen ungenügender Softwareintegration jeder Unternehmensbereich andere Daten besaß, endgültig vorbei. Kommt heute beispielsweise Material ins Lager, erfolgt sofort eine wertmäßige Bestandsbuchung in der Finanzbuchhaltung. Damit entfällt nicht nur ein Arbeitsschritt, sondern auch die Aktualität der Daten ist höher. Früher gelangten die Daten aus verschiedenen Vorsystemen manuell und zeitversetzt über Schnittstellen in die Finanzbuchhaltung.

Mangelnde Transparenz in den Abläufen, wie in der Studie von vielen beklagt, ist für GdB jedenfalls kein Thema. Das zeigt sich nicht zuletzt in der Silolagerung. Hier erfolgt eine stundengenaue, mit der Produktion getaktete Disposition. Zum Hintergrund: Bei Griesson – de Beukelaer werden mehr als 90 Prozent aller Rohstoffe (Mehl, Zucker, Schokolade, Fett, Kakao, Eier u.a.) in Silos gelagert und sehr schnell verarbeitet; entsprechend hoch ist die Anlieferfrequenz. Die Herausforderung besteht darin, Anlieferung und Produktion so aufeinander abzustimmen, dass einerseits keine Out-of-stock-Situationen entstehen, andererseits die Rohstoffe nicht Stunden auf dem Lkw liegen.

Erstmals betriebswirtschaftliche Kennziffern vorhanden

»Mit der IT-Erneuerung haben sich viele Prozesse innerhalb der Logistikkette verbessert«, bringt Peter Gries, Leiter Unternehmenskommunikation, den Hauptnutzen auf den Punkt. Bestes Beispiel: die Herstellung von Gebäckmischungen. Vorfabrikate werden hier zum Endprodukt, einer Komposition aus verschiedenen Kekssorten, verarbeitet. Ein großer Teil der Halbfabrikate wird aber in unterschiedlichen Werken produziert. Die Umlagerungen müssen sehr gut koordiniert werden, denn das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) aller Vorprodukte muss dem MHD der gesamten Gebäckmischung entsprechen. Anders gesprochen: GdB benötigt jederzeit den Überblick darüber, welche Vorprodukte wann in welcher Menge und in welchem Werk mit welchen Haltbarkeiten hergestellt werden. Ausgehend von diesen Informationen wird die Produktion der Fertigware – beispielsweise der Gebäckmischung – geplant. Früher war diese werkübergreifende Planung beziehungsweise Steuerung der Umlagerung nicht möglich. Heute kommen bei GdB zwei APO-Softwaretools zum Einsatz: Supply Network Planning (SNP) für die mittelfristige Planung (18 Monate) und Production Planning Detailed Scheduling (PP-DS) für die Feinplanung (Zwei-Monats-Rhythmus rollierend auf Wochenbasis).

»Mit der neuen Software haben wir endlich technologische Werkzeuge zur Hand, mit denen wir die Prozessqualität messen, analysieren und verbessern können«, führt Peter Gries weiter aus. Insbesondere ermöglicht APO eine rüstoptimierte Reihenfolgeplanung. Ausgehend von den Lieferterminen und der Rüstzeit für die jeweilige Maschine werden Reihenfolge, Losgrößen und die Bündelung von gleichartigen Aufträgen festgelegt. Dabei plant GdB so, dass das Umrüsten auf ein Minimum beschränkt bleibt. Diese Optimierung der Produktionsfeinplanung führte zu kürzeren Durchlaufzeiten. »Jede halbe Stunde, die wir durch eine Rüstoptimierung herausholen, ist ein Gewinn für uns, besonders bei Engpassanlagen«, sagt IT-Leiter Gerd Schäfer, der einen weiteren Nutzen des SAP-Systems sieht. »Die gesamte Betriebsdatenerfassung hat sich verbessert.« So melden die Mitarbeiter in der Produktion den Fertigungsstatus heute online und nicht mehr wie bisher auf Zetteln, die vom Produktionsleiter später ins System eingegeben werden mussten. Jede Rückmeldung wird in »Echtzeit« verarbeitet, so dass stets eine aktuelle Sicht auf den Arbeitsfortschritt der Produktion möglich ist. »Unsere Planung und Beschaffung kann dank der Integration jederzeit auf Abweichungen, sogenannten Alerts reagieren«, fasst Gerd Schäfer zusammen.

IT bei GdB: Prozessoptimierer, nicht Hemmschuh

Verbessert hat sich durch die IT-Umstellung auch die Chargenführung, die heute komplett in Foodsprint eingebunden ist. Vorbei sind die Zeiten, als man einzelne Prozessschritte auf Papier dokumentierte und die Chargeninformationen in verschiedenen Bereichen recherchiert werden mussten. Peter Gries und Gerd Schäfer sind sich einig: Foodsprint garantiert eine sehr gute Chargenkontrolle und Chargenrückverfolgung. Insgesamt habe man mit der Umstellung viele Prozesse transparenter gemacht und qualitativ verbessert. Bei Griesson – de Beukelaer ist die IT nicht Hemmschuh, sondern Motor für mehr Prozesseffizienz. Deshalb wird nachgelegt und SAP auch in der Personalwirtschaft implementiert. Zu Jahresbeginn 2008 soll das HCM-Modul (Human Capital Management) durch den Cormeta-Partner KWP Kümmel, Wiedmann + Partner GmbH (Talheim) produktiv gesetzt werden.

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Über das Unternehmen

Die Griesson – de Beukelaer GmbH & Co. KG (GdB) ist im Jahr 1999 aus der Fusion von Griesson und General Biscuits Deutschland und Österreich hervorgegangen und zählt heute zu den Top-Playern im nationalen wie europäischen Gebäckmarkt. Griesson – de Beukelaer erwirtschaftete 2006 einen Gesamtumsatz von 402 Millionen Euro und produzierte 142.000 Tonnen Gebäck. Das Unternehmen beschäftigt heute rund 1.800 Mitarbeiter an vier Produktionsstandorten in Deutschland (Polch/Rheinland-Pfalz, Kahla/Thüringen, Kempen/Nordrhein-Westfalen, Ravensburg/Baden-Württemberg). Zum GdB-Sortiment gehören die bekannten Markenklassiker DeBeukelaer (Gebäckstangen, Granola, Butterkeks, Mikado), Prinzen (Prinzen Rolle, Prinzen Taler), Griesson (Soft Cake, Café Musica, Chocolate Mountain Cookies), Leicht&Cross (Knusperbrot), TUC (Cracker), Tekrum (Feingebäck, Decor on Ice) sowie die in Lizenz gefertigte Mövenpick-Gebäckrange. Sie alle zählen zu den Spitzenprodukten in den jeweiligen Artikelgruppen und sind in zahlreichen Segmenten Marktführer.

www.griesson-debeukelaer.de

 

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