20080304a Microsoft BASF IT Virtualisierte Anwendungen

 Home | News | Hefte | Mediadaten | Online-Artikel | Kommentare | Trends | Wir-ueber-uns | Tipps | Impressum

 

Home
News
Trends
Hefte
Online-Artikel
Kommentare
Service-Angebote
Feedback
Abonnement
Wir-ueber-uns
Tipps
Impressum
Veranstaltungen


manage-it-Blog


NEU: manage it als
E-Paper  7-8 2010




 

 


 




 


Mit einer Mitgliedschaft beim Golfclub "Green Valley Golf International" auf den Bahamas können Sie in Deutschland, Schweiz, Österreich, Italien, Spanien oder Frankreich golfen.

 

Mitgliedsbeitrag für 12 Monate ab Ausstellungsdatum inklusive aller Kosten: 150 Euro

 

Weitere Informationen bei www.golfmitgliedschaft.eu



 

Microsoft SoftGrid im Einsatz bei BASF IT Services

Virtualisierte Anwendungen

Virtualisierung für Server und Speicher ist mittlerweile bekannt. Nun kommen auch die Anwenderprogramme an die Reihe. Programme gelangen dabei losgelöst vom Betriebssystem wie ein Videostream auf den PC des Nutzers. Programme aus der Steckdose sorgen für eine schnelle und sichere Verfügbarkeit.

 

B

ASF IT Services betreut Netzwerke und Computer für bis zu 60.000 Anwender weltweit. Um die einwandfreie Funktion von bereitgestellten Applikationen zu gewährleisten, wird ein aufwendiger Zertifizierungsprozess in Gang gesetzt. Doch die Sorgfalt bei der Prüfung verzögerte die Auslieferung der Anwendungen. BASF IT Services suchte nach einer Möglichkeit, die Zeit bis zum Deployment zu verkürzen und trotzdem die Zertifizierung auf der gleichen hohen Qualitätsstufe durchzuführen wie bisher. Eine Lösung fand der IT-Dienstleister in Microsoft SoftGrid. Das Produkt ist Teil des Desktop Optimization Pack von Microsoft und erlaubt die Virtualisierung von Anwendungen. Sie beschleunigt die Zertifizierung und senkt den Aufwand für die Abwicklung erheblich. Für die Kunden der BASF IT Services bedeutet das: schnellere Verfügbarkeit neuer Anwendungen und Updates bei gleicher Kompatibilität mit bestehenden Programmen.

IT-Outsourcing ist nach wie vor ein Thema, das Unternehmen umtreibt. Je größer eine Firma, desto stärker zahlen sich Synergie- und Effizienzeffekte bei der Auslagerung von IT-Services aus. Unternehmen wie BASF setzen seit langem auf externe Fachkompetenz. Branchenfremd sind die 2.350 Mitarbeiter von BASF IT Services allerdings nicht, denn der Dienstleister ist Teil der BASF-Gruppe. Er wurde im April 2001 durch den Zusammenschluss der IT-Aktivitäten von BASF in Europa gegründet. Mittlerweile liefern die hoch qualifizierten Mitarbeiter ein breites Spektrum an IT-Dienstleistungen. Rund 17 Prozent des Umsatzes erwirtschaften die IT-Spezialisten bereits mit Unternehmen, die nicht zur BASF-Gruppe gehören. Im Gegensatz zu anderen Outsourcing-Anbietern betreut BASF IT Services auch große Installationen. Etwa 60.000 Clients an über 280 Orten hat der Dienstleister in seiner Obhut.

Höchstes Gut: Flexibilität

So groß wie die Kundenzahl, so vielfältig sind auch die Wünsche. Frank Walburg, Department Manager für Desktop Software Services, bekommt die Anforderungen stets hautnah mit, denn seine Abteilung mit ihren knapp 100 Mitarbeitern kümmert sich um die Bereitstellung von Applikationen am Arbeitsplatz. Standard-Büroanwendungen wie Microsoft Office gehören ebenso dazu wie branchenspezifische Applikationen. Jedes Programm, jedes Update und jeder Patch wird vor der Auslieferung auf die Arbeitsplatzrechner der Kunden gründlich getestet. BASF IT Services setzt dazu eine eigene Testumgebung und einen äußerst umfangreichen Prozess ein. »Neue Anwendungen müssen ihre Kompatibilität mit einer Gruppe von Standardprogrammen, unseren Core-Applikationen, behaupten«, erklärt Walburg. »Bei diesen Tests müssen mehrere Personen ihre Aufgaben genau aufeinander abstimmen.«

Erst nach dieser Zertifizierung, die Sicherheit und Kompatibilität bestätigt, gelangt ein neues Programm zur Auslieferung. Zwar geht die Sicherheit vor, doch der Zeitaufwand bereitete den IT-Mitarbeitern Kopfschmerzen. Unter den betreuten Anwendungen gab es beispielsweise Programme mit wöchentlichen Updates. Der Druck war groß, diese so schnell wie möglich auf den PC des Kunden zu bringen. So suchte Walburg schon länger nach einer Alternative, die Anwendungen vom Betriebssystem und anderen Programmen zu entkoppeln, sodass keine Inkompatibilitäten mehr entstehen können. Thin Clients waren zunächst keine Alternative, da diese Lösung eine Umstellung der Server-Infrastruktur und Kostenaufwand auf Kundenseite bedeutet hätte.

Virtuelle Anwendungen

So verwundert Walburgs Interesse nicht, als er von Microsoft SoftGrid erfuhr. Das Produkt ist Teil des Desktop Optimization Pack von Microsoft und erlaubt die Virtualisierung von Anwendungen. Programme gelangen dabei losgelöst vom Betriebssystem wie ein Videostream auf den PC des Nutzers. Software-Virtualisierung ist eine relativ junge Technologie. Sie nimmt Anleihen bei der Virtualisierung von Betriebssystemen. Dem Programm wird vorgespiegelt, auf einem gewöhnlichen PC zu laufen. In Wirklichkeit hat es nur Zugriff auf die Ressourcen, die es zum Funktionieren benötigt. Eine Installation im eigentlichen Sinn gibt es nicht, ebenso wenig eine Deinstallationsroutine oder Einträge in der Registry des Computers. Trotzdem startet der Nutzer das Programm wie bisher über ein Icon oder den Klick auf ein Dokument. Die Bedienung unterscheidet sich in nichts von der eines installierten Programms.

Nach einer Analyse des Konzepts entschloss man sich bei BASF IT Services zu einer Pilotinstallation. »Wir haben mehrere Vorteile in Microsoft SoftGrid gesehen«, sagt Walburg. »Zum einen konnten wir mit der Virtualisierung die Tests für neue Programme deutlich beschleunigen. Es gibt keine Installation mehr, und die virtualisierten Programme beeinflussen weder Betriebssystem noch andere Applikationen.« Zum anderen beherrscht Microsoft SoftGrid eine weitere Technologie: Weil die virtualisierten Programme isoliert und konfliktfrei, aber zur gleichen Zeit betrieben werden, kann man auf einem PC mit unterschiedlichen Versionen eines Programms arbeiten. Das ist ein unschätzbarer Vorteil, zum Beispiel beim Anwender-Support, wo die Mitarbeiter Unterstützung für mehrere Programmversionen leisten müssen.

Zertifizierung gestrafft

Nach guten Erfahrungen in der Pilotphase kam Microsoft SoftGrid bei den ersten Kundencomputern zum Einsatz. Auch diese Probe bestand die Software mit Bravour. »Die Virtualisierung sparte beim Zertifizierungsprozess viel Zeit und reduzierte darüber hinaus den Aufwand«, resümiert Frank Walburg. Vorteile gibt es ebenso bei der Virtualisierung von Microsoft Office-Anwendungen. Bisher mussten alle Rechner im Kundennetzwerk gleichzeitig auf eine neue Version umgestellt werden. Das war besonders bei großen Unternehmen eine logistische Herausforderung. SoftGrid vereinfacht solche Umstellungen heute erheblich. Die Benutzer können mit einer Version arbeiten, während die andere virtualisiert auf dem Computer zur Verfügung steht. Mehrere tausend Anwender setzen bereits Programme ein, die mit Microsoft SoftGrid virtualisiert wurden. Die Nutzer bemerken nichts davon. Wie bisher werden Programme über das gewohnte Icon oder den Eintrag im Startmenü aufgerufen. Leistungseinbußen durch das Streaming sind bislang ebenfalls unbekannt. »Die Rückmeldungen unserer Kunden sind durchweg positiv – weil die Programme und Updates schneller verfügbar sind«, erzählt Walburg.

Die Zahl der Microsoft SoftGrid-Anwender steigt täglich. Und Walburg sieht noch großes Potenzial: Jeder Kunden-PC könnte von der Lösung profitieren. Die IT-Profis rechnen mit einem Rückgang der Support-Anrufe und Fragen, weil der komplexe Installationsvorgang und die störungsanfällige Interaktion mit anderen Programmen wegfallen. Bisher ist es so, dass ein per Softwaredistribution verteiltes Programm auf dem Ziel-PC funktionieren kann, dies aber nicht garantiert ist. Bei virtualisierten Anwendungen gibt es nichts zu verteilen, das virtualisierte Programm wird auf den PC »gestreamt« und kann dort ohne Installation verwendet werden. Die SoftGrid-Client-Software muss also lediglich einmal ausgeliefert werden, danach funktioniert sie bei jedem gestreamten Programm gleich.

Noch ein weiteres starkes Argument spricht nach Meinung von Walburg für Microsoft SoftGrid: »Durch die Virtualisierung und Entkopplung der Anwendungen vom Betriebssystem kann das darunterliegende Betriebssystem in Bezug auf die Sicherheitseinstellungen des PCs deutlich restriktiver gehandhabt werden. Für den Administrator beschränkt sich die Verwaltung der Applikationen darauf, einen Anwender einer Gruppe im Active Directory zuzuordnen. Im Prinzip ist das Virtualisieren per SoftGrid mit nahezu jeder beliebigen Anwendung möglich.« Ausgenommen sind Programme, die direkten Hardwarezugriff erfordern oder sich sehr gut in das Betriebssystem integrieren. »Wir verteilen nach wie vor Programmpakete per Software-Verteilung. Ziel ist es, die Skripte und MSI-Pakete mit der bereits vorhandenen Verteillösung in Einklang zu bringen«, so Walburg. Damit hat Microsoft SoftGrid seinen festen Platz im Lösungsportfolio: »Durch den Einsatz von SoftGrid haben sich die Prozesse vereinfacht, und wir benötigen weniger Detailkenntnisse über die zu verteilenden Applikationen. So können wir die Wünsche unserer Kunden schneller und effizienter umsetzen«, so sein Fazit.

n

 
Copyright © 2003-2010  ap Verlag GmbH