20080304m Inubit BPM 2.0 ist mehr als SOA

 Home | News | Hefte | Mediadaten | Online-Artikel | Kommentare | Trends | Wir-ueber-uns | Tipps | Impressum | CeBIT 2012

 

Home
News
Trends
Hefte
Online-Artikel
Kommentare
Service-Angebote
Feedback
Abonnement
Wir-ueber-uns
Tipps
Impressum
Veranstaltungen


»manage it« als

E-Paper  5-6 2011
E-Paper  3-4 2011
E-Paper  1-2 2011
E-Paper  11-12 2010
E-Paper  9-10 2010

E-Paper  7-8 2010
E-Paper  5-6 2010
 




 

 


 




 


 


 

 

 

SOA – Hoffnung oder Hype?

BPM 2.0 ist mehr als SOA

Business-Process-Management-Lösungen der Bauart 2.0 bilden den gesamten Lebenszyklus von Prozessen lückenlos ab. Unternehmen, die jetzt anfangen BPM 2.0 zu implementieren werden in einigen Jahren deutlich messbare Effizienzsteigerung – und damit Wettbewerbsvorteile - ernten.

 

S

ervice-orientierte Architekturen, kurz SOA, werden seit einiger Zeit als das Fundament moderner und zukunftssicherer IT-Landschaften gehandelt. Die Motivation für den Aufbau einer SOA besteht für viele Unternehmen darin, starre, historisch gewachsene IT-Infrastrukturen mittels flexibler und wiederverwendbarer Services aufzubrechen. Ihr Ziel ist es, so die Effizienz der gesamten Unternehmensstruktur und damit die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Doch ist SOA wirklich der erhoffte Erfolgsgarant für Unternehmen oder greift das SOA-Konzept zu kurz, wenn es darum geht, nachhaltigen und messbaren Erfolg zu erzielen?

Eine IT-Landschaft im Sinne einer SOA ist eine Sammlung von Services der eingesetzten IT-Systeme, die über plattform- und herstellerneutrale WebService-Schnittstellen angesprochen und flexibel zu den in einem Unternehmen gewünschten Geschäftsprozessen orchestriert werden können. Idealerweise werden in diesem Sinne nicht nur unternehmensinterne Services zusammengefügt, sondern darüber hinaus auch Services von Geschäftspartnern und Dienstleistern. Gerade in Zeiten zunehmenden Outsorcings und der Reduzierung der Wertschöpfungstiefe ist dies eine wichtige Voraussetzung, um in einer immer stärker vernetzten Welt Schritt halten zu können. Gleichzeitig berührt SOA auch die fachliche Ebene in Unternehmen und ist damit ein Management-Thema mit strategischer Relevanz. Denn Prozesse, die auf Services aufsetzen, sind fast immer Geschäftsprozesse. Die Rentabilität und Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens drückt sich zunehmend durch die Effizienz eben dieser Geschäftsprozesse aus.

Will man wirtschaftliche Potenziale erschließen, die im systematischen Automatisieren und Optimieren von Geschäftsprozessen liegen, ist eine SOA allerdings nur ein unzureichendes Werkzeug und nicht allein zielführend, denn hierfür muss die gesamte Prozesskette in den Blick genommen werden. Eine SOA ist in erster Linie ein Architekturkonzept und kann die ständige Rückkopplung auf ein Prozessmodell, an dem die laufenden Prozesse gemessen, kontrolliert und ausgewertet werden können, nicht gewährleisten. Hier greift eine andere, über die reine SOA hinausgehende Produktkategorie: »BPM der zweiten Generation«.

Prozess-orientierte Architektur

Das Kürzel BPM wurde bislang meist im Sinne von »Business Process Modeling« verwendet. Mittlerweile wird unter BPM nicht mehr nur die reine Modellierung von Geschäftsprozessen verstanden. Moderne BPM-Systeme verfolgen vielmehr den Ansatz, einen ganzheitlichen Prozesszyklus abzubilden: angefangen von der Modellierung und Simulation über die Koordination und Automatisierung bis hin zur Auswertung und Überwachung der gewünschten Prozesse. Informationen können so in einem »Closed Loop« stetig wieder in die Fachmodelle zurücktransportiert werden.

Konsequenterweise geht mit dieser inhaltlichen Umwertung von BPM auch eine Umbenennung von »Business Process Modeling« in »Business Process Management« einher. Da es unter anderem auch Web-2.0-Techniken sind, die diese Systeme konstituieren, wird dieser Prozess-orientierte Ansatz auch »BPM 2.0« genannt.

Vermochte die erste Generation von BPM-Systemen Geschäftsprozesse bestenfalls durch einfache Simulationen zu verbessern, sind ihre Nachfolger nicht nur dazu in der Lage, die Prozesse über die vorhandene IT-Landschaft transparent zu automatisieren. Sie bieten darüber hinaus die Möglichkeit, die Ergebnisse zum Zwecke einer kontinuierlichen Verbesserung und Effizienzsteigerung messbar zu machen sowie einem zeitnahen Soll-Ist-Vergleich zuzuführen. Prozessverantwortliche und Management erhalten Informationen und Analysen in Echtzeit, können erkennen, wo ein Prozess gerade fachlich steht und bei Bedarf steuernd eingreifen. So fördert durchgängiges Business Process Management die Weiterentwicklung vorhandener IT-Architekturen in Richtung Real-Time Enterprise.

Transparente und flexible IT-Systeme

Ein weiterer wichtiger Schritt dahin, IT-Systeme transparent und flexibel zu gestalten, besteht in der Konfiguration von Unternehmensportalen. Integrierte Unternehmensportale bieten eine intuitive, einheitliche und flexible Oberfläche für Prozess­anwendungen und ermöglichen Unternehmen einen zentralen und benutzerfreundlichen Einstieg in die Steuerung und Überwachung von Geschäftsprozessen. Anstatt die Anwender im Laufe eines Prozesses durch die Oberflächen verschiedenster heterogener Systeme zu führen, werden die teilautomatisierten Prozesse in Form von Webapplikationen verbildlicht. Die Interaktion erfolgt direkt über den Internetbrowser, so dass kein Software-Roll-out für neue oder geänderte Prozesse benötigt wird. BPM-Systeme der zweiten Generation ermöglichen solche Enterprise Portale mittels frei konfigurierbarer und kombinierbarer Portal-Bausteine, so genannten Portlets.

Durch diese Unternehmensportale können nicht nur Mitarbeiter, sondern auch Kunden, Lieferanten oder andere Geschäftspartner rollenbezogen in die Unternehmensabläufe integriert werden, was signifikante Kostensenkungen erlaubt. So kann ein Portal beispielsweise die Schnittstelle zwischen Lagerverwaltung und externen Partnern bilden, die im Sinne einer Selbstverwaltung selbstständig Bestellvorgänge auslösen können, welche dann automatisch mit dem Warenbestand im zentralen ERP-System abgeglichen werden.

BPM 2.0 hat nicht nur die Portalthematik aufgesaugt; es vereint verschiedene Integrationstechnologien in sich, die sich bereits einzeln in der Praxis bewährt haben, bisher aber meist nur getrennt nutzbar waren. Hierzu gehören neben Prozessmodellierungs-Produkten sowohl Workflow-Systeme, Auswertungssysteme aus dem Bereich Business Intelligence (BI) und Integrationssysteme (EAI), als auch SOA – als letzte Stufe der technischen Integration. Auch wenn der Markt für BPM 2.0 noch am Anfang steht und der Begriff BPM im Hinblick auf Pressewirksamkeit noch nicht mit dem Buzzword SOA konkurrieren kann, so lässt sich doch prognostizieren, dass Einzelprodukte für die verschiedenen Phasen des Prozessmanagements langfristig an Bedeutung verlieren und durchgängigen BPM-Produkten Platz machen werden.

SOA versus BPM

Betrachtet man das Verhältnis von SOA und BPM, so wäre es theoretisch denkbar und praktisch möglich, ein BPM-Tool mit einer anderen als einer Service-orientierten Architektur auszustatten. Umgekehrt liegt der Fall anders, denn das SOA-Terrain ist begrenzt. SOA ist eine technische Architektur, die sinnvoll innerhalb und zwischen IT-Systemen zur Anwendung kommt. Dringende Fragen des Managements kann sie nicht beantworten.

Im Übrigen findet man fast nie eine reine SOA-Welt aus Systemen vor, die sämtlich Webservice-fähig wären. Es geht in der Praxis immer auch darum, eine Reihe von Altsystemen mit proprietären Schnittstellen in die Pozessautomatisierung mit einzubeziehen. Während die prozessorientierte Integration heterogener Anwendungssysteme früher eher unter dem Schlagwort »EAI« geführt wurde, wird es heute selbstverständlich als Teil des Business Process Management begriffen.

Es bleibt spannend zu sehen, wohin sich der BPM-Markt zukünftig entwickeln wird. Erklärtes Ziel der marktgängigen, SOA-basierten BPM-Produkte ist es, den gesamten Lebenszyklus von Prozessen lückenlos abzubilden. In diesem Bereich ist viel im Fluss. Viele Anbieter können diesem Anspruch allerdings bislang nur mit Hilfe von Zukäufen und Kooperationen gerecht werden. Dies führt zu heterogenen, unausgereiften BPM-Suiten, die sich nur schwer konfigurieren lassen. Auch wenn die allgemeine Entwicklung hin zur funktionalen Durchgängigkeit der Produkte noch nicht abgeschlossen ist und in diesem Bereich in den nächsten Jahren noch viel passieren wird, sollten Unternehmen sich bereits jetzt intensiv mit dem Thema BPM auseinandersetzen. Der Wettbewerb schläft nicht – und gerade die Unternehmen, die als »Hidden Champions« gelten und bereits BPM-Projekte realisiert haben, werden im kommenden Jahr deutlich messbare Effizienzsteigerungen erzielen können, die sich leicht in Wettbewerbsvorteile überführen lassen.

Torsten Schmale

 

Über den Autor:

Dr. Torsten Schmale ist Vorstandsvorsitzender der Berliner inubit AG. Das nach DIN EN ISO 9001:2000 zertifizierte Unternehmen, das derzeit 65 Mitarbeiter in der Zentrale in Berlin und den Vertriebsstandorten München und Wien beschäftigt, betreut mehr als 300 Kunden in Deutschland und dem europäischen Ausland, darunter die RheinLand Versicherungsgruppe, die IDEAL-Gruppe, Magna Steyr AG und E.ON Ruhrgas.

inubit ist ein Akronym aus »integrating your business and IT«. Schon bei der Gründung der inubit AG 1999 lautete die Zielvorgabe, Informationstechnologie in den Dienst existierender Geschäftsprozesse zu stellen. Die inubit BPM-Suite, seit Ende letzten Jahres als Major Release 5.0 auf dem Markt, fungiert dabei als zentrale Schaltstelle, die plattform- und applikationsunabhängig die Integration unterschiedlichster Anwendungen, Datenformate und Prozesse erlaubt. Die konsequente Nutzung der Standardsoftware ermöglicht Unternehmen ein durchgängiges und medienbruchfreies Geschäftsprozessmanagement.

 

Eine moderne BPM-Suite vereint die bislang getrennt agierenden Bereiche BPM, BAM, EAI, SOA und WFM und sorgt so für eine vertikale Durchgängigkeit der Geschäftsprozesse. Damit lassen sich die spezifischen Anforderungen einer Branche ebenso wie brancheübergreifende Geschäftsprozesse bedienen.

 

Das Enterprise Portal fasst verschiedene Prozesse in einer einheitlichen Oberfläche zusammen und erlaubt die transaktionsorientierte Abarbeitung von einzelnen Prozessschritten in einer personalisierten Umgebung. In ein EP können nicht nur die eigenen Mitarbeiter und das Management, sondern auch Kunden, Lieferanten und andere Geschäftspartner rollenbezogen in die Abläufe eingebunden werden.

 

 

Die BPM-Suite vereint erstmals die am Markt bislang getrennt betrachteten Bereiche: Business Process Modeling (BPM), Enterprise Application Integration (EAI), Workflow Management (WFM) und Business Activity Monitoring (BAM).

Die BPM-Software deckt alle Phasen des Prozessmanagements ab. Sie ist von Beginn an als modular aufgebautes und dennoch durchgängiges Produkt für Business Process Management entwickelt worden.

Die Unterstützung aller BPM-Phasen wird mit der BPM-Suite erstmalig in einer vertikalen Durchgängigkeit realisiert. Damit werden die Unternehmen bei der Optimierung und Automatisierung ihrer Geschäftsprozesse durch standardisierte Software sowie zahlreiche fertige Lösungen unterstützt. Diese branchenspezifischen und branchenneutralen Lösungen basieren auf der BPM-Suite und bedienen die spezifischen Anforderungen einer Branche oder branchenübergreifend vorkommende Geschäftsprozesse.

Durch die effektive, plattform- und applikationsunabhängige Daten- und Prozessintegration erreichen Unternehmen signifikante Effizienzsteigerungen – und das zeitnah und mit einem schnellen Return on Investment.

 

 

Folgen Sie »manage it«

auf Google+


 


 


 

 

 
Copyright © 2003-2012  ap Verlag GmbH