20080304t Borland Gigatronik CCM

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Gigatronik erhöht die Qualität der Software-Entwicklung:

Versionierungs- und Änderungsprozesse automatisierent

Ob Bordnetzwerke, Software in elektronischen Steuergeräten oder Software für den Bordcomputer – Innovationen in der Automobilbranche finden heute mehrheitlich durch Software statt. Genau darauf ist die Gigatronik GmbH als Entwicklungsdienstleister im Bereich der Automobil-Elektronik und Informations-Technologie spezialisiert. Ein automatisiertes Konfigurations- und Änderungs-Management auf Basis von StarTeam unterstützt das Unternehmen effizient, die von Kunden aus der Automobil-Industrie verlangten hohen Qualitäts-Anforderungen bei der Software-Entwicklung zu erfüllen.

 

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utomobil und Elektronik wachsen immer mehr zusammen. Neue Fahrzeuge enthalten inzwischen eine Vielzahl elektronischer Helferlein, die Mensch, Fahrzeug und Umwelt intelligent miteinander verknüpfen.

Vor einer Markteinführung erproben Automobil-Hersteller ihre neuen Modelle zunächst auf der Basis funktionsfähiger Prototypen. Dabei ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass darin auch Software- und Elektronik-Produkte der Gigatronik GmbH verbaut sind. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Stuttgart ist auf Entwicklungsdienstleistungen im Bereich der Automobil-Elektronik und Informations-Technologie spezialisiert und beliefert namhafte Premium-Hersteller wie Audi, BMW Daimler oder Porsche sowie deren Systemlieferanten – vorwiegend mit Individual-Software. Dazu gehören Steuergerätesoftware, die Konfiguration von Betriebssystemen, Informations- und Analysesysteme mit Datenbanken, PLM-Systeme, Prüfsysteme und abteilungsübergreifende Prüfstände sowie On-Board- und Off-Board-Diagnose-Software.

Hohe Software-Qualität sichert Markterfolg

Der 2001 gegründete Mittelständler wächst rasant und beschäftigte Ende 2007 neben dem Hauptsitz in Stuttgart an Standorten in Köln, Ingolstadt sowie München bereits mehr als 350 Mitarbeiter.

»Ganz wesentlich für unseren Markterfolg ist, dass die Entwicklung von Software- und IT-Lösungen schon in der Prototypen-Phase auf Basis modernster Technologien erfolgt und mit den Entwicklungs-Zyklen der Premium-Hersteller Schritt hält«, erklärt Sven Sauerzapf, Leiter Diagnose/Informations- & Prüfsysteme bei der Gigatronik GmbH.

Ebenso wichtig sind umfassende Maßnahmen zum Qualitäts-Management und zur Qualitätssicherung bei der Software-Entwicklung. »ABS-Systeme oder die elektronische Stabilitätskontrolle müssen einwandfrei arbeiten und Diagnose-Systeme keine Antworten nach der Ursache einer Störung schuldig bleiben«, so Sven Sauerzapf,

Automatisierung sorgt für fehlerfreie Entwicklung

Seit 2003 steuert Gigatronik die Entwicklung neuer Software und neuer Systeme mithilfe von StarTeam von Borland als robuster, offener und flexibler Plattform, die auf Industrie-Standards wie Java basiert. Mit dem Werkzeug lassen sich unterschiedliche Entwicklungsphasen festhalten und fortlaufend aktualisieren. So kann der aktuelle Entwicklungs-Status einer Software jederzeit eingesehen werden.

»Durch das automatisierte Konfigurations- und Änderungs-Management überblicken wir sicher alle Versionen im Entwicklungs-Zyklus einer Software«, verdeutlicht Sven Sauerzapf. Dadurch werden mögliche Fehlerquellen wie die Arbeit mit einer bereits veralteten Version praktisch ausgeschlossen oder auf ein Minimum reduziert.

Der in Entwicklungsdateien hinterlegte Quellcode wird außerdem automatisch auf Fehler geprüft. Erkennt die Software fehlerhaften oder schadhaften Code, wird der Entwickler über eine Warnmeldung benachrichtigt und kann diesen umgehend ersetzen. Außerdem nutzen Entwickler oder Test-Ingenieure die Analyse- und Berichtsfunktionen, um den Fortschritt von Projekten zu verfolgen.

Kunden mit ins Boot holen

Unterstützt von StarTeam hat Gigatronik im Rahmen der Software-Entwicklung auch seine Prozesse zu Kunden effizienter und transparenter gestaltet. Ursprünglich schickten Kunden Änderungsanforderungen (Change Requests) zu einem Software-Projekt per E-Mail in einem Word-Dokument. Die Entwickler bei Gigatronik mussten diese Änderungen dann manuell in die Lösung übertragen, was die Möglichkeit von Übertragungsfehlern in sich barg.

Heute hinterlegen Kunden über einen vollständig in das Konfigurations- und Änderungs-Management-System integrierten Web Client fachliche Änderungen wie Masken- und Funktionserweiterungen, Datenänderungen sowie Fehlermeldungen direkt in der Lösung. Zugleich sehen sie jederzeit den aktuellen Bearbeitungsstatus ihrer Änderungen und Anfragen. »Indem wir die Kunden ins Boot holen, verbessern wir die Zusammenarbeit mit ihnen und erhöhen so die Kundenbindung«, erklärt Sven Sauerzapf. Realisiert hat der Mittelständler den Web Client mithilfe von Programmier-Schnittstellen, die StarTeam über das Software Developer's Kit (SDK) bereitstellt.

Der von Gigatronik auf Grundlage des SDK entwickelte Web Client ist aber nur eine von vielen Möglichkeiten, die Lösung individuell anzupassen und zu erweitern. Das ist eine der wesentlichen Stärken von StarTeam, wie das unabhängige Marktforschungs-Unternehmen Forrester Research in einer umfassenden Bewertung der Software herausfand.

Vollautomatisierter Check-Out und Check-In

Ist ein Entwicklungsprojekt abgeschlossen, lassen sich die fertigen Anwendungs-Programme vollautomatisiert erstellen. Dabei werden alle Daten zu einem Software-Projekt ausgecheckt, der Code kompiliert, die ausführbaren Programme über InstallShield zu einer Setup-Datei gepackt und als fertige Installationsroutine wieder in das Programm eingecheckt. Diese wiederum lässt sich dann auf einer CD oder DVD ausgeben.

Unterstützt wird dieser Prozess zusätzlich durch einen Buildserver mit eigener Ablaufsprache, der mit StarTeam verbunden ist. Damit lassen sich selbst hunderttausende von Dateien sowie große Datenmengen problemlos verarbeiten und verwalten.

Höherer Reifegrad für die Software-Qualität

Um effiziente Abläufe bei der Software-Entwicklung sowie eine gleich bleibend hohe Qualität der jeweils hergestellten Software sicherzustellen, wendet Gigatronik das Prozessmodell der Capability Maturity Model Integration (CMMI) an. Dabei handelt es sich um eine systematisch aufbereitete Sammlung von bewährten fachlichen Praktiken und fest definierten Anforderungen an eine gute Software-Entwicklung.

»StarTeam unterstützt uns hier bereits sehr wirkungsvoll«, stellt Sven Sauerzapf fest. »Doch wir wollen unsere am CMMI-Modell orientierten Entwicklungsabläufe weiter optimieren und verfeinern, um den nächst höheren Reifegrad zu erlangen. Dazu etwa müssen wir Projekte nach einem anpassbaren Standardprozess durchführen und eine kontinuierliche Prozessverbesserung etablieren.« Um dieses Ziel zu erreichen, setzt Gigatronik seit Oktober 2007 mit CaliberRM und Together auf zwei weitere Borland-Produkte.

Prozessgesteuerte Integration, effiziente Entwicklung

CaliberRM als Softwaretool für das Anforderungs-Management soll sicherstellen, dass die entwickelte Software sämtlichen Kundenerfordernissen gerecht wird. Der Mittelständler plant für das Anforderungs-Management überdies die Einführung standardisierter elektronischer Abläufe mit Kunden auf Basis des Austauschformates RIF (Requirement Interchange Format). Damit soll es künftig möglich sein, schon in der Anfangsphase von Software-Entwicklungsprojekten, etwa bei der Definition der Anforderungen, Dokumente und Lastenhefte verlustfrei auszutauschen.

Mit Together als grafischer Modellierungs-Plattform wiederum will der Mittelständler die Entwicklung neuer Anwendungen oder die Übernahme von Design-Informationen noch einfacher gestalten. Alle Tools arbeiten überdies dank einer Prozessgesteuerten Integration reibungslos zusammen. Dadurch lassen sich zum Beispiel Anforderungen aus CaliberRM mit einem UML-Diagramm aus Together und Source-Code aus StarTeam nahtlos miteinander verknüpfen und so die Software-Entwicklung noch effizienter steuern.

Matthias Zieger

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Matthias Zieger, Technology Consultant im Bereich Entwicklungsprozesse bei Borland

 

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