20080304v SAP SOA für KMU

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Entwicklungen und Trends der Mittelstands-IT

SOA für KMU

IT hält den Mittelstand flexibel, kundennah und schnell, das ist inzwischen herrschende Meinung. Aber wie lassen sich Geschäftsprozesse entsprechend schnell an veränderte Marktbedingungen anpassen – sind serviceorientierte Architekturen auch für KMU ein sinnvolles Konzept?

 

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ie überwältigende Mehrheit mittelständischer Unternehmen nutzt ITK-, Internet- und E-Business-Anwendungen, um ihre Geschäftsabläufe zu optimieren, die Kommunikation mit Kunden und Partnern zu verbessern sowie neue Geschäftsmodelle umzusetzen. Laut der Studie »eBusiness-Barometer 2007/2008« sind E-Business-Aktivitäten zunehmend ein Bestandteil auch der mittelständischen Unternehmensstrategie und werden somit als wichtiger Faktor für Unternehmenserfolg und Wettbewerbsfähigkeit angesehen.

Wie viel IT braucht der Mittelstand?

Viele kleinere und mittelständische Unternehmen sind zudem mit ihren Altsystemen, die häufig Insellösungen sind, nicht mehr glücklich. Den Status quo beizubehalten, ist vor allem im laufenden Betrieb zu teuer und kostet unter Umständen sogar die Wettbewerbsfähigkeit. Ganz generell stellt sich deshalb die Frage, wie viel IT der Mittelstand eigentlich wirklich braucht, und vor allem: Welche IT? Mittelständische Organisationen sind dynamisch, profitieren von kurzen, effizienten Entscheidungswegen und hoher Transparenz, von Flexibilität und Kundennähe samt enger Kundenbindung, vor allem von einer ausgeprägten Konzentration auf die jeweilige Kernkompetenz. Mehr als zwei Drittel aller Teilnehmer der Studie »Thinking Big: Midsize Companies and the Challenges of Growth« sind von der Notwendigkeit einer Integration von IT- und Geschäftsstrategie überzeugt. Die Studie wurde von dem Londoner Wirtschaftsforschungsinstitut Economist Intelligence Unit im Auftrag der SAP durchgeführt und sollte den IT-Nutzen im Mittelstand evaluieren. Ein weiteres Ergebnis: Wenn sich aus einer neuen, innovativen IT-Lösung betriebswirtschaftliche Vorteile ergeben, werden gerade auch in mittelständischen Unternehmen Technologietrends aufgegriffen.

Vor allem aber punkten Lösungen, die Geschäftsprozesse wirklich integrieren und die einfach zu bedienen sind. Denn neben dem Erfolg vieler Unternehmen stehen große Herausforderungen: So müssen mittelständische Firmen genauso viel Komplexität bewältigen wie große Unternehmen; sie kämpfen mit sinkenden Margen und steigenden Kosten. Sie müssen unternehmensübergreifende Betriebsabläufe integrieren, um mit ihren Partnern, Lieferanten und Kunden eng zu kooperieren. Um ihre Innovationskraft zu erhalten, die Kosten zu senken und den Anforderungen einer vernetzten Wirtschaft zu entsprechen, verlangt es moderne Technologien, die ihnen helfen, die Herausforderungen zu bewältigen.

Insbesondere der deutsche Mittelstand hat ein sehr ausgeprägtes Profil. Es gibt über zwei Millionen Kleinunternehmen und ca. 35.000 größere mittelständische Unternehmen (mit 100 und mehr Mitarbeitern), die sich auf zwei Dutzend Branchen verteilen. Der Mittelstandsmarkt ist also nicht homogen – die Vielfalt der Branchen, Unternehmen und Geschäftsmodelle führt zu unterschiedlichsten Anforderungen der Kunden.

Übereinstimmend allerdings verlangen sie nach einer möglichst umfassenden Abdeckung typischer betriebswirtschaftlicher und branchenspezifischer Kernprozesse, zu günstigen Preisen und mit möglichst geringem Schulungsaufwand. Die Lösung sollte schnell einsetzbar und erweiterbar sein. Auch sollten die Gesamtbetriebskosten kalkulierbar und möglichst gering sein.

Lösungen auf drei Säulen

SAP bietet deshalb ein Lösungsspektrum, das auf drei Säulen basiert, um die Vielfalt des Mittelstands und seine Anforderungen abzudecken. Das bisherige Produktportfolio, bestehend aus SAP Business All-in-One für mittelgroße und SAP Business One für kleinere Unternehmen, wurde dabei im Jahr 2007 durch SAP Business ByDesign ergänzt: Dies ist eine völlig neue ERP-Komplettlösung zur Steuerung des gesamten Unternehmens, die vollständig »On-Demand« eingesetzt werden kann. Die »Geschäftslösung aus der Steckdose« wurde auf Basis einer serviceorientierten Architektur für Geschäftsanwendungen (Enterprise SOA) und entlang integrierter Geschäftsprozesse von Grund auf neu konzipiert und entwickelt. SOA spielt also jetzt auch für den Mittelstand eine Rolle – auch wenn er sich um die Technologie dieses Konzepts nicht kümmern muss. Er profitiert von der Modularität und Flexibilität dieser Architektur.

Die Software wird als Abonnement bezogen und nicht per Lizenz erworben; Wartung, Updates und Problembehandlung erfolgen bei SAP, die als Hostingpartner fungiert. Die Kosten für Wartung und Updates sind in dem Abopreis schon enthalten. SAP Business ByDesign kann Online für die eigenen Anforderungen konfiguriert werden und ist damit schnell einsatz- und vor allem anpassungsfähig. SAP Business ByDesign bildet alle wichtigen Kernprozesse mittelständischer Unternehmen umfassend ab und sorgt für transparente Prozesse im ganzen Unternehmen – im Management von Kundenbeziehungen, bei der Steuerung von Projekten, Lieferanten und Lieferketten, in der Finanz- und Personalwirtschaft, bei der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften (Compliance) oder bei strategischen Geschäftsentscheidungen. Integrierte Lernfunktionen und eine neue Benutzerführung erleichtern die Bedienung erheblich und senken die Aufwendungen für die Schulung der Anwender.

Sämtliche von SAP betriebenen Kundensysteme laufen im sogenannten »Mega-Tenancy-Modus« und damit auf voneinander getrennten Datenbank-Instanzen. Das Zusammenspiel mit neuesten Kontrollsystemen gewährleistet größtmögliche Sicherheit der Daten und Schutz vor unbefugtem Zugriff. Außerdem sorgen zwei unabhängige Backup-Systeme für Ausfallschutz und ständige Verfügbarkeit.

Viele kleine Unternehmen möchten ihre grundlegenden Unternehmensprozesse in einer eigenen IT-Anwendung abbilden und benötigen darüber hinaus keine hoch komplexen Geschäftsprozesse. Hier ist SAP Business One, die Mittelstandslösung für Unternehmen mit 10 bis 100 Mitarbeitern, eine ideale Lösung. »Eine integrierte Anwendung statt vieler Module« lautet die Devise, für Finanzwesen, Vertrieb, Service, Lagerverwaltung und Montagesteuerung. Partner bieten mannigfaltige Zusatz- und Branchenerweiterungen. Die meisten der weit über 17.000 Kunden kommen aus den Bereichen Fertigung, Handel und Dienstleistung.

Wer hingegen tiefe, branchenspezifische Funktionen abbilden muss und Technologie zudem als Wettbewerbskriterium versteht, sollte sich für SAP Business All-in-One entscheiden. Die Software basiert auf SAP ERP und SAP NetWeaver – und setzt damit ebenfalls das Konzept einer serviceorientierten Architektur für Geschäftsanwendungen (Enterprise SOA) um. Vorkonfigurierte branchenspezifische Prozesse erleichtern die Einführung und senken die Gesamtbetriebskosten. SAP All-in-One-Lösungen ermöglichen es, Geschäftsprozesse branchenspezifisch zu verwalten, neue Wertschöpfungspotenziale zu erschließen, Umsätze zu steigern, Innovationen zu fördern sowie die Effektivität von Vertriebs- und Marketingkampagnen zu erhöhen.

Tanja Charrier

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Tanja Charrier ist Autorin und Beraterin in Frankfurt am Main

 

 
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