20080304y Lawson ERP für Rollenfertigung

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Branchensoftware und Standardlösung

Gemeinsam im Team für die Rollenfertigung

Die Surteco AG ist mit einem Weltmarktanteil von fast 60 Prozent bei Kantenstreifen für die Möbelindustrie einer der weltweit führenden Spezialisten für Oberflächenmaterialien auf Papier- und Kunststoffbasis. Zusammen mit ihrem ERP-Partner konnte die Surteco Unternehmensgruppe eine zentral organisierte IT auf Basis einer Standardsoftware aufbauen und das, ohne die Flexibilität ihrer einzelnen Unternehmen aufzugeben.

 

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ie Ursprünge der heutigen Surteco AG liegen in den familiengeführten Mittelstandsunternehmen Bausch und Linnemann. 1999, als die beiden Unternehmen unter das gemeinsame Dach der BauschLinnemann AG zusammengeführt wurden, waren sie längst fest etablierte Größen im Markt und blickten auf eine erfolgreiche Geschichte zurück. Im Zuge der Integration der Döllken Gruppe, die auf die Herstellung extrudierter Kunststoffprodukte spezialisiert ist, erfolgte 2001 die Umfirmierung in Surteco AG. 2004 wurden innerhalb der Surteco AG die Unternehmen Bausch GmbH und Robert Linnemann GmbH zur BauschLinnemann GmbH zusammengeführt. Die BauschLinnemann GmbH produziert am Standort Buttenwiesen-Pfaffenhofen (vorher Sitz der Bausch GmbH) und in Sassenberg (vorher Sitz der Robert Linnemann GmbH) Beschichtungsmaterialien auf Papierbasis von Rolle auf Rolle für die Möbelindustrie.

Die Zusammenarbeit mit Lawson begann 1998 mit Bausch in Buttenwiesen-Pfaffenhofen. Alle Unternehmensprozesse wurden hier zuvor von selbst entwickelten Systemen gesteuert, die von externen Programmierern erstellt und im Laufe der Zeit fortwährend modifiziert und angepasst worden waren. Die Unternehmensführung wollte diese alten Systeme durch ein Standardpaket und eine einheitliche Plattform für alle Mitarbeiter ablösen. Zudem bestand die Jahr-2000-Problematik, die ebenfalls gelöst werden musste. Dies war ausschlaggebend, nach einer Lösung zu suchen und im Zuge dessen Angebote von SAP, Lawson, SoftM, Sage MAS und Tieto Enator einzuholen.

Branchenlösung der rollenfertigenden Industrie

Mit seinen Oberflächenmaterialien auf Papierbasis gehörte Bausch zu den rollenfertigenden Unternehmen. Deshalb war es besonders wichtig, dass die neue Lösung die besonderen Branchenanforderungen der rollenfertigenden Industrie unterstützt. Dazu gehören unter anderem das Handling in mehreren Maßeinheiten oder eine integrierte Schnittoptimierung, um Verluste beim Zuschnitt zu vermeiden.

»SAP war für uns alle eigentlich von Beginn an kein Thema«, so Friedrich-Wilhelm Schweer, IT Manager/IT Leitung bei Surteco. »Wir sind im Mittelstand ansässig und wollten keinen Anbieter, für den wir nur eine Nummer in einer Liste sind.« Und er fügt hinzu: »Letztendlich überzeugt hat uns dann Lawson. Wichtig waren für uns eben diese branchenspezifischen Funktionen, die uns zum damaligen Zeitpunkt und auch heute noch nur Lawson bieten konnte. Entscheidend war für uns auch die Möglichkeit, internationale Unternehmen mit anbinden zu können, so zum Beispiel unser Tochterunternehmen in Burnley, Großbritannien«.

Kernstück der Implementierung und ausschlaggebend für die Entscheidung war Lawsons M3 ACP Attribute Controlled Processing, eine dediziert branchenspezifische Lösung für die rollenfertigende Industrie, d.h. für Fertigungsunternehmen der Papier-, Kunststoffplatten- und -folien-, Laminat-, Glas-, Blech- und Teppichbranche. Lawson M3 ACP bietet das Handling von Rollen und Bögen parallel in mehreren Maßeinheiten. Kunden können so ihre Bestellungen in Meter, Kilogramm, Bogen oder sonstigen Einheiten aufgeben, so wie es für sie am einfachsten ist.

»Das hat uns weder SAP noch der Papierspezialist Tieto Enator bieten können«, so Schweer. »Durch die integrierte Schnittoptimierung können die Rollen flexibel und exakt berechnet werden, so dass beim Zuschnitt kaum noch Verluste entstehen. Die Referenzen, die Lawson in der rollenfertigenden Industrie bereits aufweisen konnte, waren ebenso ausschlaggebend. Was nützt uns die beste Lösung, wenn der Anbieter unsere Branche und unsere Probleme nicht versteht? Lawson kannte unsere Anforderungen bereits und hat von Anfang an unsere Sprache gesprochen«, fasst Schweer zusammen.

Mit integriert in die neue Lösung war auch das Attributhandling, eine branchenspezifische Lösung für alle Unternehmen, die wie die rollenfertigende Industrie sortierte Produkte herstellen. Damit können den Produkten neben Artikelnummern auch verschiedene Attribute hinzugefügt werden. So sind weniger Artikelnummern nötig und das Angebot für die Kunden wird übersichtlicher. Zudem lassen sich Varianten eines Produktes erstellen, ohne dass für jede einzelne Variante eine neue Artikelnummer angelegt werden muss. Damit wird ermöglicht, anhand der Attribute Preise dynamisch zu kalkulieren.

»Es gibt kaum Anbieter auf dem Markt, die derart spezifische Funktionen anbieten«, so Schweer. »Und wir sind froh, Lawson gefunden zu haben.«

Von 1999 bis 2013

Unterzeichnet wurde der Vertrag mit Bausch im November 1998. Im Januar 1999 ging das Projekt dann an den Start, und bereits Anfang 2000 konnte der Echtbetrieb aufgenommen werden. Dazwischen lagen eine interne Werks-Ausgliederung und damit eine Projektabtrennung, die noch vor dem GoLive in der Zentrale fertig gestellt wurde. Zudem wurde während des Projekts ein Releasewechsel von der ursprünglich geplanten Version Movex 9 auf Movex 10 durchgeführt.

»Bei der Implementierung kam es sowohl aus externen als auch aus internen Gründen zu einer leichten Verzögerung von etwa drei Monaten«, so Schweer. »Der Releasewechsel war eigentlich nicht geplant, ebenso wenig wie die Werksausgliederung. Hinzu kamen später weitere Firmenzukäufe. Im Zuge des Projektes hat Lawson auch speziell einige zusätzliche Investitionen in die ACP-Softwarelösung getätigt und diese auf uns zugeschnitten.«

2004 erfolgte dann der nächste Rollout in Sassenberg, wo bis dahin ebenfalls mit selbst entwickelter Software gearbeitet worden war. Implementiert wurden zuerst der Vertrieb und die Finanzbuchhaltung, es folgten Produktion, Einkauf, Lagerverwaltung sowie Versand.

Im Moment nutzen etwa 600 Mitarbeiter der Surteco Gruppe das M3 Release 12.6, die meisten davon bei der BauschLinnemann GmbH. Das Gesamtsystem läuft auf einer AS/400 iSeries von IBM. »Auch mit unserer Hardwareplattform sind wir sehr zufrieden«, so Schweer. »In der ganzen Zeit hatten wir nur ein einziges Mal ein Problem. Und dabei hat uns dann IBM schnell und äußerst effizient geholfen.«

Heute übernimmt Surteco die Anbindung neuer Standorte zum großen Teil selbstständig und schult seine neuen User über sogenannte Key User selbst. Die Surteco AG fertigt ihre Produkte weltweit an 14 Standorten auf vier Kontinenten. An weiteren 13 Standorten unterhält der Konzern Vertriebsniederlassungen. Derzeit werden die Standorte in Australien und Frankreich angebunden, 2008 soll China hinzukommen.

»Unsere Zusammenarbeit mit Lawson ist sehr gut und definitiv langfristig ausgelegt«, so Schweer. »Wir haben große Pläne. Bis 2013 wollen wir M3 bei Surteco komplett mit allen 2.000 Usern in Betrieb haben. Und auch das Upgrade auf Java steht auf unserem Plan.«

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