20080708e Lixto Web-Prozess-Integration in der Lieferkette

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Web-Prozess-Integrationslösungen automatisieren die Kommunikation in der Supply Chain

B-to-B-Geschäftsprozesse einfach(er) verbinden

Schneller, kostengünstiger und zuverlässiger: Wie Unternehmen die Daten aus Web-Applikationen direkt in ihre Unternehmensprozesse integrieren können.

  

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ine der größten wirtschaftlichen und technischen Aufgaben besteht für Unternehmen in den nächsten Jahren darin, ihre Web-basierten Geschäftsprozesse schneller, kostengünstiger und zuverlässiger abzuwickeln.

In der Automobilindustrie ist die elektronische Geschäftsabwicklung über solche Web Portale bereits weit fortgeschritten und längst zum Standard geworden. Ferner ist als klarer Trend zu beobachten, dass die Firmen auch im Logistikbereich, im Hinblick auf Bedarf oder Vendor Managed Inventory (VMI), in Zukunft immer mehr von den herkömmlichen EDI (Electronic Data Interchange) Anwendungen auf Web Portal Prozesse umsteigen werden. Denn EDI ist im Vergleich zu Web Portal Prozessen schlichtweg zu teuer. Toyota, zum Beispiel, hat diesbezüglich seine Supply Chain bereits vorab informiert.

  

Automatisierter, bidirektionaler Datenaustausch zwischen Kundenportalen und Unternehmensanwendungen durch »Front-End« Integration.

 

Um den wachsenden Aufwand zu bewältigen, regelmäßig bei vielen Kunden immer mehr Portale zu pflegen und auch bei zusätzlich auftretenden Ereignissen wie Qualitätsproblemen oder neuen Lieferanfragen schnell reagieren zu können, setzen einige Automobilzulieferer Softwarelösungen ein.

Manche leistungsfähige Lösungen minimieren nicht nur den Arbeitsaufwand der Web-Portal-Prozesse, indem sie manuelle Vorgänge automatisieren. Vielmehr können Unternehmen damit außerdem die Daten direkt in ihre internen Backend-Systeme integrieren und erhalten so einen einheitlichen Überblick über die Daten aus Kundensicht. Auf diese Weise können die Firmen sowohl SOA(Service-orientierte Architektur)-basierende Geschäftsprozesse errichten als auch Business-Intelligence-Anwendungen und Scorecards mit tagesaktuellen Daten füttern.

 

 

Basierend auf der Lixto Web Process Integration Plattform werden fertige Services angeboten, die für definierte Portale, Prozesse und Enterprise Applikationen eine standardisierte Integration bieten.

 

Eine solche Lösung zur automatischen Web Prozess Integration bietet beispielsweise der Softwareanbieter Lixto an. Das besondere daran ist, dass die Lösung auch Daten von hoch dynamischen Websites automatisch extrahieren kann und diese Daten in unternehmensweite Backend Systeme integriert. Damit können Zulieferer den direkten Austausch geschäftskritischer Daten zwischen Kunden Web-Portalen mit ihren eigenen ERP-, PLM-, CRM-, CAQ-, etc. Anwendungen automatisieren. Die Unternehmen erreichen so eine zuverlässige, kosten- und zeitsparende Integration von Daten der jeweiligen Web-Quelle direkt in ihre internen Prozesse.

Ermöglicht eine SOA-basierte Supply Chain

Des weiteren kann die Lösung auch die SOA-Strategien eines Unternehmens unterstützen, indem sie über ein Web-Frontend integrierte, auf SOA basierende Geschäftsprozesse ermöglicht. Auf diese Weise lassen sich die nicht SOA-fähigen Internetquellen und Anwendungen mit bereits SOA-fähigen Applikationen, wie beispielsweise SAP NetWeaver, verbinden.

 

 

Über die Lixto Web Process Integration Plattform wird beispielsweise die SAP Logistik Lösung über die Services »Lieferavis/Lieferabruf« mit den Zulieferportalen der OEMs bi-direktional gekoppelt. Alternativ können andere Unternehmenslösungen über Webservice Schnittstellen angesprochen werden.

Im Fall einer SOA basierten Anbindung wird von Lixto für die Datenübergabe ein Webservice aufgerufen, das durch die SAP XI Plattform zur Verfügung gestellt wird. Innerhalb der SAP XI Plattform werden die Daten transformiert und für die Verarbeitung durch die SAP Applikation aufbereitet. Ebenso wird im Fall der Rückleitung von Daten aus der SAP Applikation an die externe Web Applikation von Lixto eine Webservice Schnittstelle angeboten. Alternativ kann die Integration auch über SAP JCo mit IDocs erfolgen.

Zu den Automobilzulieferbetrieben, die solche Lösungen einsetzen, zählen global agierende sowie mittelständische Unternehmen. Der ZF-Konzern zum Beispiel nutzt die Lösung in mehreren Unternehmensbereichen im Qualitätsmanagement. ZF hat die Interaktion mit OEM-Kundenportalen automatisiert und verarbeitet Qualitätsberichte, Reklamationen, Normen, etc. weltweit in Echtzeit. Als weitere Anwendungsfelder gelten beispielsweise die Auftragsabwicklung, wo es um das Aktualisieren von Web-Preisabschlussdaten geht, oder die automatische Abwicklung von Logistikprozessen.

Die Unternehmen profitieren insgesamt von Zeit- und Ressourceneinsparungen, eine verbesserten Datenqualität und eine höheren Transparenz. Für das Qualitätsmanagement eines Zulieferers besteht etwa der Vorteil darin, dass es schneller einen Überblick über die Gewährleistungslage erhält und rascher reagieren kann, um auftretende Reklamationen abzuarbeiten.

Da die Qualitätsmanager ihre Berichte nun tagesaktuell und automatisch aus den Kundenportalen erhalten, ohne sich dort einloggen zu müssen, kann im Unternehmen insgesamt viel Zeit gespart werden.

So belegen beispielsweise Erfahrungswerte im Qualitätsbereich Produktsicherheit, dass der benötigte Zeitaufwand pro Mitarbeiter auf den Kundenportalen – wie etwa GM, BMW oder Ford – um den Faktor 6 bis 8 verringert worden ist. Anstelle von durchschnittlich 68 min pro Tag verbringt der Mitarbeiter nur noch 11 min täglich mit der Datenerfassung. Bei einem Kostensatz von 50 Euro pro Stunde ergibt das eine Kosteneinsparung von 10.451 Euro pro Mitarbeiter im Jahr.

Neben der durchgängigen Integration der Daten aus den Web-Portalen in unternehmensinterne Systeme gehört deren weitere Auswertung in Business Intelligence-Tools zu den strategischen Anwendungen.

Scorecards für das Top-Management

In der Automobilindustrie beispielsweise bewerten die OEM ihre Zulieferer monatlich anhand von Scorecards, die ebenfalls auf dem OEM-Portal stehen. Da diese Bewertungen, PPM-Scorecards (Parts per Million) und Reklamations-Scorecards, die wirtschaftliche Basis für die künftige Zusammenarbeit einschließlich der Preisverhandlungen beeinflusst, müssen sie von jedem Zulieferer auf ihre Richtigkeit überprüft werden.

Jeder Bereichsleiter eines Zulieferunternehmens benötigt jeden Monat eine detaillierte Auswertung, wie es sich mit der Qualitätslage und den Qualitätsdaten in seinen Werken verhält. Dabei müssen Scorecards jeweils für jede einzelne Produktgruppe, in jedem Werk und für die jeweiligen OEMs aufgeschlüsselt werden.

Um einen kompletten Überblick über die Qualitätslage über alle Kunden zu bekommen, dauert es bei einer manuellen Vorgehensweise oft bis zu zehn Tagen – manchmal sogar länger. Im Vergleich dazu benötigt ein Unternehmen beim Erstellen der monatlichen Scorecards mit einer Lösung wie beispielsweise Lixto im Idealfall nur wenige Minuten.

Ein Zulieferer, der die relevanten Daten der Portale tagesaktuell, jederzeit online abrufbereit hat, besitzt ein wertvolles Controlling-Instrument, und damit ein Frühwarnsystem. Auf diese Weise kann ein Unternehmen zum Beispiel im Qualitätsmanagement die Anlaufkurven von Reklamationen erkennen und somit die zukünftige Entwicklung für seine Produkte einschätzen.

Dr. Marcus Herzog

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Dr. Marcus Herzog, VP Product Management & Marketing, Lixto Software GmbH

 

Web-Portale zur Abwicklung des elektronischen B2B-Geschäftsverkehrs

In immer mehr Branchen wie zum Beispiel in der Automobil- oder der Konsumgüterindustrie wird die Kommunikation zwischen den Endanbietern/Herstellern und ihren Zulieferern über Web Portale geregelt. Zumeist dominieren die Hersteller aufgrund ihrer Marktposition ihre Lieferkette. Für die Zulieferer, die also zur Nutzung der Web Portale verpflichtet sind, kommt erschwerend hinzu, dass die Anzahl dieser Portale in den Bereichen Qualität, Logistik, Vertrieb, Engineering, etc. immer weiter zunimmt und die Informationsdichte auf jedem einzelnen Portal immer höher wird. Die jeweiligen Daten müssen dann in die eigenen Anwendungen eingepflegt werden.

 

 

Wie sich Daten und Informationen aus dem Web automatisiert herausholen und weiterverarbeiten lassen

Das World Wide Web kann als die größte uns bekannte Datenbank betrachtet werden. Indes ist das heutige Web großteils auf die Präsentation für menschliche Benutzer ausgelegt und besteht aus sehr heterogenen Datenbeständen. Da zudem im Web die Möglichkeiten fehlen, Informationen strukturiert und aus verschiedenen Quellen aggregiert abzufragen, ist das heutige Web für die automatische maschinelle Verarbeitung nicht geeignet. Um Webdaten dennoch effektiv nutzen zu können, hat Lixto eine Lösung entwickelt, mit der diese Daten automatisch extrahiert, aggregiert und unternehmensweit genutzt werden können.

 

 

Kurzporträt Lixto

Lixto Software bietet Web Intelligence-Lösungen für die Suche, Aggregation und Integration von webbasierten Daten in Echtzeit, um Unternehmen und Endanwendern zu besseren Entscheidungen sowie Wettbewerbsvorteilen zu verhelfen. Die Lösungen und Services von Lixto kommen in den Anwendungsbereichen Metasearch, Online Market Intelligence und Web Process Integration zum Einsatz. Fakten und Zahlen über Märkte, Lieferanten, Kunden sowie Mitbewerber lassen sich so schneller, präziser und kostengünstiger gewinnen. Unternehmen profitieren von Lixto, indem sie ihre webbasierten Geschäftsprozesse automatisieren.

Die Lixto Software GmbH mit Sitz in Wien wurde 2001 als Spin-Off der Technischen Universität Wien gegründet. Zu den Kunden von Lixto zählen global agierende Unternehmen aus der Automobil-, Tourismus-, E-Commerce- und IT-Branche; darunter beispielsweise ZF Friedrichshafen, ThyssenKrupp Presta, Voss Automotive, hotel.de, die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT), die Verbund AG und SAP. www.lixto.com

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