20080708xc NIIT IT-Offshoring-Projekte

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Mittelständische Tugenden: Enge Zusammenarbeit und Kommunikation steigern den Erfolg von IT-Offshoring-Projekten

Ein globales Thema

Kaum ein Wirtschaftsthema wird derzeit so intensiv und lebhaft in der Fachwelt diskutiert wie das IT-Offshoring. Viele Unternehmen interessieren sich für den möglichen Nutzen und die vielschichtigen Chancen dieses ökonomischen Konzepts. Dabei steigen sie aus unterschiedlichen Positionen in die öffentliche Diskussion ein. Während eine ganze Reihe von Unternehmen bereits erkannt hat, dass Offshoring signifikante Kostenvorteile und die Lösung vorhandener Kapazitäts- und Projektengpässe bedeuten kann, befürchten andere, dass sprachliche und kulturelle Barrieren einem effektiven Offshoring in Deutschland entgegenstehen könnten.

 

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ie kann Offshoring in Deutschland am besten funktionieren? Um diese Frage zu beantworten muss man sich tiefgehend und professionell mit den Facetten dieses Themas befassen und einen Blick über den eigenen Tellerrand hinaus wagen, beispielsweise in die USA oder nach Großbritannien. Dort gehen Unternehmen mit dem Thema IT-Offshoring wesentlich sachlicher um und lagern nur solche IT-Bereiche aus, bei denen dies nachweislich vorteilhaft ist. Deutsche Unternehmen, die sich mit dem Thema IT-Offshoring nicht hinreichend auseinandersetzen, vergeben durch ihre Untätigkeit potenzielle Wettbewerbsvorteile. Global operierende Großunternehmen, allen voran die großen IT-Dienstleister, bauen bereits heute ihre Offshore-Kapazitäten drastisch auf. Mittelständische Unternehmen in deutschsprachigen Ländern werden allerdings durch die hohe Komplexität und die vielen scheinbar unwägbaren Risiken von Offshore-Projekten abgeschreckt. Eine fundierte Grundlagenbetrachtung des IT-Offshorings, praxisnahe Diskussionen und ein konkretes Vorgehensmodell könnten Auswege darstellen, um die hohen Einstiegshürden zu umschiffen.

Wettbewerbsdruck führt zu verstärkter Konzentration

Konzerne und Unternehmen haben in den vergangenen 30 Jahren weltweit einen spürbaren Wandel durchlaufen. Während Unternehmen noch in den 80er Jahren bis in die frühen 90er Jahre Wert auf eine breite Ausrichtung der Unternehmenstätigkeiten legten, ist heute eine verstärkte Konzentration der Unternehmen auf ihre Kernkompetenzen zu erkennen. Unternehmen suchen fortlaufend nach neuen Möglichkeiten, um ihre Geschäftstätigkeiten profitabel zu gestalten. Gerade bei Softwareprojekten macht sich Kostendruck bemerkbar: Statistisch betrachtet scheitern mehr als die Hälfte aller Softwareprojekte in Deutschland am hohen Kostendruck als Folge der Globalisierung von Absatz- und Beschaffungsmärkten sowie den ständigen Eintritt neuer Konkurrenten in diese Märkte. Stellt sich die deutsche Volkswirtschaft dieser Herausforderung nicht in ausreichendem Maße und auf Basis professioneller Konzepte, so geht ihr ein immenses Potenzial verloren. Eine weitere Gefahr besteht darin, dass die notwendigen Innovationen ausbleiben, die ein Hochpreisland wie Deutschland zur Aufrechterhaltung seines hohen Lebensstandards benötigt.

IT-Offshoring birgt Vorteile

Ein wesentlicher Vorteil, den IT-Offshoring mit sich bringt, ist die Erweiterung der Ressourcen, über die der Auftraggeber verfügen kann. Dabei ist es wenig Erfolg versprechend, nach dem Motto »Alles auf einmal und sofort!« vorzugehen und die gesamte IT an einen Offshore-Dienstleister auszulagern – Projekte nach dieser Vorgehensweise sind zum Scheitern verurteilt. Sinnvoller ist es, allen Beteiligten Zeit zu lassen, sich aufeinander einzustellen und daher zunächst einzelne Teilbereiche der IT auf den Dienstleister zu übertragen. Beispielsweise besteht die Möglichkeit, zunächst wiederkehrende, manuelle Aufgaben an den Dienstleister zu geben, so werden intern Kapazitäten frei, und der Auftraggeber kann seine Mitarbeiter in strategischen Funktionen einsetzen statt sie in operativen Aufgaben zu binden. Im weiteren Verlauf der Zusammenarbeit werden dem Dienstleister dann immer komplexere Aufgabenstellungen und Aufgabenbereiche überantwortet. Dies führt durch die Konzentration auf die eigenen Kompetenzen letztendlich auch zu einer Einsparung von Kosten, und es entsteht ein partnerschaftliches Verhältnis, das auf gegenseitigem Verständnis für Anforderungen und Arbeitsweise beruht.

Auch die hohe Qualität der Leistungen spricht für Offshoring – obwohl sich in den Köpfen hartnäckig die Überzeugung hält, man müsse etwas selbst tun, wenn man es richtig machen wolle. Zertifizierungen nach internationalen Standards, beispielsweise SEI CMMi oder ISO, garantieren einen hohen Grad an Qualität und bieten Orientierung bei der Wahl eines Anbieters.

Erfahrene Dienstleister lotsen durch den komplizierten Prozess

In der Praxis wurde eine Vielzahl von Sourcing-Modellen entwickelt, und verwirrenderweise wird oft für ein und dasselbe Konzept eine Reihe unterschiedlicher Bezeichnungen verwendet. Um sich im Dschungel dieser zahlreichen Methoden und Begrifflichkeiten zurechtzufinden und um sich und sein Unternehmen vor negativen Erfahrungen zu schützen, kommt einem erfahrenen Dienstleister eine große Bedeutung zu.

Die Stuttgarter NIIT Technologies GmbH bietet in den Bereichen der Anwendungsentwicklung, IT-Security und IT-Infrastruktur ein besonders interessantes Modell, welches sich vor allem auch an Mittelständler richtet. Hinter dem sogenannten Dualshore-Modell steht das Bild einen stufenlos verschiebbaren Reglers zwischen den beiden Polen »Offshore« und »Made in Germany«: Jedes Projekt wird individuell auf die Anforderungen des Kunden zugeschnitten, der Anteil der Onsite- und Offshore-Aktivitäten ist dabei frei skalierbar. Beispielsweise kann die Konzeption onsite und die Entwicklung offshore erfolgen, aber es ist auch möglich, einen Teil der Entwicklung onsite oder nearshore durchführen zu lassen. Auch ist die rasche Reaktion auf veränderte Anforderungen an die IT möglich, da über den Dienstleister schnell hochqualifizierte Mitarbeiter verfügbar sind und der langwierige Rekrutierungsprozess entfällt. So bietet das Dualshore-Modell von NIIT Technologies einen hohen Grad an Flexibilität. Zudem bergen Projekte in diesem Modus aufgrund der Verträge nach deutschem Recht und der deutschen Onsite-Mitarbeiter deutlich weniger Risiken.

Grundsätzlich kann sich die Auslagerung von Leistungen im IT-Kontext auf alle Bereiche, Ebenen, Phasen und Tätigkeiten eines Unternehmens beziehen, in denen Informationstechnologien zum Einsatz kommen. So betreut NIIT Technologies nicht nur Kunden auf sämtlichen Kontinenten, sondern auch aus verschiedenen Branchen, unter anderem aus den Bereichen Banken, Versicherungen, Transport, Logistik und Handel. Ein prominentes Beispiel eines deutschen Unternehmens, das bereits seit Jahren Forschungs- und Entwicklungsaufgaben nach Indien vergibt, ist der IT-Dienstleister der Deutschen Bahn, DB Systel, der NIIT Technologies als strategischen Partner in diesem Bereich ausgewählt hat. Aber nicht nur große Unternehmen, sondern auch ein Mittelständler wie die Branchen Versicherung Schweiz gestaltet seinen Außendienst mit einer neuen, maßgeschneiderten Lösung von NIIT Technologies effizienter.

Selektive Problemwahrnehmung beim Offshoring

Oftmals bringen simple Fehleinschätzungen Unternehmer von einer Entscheidung zugunsten von IT-Offshoring ab. Speziell deutsche Unternehmen gehen das Thema Offshoring oft mit einer selektiven Wahrnehmung an. Einige haben selbst schon negative Erfahrungen mit Offshore-Anbietern gemacht, andere haben von gescheiterten Projekten gelesen oder gehört. Vor allem Berichte von Problemen durch sprachliche und kulturelle Unterschiede schüren die Angst deutscher Unternehmer vor unabsehbaren Komplikationen und mehren die Skepsis gegenüber Offshore-Projekten. Doch Schwierigkeiten werden nicht unbedingt ausschließlich vom Offshore-Dienstleister verursacht. Vielmehr projizieren deutsche Unternehmen oftmals ihre eigenen Schwächen auf den ausländischen Partner.

Laut Boris Blumenstein, Head of Business Development D/A/CH der NIIT Technologies GmbH, wird dieses Phänomen besonders beim Thema Sprache und Kommunikation deutlich. »Viele deutsche Kunden beklagen sich, es gäbe in der Zusammenarbeit mit Indien eine große Sprachbarriere. Zu Unrecht schieben sie dabei meist den indischen Fachkräften den Schwarzen Peter zu«, erklärt Blumenstein. »Da die meisten Inder mit Englisch wie mit ihrer Muttersprache umgehen können, ist die wahre Sprachbarriere im Schwerpunkt im eigenen Hause zu finden. Viele deutsche Unternehmer haben nicht die Fähigkeit, mit Englisch als Projektsprache hinreichend gut umzugehen.«

Indische Dienstleister benötigen klare Vorgaben

Neben der Sprache ist laut Blumenstein oftmals eine nicht ausreichend klare Spezifikation der Anforderungen der Grund, warum ein Offshoring-Projekt nicht optimal läuft. »Die indischen Geschäftspartner deutscher Unternehmen sind eigentlich extrem gut strukturiert. Allerdings benötigen sie klare Vorgaben. Hierbei handelt es sich meist nicht um den vielzitierten ‚Metacode‘, sondern um ganz banale Dinge, wie beispielsweise eine Richtlinie, gegen welche Testfälle eine Applikation abgenommen wird«, sagt Blumenstein. Die Notwendigkeit, besonders klare Vorgaben zu liefern, sind deutsche Unternehmer jedoch oft nicht gewohnt. Viele Firmen arbeiten über Jahre oder sogar Jahrzehnte mit den gleichen Dienstleistern zusammen, so dass nur noch minimale Absprachen erforderlich sind, wenn überhaupt. Beim Verlagern von Produktionsbereichen an ausländische Dienstleister muss diese Verfahrensweise verändert und neu strukturiert werden.

»Amerikanische und britische Unternehmen sind uns in Punkto präzise Vorgaben bereits ein gutes Stück voraus«, erklärt Blumenstein. »Sie sind viel besser in der Lage, klar zu spezifizieren, was sie von ihrem ausländischen Dienstleister wollen. Unternehmen sollten sich generell nicht darauf festlegen, Offshore-Partner zu suchen, deren Arbeitsweise sich von vorneherein exakt mit ihrer eigenen Vorstellung deckt. Stattdessen sollte man sich aufeinander zu bewegen und gegenseitig voneinander lernen.«

Der Weg zur schlanken und effizienten IT muss nicht kompliziert sein. Man muss lediglich exakt wissen und definieren, wohin man will.

Professionelle Konzepte bewahren vor »Lehrgeld«

In der Praxis ist bereits heute ein klarer Trend zum Offshoring zu erkennen. Dieser stellt eine logische Weiterführung der Arbeitsteilung auf globaler Ebene dar. In Anbetracht der Entwicklung der Offshore-Aktivitäten in den USA ist von einer zunehmenden Verlagerung von IT-Tätigkeiten deutscher Unternehmen in das Ausland auszugehen. Um dem durch die Globalisierung steigenden Wettbewerbsdruck standhalten zu können, haben viele Konzerne und Mittelständler in Deutschland bereits langfristig internationale Sourcing-Strategien entwickelt und umgesetzt. Ohne die fachkundige Unterstützung professioneller Dienstleister werden allerdings manche Unternehmen für Offshore-Outsourcing noch viel »Lehrgeld« zahlen müssen. Mit passgenauen und eingehend durchgeplanten Konzepten sollten deutsche Unternehmen jedoch in der Zukunft internationale Sourcing-Projekte erfolgreicher gestalten und die darin verborgenen Potenziale nutzen können.

Fabian Weber

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Fabian Weber, Dipl. Informatiker und Journalist bei Wordfinder PR, Hamburg

 

 

 

 

 

 


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