20080910zb SAP-Upgrades mit SNP System Landscape Optimization SLO

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Schnelle SAP-Upgrades mit SNP System Landscape Optimization (SLO)

Downtime auf Minimum beschränkt

SAP-Upgrades stehen hoch im Kurs: Wie eine Umfrage der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe (DSAG) ergab, plant fast die Hälfte aller SAP-Anwender in diesem Jahr, ihre Systemlandschaft zu modernisieren – allen voran durch den Umstieg auf SAP ERP 6.0. Mit der System Landscape Optimization (SLO)-Methode des SAP-Beratungs- und -Softwarehauses SNP AG können Releasewechsel fast ohne Systemstillstand – »Near Zero Downtime« – erfolgen.

 

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opfzerbrechen bereiten vielen Anwendern die langen Ausfallzeiten, die mit SAP-Upgrades verbunden sind: So ist bei Standard-Releasewechseln mit einer Downtime von mindestens 24 bis 36 Stunden zu rechnen. Da in dieser Zeit nicht mit dem produktiven System gearbeitet werden kann, ruht der Betrieb im Unternehmen: Die Folge können spürbare wirtschaftliche Schäden sein. Zudem bedingt der lange Systemstillstand, dass der Zeitpunkt der Umstellung auf wenige Termine im Jahr beschränkt ist.

Kritische Prozesse verfügbar

Eine Alternative bietet der SLO-Ansatz der SNP AG, der die Downtime auf ein Minimum beschränkt. Der Vorteil dieser Methode ist, dass sie das System-Upgrade von der Datenmigration trennt. Damit bleiben auch während eines Systemwechsels alle geschäftskritischen Prozesse verfügbar. Eine zentrale Rolle für den SLO-Ansatz spielt der SNP Client Carrier, der speziell für SAP-Upgrades und -Mandantenmigrationen entwickelt wurde. Mit dem SAP Client Carrier steht ein Werkzeug zur Verfügung, das die komplette Datenübertragung aus dem Quell- ins Zielsystem übernimmt.

Die SLO-Methode folgt einer strengen Systematik. Damit der SAP-Systemumstieg von der eigentlichen Datenmigration entkoppelt werden kann, richtet das Projektteam zunächst eine zusätzliche Hardwareumgebung ein. Auf diese Plattform wird das produktive SAP-Quellsystem kopiert, dann nimmt der SNP Client Carrier eine Löschung der mandantenabhängigen Daten vor. Zurück bleibt eine leere Kopie des Quellsystems, auf der – unabhängig vom Systembetrieb – das SAP-Standard-Upgrade erfolgt. Da weder Stamm- noch Bewegungsdaten verarbeitet werden müssen, beansprucht dieser Vorgang nicht viel Zeit- und Kostenaufwand.

Sobald das neue SAP-System zur Verfügung steht, führt das Projektteam eine Reihe von Testmigrationen durch. Als Werkzeug dient der SNP Client Carrier, als Datenquelle das Qualitätssicherungssystem. In der Regel erfolgt das Kopieren der Daten mandantenweise vom alten ins neue System. Bei Bedarf kann gleichzeitig eine Unicode-Konvertierung der Geschäftsinformationen durchgeführt werden, was von Organisationen mit internationaler Ausrichtung genutzt wird.

Separate Migration

Stufe zwei sieht die Migration der produktiven Daten vor. Diese Übertragung erfolgt mit dem SNP Client Carrier prinzipiell in zwei Etappen: der Haupt- und der Deltamigration. Zunächst wird bei der Hauptmigration der gesamte produktive Datenbestand vom Quell- ins Zielsystem überführt. Logging-Funktionen ermöglichen es, dass die Anwender im Quellsystem mit ausgewählten SAP-Transaktionen weiter arbeiten. Damit sind Schreibzugriffe auf Transaktionen möglich, die für den Unternehmensbetrieb unverzichtbar sind.

Nach der Hauptmigration erfolgt die Deltamigration, in deren Rahmen das Projektteam die aufgelaufenen Änderungen ins SAP-Zielsystem überträgt. Danach kann der Dialogbetrieb zum Zielsystem übergehen.

Ein zusätzlicher Sicherheitsaspekt des SLO-Verfahrens ist, dass zu jeder Zeit der Migration ein hochverfügbares Fallback-Szenario existiert. Im Notfall steht das Quellsystem sofort zur Verfügung, ohne dass zuvor ein Restore notwendig wird.

Erfolgreicher Praxiseinsatz

Ein Anwender, dem die SLO-Methode der SNP AG zu einem nahtlosen SAP-Upgrade verhalf, ist das Klinikum Stuttgart. Das Krankenhaus betreibt eine komplexe und umfangreiche Systemlandschaft zur Rund-um-die-Uhr-Patientenversorgung und –Leistungsdokumentation gegenüber den Kostenträgern. Durch die steigenden gesetzlichen Anforderungen an die Abrechnung und Dokumentation der Klinikleistungen war ein Releasewechsel vom vorhandenen SAP-System R/3 4.7 auf ECC 6.0 notwendig geworden: Die neue SAP-Version bildet die aktuellen Entwicklungen im Gesundheitswesen besser ab.

Neben SAP-Standardmodulen wie Finanzbuchhaltung und Einkauf musste das Klinikum Stuttgart auch krankenhausspezifische Module wie IS-H und i.s.h.med migrieren. Da die Einrichtung mit 51 Kliniken und Instituten an 4 Standorten das medizinische Kompetenzzentrum für Stuttgart und die Region bildet, sollte der Systembetrieb möglichst wenig beeinträchtigt werden.

Wochenende ausgewählt

Mit der SLO-Methode der SNP meisterte das Klinikum Stuttgart das Upgrade »Near Zero Downtime«. Als günstiges Zeitfenster für die Datenmigration hatte das Projektteam die 24 Stunden von Samstagmorgen, 17. November 2007, bis Sonntagmorgen, 18. November, ausgewählt: Prinzipiell herrscht in einer Klinik an einem Wochenende deutlich weniger Betrieb als werktags. Darüber hinaus war dafür gesorgt, dass zu dieser Zeit keines der Häuser in die Notaufnahme für den Raum Stuttgart eingebunden war.

Der Startschuss fiel am Samstag um 8 Uhr mit der Übertragung von rund 300 Gigabyte. Parallel wurden die Änderungen an Tabellen für ausgewählte Transaktionen protokolliert, die für eine reibungslose Patientenversorgung notwendig waren: von der Aufnahme und Verlegung der Kranken bis hin zu Diagnosen und Leistungserfassung.

Die Hauptmigration bewegte sich im geplanten Rahmen von 16 Stunden. In dieser Zeit fanden mehr als 400 Patientenbewegungen statt, die bei der anschließenden Deltamigration ins neue SAP-System »nachgeschoben« wurden. Dabei dauerte die eigentliche Deltamigration weniger als zweieinhalb Stunden. Hinzu kamen einige Minuten für begleitende Arbeiten wie das Mapping auf die neue IP-Adresse des Systems.

Durchgängige Dokumentation

Paul Riedel, Projektleiter beim Klinikum Stuttgart, lobt die geringe Downtime beim SAP-Upgrade: »Aufgrund der durchgehenden Verfügbarkeit des SAP-Systems war die Dokumentation entgeltrelevanter Leistungen bis hin zu den Subsystemen gewährleistet.« Darüber hinaus konnte das Projektteam einen sehr straffen Zeitplan einhalten: Nachdem Anfang September 2007 der Kick-off erfolgt war, fanden ab Ende September die Testmigrationen statt. Am 17. November ging das neue SAP ECC 6.0-Release bereits produktiv.  

www.snp.de

 

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