20080910zi Scriptlogic Green IT ganz einfach Energie sparen

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Green IT ganz einfach

Die richtige IT-Strategie umfasst eine Energiesparstrategie

In Anbetracht steigender Strompreise und im Zeitalter der Green IT ist vielen Unternehmen die Senkung des Stromverbrauchs ein dringendes Anliegen. Erstaunlicherweise scheint bisher wenig bekannt zu sein, dass die Software, die IT-Administratoren zur Bewältigung ihrer täglichen Aufgaben nutzen, hierbei behilflich sein kann. Das richtige Tool kann helfen Energie zu sparen um Betriebskosten zu senken und die Umwelt zu schonen.

 

D

erzeit herrscht bei vielen Unternehmen weltweit der Trend zu grünen Initiativen vor. Diesbezüglich werden unter anderem Grundsätze für das Recycling aufgestellt, die Reduzierung des Papierverbrauchs und des Kohlenstoffdioxidausstoßes vorangetrieben. Investitionen in Umweltschutzmaßnahmen werden voraussichtlich schon bald eine Selbstverständlichkeit sein, vom Hardware-Recycling über effektive Rechenzentren bis hin zu einer nachhaltigen Baukultur. Maßnahmen, die über »Greenwashing« hinausgehen, erfordern jedoch oft jahrelange Planung und ihre Realisierung ist häufig sehr kostspielig.

Allerdings kann Green IT sehr viel einfacher sein. Dabei kommt den IT-Administratoren eine tragende Rolle zu, denn die Software, die sie für ihre täglichen Aufgaben nutzen, ist vielseitig einsetzbar. Sie kann beispielsweise dazu angewendet werden, Energiesparpläne eines Unternehmens von zentraler Stelle aus unternehmensweit umzusetzen.

Vorhandene Stromsparfunktion nutzen.

Eine der einfachsten Methoden zur Senkung des Stromverbrauchs ist die Entwicklung einer Energiesparstrategie. Bereits seit Windows 98 lässt sich mit Windows Betriebssystemen auf verschiedenen Ebenen Strom sparen. Heutzutage erfüllen die Produkte der meisten bedeutenden PC-Hersteller offizielle Standards der Energieeffizienz.

Trotz der offenkundigen Vorteile vorhandener Stromsparfunktionen, zögern jedoch weiterhin viele Unternehmen, Windows-Energieeinstellungen zentral zu konfigurieren. IT-Administratoren haben möglicherweise noch nicht erkannt, dass die Software, die sie täglich für Desktop-Einstellungen anwenden, auch zur Entwicklung und Umsetzung von Energiesparstrategien angewendet werden kann. Administratoren können Lösungen zur Verwaltung der Energieeinstellungen dazu nutzen, Windows-Energiesparpläne zu erstellen, zu ändern oder zu löschen, da Laptops, Desktops und Server zentral beaufsichtigt werden können.

Stromsparfunktionen wie Standby und über Nacht abgeschaltete Monitore haben im Gegensatz zu vielen anderen Green-IT-Strategien einen doppelten Nutzen: solche Maßnahmen tragen nicht nur zur Schonung der Umwelt bei, sondern helfen auch die Betriebskosten zu senken. Durch die unternehmensweite Einrichtung von Energiespareinstellungen kann sichergestellt werden, dass jedes Gerät sich an den Einsparungen für das Unternehmen beteiligt. Zusätzlich können softwarebasierte Inactivity Timer genutzt werden, um inaktive Geräte ausfindig zu machen und den PC bei Bedarf zu sichern, abzumelden, herunterzufahren oder neu zu starten.

Inaktive Geräte als Stromfresser.

Die britische Energiebehörde Carbon Trust sieht Bürogeräte als eine der am schnellsten wachsenden Quellen des Energieverbrauchs in der Geschäftswelt an. Die Behörde legt in einer Studie dar, dass die Wirtschaft in Großbritannien auf Grund mangelnder Energieplanung an nur einem Tag bis zu 8,5 Millionen Euro verschwendet. Dieser Energieverbrauch entspricht einem Kohlendioxidausstoß von 26 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr.

Ein Großteil dieses Betrages wird dabei PCs und Bildschirmen zugeschrieben. Ein einziger Computer der samt Monitor 24 Stunden am Tag eingeschaltet ist verursacht Kosten von 62 Euro im Jahr. Im Durchschnitt verschwenden Firmen bis zu 7.400 Euro pro Jahr durch unnötig eingeschaltete Geräte wie PC oder Server.

Im Internet gibt es eine Reihe von Tools, wie den Scriptlogic Power Management Calculator, mit dessen Hilfe Unternehmen errechnen können, wie viel Stromkosten monatlich eingespart werden können, indem nicht verwendete Computer durch die Einrichtung von Energieeinstellungen heruntergefahren werden [1].

Fallstudie Schulbetrieb.

Die Walla Walla High School in den USA kann als Beispiel für eine gelungene Energiesparstrategie dienen. Dennis Debroeck ist Netzwerkadministrator an der High School in Washington. Er nutzt die Energieverwaltungsfunktion sowie den Inactivity Timer der Software Desktop Authority von Scriptlogic, um die Stromsparpläne seiner Schule umzusetzen. Die Energieverwaltungsfunktion ermöglicht es Debroeck, auf einfache Weise Windows-Energiesparpläne zu erstellen, zu ändern oder zu löschen, da er die Desktops der Schüler von zentraler Stelle aus verwalten kann. Die Software überprüft eingeschaltete Geräte daraufhin, ob sie tatsächlich genutzt werden. Auf diese Weise werden inaktive PCs ausfindig gemacht und gegebenenfalls gesichert, abgemeldet, heruntergefahren oder neu gestartet. Auch wenn noch nach Schulschluss Geräte in Betrieb sind, kann Debroek diese kontrollieren.

Die Stromsparpläne der Schule sind aufgegangen und durch die Energieverwaltung von vorerst 28 Desktop Computern hat die Walla Walla High School bereits 2.000 Dollar im Jahr gespart. Man geht davon aus, mit Ausweitung der Energiesparmaßnahme der Schule weitere Stromkosten einzusparen. Die Kosteneinsparungen, die die Schule erzielt, lassen sich zu Berichten erstellen, die dann begutachtet und ausgewertet werden können. »Die Einsatzmöglichkeiten von Desktop Authority zur Energieverwaltung haben maßgeblich zur Senkung unserer Stromkosten beigetragen«, so Dobroeck. »Am Ende des Monats kann ich einen Report dazu liefern, wie viel Energie in dem Klassenzimmer gespart worden ist.«

Win-Win-Effekt.

Die Ressourcen für die IT-Abteilung sind stets knapp bemessen und bis vor zwei Jahren haben viele Green IT-Initiativen noch weitere Kosten verursacht, so zum Beispiel die umweltfreundliche Entsorgung von PCs, Monitoren und Datenträgern für Sicherheitskopien. Bereichen, in denen durch »Going Green« Kostenersparnisse erzielt werden können, ist bisher wenig Beachtung geschenkt worden. Die zentralisierte Verwaltung von Energieeinstellungen ist ein Beispiel hierfür.

Mit Hilfe einer geeigneten Software kann der IT-Administrator Energieeinstellungen zentral konfigurieren. Für das dringende Anliegen, die Energiekosten zu senken und den Stromverbrauch zu reduzieren, bietet der Markt eine Vielzahl zuverlässiger Lösungen. Empfehlenswert sind Tools, welche die Verwaltung von Energieeinstellungen mit anderen Funktionen verbinden, sodass sich die Investition bereits kurzfristig rentiert. Beispiele hierfür sind Lösungen, die neben der Energieverwaltung zur Remoteverwaltung befähigen, oder die Anmeldungszeit verkürzen, sodass die Arbeitszeit effektiver genutzt werden kann.

Eine solche Initiative ist lediglich mit kleineren Ausgaben verbunden und trägt sich nicht nur selbst, sondern sie rentiert sich auch schnell. Es handelt sich um eine Win-Win-Situation: Indem das Unternehmen Energie spart, werden nicht nur die Betriebskosten gesenkt, sondern gleichzeitig die Umwelt geschont.

Jon Rolls

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Jon Rolls ist Sr. Director of Product Management bei Scriptlogic

 

 [1] http://www2.scriptlogic.com/energycalc/

 

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