20080910zs Pillar Desaster Recovery

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Ein gut durchdachter Disaster Recovery-Plan bewahrt vor bösen Überraschungen

Im Falle eines Falle

»Disaster Recovery-Lösungen sind teuer, umständlich und werden bei uns hoffentlich nie benötigt.« Diese Einschätzung zur Wiederherstellung von Daten und Systemen nach Systemabstürzen oder -ausfällen erscheint vielleicht ein wenig drastisch. Fakt ist: Trotz klarer gesetzlicher Bestimmungen für die Aufbewahrung und Verfügbarkeit vertraulicher Informationen, zählen Backup-Strategien zu den Stiefkindern der Unternehmens-IT.

 

D

abei sieht beispielsweise das Handelsrecht hohe Geld- und Freiheitsstrafen vor, wenn wichtige Daten vor Ablauf der Aufbewahrungsfrist nicht mehr auffindbar sind. Ein weiteres Problem: Viele Firmen und Organisationen rechnen mit zu kurzen Ausfallzeiten. So haben die Analysten von Gartner in ihrer Studie »2007 BCM Survey Results« herausgefunden, dass 60 Prozent der 359 befragten CIOs aus den USA, Kanada und Großbritannien nur für eine Ausfallzeit von sieben Tagen vorsorgen. Gartner sieht eine Vorsorge für 30 Tage als Mindestanforderung. Denn Disaster Recovery wird immer einfacher und kostengünstiger. Ein guter Grund für Unternehmen, sich Gedanken über einen individuellen Wiederherstellungsplan zu machen – zum Wohle der Firma und aller Mitarbeiter, denn oftmals ist unklar, welche Daten beispielsweise bei einer Betriebsprüfung griffbereit sein müssen.

DR, BCM, RTO und RPO

Disaster Recovery (DR) bedeutet im Deutschen so viel wie Notfallwiederherstellung, wird aber auch hierzulande vor allem als englischer Begriff verwendet. DR beinhaltet dabei alle Aktionen, die nach einem Unglücks- oder Unfall, aber auch nach einem Unwetter zur Wiederherstellung in die Wege geleitet werden. Hierzu zählen der Schutz und die Wiederherstellung von Geräten, Anwendungen und Daten sowie der gesamten IT-Struktur nebst Betriebssystem. Umfassender als DR ist Business Continuity – auch als Business Continuity Management (BCM) bezeichnet, das nicht die Wiederherstellung allein, sondern die Prozesskontinuität in den Vordergrund stellt. Die wichtigsten Fragen, die sich Unternehmen bei der Wahl einer für sie passenden BCM-Strategie stellen sollten: Wie lange darf ein System ausfallen, und wie lange dauert der Wiederanlauf? Wie konsistent ist der Datenbestand, und wie viel Datenverlust kann in Kauf genommen werden? Die Abschätzung der Ausfallzeit wird als Recovery Time Objective (RTO) bezeichnet. Hierbei handelt es sich um die Zeit, die vom Zeitpunkt des Schadens bis zur vollständigen Wiederherstellung der Systeme vergehen darf – in einigen Fällen müssen die Systeme hochverfügbar sein (RTO 0 Minuten), in anderen Fällen dauert der Ausfall Tage oder Wochen. Die Konsistenz des Datenbestandes wird mit Recovery Point Objective (RPO) bezeichnet. Hierbei handelt es sich um den Zeitpunkt, zu dem die Datensicherung erfolgen soll. Gleichzeitig legt RPO auch fest, wie oft Daten gesichert werden sollen, und wie viele Daten oder Transaktionen zwischen den einzelnen Sicherungen verloren gehen können.  

Vom Plan zur Lösung: Disaster Recovery im eigenen Unternehmen

Effektiver Disaster Recovery Schutz besteht aus mehreren aufeinander abgestimmten Prozessen. Am Anfang steht eine Analyse der im Unternehmen eingesetzten Anwendungen und Systeme. Es folgen Risiko- und Einflussbewertung. Als nächstes sollten sich Unternehmen Gedanken über die für sie geeigneten Technologien machen. Nach Auswahl- und Projektphase geht es an die Implementierung. Regelmäßige Tests und Überprüfungen stellen anschließend sicher, dass die DR-Lösung verlässlich läuft. Die Liste der Bedrohungen für Systeme und Daten ist lang: Zu den physischen Risiken zählen beispielsweise der Ausfall von Hardware, Stromausfälle oder andere Unterbrechungen. Sogenannte logische Threats sind Systemfehler, versehentliches Löschen oder fehlerhafte Anwendungen. Nicht außer Acht zu lassen sind zudem Bedrohungen, die das gesamte Arbeitsumfeld schachmatt setzen wie Unwetter, Fluten, Stürme, Feuer oder auch mögliche Anschläge auf das Firmengebäude. Unternehmen sollten sich in Anbetracht dieser Fülle an Risiken mit der Frage beschäftigen: Welche Anwendungen haben wir, und wie beeinflussen diese unser Geschäft? Auch die Gefahren möglicher Datenverluste oder Ausfälle werden in diese Betrachtungen miteinbezogen. Direkte Gefahren sind zum Beispiel der Verlust von Aufträgen, Einnahmen oder gesetzliche Auflagen bis hin zu Strafen. Indirekt ist der Ruf des gesamten Unternehmens in Gefahr. Da es viele verschiedene DR-Lösungen gibt, gilt es bei der Auswahl darauf zu achten, welche Wiederherstellung sich für die eigenen Anforderungen anbietet. Dabei müssen Kosten und Risiken abgewogen werden. Eine Mischung verschiedener Technologien kann für einen ausgeglichenen DR-Ansatz sorgen.

Verschiedene Arten der Datenspeicherung und -wiederherstellung

Unfälle für die Unternehmens-IT geschehen auf allen Ebenen und mit sehr verschiedenen Auswirkungen. Alle Daten immer und überall gegen sämtliche Unwägbarkeiten abzusichern ist zwar unbedingt wünschenswert, jedoch auch mit Kosten verbunden. Um diese Kosten möglichst gering zu halten, wägen Firmen und Unternehmen daher genau ab, welche Daten sie im Notfall bereit sind, zu verlieren (RPO), oder wie lange bestimmte Anwendungen nicht einsetzbar sein können (RTO). Umfassende Datenabsicherung geschieht dann aus einem Zusammenspiel verschiedenster Lösungen – hierzu zählen hochverfügbare Server- und Speichersysteme, Speicherauszüge – auch Snapshots genannt, sowie Backup-Systeme und Remote Mirroring, das in Echtzeit Files oder Datenblöcke auf ein oder mehrere entfernt stehende Storage-Systeme kopiert. Hochverfügbare Server- und Speichersysteme sind das A und O eines guten Business Continuity Managements, Snapshot-Technologien sorgen dann dafür, dass Files schnell wiederhergestellt werden. Im Bereich der Backup-Lösungen ist das Backup auf Band immer noch die am weitesten verbreitete Methode zum Schutz der Daten der Disaster-Recovery-Vorsorge. Oftmals ist dies auch die einzige Möglichkeit, auf die Manager von Rechenzentren im Falle eines Falles zurückgreifen können. Dabei ist diese Methode nicht nur veraltet, sondern auch nicht hundertprozentig zuverlässig. Die bessere Alternative ist eine Datenwiederherstellung von der Festplatte. Sollen Daten schnell und effektiv wiederhergestellt werden, sind Backups vom Band zu langsam. Festplattenbasierte Speichersysteme hingegen überzeugen durch ihre Schnelligkeit, Verlässlichkeit und Funktionalität. Die besten Speichersysteme garantieren hohe Datenverfügbarkeit durch Aktiv-Aktiv Storage Controller, Clustering, RAID, mehrfache RAID-Controller, unterbrechungsfreie Stromversorgung, schnelle RAID-Neuaufbauzeiten und mehrwegige Verbindungsfähigkeit. Pillars Axiom 500 System bietet beispielsweise ein Uptime von 99,999 Prozent sowie systemweite und unterbrechungsfreie Datensicherungen mit synchroner Spiegelung von kritischen Daten in Echtzeit. Snapshots und CDP (Continous Data Protection) sind zusätzliche lokale Sicherungsmethoden. Snapshots liefern dabei Sicherheitskopien, die genutzt werden, um Dateien wiederherzustellen, die beschädigt, gelöscht oder überschrieben wurden.

Resümee

Wenn ein Unternehmen heute Daten verliert, kann das gravierende Folgen haben – im schlimmsten Fall steht die Zukunft des Unternehmens auf dem Spiel. Darüber hinaus können Mitarbeiter persönlich für den Datenverlust verantwortlich gemacht werden. Um diese Bedrohungen frühzeitig abzuwehren, sollten sich Unternehmen daher rechtzeitig Gedanken über eine effiziente Disaster-Recovery-Strategie machen. Im Vergleich zu früher sind professionelle Lösungen in diesem Bereich nicht nur günstiger, sondern auch wesentlich einfacher zu handhaben. Die beste Lösung ist ein skalierbares Storage-System, das neben einem hohen Level an Hochverfügbarkeit eine umfassende Suite an Datenschutz-Software bietet, die Snapshots, CDP, VTL (Virtual Tape Library) und Remote Mirroring enthält. Kostengünstige und flexible Disaster Recovery Systeme bieten fortschrittliche Funktionen nebst robuster, umfangreicher und zukunftsorientierter Datensicherheit. So sind Unternehmen jeglicher Größe vor sämtlichen Datenverlusten gefeit – komme, was wolle.

Adrian Groeneveld

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Adrian Groeneveld ist Director of Product Marketing, EMEA bei Pillar Data Systems

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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