20080910zy Salesforce SaaS in der Praxis

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SaaS in der Praxis

Jederzeit vollumfassende Integration von On-Demand-Software

Die Behauptung, das On-Demand-Konzept eigne sich nur für Stand-alone-Lösungen beziehungsweise für »Light-Anbindungen«, widerspricht der gelebten Praxis. Häufig sind die Integrationen von SaaS in bestehende Systeme jenen installierter Software sogar überlegen.

 

V

iele Tausend professionell eingesetzte On-Demand-Anwendungen weltweit beweisen, dass sich das Konzept von Software-as-a-Service zunehmend auch im Geschäftsumfeld etabliert. Was als simple Anwendungen, etwa ideal für KMUs mit beschränkten IT-Ressourcen begann, ist heute im allgemeinen eine vollwertige Alternative zu installierter Software. Durch maximale Skalierbarkeit eignet sich SaaS dabei für Unternehmen jeder Größe und Struktur.

Die ersten SaaS-Projekte eines Unternehmens gehen häufig von einzelnen Abteilungen aus und sind von der Suche nach kostengünstigen und schnell implementierbaren Lösungen für spezifische Probleme getrieben. Die Einbindung der IT-Abteilungen ist den­noch wesentlich. In ihrer Verantwortung liegt es abzuklären, wie die Mietsoftware in bestehende On-premise-Lösungen integriert werden können. Unter anderem hierin unterscheiden sich B2C und B2B deutlich: so zählt die Bandbreite von Integrations­möglichkeiten einer SaaS-Lösung zu den Schlüsselkriterien und Hauptdifferenzierungsmerkmalen der verschiedenen Business-Angebote.

Keine Hindernisse

Tatsache ist: On-Demand-Plattformen laufen klassischen Plattformen hinsichtlich Integrationsqualität, -flexibilität, -umfang und -geschwindigkeit heute zunehmend den Rang ab. Gleichgültig, wie das Integrationsszenario aussieht: ob Custom Coding, native Anbindungen an spezifische Software, Anbindungen an Middleware-Layer für Mehrwegintegration, die Integration mit persönlichen Produktivitätsanwendungen oder Mashups – On-Demand-Plattformen bieten heute für jede Anforderung die entsprechenden Optionen.

Wichtig zu wissen ist dabei, dass die erforderliche Datenmigration nicht auf einmal, sondern in Phasen abgewickelt werden kann. So gewünscht, können die On-Premise-Systeme nach und nach auch zu Backup-Systemen umfunktioniert werden.

Was integriert wird

Allgemein gesprochen kann die Integration Daten, Geschäftslogiken oder Schnittstellen umfassen. Datenintegration meint zum Beispiel den gemeinsamen Zugriff auf strukturierte Datenbanken oder auch die Konsolidierung unstrukturierter Daten (etwa Sammlung verschiedener Dokumente). Der Datenabgleich erfolgt dabei entweder periodisch oder über hochkomplexe Echtzeitsynchronisierungen. Die Integration von Business-Logik kann die Einbindung von gepackten Applikationen bedeuten, die nicht konzipiert wurden, ihre internen Funktionen als Services bereitzustellen, oder kann durch die Verwendung herstellerunabhängiger APIs vereinfacht werden. Es sollte nicht automatisch angenommen werden, dass die Integration von Logik ausschließlich auf der IT Domain-Ebene stattfindet. Es kann die Identifikation und das Management von momentan manuell durchgeführten Prozessen erfordern – mit oder ohne Automatisierung. Die Schnittstellenintegration erstreckt sich von einfachen Abläufen wie der Anordnung von Fenstern bis hin zum Aufbau komplexer Dashboards mit eigenen Rechenfunktionalitäten.

Beispiele besonders umfang- und erfolgreicher Integrationen bietet etwa »Saleforce.com«, ein Unternehmen, das über eigene APIs ein Transaktionsvolumen mit Spitzenwerten von 100 Millionen Transaktionen täglich abwickelt. Weitere Entwicklertools und Integrationslösungen von Partnern decken darüber hinaus jede beliebige Art zusätzlicher Varianten der Einbindung in bestehende Systeme ab. Dabei wird das Funktionieren der Schnittstellen auch für den Fall von Releaseupdates garantiert.

Relevante Kennzahlen für den Integrationserfolg

Neben dem funktionierenden Zusammenspiel der integrierten Systeme, zeigt sich der Erfolg einer On-Demand-Integration vor allem in den drei Dimensionen Kosten, Leistung und Sicherheit:

·         Niedrige Kosten für Einführung und Betrieb. Anders als im Falle klassischer Software, deren Einführung im allgemeinen mit umfangreichen und kostenintensiven Projekten einhergeht dauern Implementierungs- oder Integrationsprojekte von On-Demand-Lösungen meist nur wenige Wochen bis Monate. Die anschließenden Betriebskosten beschränken sich auf eine Nutzungsgebühr, die auch jegliche Wartung, Updates und Upgrades umfasst. Kosten für laufende Administration und neue Softwarereleases entfallen somit.

·         Überdurchschnittliche Leistung. Der Betrieb leistungsfähigster Datencenter ist eine Kernkompetenz von SaaS-Anbietern; entsprechend setzen diese Unternehmen stets auf die neueste und leistungsfähigste Datencenter-Technologie. Dies drückt sich nicht zuletzt in kürzest möglichen Antwort- sowie überdurchschnittlichen Uptime-Zeiten aus.

·         Größtmögliche Sicherheit. Neben der Bereitstellung ist die Sicherung ihrer Systeme von geschäftskritischer Bedeutung für SaaS-Anbieter. Führende Unternehmen unterwerfen sich den strengsten internationalen Vorschriften hinsichtlich Sicherheit und Hochverfügbarkeit (etwa SAS/70 Type II) und geben jederzeit nachprüfbare Rechenschaft über Systemstatus und Leistung.

Resümee

Zahlreiche Analystenprognosen bescheinigen dem Markt für Software-as-a-Service auch weiterhin starkes Wachstum. Die Integration der gemieteten Software in bestehende Systeme ist in diesem Zusammenhang eine klare Notwendigkeit, die heutige On-Demand-Plattformen, selbst bei größter Komplexität, souverän bewerkstelligen.

Joachim Schreiner

 

 

Edelmetall-Riese W. C. Heraeus setzt auf CRM on-demand

·         Anwender: W.C. Heraeus, Hanau

·         Geschäftszweck: Beschaffung und Verarbeitung von Edel- und Sondermetallen

·         Projektziel: Ablösung der bisherigen CRM-Lösung, einer auf Lotus-Notes basierenden Selbstenwicklung, um das regional aufgestelte Kundenbeziehungsmanagement auf ein internationales Level zu heben inkl. überregionalem Reporting

·         Anforderungen an die Lösung:

-     Integrationsfähigkeit mit verschiedenen bestehenden ERP-Systemen wie SAP, ProConcept, M1, Fourth Shift, Lotus Notes sowie AS/400

-     Datenabruf in Echtzeit, unabhängig von Standort und Endgerät

-     Kurzfristige Nutzbarkeit (max. innerhalb eines halben Jahres)

-     Kein zusätzlicher Arbeitsaufwand für das IT-Team

·         Software: Salesforce CRM

·         Einführungszeit für vier Länder: rund vier Monate

·         Anzahl Nutzer: 155

·         Zukünftig geplant: Kommunikation von Salesforce CRM zu ERP-System für den Musterversand

 

 

 

 

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