Home
News
Trends
Hefte
Online-Artikel
Kommentare
Service-Angebote
Feedback
Abonnement
Wir-ueber-uns
Tipps
Impressum
Veranstaltungen


»manage it« als

E-Paper  5-6 2011
E-Paper  3-4 2011
E-Paper  1-2 2011
E-Paper  11-12 2010
E-Paper  9-10 2010

E-Paper  7-8 2010
E-Paper  5-6 2010
 




 

 


 




 


 


 

 

 

Green IT als ganzheitlicher Ansatz

Nicht mehr länger auf Kosten der Umwelt und des Budgets

Trotz aller Sparmaßnahmen – der weltweite Energieverbrauch nimmt weiter zu, allein in Rechenzentren jährlich um sieben Prozent. Ebenso rasant wachsen die Datenbestände in Unternehmen an. Abhilfe versprechen intelligente Lösungen für das Speichermanagement.

D

 

er Klimabericht der Vereinten Nationen bringt es auf den Punkt: Der Klimawandel kann nur durch eine sofortige Abkehr von alten Gewohnheiten aufgehalten werden. In der Realität steigt der Energiebedarf jedoch weiter an. Allein der Verbrauch in Rechenzentren nimmt um sieben Prozent pro Jahr zu. Für ein Viertel des Energiekonsums zeichnen Speicherressourcen verantwortlich. Gleichzeitig sagt eine IDC-Studie voraus, dass der Datenbestand weiter anwachsen wird, befördert zum Beispiel durch zahlreiche Compliance-Vorschriften wie die Grundsätze zum Datenzugriff und zur Prüfbarkeit digitaler Unterlagen (GDPdU). Derzeit wächst die Menge um 70 Prozent jährlich. Neben der damit einhergehenden Umweltbelastung strapaziert dies auch Budgets – ein doppelter Anreiz, mit effizienten Maßnahmen gegenzusteuern.

Effiziente Hardware reicht nicht

Viele Hersteller arbeiten an Möglichkeiten, die Hardware effektiver zu gestalten. Eine mögliche Maßnahme ist die Herabsetzung der Umdrehungsgeschwindigkeit von Festplatten beziehungsweise deren vollständiger Stopp, wenn kein Schreib- oder Lesezugriff erfolgt. Solche sogenannten Spindown-Systeme können den Energieverbrauch signifikant senken. Allerdings werden viele der Fortschritte auf der Hardwareseite durch das bloße Speicherwachstum wieder aufgezehrt – intelligente Lösungen für das Speichermanagement sind daher unverzichtbar.

Dynamische Infrastruktur

Häufig beträgt die Auslastung des Speichers nur 20 Prozent der verfügbaren Kapazität. Um diesen Wert zu erhöhen, bietet zum Beispiel Hitachi Data Systems mit den Service Oriented Storage Solutions (SOSS) eine Methodik, die auf dem Konzept einer einheitlichen Plattform aufbaut. Die Virtualisierung über die Universal Storage Platform USP V ist der zentrale Gedanke bei diesem Konzept: Eine Virtualisierungsschicht stellt den gesamten, im Unternehmen vorhandenen Speicherplatz als einen Gesamtspeicher dar. Zudem werden verschiedene Server, die verschiedene Betriebssysteme nutzen, zu einer virtuellen Einheit zusammengefasst. »Vorhandener Speicher kann so effektiver genutzt werden, da die Auslastung der Hardware steigt, was mit einer Reduzierung der Energiekosten um bis zu 20 Prozent und mit Raumeinsparungen einhergeht. Zudem senken wir mit der USP V als übergreifender Storage-Plattform die Komplexität der Storage-Umgebungen und schützen bereits getätigte Investitionen – beides spart Kosten; letztgenannte Argumente finden jedoch noch nicht genug Beachtung«, erläutert Dr. Georgios Rimikis, Manager Solutions Strategy bei Hitachi Data Systems.

Tiered Storage und Thin Provisioning ergänzen den Virtualisierungsgedanken. Tiered Storage stuft die Daten in verschiedene Kategorien ein, je nach Intensität der Ressourcennutzung. Dabei werden oft drei Klassen definiert: Der leistungsfähige Primärspeicher verwaltet als hochverfügbar klassifizierte Daten, die häufig abgefragt werden und schnell zur Verfügung stehen müssen. Beim Sekundär- und Tertiärspeicher sinken Verfügbarkeit wie auch Intensität des Zugriffs auf die Ressourcen sukzessive. Thin Provisioning erhöht die Auslastung des Speichers: Üblicherweise beschaffen Unternehmen weit mehr Speicher als gerade benötigt wird, um einerseits die notwendige Unterbrechung der Anwendungen bei einer Speicherhochrüstung zu vermeiden und andererseits den Bedarf der nahen Zukunft decken zu können. Thin Provisioning gaukelt der Anwendung vor, dieses Mehr an Speicher sei bereits verfügbar – erst wenn ein kritischer Grenzwert bei der Auslastung erreicht wird, stellt der Administrator den benötigten zusätzlichen Speicher bereit, entweder aus dem vorhandenen Speicherpool oder über eine Aufstockung der Kapazität. Die optimierte Auslastung ermöglicht es den Unternehmen, mit geringerer Speicherkapazität auszukommen und den Speicher in kleineren Schritten nachzurüsten. Daneben bietet diese Vorgehensweise den Vorteil der Skaleneffekte: Der Preis pro Speichereinheit fällt beständig, im Ergebnis kann der Speicher günstiger beschafft werden. Weniger installierte Kapazität hat auch weniger Strom- und Klimatisierungskosten zur Folge – zwei Parameter, die signifikant zur Reduzierung der Gesamtkosten beitragen.

Die Zusammenführung von Content-, File- und blockbasierten Speicherservices durch eine gemeinsame Virtualisierungsplattform vereinheitlicht den Betrieb heterogener Speichersysteme, die frühzeitige Archivierung und Datendeduplikation – die softwarebasierte Reduzierung von Datendubletten – minimieren die Menge unstrukturierter Daten. So kann ein Gesamtpaket geschnürt werden, das die Speicherauslastung optimiert, wodurch die Menge der benötigten Energie sinkt. Ein weiterer positiver Effekt: Der für die Kühlung benötigte Strombedarf geht zurück.

 

Die Zusammenführung von Content-, File- und blockbasierten Speicherservices vereinheitlicht den Betrieb heterogener Speichersysteme.

 

 

Ganzheitliche Herangehensweise

Der Stromverbrauch stellt jedoch nicht die alleinige Herausforderung dar. »Vom Design über den Betrieb bis zur Entsorgung, vom Zulieferer bis zum Anwender – erst wenn alle diese Faktoren berücksichtigt werden, kann man von Green IT sprechen. Für Hitachi bedeutet das, nicht allein den Stromverbrauch zu senken – der gesamte Wertschöpfungsprozess muss durchleuchtet werden«, verdeutlicht Dr. Georgios Rimikis. Zum ganzheitlichen Ansatz zählt beim Betrieb von Rechenzentren auch die Wahl des richtigen Ortes: Data Íslandia, ein Outsourcing-Anbieter internationaler Archivierungsdienstleistungen, betreibt auf Island sein mit Hitachi USP V ausgerüstetes Rechenzentrum, welches ausschließlich mit Ökostrom gespeist wird. Die Energie wird durch Wasserkraft und Erdwärme produziert – Island deckt so 99,9 Prozent seines Strombedarfs ab. Bereits in den Startlöchern steht ein neues Rechenzentrum in Yokohama, Japan. Es soll mit den gleichen Technologien in fünf Jahren 50 Prozent Energie sparen – zum Vorteil von Budget und Umwelt.

 

In Yokohama, Japan, soll demnächst ein mit Hitachi USP V ausgestattetes Rechenzentrum entstehen.

Folgen Sie »manage it«

auf Google+


 


 


 

 

 
Copyright © 2003-2012  ap Verlag GmbH