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Product Information Management

Mehr Power für E-Commerce

Immer mehr Deutsche kaufen im Internet Waren ein. 2007 ist der gesamte Umsatz um neun Prozent auf 10,9 Milliarden Euro gestiegen. In einem ähnlichen Maße nimmt auch der Wettbewerb zwischen den Online-Shops zu. Von Vorteil ist es da, das vorhandene E-Commerce-Systeme auf den neuesten Stand zu bringen.

 

D

er Online-Einkauf wird in Deutschland immer beliebter: Laut einer Studie des Bundesverbandes des Deutschen Versandhandels (bvh) gaben die Deutschen letztes Jahr im Internet rund 10,9 Milliarden Euro für Waren aus, neun Prozent mehr als im Vorjahr. Der Online-Shop ist zur modernen Alternative von Einkaufsbummel und Bestellkatalog geworden. Aber nicht jeder Webshop ist gleichermaßen attraktiv und viele Betreiber müssen ihre E-Commerce-Systeme aufrüsten, wenn sie im Wettbewerb um Käufer und Kundentreue bestehen wollen.

Schnelle Orientierung im Sortiment

Wichtig ist, dass sich die Käufer im Produktsortiment schnell orientieren können, besonders wenn das Angebot sehr umfangreich ist. Hilfreich ist dabei eine logische Strukturierung, wie sie beispielsweise im E-Commerce-Auftritt der britischen Entertainment-Gruppe Zavvi (www.zavvi.co.uk) zu sehen ist. Hier findet der Kunde verschiedene Produktgruppen wie Musik, DVDs, Spiele und Bücher. Innerhalb dieser Gruppen sind die Produkte weiter kategorisiert, etwa nach Musikstilen wie Blues, Jazz oder Rock oder nach dem Format des Tonträgers. Auch die Auswahl eines Preisrahmens ist hier möglich. Eine Volltextsuche, etwa nach Interpret oder Albumtitel – sowohl im ganzen Shop als auch in den einzelnen Produktgruppen –, ermöglicht die Suche auch nach ausgefallenen Wünschen.

Komplexe oder technische Produkte wie PCs oder Drucker sollten sich zusätzlich durch eine direkte Gegenüberstellung vergleichen lassen, wie es beispielsweise im Webshop von Bechtle (www.bechtle.de) integriert ist. Gerade bei Elektronikartikeln beeinflussen technische Details die Auswahl. Deshalb hilft dem Kunden ein Vergleich von Attributen wie Druckformat, Druckgeschwindigkeit oder Auflösung, wenn es darum geht, den seinen Wünschen entsprechenden Drucker zu finden.

Kundeninteraktion ist gefragt

Auch die Kundeninteraktion spielt eine nicht zu unterschätzende Rolle. Kunden-Rezensionen erhöhen das Vertrauen in den Anbieter: Wo andere Käufer schon Erfahrungswerte gesammelt haben, ist die Hemmschwelle zum Kauf niedriger. Ein gutes Beispiel hierfür ist Blue Tomato (www.blue-tomato.com), ein Shop für Snowboard- und Surf-Fans: Hier haben Käufer die Möglichkeit, Produkte mithilfe eines Rating-Systems zu bewerten und ihre Erfahrungen zu teilen.

Auch eine direkte Kundenansprache durch personalisierte E-Mails oder Kurznachrichten verbessert die Kundenbindung und ermöglicht neue Formen des Kundenkontakts: Dies können Mailing-Listen zu bestimmten Themen oder Produktgruppen sein, die die Einkäufer im Shop selbst abonnieren. Der Shop-Betreiber kann aber auch bestimmte Käufergruppen gezielt ansprechen, etwa um einer geeigneten Zielgruppe neue Produkte vorzustellen. Im Idealfall findet der Empfänger die passenden Links in der Nachricht und gelangt über einen Klick direkt zum Produkt im Online-Shop.

Datenpflege mit zentral verwalteten Produktinformationen

Wichtigstes Element und Basis des Online-Shops sind ausführliche und aktuelle Produktdaten, mit denen die Waren so real wie möglich dargestellt werden können. Die Anzahl von Produktinformationen ist in den letzten Jahren rasant gestiegen und erfordert ein hohes Maß an Datenpflege. Um den Aufwand dafür so gering wie möglich zu halten, sollten die Produktinformationen zentral in einem Product Information Management (PIM)-System verwaltet werden.

Im PIM-System definierte Workflows erlauben, dass mehrere Benutzer Daten gleichzeitig an zentraler Stelle pflegen. So kann beispielsweise ein Administrator ein Produkt mit Basisdaten anlegen, anschließend fügen Produktmanager und Vertrieb weitere Produktdaten und Preise hinzu. Die Marketingabteilung vervollständigt die Datenbasis schließlich mit detaillierten Produktbeschreibungen und Bildern. Im PIM-System angelegte finale Kontrollmechanismen stellen sicher, dass Daten korrekt eingegeben wurden, bevor eine Freigabe zur Veröffentlichung erfolgen kann.

Funktionen wie der Produktvergleich oder die Suche über einzelne Produktattribute lassen sich mit einem PIM-System, in dem alle Informationen detailliert vorliegen, ohne großen Aufwand realisieren. Gerade diese Funktionen machen einen guten Online-Shop aus, denn sie bieten dem Kunden einen deutlichen Mehrwert.

PIM unterstützt internationalen und Multichannel-Vertrieb

Mit einer PIM-Plattform lassen sich die konsolidierten Produktdaten zentral und medienneutral verwalten und in verschiedene Zielsysteme einspeisen. Dabei kann es sich um einen Online-Shop, einen Online-Katalog (der sich durchblättern lässt) oder ein Publishing-Modul zur Produktion von Printmaterialien handeln. Der entscheidende Vorteil: Innerhalb eines PIM-Systems liegt ein Produkt mit all seinen Informationen nur einmal vor. Änderungen werden dort entsprechend zentral vorgenommen und in alle Kanäle übernommen – das System optimiert die Arbeitsprozesse, beseitigt Fehlerquellen und führt so zu erheblichen Kosteneinsparungen.

Auch Unternehmen, die ihre Produkte international vertreiben, profitieren von Softwarelösungen, die auf PIM basieren: Die einzelnen Landesniederlassungen haben gleichzeitig Zugriff auf die Daten, anstatt Datenblätter über verschiedene Kontinente und Zeitzonen verschicken zu müssen. Alle beteiligten Mitarbeiter im Unternehmen können die gemeinsame Datenbasis online pflegen, ohne Redundanzen und Inkonsistenzen zu verursachen. So sind Unternehmen in der Lage, die Aktualität ihrer Produktdaten zu gewährleisten, gleichzeitig werden die Einführung neuer Produkten und Updates beschleunigt.

Ariel Lüdi, Vorsitzender der Geschäftsleitung der hybris-Gruppe

 

 

 

 

Eine E-Commerce-Plattform, wie beispielsweise von hybris, bündelt sämtliche Produktinformationen aus verschiedenen Systemen, bereitet sie medienneutral auf und speist sie in verschiedene Ausgabekanäle ein.


 

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