Home
News
Trends
Hefte
Online-Artikel
Kommentare
Service-Angebote
Feedback
Abonnement
Wir-ueber-uns
Tipps
Impressum
Veranstaltungen


»manage it« als

E-Paper  5-6 2011
E-Paper  3-4 2011
E-Paper  1-2 2011
E-Paper  11-12 2010
E-Paper  9-10 2010

E-Paper  7-8 2010
E-Paper  5-6 2010
 




 

 


 




 


 


 

 

 

Agile Software-Entwicklung

Alle Anforderungen und Änderungen auf einen Blick

Der Markt für elektronische Archivierung und Dokumenten-Management-Systeme (DMS) wächst weiter. Davon profitieren Hersteller von integrierten DMS-Lösungen wie die Docuware AG. Der Softwarehersteller verwaltet seit kurzem mit Caliber RM von Borland als zentraler Plattform Anforderungen, Änderungen, Modelle und Testpläne für seine Softwareprodukte in konsolidierter und integrierter Form. Damit kann der DMS-Spezialist neue Softwareprodukte einfacher, schneller und sicherer entwickeln. Durch jederzeit nachverfolgbare Änderungen werden zudem Compliance-Anforderungen erfüllt.

 

G

anz klar: Organisationen, die elektronische Archiv- sowie Dokumenten-Management-Systeme (DMS) einsetzen, legen Schriftstücke, Belege, Dateien und geschäftliche E-Mails sortiert, strukturiert sowie sicher in einem zentralen Dokumenten-Pool ab. Das garantiert den schnellen Zugriff auf alle Geschäftsinformationen – jederzeit und von jedem Ort aus.

Komplexe Produkte mit hohem Entwicklungsaufwand

Ein führender Hersteller und Anbieter von DMS-Lösungen ist die in Germering ansässige und international tätige Docuware AG. »DMS sind sehr komplexe Softwareprodukte mit hohem Entwicklungsaufwand«, erklärt Dr. Annegret Kampe, Manager Product bei der Docuware AG. »Die Lösungen müssen flexibel einsetzbar sein, sowie unterschiedlichste Kundenanforderungen in punkto Funktionalität und einfacher Bedienbarkeit erfüllen.« Darüber hinaus müssen DMS-Lösungen gesetzliche Standards und Richtlinien für eine sichere und dauerhafte Speicherung von Geschäftsdokumenten erfüllen.


In unsere Softwareprodukte fließen eine Vielzahl von betriebswirtschaftlichen und softwaretechnischen Anforderungen ein«, betont Dr. Annegret Kampe, »da sind effiziente, schnelle und transparente Abläufe in der Entwicklung zwingend erforderlich«. Doch noch bis Ende 2006 führte die Docuware AG das Requirements-Engineering, also die Ermittlung, Beschreibung und Prüfung der Anforderungen, mithilfe von Word-Dokumenten durch.

Manuelles Anforderungsmanagement ablösen

Was dadurch fehlte, war eine einheitliche Datenbasis für das Anforderungsmanagement. Zudem mussten viele Abläufe – wie die Pflege und Verteilung der Dokumente oder die Verwaltung von Abhängigkeiten zwischen einzelnen Requirements – manuell gestartet werden. Das machte die Einarbeitung selbst kleinerer Änderungen bei den Anforderungen sehr aufwendig und kostete Zeit.

So »sammelte« das Produktmanagement zunächst Änderungen, trug sie dann in die Word-Dokumente ein und verschickte diese wöchentlich an Entwickler und Softwaredesigner. Auf diese Weise konnten Änderungsanforderungen nur zeitversetzt bearbeitet werden. Es kam zu Inkonsistenzen und Überschneidungen beim Requirements-Management, was teilweise zu Fehlern in der Entwicklung führte Darunter litt insbesondere die Zusammenarbeit zwischen dem Produktmanagement in der Germeringer Firmenzentrale und dem Entwicklungsstandort von Docuware in Sofia, Bulgarien.

Anforderungen sowie Änderungen integriert verwalten


»Auf der Grundlage von Word-Dokumenten allein war auf Dauer kein effizientes Requirements-Management möglich«, erläutert Dr. Annegret Kampe. Deshalb suchte der DMS-Spezialist nach einer geeigneten Lösung – und entschied sich für die Software Caliber RM von Borland. Docuware führte Caliber RM im November 2006 ein. Seitdem erfasst der DMS-Hersteller alle Anforderungen für neue Softwareprojekte in der Requirements-Management-Lösung. In einer Übergangsphase von rund drei Monaten wurden laufende Projekte noch in die bereits vorhandenen Word-Dokumenten eingepflegt, erst danach wurde ausschließlich mit Caliber RM gearbeitet. Derzeit arbeiten rund 20 Anwender mit der einfach und intuitiv bedienbaren Lösung.

Die Requirements-Management-Lösung ermöglicht, alle Anforderungen, Modelle, Testpläne und Änderungswünsche konsolidiert, integriert und zentral auf einer Datenbank zu verwalten und zu steuern. Zudem haben Produktmanagement, Entwickler und Softwaredesigner über den Web Client von Caliber RM jederzeit – quasi in Echtzeit – Zugriff auf alle in der Lösung hinterlegten Anforderungen und Änderungen. Alle am Entwicklungsprozess Beteiligten haben so stets aktuelle Informationen, Entwicklungsprojekte laufen dadurch schneller, effizienter und sicherer.

Einerseits pflegen Entwickler Anforderungen sowie Änderungen ohne zeitliche Verzögerungen in die Software ein. Andererseits kann das Produktmanagement Rückmeldungen von Entwicklern und Designern, etwa dass eine Anforderung softwaretechnisch oder von der Oberflächengestaltung nicht wie gewünscht umsetzbar ist, sofort einsehen und umgehend darauf reagieren. Um Änderungen in den Software-Requirements anzuregen, nutzen die Entwickler und die Qualitätssicherung die von Caliber RM bereitgestellten Diskussionsforen.

Requirements zuordnen und filtern

Ein weiterer Vorteil ist, dass der DMS-Hersteller heute Anforderungen komfortabel einzelnen Release-Versionen seiner DMS-Produkte aus der Entwicklungsphase zuordnen kann. Über Filterfunktionen erhält das Produktmanagement eine Anzeige aller Requirements, die zu einer bestimmten Release-Version, etwa dem Basis-Release, gehören. Advanced Features lassen sich nun im Rahmen eines Gesamtprojekts im richtigen Kontext beschreiben, pflegen und filtern. Selbst das Einbinden von UML-Diagrammen oder Bildern, etwa Screenshots von Benutzeroberflächen, in die Requirements ist problemlos möglich.

Zudem stellt Caliber RM die Abhängigkeiten zwischen einzelnen Anforderungen übersichtlich dar und verwaltet diese. Wird eine Anforderung – zum Beispiel »eingestellten Zoom-Wert speichern« – von einem am Entwicklungsprozess beteiligten Mitarbeiter geändert oder neu geschrieben, zeigt das Tool nun automatisch diese Änderung in allen davon abhängigen Anforderungen an. Das war vorher nicht möglich gewesen, in solchen Fällen musste der komplette Prozess manuell durchgeführt werden.

Die Darstellung von Abhängigkeiten erlaubt überdies, Oberflächenbeschreibungen von Funktionsbeschreibungen zu trennen. Die abstrakte Funktionsbeschreibung der Geschäftsregeln erfolgt über UML-Diagramme (Unified Modeling Language). Die Anforderungen an das Design der Benutzeroberflächen werden mittels Traces visualisiert. Diese sind auch Projekt übergreifend einsetzbar. Änderungen am Style-Guide etwa, der für die Gestaltung der Benutzeroberflächen aller Docuware-Produkte eingesetzt wird, müssen nicht für jedes Entwicklungsprojekt einzeln durchgeführt werden, sondern sind für alle Projekte wirksam.

Compliance-Vorgaben erfüllen


Doch das ist noch nicht alles. Mit der Traceability-Matrix in Caliber RM lassen sich Änderungen an Requirements einfach und übersichtlich verwalten und lückenlos nachverfolgen. »Das erhöht einerseits die Qualität im Entwicklungsprozess, andererseits erfüllen unsere Dokumenten-Management-Systeme damit wichtige Compliance-Anforderungen sowie internationale Zertifizierungsrichtlinien«, erklärt Dr. Annegret Kampe. Bei einer Zertifizierung werden nicht nur die Funktionen eines DMS auf Stabilität und Verlässlichkeit geprüft, sondern zugleich die Entwicklungsabläufe durchleuchtet.

Mithilfe der Traceability-Matrix sind alle Funktionen, wie etwa Dokumente ablegen, rückverfolgbar und dokumentiert. So etwa erfüllt Docuware 5.1 als erste deutsche Standardsoftware für Dokumentenmanagement den DoD-Standard 5015 Part 2 (Department of Defense), in den USA ein De-facto-Standard für Compliance-Fragen, und wurde deshalb vom US-Verteidigungsministerium zertifiziert. Ebenso erfüllt die Software die Compliance-Richtlinien der US Food and Drug Association (FDA).

Bewährte Abläufe effizienter gestalten

Der DMS-Spezialist setzt – unterstützt von Caliber RM – seine agilen Entwicklungsprozesse jetzt noch zielgerichteter um. Er hat Prozesse im Anforderungsmanagement sicherer und produktiver gestaltet, das Resultat sind schnellere Ergebnisse und qualitativ noch bessere Produkte.

Bewährte Abläufe wickelt der DMS-Spezialist heute effizienter ab. Freigabe-Prozesse werden nach wie vor mit Word-Dokumenten durchgeführt, denn auf diese Weise lassen sich Softwareprojekte am besten in ihrer Gesamtheit diskutieren. »Mit der in Caliber RM integrierten Document-Factory erzeugen und publizieren wir die hierfür erforderlichen Word-Dokumente nun automatisch per Knopfdruck«, hebt Dr. Annegret Kampe hervor. »Sie enthalten alle im Requirements-Management-Tool erfassten Anforderungen und Ideen.« Die Dokumente werden an die beteiligten Mitarbeiter verschickt, im Docuware-Archivsystem abgelegt, dort per elektronischen Stempel abgezeichnet und freigegeben.

Im nächsten Schritt plant der DMS-Spezialist, das Requirements-Management-Tool auch in die Software für Qualitätssicherung zu integrieren.

 

 

 

Über die Docuware AG:

Die 1988 gegründete Docuware AG ist heute in über 50 Ländern mit circa 6.000 Installationen und zehntausenden von Anwendern vertreten. Kernzielgruppe des Herstellers von integrierten Dokumenten-Management-Systemen (DMS) sind der Mittelstand, Behörden und Abteilungen großer Konzerne. Neben dem Hauptsitz in Germering bei München hat das Unternehmen Tochtergesellschaften in den USA, Großbritannien und Spanien. Im Jahr 2007 konnte die Docuware AG weltweit 845 Neukunden für ihr integriertes DMS gewinnen – 130 mehr als im Vorjahr. Bei einem Wachstum von 14 Prozent übersprang der Umsatz erstmalig die Zehn-Millionen-Euro-Marke.

 

 

Folgen Sie »manage it«

auf Google+


 


 


 

 

 
Copyright © 2003-2012  ap Verlag GmbH