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SAS und IBM veranstalten erste Green IT Lounge in Düsseldorf

 »Der Bedarf an Green-IT-Lösungen bei deutschen Anwendern ist aktuell stark steigend«, so beschreibt Andreas Zilch, Vorstand der Experton Group und Redner auf der ersten Green IT Lounge in Düsseldorf die derzeitige Gemütslage der Unternehmen in Sachen Green IT. Anlass dieser positiven Einschätzung war die von SAS Deutschland und IBM iniziierte erste Green IT Lounge, die am 27. September im Düsseldorfer IBM Forum stattfand. Doch gleichzeitig warnt der Experte auch vor zu viel Euphorie. »Um Green-IT-Initiativen und dabei insbesondere Virtualisierungsprojekte erfolgreich zu stemmen, rate ich den Firmen dringend, gewisse Aspekte ernster zu nehmen und sich der Komplexität bewusst zu sein«, so Zilch. So bewerten die sicherheitsbewussten Deutschen ausgerechnet in Sachen Green IT erstaunlicherweise nichts als wirkliches Hemmnis. Unterschätzen sie sogar die sensibelste aller Komponenten in diesem Zusammenspiel deutlich. Das ist die Fachkompetenz, die Green-IT-Projekte erfordert. Sogar die Wirtschaftlichkeit und die Softwarekosten für Virtualisierung werden nicht als Hinderungsgrund wahrgenommen. »Daraus können wir schließen, dass die meisten die Komplexität solcher Projekte fehleinschätzen«, so Zilch.

 BI-Spezialist SAS hält dagegen: »Die Unternehmen liegen mit ihrer Einschätzung richtig. Es besteht kein Grund zur Skepsis hinsichtlich Software, Komplexität und Kosten«, so Jürgen Wengorz, Manager Business Competence Center IT Solutions SAS Deutschland. »Solange die Firmen bei Green IT Projekten auf leistungsstarke Server mit analytisch arbeitender Konsolidierungssoftware setzen, sind Sorgen ungerechtfertigt.« Der Experte verspricht Kosteneinsparungen von rund fünf Millionen US Dollar nach 10 Monaten Projektlaufzeit.

Serverfarmen werden also richtig grün, wenn sowohl die Hardwareplattform als auch die Software optimal aufeinander abgestimmt sind, darin waren sich die Veranstalter einig. Aber, und auch hierin bestand Konsens, beide Komponenten, die Hardware und die Software, müssen als einzelne Einheit perfekt sein. »Coq au Vin schmeckt eben mit Spitzenrotwein besser als mit Tafelfusel, trotzdem ist es Coq au vin«, erläutert Jörg Petzhold, Manager Market & Strategy Enterprise Intelligence bei SAS Deutschland den Zusammenhang.

Die IBM-Komponente ist das sogenannte New Enterprise Data Center, dessen Kern aus dynamisch arbeitenden Servern besteht. »Mit ihnen lassen sich übergeordnete Prozesse integrieren«, so Jürgen Ley, Produkt Manager System z, IBM Deutschland. Ein modernes Rechenzentrum brauche Server, die in der Lage sind, sich selber bedarfsgerecht zu steuern. »Sogar schlafende Prozessoren, also die, die noch nicht einmal eingeschaltet sind, aktiviert das System. Die Ressourcen werden dynamisch über Software genau dorthin geschaffen, wo man sie braucht«, so Jürgen Ley. »Und hier schließt jetzt die  strategische Kapazitätsplanung von SAS an. Strategisch-analytische Software ordnet die Ressourcen eines Servers zu« und lege freie Kapazitäten offen. Dabei werden Daten aus den unterschiedlichsten Applikationen und Infrastrukturkomponenten zusammengeführt und ausgewertet. Versteckte Ursache-Wirkungs-Beziehungen werden identifiziert, Muster und Trends erkannt sowie Potenziale ermittelt. Dreh- und Angelpunkt hierbei sind die Prognose- und Analysefunktionalitäten der Software. »Damit wird aufgezeigt, welcher Server priorisiert werden sollte«, erklärt Wengorz. Wichtig bei allem ist, dass die Software alle zur Verfügung stehenden Daten verschiedenster Quellsysteme und Standards in einen zentralen Datenbestand integriert und so eine einheitliche Sicht auf die Daten möglich macht. »Ein wichtiger Ansatz, so orientiert sich das IBM New Enterprise Data Center eben auch an offenen Standards wie Java, Linux oder TCP IP Technologie«, so Petzhold. »Die Grundlage für eine konsistente und transparente Informationsgrundlage zur strategischen Kapazitätsplanung ist damit geschaffen.«  

Die Green IT Lounge hat gezeigt, dass Green IT sehr vielfältig ist. Ähnlich wie die Farbe Grün selber. Sie lebt irgendwo zwischen Blau und Gelb. Das Kunstwort Blün lässt erahnen, was Grün ausdrücken kann. Es mag also sein, dass genau deshalb die Farbe Grün zum Symbol für die Ökologisierung der IT wurde, »denn«, so Jürgen Ley, »Green IT hat viele Facetten und viele Ziele.« Einige Firmen wollen ihr Image als nachhaltig wirtschaftendes Unternehmen aufpolieren und andere wollen ihre Energiebilanz auf Vordermann bringen.« Beides ist möglich.

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