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Zehn Tipps zur Hochverfügbarkeit

Schlafen Sie ruhiger

Für viele IT Manager ist die Absicherung von Systemen und Applikationen vor ungeplanter Downtime der Hauptgrund für schlaflose Nächte. Durch immer neuere und strengeren Vorschriften und immer komplexer werdende Anforderungen, wird das Thema Hochverfügbarkeit in der IT immer wichtiger, gleichzeitig aber auch immer verwirrender.

 

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ittlerweile gibt es mehr und mehr Anbieter am Markt, die alle für sich in Anspruch nehmen, eine komplette Lösungspalette im Bereich der Hochverfügbarkeit anzubieten. Die Rede ist dann von Desaster Recovery, über Hochverfügbarkeit, kontinuirlicher Verfügbarkeit, Fehlertoleranz, Datenschutz in Realtime bis hin zu Business Continuity. Nennen Sie nur einen dieser Fachbegriffe und die meisten Anbieter werden behaupten, dass sie Ihnen behilflich sein können. Um das Thema noch undurchsichtiger zu gestalten, werden Fachausdrücke von unterschiedlichen Anbietern unterschiedlich definiert. Dadurch ist die Verwirrung endgültig komplett und der Kunde steht bei der Suche, nach der für Ihn passenden Lösungen, vor einer erheblichen Herausforderung.

Lassen Sie uns zu Beginn einen Blick auf die verschiedenen Begrifflichkeiten werfen, um deren Bedeutung klären können.

Desaster Recovery ist eines der meist verbreiteten Schlagworte in der Branche, und die meisten Hersteller werden Ihnen sagen, dass sie Desaster-Recovery-Lösungen anbieten. Desaster Recovery, also die »Notfallwiederherstellung« ist ohne jeden Zweifel wichtig, bedeutet aber durchaus nicht, das man hier automatisch auch von ‚Verfügbarkeit’ sprechen kann. Das Recovery, die Wiederherstellung, besteht in erster Linie darin, Applikationen nach einem Ausfall, wie der Begriff schon sagt, wieder herzustellen. Es handelt sich hierbei also quasi um eine Vorsorgeplanung, wenn sprichwörtlich alle Stricke reißen. Ein allgemeiner Desaster-Recovery-Plan könnte sich demnach durchaus auch auf eine Wiederherstellungszeit von Stunden oder sogar Tagen belaufen, während sich der Bedarf an Verfügbarkeit für einzelne Systeme aber nur auf wenige Minuten belaufen darf.

Hochverfügbarkeit bezeichnet grundsätzlich die Möglichkeit, das Applikationen trotz diverser Hardwarefehler weiterlaufen und vom Anwender genutzt werden können. Manche Hersteller behaupten zwar, dass sie Hochverfügbarkeit liefern, aber in der Praxis kann es dann doch einige Zeit dauern, bis die Applikationen wieder verfügbar sind. Ein paar Minuten können in vielen Fällen vielleicht noch akzeptabel sein, aber es gibt ebenso eine Vielzahl von Applikationen, bei denen eine ungeplante Downtime von 5, 10, 60 oder mehr Minuten zu größeren Problemen und nicht zuetzt auch zu erheblichen Kosten für das Unternehmen führen können. Es ist somit wichtig vorab genau zu definieren, was der jeweilige Anbieter wirklich meint, wenn er von einer Hochverfügbarkeitslösung spricht.

Kontinuierliche Verfügbarkeit ist nicht das gleiche wie Hochverfügbarkeit. Kontinuierliche Verfügbarkeit, bedeutet, wie auch hier der Name eigentlich schon sagt, das Systeme kontinuirlich weiterlaufen, ohne eine für den Anwender erkennbare Unterbrechung zu erzeugen. Sobald Systemausfälle, Applikationen und Dienste zum Stillstand bringen und erst ein Neustart der Selbigen erforderlich ist, kann die Lösung nicht kontinuirlich sein. Stand Heute gibt es am Markt, nach genauerer Betrachtung, tatsächlich nur sehr wenige Hersteller, die echte kontinuierliche Verfügbarkeit anbieten können.

Datenschutz ist natürlich ein wichtiger Bestandteil der meisten Verfügbarkeitslösungen. Sobald ein System und die dazugehörigen Applikationen neu gestartet werden müssen, können beschädigte oder gar verlorengegangene Daten zu Problemen mit der jeweiligen Applikation führen. An der Stelle sollte man sich nicht vorschnell von der Aussage blenden lassen, das ein Echtzeit-Datenschutz ohne Weiteres möglich sei, was dann dazu führen kann, das man seine Daten zu jederzeit »in Sicherheit« wiegt. Die Bezeichnung ‚Realtime’ verweist letztendlich nur darauf, das Veränderungen des Datenbestands erfasst werden, jedoch nicht zwangsläufig, das auch gleichzeitig ein Schutz dieser Veränderungen gegeben ist. Im Detail werden Veränderungen des Datenbestands an ein zweites Storage-System gesendet, sofern Verzeichnisse und Bandbreite es erlauben. Sollte es zu einem Ausfall des Systems kommen, bevor die Daten verschickt werden können, sind jene Daten verloren und die Kopie auf dem Storage-System ist womöglich beschädigt und verhindert somit den sauberen Neustart der Applikation.

Die Zehn Top Tipps

Nun beschreibt Nick die wichtigsten Schritte, welche Ihnen die Suche nach der richtigen Lösung, Ihre Systeme und Applikationen vor ungeplanter Downtime zu schützen, erleichtern sollen. Ungeplante Downtime von Applikationen kann viele Bereiche des Unternehmens betreffen und zu unterschiedlichen Problemstellungen führen. Unproduktive Mitarbeiter, unzufriedene Kunden, Regressansprüche, Umsatzeinbußen, Datenverluste.

  1. Folgen Sie einer pragmatischen Herangehensweise und bestimmen Sie was für Ihr Unternehmen richtig ist. Für Verfügbarkeit gibt es kein fertiges Modell, das für alle passt. Jedes Unternehmen hat unterschiedliche Voraussetzungen und unterschiedliche Applikationen. Folgen Sie der Beratung anderer Unternehmen, aber achten Sie dabei immer auf darauf, dass Ihre individuellen Anforderungen erfüllt werden.
  2. Definieren Sie klar die Anforderungen Ihres Unternehmens. Was wollen Sie wirklich erreichen? Desaster Recovery, Verfügbarkeit oder beides? Sollten Sie am Ende auf eine falsche oder unvollständige Lösung setzen, könnten Sie dabei sehr viel Zeit und Geld verschwenden. Sprechen Sie mit den Mitarbeitern, die mit den Systemen arbeiten oder auch mit Kunden, um die Anforderungen und Zielsetzungen zu bestimmen welche tatsächlich erreicht werden sollen.
  3. Bestimmen Sie Ihr Recovery Point Objective (RPO). Der RPO ist der Zeitpunkt in welchem System und Daten nach einem Ausfall wiederhergestellt werden können. Mit anderen Worten, wieviele Daten oder Transaktionen dürfen maximal verloren gehen? Keine? Fünf Minuten? Fünf Stunden? Dies verändert sich von Applikation zu Applikation. Sobald Sie den RPO verstehen und klar definieren, fällt die Suche nach der richtigen Lösung leichter.
  4. Bestimmen Sie Ihren Wiederherstellungszeitraum (RTO=Recovery Time Objective). Wie lange darf ein System ausfallen, ohne den üblichen Geschäftsbetrieb des Unternehmens zu beeinflussen. Dieser Wert ist natürlich auch von Applikation zu Applikation unterschiedlich. Hierbei geht es vorallem darum, zu bestimmen, welche Applikation und welches System in Ihrem Unternehmen welche Priorität hat. Wenn kein Problem darin besteht, das ein System für mehrere Stunden oder sogar Tage nicht verfügbar ist, reicht womöglich ein Disk- oder Tape-basierendes Backup. Die meisten Applikationen erfordern jedoch wahrscheinlich einen kürzeren Wiederherstellungszeitraum. Also eher eine Hochverfügbarkeitslösung mit einem geringen RTO-Wert von einigen Minuten oder gar eine RTO = 0 und somit eine Lösung die kontinuierliche fehlertolerante Verfügbarkeit bietet.
  5. Für welche Situationen brauchen Sie Schutz? Es gibt zahlreiche Ursachen, die zum Ausfall von Systemen führen können. In den meisten Fällen sind dies tatsächlich Hardwareausfälle. Bei den Ursachen und Auslösern kann es durchaus noch unterschiedliche Faktoren geben, die zu beachten sind. Sollten Sie beispielsweise häufig, standortbedingt, von Unwettern o.ä. betroffen sein, benötigen Sie wahrscheinlich eine Lösung, die standortübergreifenden Schutz gewährleistet. Wohingegen dieser Punkt für andere Unternehmen eine untergeordnete Rolle spielt und sich dadurch auch ihr Lösungsansatz verändert.
  6. Bemühen Sie sich darum die Unterstützung vom Management und anderen Geschäftsbereichen zu erhalten. Stichwort internes Marketing. Hier geht es in erster Linie darum, den Nutzen und die Vorteile einer neuen Lösung herauszuarbeiten und im Unternehmen so zu kommunizieren, also Überzeugungsarbeit zu leisten. Sollten Sie es nicht schaffen, intern genügend Argumente für den Einsatz einer neuen Lösung zu finden, wird es schwierig sein, das Projekt überhaupt umzusetzen. Zu Beginn geht es vorallem darum, das Bewusstsein für die Wichtigkeit eines Desaster-Recovery-Konzepts und einer Verfügbarkeitslösung im Unternehmen zu stärken und aufzuzeigen, welche Folgen, das Fehlen solcher Lösungen haben kann.
  7. Achten Sie auf das »Kleingedruckte«. Bei der Auswahl einer entsprechenden Lösung sollte man wirklich auf jedes Detail achten und alle Punkte genau hinterfragen, um so wirklich sicherzustellen, das die jeweilige Lösung genau den individuellen Anforderungen entspricht. Welcher Hersteller und welches Produkt decken welchen Bereich ab? Wo sind Einschränkungen? Wie funktioniert die Lösung und wie reagiert Sie im Fall der Fälle? Machen Sie in diesem wichtigen Bereich Ihre Entscheidung nicht allein von einem schönen Datenblatt des Produkts und den Marketingversprechen des Herstellers abhängig. Es geht um Fakten.
  8. Beginnen Sie mit einfachen, grundsätzlichen Vorsichtsmaßnahmen. Diese beinhalten die Verwendung von separaten Hauptstromzugängen, Backup-Stromversorgung und Netzwerkkabel um einen möglichen Schwachpunkt oder Single Point of Failure wie zum Beispiel einen einzelnen Router zu entschärfen.
  9. Sondieren Sie, vergleichen Sie, diskutieren Sie und treffen am Ende Ihre Entscheidung. Es kann wirklich ein langwieriges und vielleciht auch ermüdendes Projekt sein, die richtige Lösung und das passende Konzept zu finden und zu erarbeiten, aber sobald Sie ein paar Regeln einführen und die Umsetzung erstmal angefangen haben, werden Sie zum Schluss zufrieden mit Ihrer individuellen Lösung sein.
  10. Schlafen Sie ruhiger!

Marathon Technologies steht auf dem Standpunkt, das wirkliche Verfügbarkeit den Schutz Ihrer kompletten IT-Umgebung beinhaltet: Daten, Netzwerke und Applikationen. Die Ever-Run-Lösungen bieten Ihnen kontinuierliche Verfügbarkeit und Hochverfügbarkeit für jede nur denkbare Windows-Applikation, und ermöglicht Unternehmen das einzusetzen, was sie auch wirklich benötigen.

Nick Turnbull

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Nick Turnbull ist Vice President für Internationale Sales für Marathon Technologies

 

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