200812h Siemens IT SaS RFID Radio Frequency Identification

 Home | News | Hefte | Mediadaten | Online-Artikel | Kommentare | Trends | Wir-ueber-uns | Tipps | Impressum | CeBIT 2012

 

Home
News
Trends
Hefte
Online-Artikel
Kommentare
Service-Angebote
Feedback
Abonnement
Wir-ueber-uns
Tipps
Impressum
Veranstaltungen


»manage it« als

E-Paper  5-6 2011
E-Paper  3-4 2011
E-Paper  1-2 2011
E-Paper  11-12 2010
E-Paper  9-10 2010

E-Paper  7-8 2010
E-Paper  5-6 2010
 




 

 


 




 


 


 

 

 

Radio Frequency Identification

Funkchips sorgen für effiziente Lieferketten

Radio Frequency Identification (RFID) erobert immer mehr Branchen und Anwendungsfelder. In den letzten Jahren nutzen aufgrund hoher Kosten, kurzer Innovationszyklen und erheblichem Installationsaufwand nur Vorreiter wie die Automobilindustrie die Funktechnologie. Doch mittlerweile haben die funkenden Chips einen Reifegrad erreicht, der sie für viele Unternehmen interessant macht. Dabei beschränken sie sich längst nicht mehr nur auf unternehmensinterne Abläufe.

 

L

aut dem Bundesverband Informations- und Kommunikationstechnik e.V. (BITKOM) haben deutsche Unternehmen im Jahr 2005 rund 230 Millionen Euro in RFID investiert. In diesem Jahr rechnet BITKOM bereits mit 600 Millionen Euro. Einen rasant wachsenden RFID-Markt prognostizieren auch die Analysten des Marktforschungsinstituts Gartner. 2010 sollen weltweit mehr als drei Milliarden US-Dollar in die Funktechnologie fließen.

Der Grund dafür: RFID verbindet die reale mit der digitalen Welt und schließt damit die oft sehr kostspielige Lücke zwischen Informationssystemen und der Wirklichkeit. Unternehmen wollen mit Hilfe der Technologie Prozesse beschleunigen und vereinfachen, Fehler minimieren und die Sicherheit ihrer Produkte erhöhen. Das Augenmerk liegt sowohl bei Herstellern als auch bei Anwendern auf dem praktischen Nutzen und der Wirtschaftlichkeit der funkenden Chips. Unterschiedliche Branchen versprechen sich dabei Vorteile von der Technik.

Dem Handel hilft RFID, die Waren im Regal just-in-time verfügbar zu machen. Zum anderen verzeichnen Händler kaum mehr Schwund durch Verlust oder Diebstahl und können so Kosten maßgeblich senken. Gleichzeitig steigen die Umsätze durch eine höhere Umschlagsgeschwindigkeit. Am Ende der Kette gewinnt durch effizientere Abwicklung und schnelleren Versand letztlich auch der Kunde.

Logistiker schaffen mit RFID transparente Warenflüsse entlang der kompletten Supply-Chain, reduzieren Durchlaufzeiten und minimieren die Fehlerquote bei der Kommissionierung. Auch produzierende und verarbeitende Unternehmen haben die Funkchips hauptsächlich für ihre Lieferkette entdeckt. Eine schnellere Logistik, niedrigere Betriebskosten und eine bessere Zusammenarbeit mit Partnern und Kunden sind die Folge.

 

Unerwartete Ausverkäufe oder Ladenhüter im Warenlager gehören dank RFID-Technologie der Vergangenheit an. (Quelle: Siemens)

 

Mehr Sicherheit und Schutz vor Fälschungen bietet die Funktechnologie vor allem der Chemie- und Pharmabranche. So gibt es regulatorische (beispielsweise der Food & Drug Administration in den USA) und gesetzliche (zum Beispiel die EU-Verordnung EG 178/2002) Anforderungen, die eine elektronische Rückverfolgbarkeit und Authentifizierung am Point-of-Sale oder Point-of-Care vorschreiben und hierfür, wie im Falle der FDA, RFID empfehlen. Im nahestehenden Gesundheitssektor wird RFID darüber hinaus zum einen für das Asset-, und zum anderen für das Patienten- und Medikamentenmanagement genutzt. Damit steigt auch hier der Schutz und die Sicherheit in punkto Medikation und Compliance. Zudem sparen wichtige Informationen zur richtigen Zeit am richtigen Ort zeitlichen und personellen Aufwand.

Standards fördern Verbreitung

Ein wichtiger Schritt für die Verbreitung der RFID-Technologie war Mitte 2006 die Vereinheitlichung der Kommunikationsschnittstelle durch die Non-Profit-Organisation EPCglobal. Der von Ihr entwickelte Standard UHF Gen2 wird seitdem von der internationalen Standardisierungsorganisation (ISO) als Norm verbreitet. Er umfasst sowohl die Datenformate für den Elektronischen Produkt-Code (EPC) als auch die Beschreibung der Luftschnittstellen, die als Kommunikationsprotokoll zwischen Transponder und Schreib- beziehungsweise Leseeinheit dienen. UHF-Gen2-Chips gibt es schon länger auf dem Markt. Doch noch sind in den einzelnen Ländern unterschiedliche Frequenzen freigegeben, so dass – ähnlich wie bei den Mobiltelefonen – die Lesegeräte mehrere Bänder und die Chips mehrere Frequenzen bedienen müssen. An dieser Stelle steht also noch eine Vereinheitlichung aus.

Nach anfangs hohen Preisen für Chips und Lesegeräte sinken mittlerweile die notwendigen Aufwendungen durch wachsende Verbreitung und Neuentwicklungen der RFID-Technologie. Derzeit kosten einfache Transponder zum Aufkleben bereits unter zehn Cent. Das Item-Level-Tagging, also das Bestücken einzelner Produkte mit einem Tag, ist damit beispielsweise schon heute für Elektronik- und Textilprodukte attraktiv, da sich damit Produktions-, Transport- und Serviceprozesse deutlich vereinfachen lassen. Für günstige Massenware ist der Preis allerdings immer noch zu hoch. Den entscheidenden Preisschub und damit die Möglichkeit, auch Massengüter mit RFID auszustatten, könnten Polymerchips bringen, bei denen die elektronischen Komponenten kostengünstig aufgedruckt werden. Diese sind allerdings aufgrund ihres relativ kleinen Speichers noch nicht fit für den flächendeckenden Einsatz.

RFID-Tags auf hochwertigen Lebensmitteln sorgen für eine lückenlose Rückverfolgung der Lieferkette. (Quelle: PolyIC)

 

Einen wichtigen Marktimpuls wird die Kombination von RFID und anderen Technologien wie der Sensorik geben. Unternehmen können damit nicht nur Ortungsdaten, sondern auch Informationen über Temperatur, Feuchtigkeit oder andere Zustände von Produkten und ihrer Umgebung sammeln. Dadurch sind zahlreiche innovative Anwendungen denkbar: Gefahrguttransporte oder -lagerungen lassen sich gezielt absichern, und Wartungstechniker können sich vor Ort kontaktfrei Informationen von Trafostationen oder Überlandleitungen besorgen. Hochwertige Lebensmittel wie Wein lassen sich mit einem Zertifikat versehen, das den gesamten Prozess von der Abfüllung bis zur Auslieferung lückenlos belegt.

Richtige Umsetzung entscheidet über Erfolg

Doch mit ausgereifter, kostengünstiger Technologie alleine lassen sich RFID-Projekte nicht umsetzen. Dafür sind sie zu komplex und vieles lässt sich erst bei der eigentlichen Installation erproben. Gefragt sind deshalb Dienstleister, welche die Anforderungen der Branche kennen und die Entwicklung der RFID-Technologien verfolgen oder im besten Fall selbst mit betreiben. In Zusammenarbeit mit Standardisierungsgremien können Unternehmen wie beispielsweise Siemens IT Solutions und Services Systeme von Drittanbietern sowie Marktinnovationen bezüglich ihrer Eignung am sichersten bewerten.

Der Technologiekonzern aus München deckt den gesamten Projektzyklus vom RFID-Assessment über Konzeption und Implementierung bis zum Rollout und Betrieb ab. Darüber hinaus nutzt er im Zusammenspiel mit der Funktechnologie auch andere Techniken zur automatischen Identifikation wie beispielsweise Barcode, Sensorik, GPS/GPRS und Biometrie. All diese AutoID-Technologien vernetzen die Partner entlang der gesamten Supply-Chain. Als tragfähige Basis einer AutoID-Infrastruktur kann dabei eine sogenannte Shared Services-Plattform dienen, deren Dienste für alle Beteiligten zentral bereit liegen. Siemens beispielsweise betreibt eine solches System auf Wunsch mit verschlüsselter Datenübertragung in eigenen gesicherten Rechenzentren.

Um Geschäftsprozesse exakt abzubilden, Daten aufzubereiten und daraus entsprechende Rückschlüsse ziehen zu können, ist eine intelligente IT-Infrastruktur als Basis unabdingbar. (Quelle: Siemens)

 

Ebenfalls entscheidend für einen rentablen Einsatz der RFID-Technologie sind Services für IT-Integration sowie Betreiber- und Finanzierungsmodelle. Während Großkonzerne, die eine Wertschöpfungskette dominieren, RFID-Leistungen über interne Abteilungen oder Technologietöchter erbringen können, fehlen bei Lieferketten einer Vielzahl kleinerer und mittlerer Unternehmen die finanziellen und personellen Ressourcen dafür. Dienstleister wie Siemens IT Solutions und Services bieten deshalb Betreibermodelle mit flexiblen Service- und Abrechnungsmodellen an. Sie stellen die RFID-Infrastruktur im Rahmen von ganzheitlichen Services für die automatische Identifizierung (AutoID) bereit, garantieren die Vernetzung und rechnen individuell nach Nutzung ab. So können auch dezentrale Strukturen von der Funktechnologie profitieren und deren Vorteile in Zukunft nutzen.

Volker Klaas

 

Volker Klaas ist Leiter des Competence Center AutoID/RFID bei Siemens IT Solutions and Services. (Quelle: Siemens)

 

 

RFID-Angebote von Siemens IT Solutions und Services

Tracking & Tracing

  • Tracking & Tracing auf Paletten-, Verpackungs- oder Item-Ebene
  • Unterstützung von Prozessen über die gesamte Supply-Chain hinweg
  • Erfassung und Soll-Ist-Abgleich am Wareneingang und -ausgang
  • Erleichterung von After-Sales-Maßnahmen
  • erweiterbar um Sensorik, Plagiatschutz, PLM u. a. m.

RTI-Management (Returnable Transport Items)

  • Tracking und Transport von Behältern (etwa Paletten, Container) in der Produktion, der internen Lieferkette und der betriebsübergreifenden Logistik
  • erweiterbar durch GPS- und GPRS-Lösungen, Sensorik u. a. m.

Asset Management

  • Identifizierung, Lokalisierung und Statusmeldung von Anlagegütern
  • Vereinfachte Verwaltung von Assets
  • Automatisierte Durchführung der Inventur
  • erweiterbar durch Informationsspeicherung für Service- und Wartungsprozesse u. a. m.

 

 

Folgen Sie »manage it«

auf Google+


 


 


 

 

 
Copyright © 2003-2012  ap Verlag GmbH