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Integration Competency Center

HP konsolidiert 85 Datenzentren

Im Zentrum der Konsolidierung der HP-Datenzentren stehen das Konzept des Integration Competency Center (ICC) und die Plattform Informatica PowerCenter.

 

I

m Jahr 2000 entschied HP, Anwendungen zur Entscheidungsfindung weltweit zu standardisieren und als Teil dieser neuen Architektur auf Informatica PowerCenter als Plattform für Datenintegration zu setzen. Im Rahmen dieses Prozesses schuf HP die »BI Factory«, eine dedizierte Plattform, die in der Lage ist, Decision-Support-Projekte innerhalb von drei Wochen zu implementieren und so den Anforderungen der Business Teams gerecht zu werden. 2006 traf die IT-Organisation eine weitere strategische Entscheidung: Die 85 weltweit verstreuten Datenzentren sollten auf drei reduziert werden, so dass die Daten künftig in Atlanta, Houston und Austin konsolidiert vorliegen. Jeder der neuen Standorte verfügt über zwei große Datencenter, die so ausgelegt sind, dass beim Ausfall eines der beiden Rechenzentren das andere den Betrieb übernehmen kann. Ziel ist die Reduzierung der IT-Ausgaben um mehrere Milliarden US Dollar in den kommenden Jahren – mit Hilfe eines modularen Konzepts, das die schnelle Umkonfiguration von Ressourcen und Operationen erlaubt, um geänderten Anforderungen gerecht zu werden.

Massive Migration von Anwendungen zur Entscheidungsfindung

»Natürlich hatte diese Entscheidung auch Auswirkungen auf den Bereich Business Intelligence,« erklärt Furio Lanzoni, Architekt Infrastruktur von HP. »Wir mussten alle Anwendungen zur Entscheidungsfindung und die damit assoziierten Lösungen von Informatica migrieren. Durch die Standardisierung dieser Tools im Jahr 2000 war das natürlich erheblich einfacher, doch es blieb noch immer ein enormes Projekt.«

Die Anwendungen von HP zur Entscheidungsfindung betreffen die Bereiche Geschäftsfinanzen, Inventarverwaltung, Marketing-Planung, Einkauf und Teileversorgung, Verkauf, Verwaltung großer Verträge, Produkte, Preisgestaltung und Kredit. Durch die Bedeutung dieser Anwendungen enthielten die BI-Datenbanken ungefähr 40 Terabyte an Daten. »Wenn Sie in ein neues Haus umziehen, möchten Sie, dass alles sauber und in Ordnung ist«, sagt Furio Lanzoni. »Bei uns ist es das gleiche: Wir nutzten den Umzug, um bei den Anwendungen aufzuräumen, sie auf neue Rechner zu portieren und an die Regeln der neuen Data Center anzupassen.«

Ein Projekt in zwei Phasen

Für die Migration übernahm HPs Integration Competency Center (ICC) die Kontrolle über alle Datenintegrationslösungen bis zum Produktivstart auf den neuen geclusterten HP-UC-Itanium-Servern. Unter der Leitung von Chris Hoffs und Brian Thome teilte das aus elf Mitarbeitern bestehende Projektteam das Projekt in zwei Teilbereiche. In der ersten Phase, die im November 2006 begann, erstellte das Team die Datenintegrationsplattform, definierte die Regeln, die für alle PowerCenter-Lösungen gelten und migrierte innerhalb von sechs Monaten 20 Lösungen. Fünf Teammitglieder implementierten PowerCenter auf acht dedizierten, hochverfügbaren Servern, die auf die Standorte Austin und Houston aufgeteilt wurden. »Da diese Datenintegrationslösungen geschäftskritisch sind, richteten wir auch ein Support Center ein, das 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche besetzt ist,« erläutert Furio Lanzoni. »Es kommuniziert mit den 160 Mitarbeitern, die mit der Pflege und der Entwicklung der 20 Anwendungen befasst sind, die bis heute migriert wurden.«

Die zweite Phase, die im April 2007 mit intensiver Unterstützung durch das Management begann, betraf 56 ergänzende Datenintegrationslösungen. Diese Phase musste bis zum April 2008 abgeschlossen werden, denn zu dem Zeitpunkt sollten die anderen Datencenter geschlossen werden. »Ohne Zweifel werden es noch mehr Anwendungen werden,« fügt Furio Lanzoni hinzu. »Mit der geplanten Verdoppelung der PowerCenter-Server haben wir die notwendige Infrastruktur, um 400 Informatica-Lösungen zu unterstützen. Wenn alles fertig ist, werden wir eine der größten PowerCenter-Plattformen der Welt haben.«

Eine der Entscheidungen, die im Rahmen des Migrationsprojekts getroffen wurde, ist die Standardisierung der Datenintegrationslösungen auf Version 7.1 von Informatica PowerCenter. »Vorher nutzten zwar alle unsere Kunden PowerCenter, aber nicht unbedingt die gleiche Version,« so Furio Lanzoni. »Um eine homogene Umgebung zu schaffen, haben wir alle auf die gleiche Version umgestellt. In Kombination mit der neuen HP-Technologie bringt uns die Plattform die Stabilität und das Maß an Performance, das von den geschäftskritischen Datenintegrationslösungen benötigt wird, die die BI-Lösungen versorgen, die für sich betrachtet ebenfalls geschäftskritisch sind. Diese Standardisierung wird auch Version 8.5 betreffen, das sich bei uns im Betatest befindet. Wir beabsichtigen, viele der neuen Fähigkeiten zu nutzen, denn Version 8.5 wurde speziell für große, geschäftskritische Umgebungen wie die unsere entwickelt. Kombiniert mit HP-Technologie, garantiert uns Informatica eine Verfügbarkeit von 99,9 Prozent.« Neben der Metadaten-Funktion von PowerCenter Advanced Edition, die HP bereits benutzt, möchte das Unternehmen künftig die Datenqualitätslösung von Informatica implementieren.

Die Rolle des Integration Competency Center

Zuständig für das gesamte Projekt war das HP-eigene Integration Competency Center. Im Jahr 2001 eingerichtet, ermöglicht die Plattform die beschleunigte Auslieferung von Projekten durch die gemeinsame Nutzung von Wissen sowie die Standardisierung auf eine kleine Anzahl bewährter Tools und Unterstützung von optimalen Lösungen. »Wir haben PowerCenter intensiv sieben Jahre lang genutzt und wissen, wie man die maximale Funktionalität dieser Plattform erhält,« erklärt Furio Lanzon und fügt hinzu: »Im Rahmen dieses Projekts kann jedes Teammitglied dank der Beherrschung von PowerCenter die Migration mehrerer Lösungen durchführen, und gleichzeitig die Mitarbeiter einweisen, die in Zukunft für die Betreuung der Lösung zuständig sein werden. Das bedeutet viel Arbeit für ein kleines Team wie das unsrige. Ohne Datenintegration mit PowerCenter wäre es schlicht unmöglich gewesen.«

 

Das Konzept des HP Integration Competency Centers.

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