20090102zza Gonicus Green IT und Open Source

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IT-Infrastrukturen

Green-IT und Open Source

In Zeiten von ökologischen und ökonomischen Heraus-forderungen rückt die richtige Nutzung von IT-Infrastrukturen erneut in den Mittelpunkt.

 

A

ngesichts sich verändernder Energiekosten und unsicherer wirtschaftlicher Rahmenbedingungen sind auch in der Informationstechnologie intelligente Konzepte gefragt. Sie können nicht nur helfen, Strom zu sparen und Emissionen zu vermeiden, sondern auch in erheblichem Maße Kosten senken oder sogar neue Geschäftsfelder erschließen: Green-IT ist der Hintergrund, vor dem Lösungsansätze rund um Linux & Co. weiter an Bedeutung gewinnen. Ihr großer Vorteil: Die Open Source-Lösungen sind bereits jahrelang erprobt, besitzen die Vorteile einer freien Lizenz sowie des offenen Quellcodes und rücken nun dank der grünen Welle in ein neues Licht.

Konsequente Planung – serverzentrische Architekturen

Im Zentrum für die Umstellung beziehungsweise Migration zu Green-IT steht dabei die Planung der richtigen Infrastruktur. Das bedeutet zunächst die konsequente Ausnutzung bereits vorhandener Ressourcen. Gleichzeitig sollte in diesem Zusammenhang die Verlagerung von Anwendungen auf Server anstelle von Einzelarbeitsplätzen und die Schaffung eines zentralen Managements von Systemen und Applikationen eingeplant werden.

Der wichtige Vorteil, den Lösungen wie Unix- und Linux-Systeme in diesem Fall liefern: Sie sind – im Gegensatz zu Personal Computern – von Anfang an als Mehrbenutzersysteme konzeptioniert.

Ihre Systemarchitektur bietet optimale Voraussetzungen für ein »Server-Centric-Computing«: Zentrale Applikations-Server stellen dabei die Unternehmensanwendungen zur Verfügung. Auf dem einzelnen Endgerät sind deshalb, abhängig von der gewählten Lösung, nicht einmal Softwareinstallationen nötig. Lokale Administrationsrechte sind überflüssig. Server-Centric-Computing eröffnet ein weites Feld an Arbeits- und Nutzungsmöglichkeiten. Weitere Vorteile: Durch den zentralen Aufbau kann Hardware reduziert und ihre Lebensdauer ausgedehnt werden. Übrigens liefert Linux von Haus aus sämtliche Werkzeuge die benötigt werden, um eine zentral verwaltete schlanke Clients (Thin-Clients)-Landschaft aufzubauen und zu betreiben. So gehören beispielsweise Remote-Desktops und Verzeichnisdienste (OpenLDAP) zur Standardausstattung. Zusätzliche Kosten für Software & Co. entfallen somit, der offene Quellcode lässt zukünftige Anpassungen und Entwicklungen zu.

Signifikante Senkung des Energieverbrauchs

Dass sich eine Umstellung auf Server-Centric Computing lohnt, zeigt schon ein Blick auf den Stromverbrauch: Klassische PC-Systeme verbrauchen in Vollbetrieb, also unter Volllast, rund dreimal so viel Energie wie schlanke Clients mit Linux, die auf Applikationsserver zugreifen.

Tabelle 1: Stromverbrauch PC und ThinClient


 

Quelle: Gonicus

 


  

Optimale Auslastung des Servers per Virtualisierung

Die optimale Auslastung von Servern ist neben den serverzentrischen Architekturen ein weiterer wichtiger Faktor, um zu einer positiven Energiebilanz zu gelangen.

Hier kommt das Stichwort »Virtualisierung« ins Spiel: Vorhandene Server lassen sich für mehrere Aufgaben einsetzen. Ressourcen können zusammengefasst oder aufgeteilt werden. Die Auslastung des Servers lässt sich auf diese Weise gezielt steigern und ihre Anzahl reduzieren – inklusive der entsprechenden Hardware.

Auch hier hat Linux von Haus aus einen erheblichen Vorteil verglichen mit anderen Systemen: Der Betrieb als Multiuser-System in einer Thin-Client-Umgebung optimiert die Auslastung und trägt entsprechend erheblich dazu bei, die Systeme optimal einzusetzen.

Eine gut geplante Infrastruktur mit Open-Source-Software liefert nicht nur einen positiven Beitrag zu Umwelt und Klima, sondern hilft auch die Kosten signifikant zu reduzieren. Und vor allem: Sie ist eine »grüne Lösung« für die Zukunft!

Weitere Informationen:

www.gonicus.de

 
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