20090102zzh Microsoft Windows Small Server 2008 und Business Server 2008

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Für Kleinunternehmen und den Mittelstand:

Windows Small und Essential Business Server 2008

Turnkey-Lösungen

Der Windows Small Business Server umfasste bereits in der Vergangenheit eine komplette Suite an Büro-Produkten für den schnellen Einsatz. Nun hat Microsoft diese Suite auf den Windows Server 2008 erneuert und, mit dem Essential Business Server 2008, nach oben erweitert.

 

H

äufig setzte man in der Vergangenheit in den kleinen Unternehmen und dem Mittelstand auf Geschäftsapplikationen, sowie ein Textsystem mit einfachen Datei- und Druckdiensten. Diese Basisfunktionen allerdings werden nunmehr schrittweise erweitert, denn »Gelbe Seiten« und Branchenbücher sind auf dem Rückmarsch. Internetpräsenz ist angesagt. Hinzu kommen immer weitere gesetzliche Regelungen, die den Rechnereinsatz unumgänglich machen. Gleichzeitig werden die IT-Szenarien immer komplexer. Genügte vor wenigen Jahren für viele Unternehmen noch eine Branchenlösung mit etwas Textverarbeitung, so kommt man heute an Email und Archivierung kaum mehr vorbei. Die Internetanbindung mit Emailverkehr wiederum erfordert entsprechende Sicherheitstools. Somit kommen auch Kleinunternehmen und Mittelständler heute nicht mehr an adäquaten Sicherheitseinrichtungen vorbei. Alles in allen stellt sich somit für diese Gruppe die Frage nach einer weiteren Unterstützung der geschäftlichen Abläufe durch IT-gestützte Prozesse.

Für Kleinunternehmen und Mittelstand

Um die IT-Nutzung möglichst einfach zu gestalten, bietet Microsoft schon seit mehreren Jahren seinen Small Business Server (SBS). Dieser umfasst, ganz dem Namen entsprechend, all jene Softwarebausteine, die im Umfeld der kleineren Unternehmen benötigt werden. Dazu gehören die Basisfunktionen des Windows Servers mit dem Anmeldedienst, der Verwaltung der Benutzer und Gruppen, der Postfächer für Mailversand und ähnliche Belange. Ausgelegt ist er für bis zu 75 Arbeitsplätze.

Um auch größere Unternehmen mit einem passenden Angebot ansprechen zu können, liefert Microsoft darüberhinaus mit dem Windows Essential Business Server 2008 (EBS 2008) ab sofort eine maßgeschneiderte Serverplattform für den Mittelstand.

Der Windows Small Business Server: ein Rundumpaket für die tägliche Büroarbeit

Durch die Zusammenfassung der wichtigsten Serversysteme in der Suite des SBS kommen auch Anwender in den Genuss der Serverfunktionen, die nicht nur aufgrund des Preises als Einzelprodukte für sie kaum in Frage kommen würden. Angeboten wird der SBS in zwei unterschiedlichen Editionen: in einer Standard Edition und der erweiterten Premium Edition. Zum Umfang der Standard-Edition gehört das Basisbetriebssystem, der Windows Server 2008, ferner das Mailsystem Microsoft Exchange Server 2007, die Integration mit Microsoft Office Live Small Business, sowie die Windows SharePoint Services 3.0 zum Datenaustausch und zur Kollaboration. Zusätzlich zu diesen Serversystemen, die allesamt eine verbesserte Produktivität der Benutzer zum Ziele haben, liefert Microsoft mit dem SBS eine Reihe an Tools, die die Sicherheit der kompletten IT-Infrastruktur im Fokus haben. Dies sind zum Einen die Windows Server Update Services, sowie eine 120-Tage-Versionen von Microsoft Forefront Security for Exchange Server und Windows Live OneCare for Server.

Der SBS umfasst damit in der Standard-Edition all jene Komponenten, die für die täglich anfallende Büroarbeit und der Kommunikation mit Kollegen und Geschäftspartner via Email oder für den allgemeinen Dokumentenaustausch notwendig sind. In der Premium Edition packt Microsoft hierauf noch eine weitere Kopie des Windows Server 2008 Standard, sowie das Datenbankmanagementsystem SLQ Server 2008 in der Standard Edition. Damit liefert der SBS in der Premium Edition bereits das Datenbanksystem, dass in vielen Applikationen heute als Voraussetzung zur Datenspeicherung herangezogen wird.

Der Windows Essential Business Server für den Mittelstand

Der Windows Essential Business Server 2008 wiederum kombiniert die Technologien des Windows Server 2008, des Exchange Server 2007, der Forefront Security for Exchange Server, der System Center Essentials 2007, des Forefront Threat Management sowie in der Premium Edition zusätzlich eine weitere Kopie von Windows Server 2008 Standard und den SQL Server 2008 in der Standard Edition.

Diese Produkte schaffen damit die Grundlage für die Basisdienste des Windows Servers mit der Benutzer- und Gruppenverwaltung, dem Verzeichnissystem des Active Directory, einen Emailaustausch unter den Benutzern und der Datenbank für die Geschäftsapplikationen. Desweiteren packte Microsoft mit den System Center Essentials und den Forefront-Modulen eine umfassende Sammlung an Sicherheits- und Verwaltungstools dazu, die die Nutzung der IT-Systeme vereinfachen und gegen Angriffe absichern.

Der Vorteil für den Anwender

Durch die Zusammenfassung der wichtigsten Serverprodukte in den Suiten vereinfachen sich die Inbetriebnahme und auch die laufende Wartung der Systeme. Dies beruht darauf, dass Microsoft den beiden Systemen, also dem SBS und EBS, integrierte Verwaltungskonsolen mitgegeben hat, aus denen heraus das Management der IT-Infrastruktur einfach machbar ist. Gegenüber der Verwaltung von Einzelprodukten wird nun das Management der wichtigsten Aufgaben zentral an einer Stelle durchgeführt.

Reiter am oberen Rand der Verwaltungskonsolen verschaffen einen schnellen Überblick und ordnen die Verwaltung in aufgabenbezogene Strukturen. Dies sind beispielsweise die Bereiche für die allgemeine Sicherheit der Geräte, der Sicherheit des gesamten Systemverbunds, der Verwaltung von Benutzern und deren Rechner, der Zuweisung und Verwaltung der Lizenzen, den Geschäftsapplikationen und den systembezogenen Anwendungen.

Aufgabenbezogene Gruppierung für reibungslose Verwaltung

Die Gruppierung ist dabei so vorgenommen, dass sie einen schnellen Überblick zu allen wichtigen Bausteinen der IT verschafft. Die zentrale Konsole spiegelt dabei immer den aktuellen Zustand aller Systeme und Anwendungsprogramme wieder. Dies erspart dem Verwalter die Überwachung mehrerer unterschiedlicher Konsolen.

Das generelle Ziel dieser Zusammenfassung liegt in einer vereinfachten Verwaltung. Durch grafische Symbolik, wie etwa einen grünen Haken wird signalisiert, wenn alles in Ordnung ist. Diese Symbolik und die Zusammenfassung der möglichen Aktionen im Hintergrund entbinden den IT-Administrator davon, die Systeme aktiv zu kontrollieren. Stattdessen integriert der EBS und SBS diese Überwachung implizit in der Logik der Verwaltungskonsole. Tritt eine Störung auf, so liefert diese alle wichtigen Informationen dazu an einer zentralen Stelle. Gleichzeitig bieten diese Konsole Hilfen und Hinweise zur Behebung der Störung an.

Besonderes Augenmerk hat Microsoft dabei auf die Einhaltung der Sicherheitsanforderungen gelegt. Dazu liefert das System jederzeit einen aktuellen Überblick zu allen sicherheitsrelevanten Aspekten der gesamten IT-Infrastruktur, wie beispielweise den Angriffen vom Internet, dem SPAM- oder Virenaufkommen. In automatisch generierten Berichten lassen sich diese Bedrohungen überwachen. Diese Berichte dienen aber gleichzeitig auch als Nachweis der Compliance und liefern Informationen über die IT-Nutzung. Sie zeigen beispielsweise auch, welche Benutzer besonders viel Netzwerklast generieren und möglicherweise Opfer eines Angreifers geworden sind.

Aufgrund der zunehmenden Angriffe auf die Softwaresysteme sind die Hersteller dazu übergegeben, ihre Systeme schrittweise an die Sicherheitsbedrohungen anzupassen. Durch Patches werden dabei Lücken in den Systeme fortwährend geschlossen. Doch das Patchen der Systeme ist ein aufwändiger Prozess, weil dabei Software auf die betroffenen Geräte ausgerollt werden muss. Der EBS beinhaltet dazu auch all die Vorkehrungen, um diesen Update-Prozess zu vereinfachen. Dies gilt sowohl für die Serversysteme, aber auch die Benutzergeräte.

Resümee

Mit dem Small Business Server und Essentials Business Server hat Microsoft zwei Softwarepakete im Angebot, die konsequent auf eine vereinfachte Verwaltung und erhöhte Produktivität getrimmt wurden. Diese Systeme ermöglichen den Einsatz der Microsoft-Serversysteme für die moderne Bürokommunikation und reduziert gleichzeitig deren Verwaltung auf ein Minimum. Durch die integrierten Sicherheitsfunktionen wird dabei die gesamte IT-Infrastruktur gegen Angriffe abgesichert.

Johann Baumeister

 

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Johann Baumeister ist freier Journalist in Brunnthal

 

 

 

 


 

Die Verwaltungskonsole des Windows Small Business Server liefert alle wichtigen Funktionen auf einen Blick

 

 


 

Der IT-Verwalter erhält Hinweise zu den Fehlern und kann diese direkt aus der Konsole des Windows Essential Business Server beheben

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