20090304d Compuware Application Performance Management

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Effektives Application Performance Management verhindert finanzielle Verluste

Ganzheitlicher Ansatz

Eine ungenügende Anwendungsperformance führt zu erkennbaren finanziellen Verlusten in Organisationen. Das gaben 64 Prozent der befragten IT-Manager in einer Studie von Forrester Consulting an. Obwohl viele Unternehmen effektive Monitoring-Systeme für ihre Infrastrukturen einsetzen, hat sich ein proaktives Application Performance Management (APM) in vielen Unternehmen noch nicht durchgesetzt.

 

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ielmehr wird die Messung der Anwendungsperformance noch immer reaktiv im Sinne einer »Performance-Feuerwehr« betrieben. Sind die Performanceprobleme erst einmal erkannt, beschäftigen sich in 55 Prozent der Organisationen sechs oder mehr Mitarbeiter mit dem Erkennen und Beheben der Fehler. Sie arbeiten dabei in der Regel in einem sogenannten »War Room«. Mit dieser rein reaktiven Strategie zur Überwachung der Anwendungsperformance riskieren die Unternehmen allerdings Ausfälle von geschäftskritischen Anwendungen. Dies kann auf Dauer für die Unternehmen sehr teuer werden, da durch die Behebung des Problems Zeit verloren geht. Zudem kann die Unternehmens-IT mit traditionellen Tools nicht feststellen, woher das Anwendungsproblem rührt.

Ganzheitlicher Ansatz zum Monitoring

Um diesen Herausforderungen begegnen zu können, sollte die IT einen ganzheitlichen Ansatz zum Monitoring der Anwendungsperformance anstreben. Hierzu zählt ein Servicemanagement, das von außen nach innen blickt, um die Perspektive des Business zu erfassen. Viele Organisationen haben eine sogenannte »Front-Office«-Abteilung gegründet, die hilft, den Zusammenhang zwischen IT und dem Business besser zu verstehen. Sie zeigt auch, was die IT als Wertbeitrag leisten kann, um den Geschäftsnutzen zu erhöhen. Damit dieser Beitrag geleistet werden kann, sollten sich Unternehmen im IT Service Management auf die Qualität der Services im Bezug auf die Unternehmensanwendungen konzentrieren. Zusammenhänge zwischen Unternehmensanwendungen und der IT-Infrastruktur sollten genau analysiert und dokumentiert werden, um Störungen schneller zu erfassen und die davon ausgehenden Auswirkungen auf die Geschäftszahlen nachzuvollziehen. Wenn CIOs und IT-Führungskräfte zu jedem Zeitpunkt über die Geschäftsauswirkungen der IT-Servicequalität Bescheid wissen, können sie fundierte Entscheidungen treffen und schneller auf die Geschäftsanforderungen eingehen. Die für die Geschäftsauswirkung relevanten Informationen können mit bestimmten Lösungen in Echtzeit und in historischer Betrachtung über sogenannte Business Service Dashboards betrachtet werden. Diese können Aufschluss geben über kritische Geschäftsprozesse und betroffene Transaktionen, einem Produktivitätsrückgang, kritische Anwendungen oder die Anzahl von Benutzern und Kunden.

Den Endanwender berücksichtigen

Zusätzlich zum herkömmlichen Infrastruktur-Monitoring muss die IT-Abteilung auch die Performance-Wahrnehmung der Endanwender heranziehen, um mögliche Problemstellen und Engpässe aufzudecken. In der Forrester Studie gaben 64 Prozent der befragten Experten an, dass sie von den Problemen der Endanwender nur erfahren, wenn diese sich beschweren. Das reicht nicht aus für ein proaktives Application Performance Management. Die Anwenderperspektive bildet nämlich den wichtigsten Ansatz beim Performancemonitoring. Durch das sogenannte End-User Experience Monitoring wird das gemessen, was wirklich beim Endanwender ankommt. Es überwacht die Anwendungsperformance bei Nutzern, die aus verschiedenen Standorten über das Intranet oder das Internet agieren. Die erlebte Performance, die sehr unterschiedlich ausfallen kann, wird durch das End-User Experience Monitoring besser erfasst. Ein Blick auf die Anwender hat für die IT-Abteilung den Vorteil, dass sie Störungen sogar proaktiv erkennen und beheben kann. Außerdem kann sie Fehlerquellen durch korrelierte Messungen schneller isolieren, was wiederum den Aufwand für die Fehlersuche im Troubleshooting senkt.

Das Problem genau identifizieren

Ein weiterer Ausgangspunkt für die Suche nach der Ursache eines Problems kann die Analyse des Zugriffs auf Client-, Netzwerk- und Serverressourcen durch eine Anwendung sein. Diese Informationen geben dem Administrator bei der Suche nach einer Lösung für das Problem einen spezifischeren Ansatzpunkt.

Eine Geschäftsanwendung enthält mehrere von einem Anwender durchführbare Geschäftsprozesse, welche wiederum aus einzelnen Transaktionen bestehen können. Aufgrund dieser Vielschichtigkeit ist es wichtig, genau den Bereich der Anwendung identifizieren zu können, in dem das Problem auftritt. Je mehr Details zu jeder Transaktion zur Verfügung stehen, desto leichter kann der Administrator die Problembereiche identifizieren. Durch die Zerlegung des Business Service in seine einzelnen Elemente lassen sich die jeweiligen Service-Komponenten voneinander trennen. So kann man herausfinden, welche Transaktion oder welche Komponente das Problem verursacht. Beispielsweise könnte der Administrator die Entwicklungsabteilung bitten, eine bestimmte URL zu überprüfen. Statt also nur zu sehen, dass die Anwendung langsam läuft, würde man herausfinden, welcher Teil der Anwendung langsam läuft. Anschließend kann man entscheiden, mit welcher Abteilung gesprochen werden muss, um das Problem zu beheben. Die IT-Abteilung kann dadurch schneller reagieren. Die verwendete Lösung identifiziert Engpässe und leitet diese weiter an die Fachabteilung, die das Problem beheben kann, noch bevor es den Anwender erreicht. Auf diese Weise lassen sich Zeit und Kosten sparen, da die Produktivität der Endanwender nicht durch unnötige Performance-Probleme gehemmt wird.

Maurice Groeneveld

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Maurice Groeneveld, Vice President Central und Northern Europe, Geschäftsführer Compuware GmbH


 

 

 

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