20090506n Cisco Webex Mobile Kommunikation

 Home | News | Hefte | Mediadaten | Online-Artikel | Kommentare | Trends | Wir-ueber-uns | Tipps | Impressum

 

Home
News
Trends
Hefte
Online-Artikel
Kommentare
Service-Angebote
Feedback
Abonnement
Wir-ueber-uns
Tipps
Impressum
Veranstaltungen


manage-it-Blog


NEU: manage it als
E-Paper  7-8 2010




 

 


 




 


Mit einer Mitgliedschaft beim Golfclub "Green Valley Golf International" auf den Bahamas können Sie in Deutschland, Schweiz, Österreich, Italien, Spanien oder Frankreich golfen.

 

Mitgliedsbeitrag für 12 Monate ab Ausstellungsdatum inklusive aller Kosten: 150 Euro

 

Weitere Informationen bei www.golfmitgliedschaft.eu



 

Trends und Risiken der mobilen Kommunikation

Mehr Mobilität durch Webkonferenzen

Das Arbeiten ist mobil geworden. Moderne Kommunikationssysteme wie Blackberry oder iPhone erlauben den Aufbau ortsunabhängiger Business-Communities. Die Technologie der Webkonferenz verbindet Mobility und Collaboration, sodass Ressourcen und Prozesse überall genutzt werden können.

 

M

obiles Arbeiten gab es natürlich schon immer. Allerdings war es auf bestimmte Berufsgruppen beschränkt: Lokführer, Piloten, Kapitäne oder fahrende Sänger hatten schon immer mobile Arbeitsplätze, andere konnten allenfalls Akten mit nach Hause nehmen. Wer später mit Computern zu tun hatte, war erst recht immobil: Wenngleich er kein Mainframe war, einen stabilen Tisch setzte der Desktop-PC mindestens voraus. Aktuelle Notebooks kann man zwar herumtragen und über VPN beispielsweise mit dem Unternehmensnetzwerk verbinden, aber nicht immer steht eine passende Arbeitsumgebung zur Verfügung. Und häufig möchte man gern auf das große Gepäck eines Notebooks verzichten.

Mittlerweile haben sich Mobiltelefone als universelles Kommunikations- und Arbeitsmittel etabliert und die bis dahin vorhandenen engen Grenzen des mobilen Arbeitens gesprengt. Die neueste Generation der Mobiltelefontechnik ist schon so leistungs­fähig, dass sie eine ganze Klasse von eigentlich noch recht neuen mobilen IT-Systemen wieder vom Markt verdrängt haben: PDAs, in die schon vor Jahren wichtige Office-Funktionen integriert waren. Aufgrund ihrer kompakten Abmessungen und ihres geringen Gewichts waren sie zwar prädestiniert für mobiles Arbeiten, boten aber keinen Anschluss an Telefonie und Web. Sie werden nun durch Systeme ersetzt, die genau diese fehlenden Kommunikationsmöglichkeiten bieten. Einen großen Schritt nach vorne hat dabei Apple mit dem iPhone gemacht, weil dieses Smartphone Leistungsfähigkeit, Kommunikation und die für den mobilen Einsatz besonders wichtige intuitive Bedienung in fast idealer Weise kombiniert.

Erst solche mobilen Universalwerkzeuge verleihen den Arbeitsprozessen jene Mobilität, die in einer global vernetzten Wirtschaft benötigt wird. Interessanterweise hat sich in vielen Fällen nicht die Arbeitswelt, sondern der Unterhaltungssektor als die technologisch treibende Kraft erwiesen. Die Geräte bieten dabei Funktionen, die über das bloße Telefonieren weit hinausreichen:

·          Systemintegration: Die Geräte vereinen Funktionen bisher separater Systeme, zum Beispiel Handy, PDA, MP3-Player, Navigationssystem und zum Teil sogar mobile PCs.

·          Prozessintegration: Die Geräte lassen sich als Werkzeuge für die Integration von Arbeitsprozessen verwenden; sie können auch als Clients für Enterprise-Applikationen eingesetzt werden.

·          Infrastruktur: Die technische Infrastruktur kann heute nahezu alle Bandbreitenwünsche erfüllen. So ermöglicht UMTS heute überall den schnellen Web-Zugang, so dass in bestimmten Regionen die mobile Kommunikation sogar der stationären Infrastruktur überlegen ist.

·          Informationsintegration: Außer der Integration von Daten- und Sprach­kommunikation können mobile Systeme jetzt auch Videos verarbeiten und damit in vollem Umfang an der Medienkommunikation teilnehmen. Web-Conferencing-Lösungen von Cisco WebEx ermöglichen die Integration von Dokumenten in die Kommunikation.

·          Webintegration: Mobile Geräte sind nicht mehr auf das (passive) Browsen auf Webseiten beschränkt, sie können auch für Web-Appli­kationen genutzt werden, was beispielsweise die Mitarbeit an Social-Media-Projekten ermöglicht.

·          Kosten: Die Preismodelle orientieren sich mittlerweile an den aktuellen Nutzungs- und Arbeitsgewohnheiten. So decken beispielsweise Flatrates alle genutzten Funktionen ab.

·          Konvergenz: Private und berufliche Nutzung sind oft nicht mehr unterscheidbar, die entsprechenden Anwendungen werden in der Regel auf ein und demselben Gerät genutzt.

Mobilität für Business-Communities

Mit den neuen Smartphones können mobile Mitarbeiter ohne Aufwand und ohne spezielle Infrastruktur außerhalb herkömmlicher Büro-Umgebungen die für sie wichtigen IT-Ressour­cen nutzen und sich direkt in die Arbeitsprozesse einschalten, und zwar nicht nur an festen Plätzen sondern auch »in Bewegung«. Dies gilt mittlerweile nicht mehr nur für klassische Office-Funktionen oder den Einsatz als Client von Enterprise-Appli­ka­tionen. Unternehmen können mit modernen Mobilsystemen virtuelle Business-Communities auf- und ausbauen, deren Teilnehmer sich dann nicht nur an jedem Ort, sondern wirklich unabhängig von bestimmten Orten agieren können. Die Community-Mitglieder können also nicht nur von den Büros auswärtiger Niederlassungen kommunizieren, sondern von überall.

Da die Zusammenarbeit über die Sprachkommunikation hinausgeht und beispielsweise das gemeinsame Arbeiten an Dokumenten, Präsentationen und Ähnlichem umfasst, können Unternehmen auch in mobilen Communities auf Web-Konferenzen zurückgreifen. Dabei unterstützt Cisco WebEx mit dem » Meeting Center« diverse Smartphones, von RIM Blackberry bis Nokia; seit Anfang des Jahres ist auch ein nativer Client für Apple iPhone verfügbar. Mitarbeiter von Unternehmen können sich via iPhone oder Blackberry an beliebigen Orten in Webkonferenzen einwählen und hier beispielsweise Informationen austauschen, Dokumente gemeinsam bearbeiten oder sich sogar direkt in die PCs von Konferenzteilnehmern einklinken. Damit ist eine Remote-Steuerung von IT-Systemen auch von unterwegs möglich, was zum Beispiel für Systembetreuer wichtig ist. Zusätzlich lässt sich eine Audio-Verbindung auf demselben Smartphone herstellen, und Meeting-Teilnehmer können jederzeit während einer Sitzung von ihrem iPhone zu einem stationären System wechseln.

Der Einsatz von IT-Systemen außerhalb von Unternehmen stellt natürlich erhöhte Anforderungen an die Sicherheit. Das beginnt beim Verhalten der Nutzer, denn beispielsweise der Großraumwagen in einem ICE ist nun mal keine passende Umgebung für vertrauliche Gespräche. Die Lösungen von Cisco WebEx erfüllen bereits hohe Standards. So laufen beispielsweise Web-Meetings im Rahmen des MediaTone Network auf mobilen Systemen genauso sicher wie auf stationären. Die Identifizierung der Benutzer wird mit SSL verschlüsselt, zudem wird das auf dem iPhone hinterlegte Account-Profil verschlüsselt gespeichert. Die Inhalte der Web-Meetings werden zu keiner Zeit auf dem iPhone, weder im Flash- noch im Cache-Speicher, oder auf den Systemen der WebEx-Infrastruktur abgelegt.

Offene Fragen

Die Möglichkeiten der mobilen Workforce in der Unternehmenskommunikation sind bisher noch keineswegs ausgeschöpft, auch wenn die Geräte mittlerweile vertraut sind, nur die entsprechenden Arbeitsprozesse müssen sich noch einschleifen. Es ist allerdings keineswegs ungewöhnlich ist, dass bei diesen neuen Technologien noch eine ganze Reihe grundsätzlicher Fragen erörtert werden muss. Dazu zählen unter anderem:

·          Kosten: Die Provider unterstützen das mobile Arbeiten, weil sie sich davon zusätzlichen Umsatz versprechen; allerdings sind die Preismodelle oft nur unzureichend auf die Möglichkeiten der neuen mobilen Systeme zugeschnitten; so kann beispielsweise der Web-Zugriff trotz Flatrate beim Auslands­einsatz extrem teuer werden. Als Folge sind Unternehmen beim Einsatz dieser System generell zurückhaltend und beschränken deren Einsatz auf wenige Mitarbeiter.

·          Sicherheit: Trotz aller Beteuerungen seitens der Hersteller misstrauen viele Unternehmen der Sicherheit von Systemen, die nicht ständig in ihrem unmittelbaren Zugriff stehen. Angesichts der ständigen Datenpannen ist dies nicht verwunderlich; hier müssen die Hersteller noch einige Überzeugungsarbeit leisten.

·          Governance und Compliance: Die mobilen Systeme sind oft nicht ausreichend in die etablierten Verfahren zur Sicherstellung Governance und Compliance eingebunden.

·          Work-Life-Balance: Durch die Konvergenz der Systeme und die ständige Verfügbarkeit verwischen die Grenzen zwischen Arbeitswelt und Privatsphäre; mancher mobile Mitarbeiter muss zwar nicht mehr immer im Büro sein, dafür ist das Büro aber immer bei ihm, so dass die Privatsphäre ihre ausgleichende Funktion verliert.

Trotzdem ist offensichtlich, dass die neuen Kommunikationsanwendungen ganz neue Perspektiven für mobile Mitarbeiter eröffnen – war der mobile Mitarbeiter früher unterwegs von den Arbeitsmitteln und Kommunikationsstrukturen seines Unternehmen immer auch ein wenig abgeschnitten, so ergänzen sich heute Mobility und Collaboration.

Peer Stemmler

 

Peer Stemmler ist Country Manager Germany bei Cisco WebEx in Düsseldorf.

 

 
Copyright © 2003-2010  ap Verlag GmbH