20090506zd Damovo Vattenfall Unified Communications

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Unified Communications bei Vattenfall

Neue Energie für die TK-Infrastruktur

Effizienter Braunkohlenbergbau ist ohne moderne Technologie undenkbar. Dies bezieht sich auch auf die Kommunikationstechnik, die bei Vattenfall Europe Mining zu den unternehmenskritischen Geschäftsprozessen gehört. Das Unternehmen bringt seine TK-Infrastruktur deshalb in einem mehrjährigen Migrationsprojekt auf den neuesten Stand.

 

I

n der Lausitz – zwischen Elbe und Neiße im Osten Deutschlands lagern etwa 10 bis 12 Milliarden Tonnen Braunkohlevorräte – hier baut Vattenfall jährlich zirka 60 Millionen Tonnen Braunkohle ab, die in einem der modernsten Kraftwerksparks Europas für die umweltfreundliche Strom- und Wärmeerzeugung genutzt werden. Allein aus den Tagebauen Jänschwalde und Cottbus-Nord werden täglich rund 60.000 Tonnen Braunkohle gefördert. Mit dieser Energie kann der Tagesbedarf einer Großstadt gedeckt werden. Die bei der Kohlegewinnung eingesetzten Schaufelrad- und Eimerkettenbagger sowie Abraumförderbrücken gehören zu den weltweit größten ihrer Art. Für die Koordination und Steuerung der komplexen Förderprozesse ist eine leistungsfähige und zuverlässige Kommunikationstechnik unabdingbar.

Zuständig für den Abbau, Transport und die Veredelung von Braunkohle in der Lausitz ist das Unternehmen Vattenfall Europe Mining AG. Dieses hat entschieden, seine TK-Lösungen auf den neuesten Stand zu bringen. Zentrale Aufgabe war es, die vorhandene IT-Infrastruktur für das TK-Management – bestehend aus einer Client-Server-Architektur und Applikationen – in eine neue IT-Infrastruktur auf Basis von MS Active Directory zu migrieren und ein Upgrade der TK-Anlagen auf das ursprünglich von Ericsson entwickelte Aastra Telefonsystem MX-ONE 3.1 durchzuführen.

Zu den ausschlaggebenden Gründen für die Implementierung einer neuen TK-Lösung gehörten, dass die eingesetzten Anlagen bereits über 15 Jahre zuverlässig betrieben wurden und der bestehende Servicevertrag auslief. Mit der Einführung neuester Technologie und einer modernen IP-Telefonie-Lösung will sich Vattenfall auch im Hinblick auf das generelle Zusammenwachsen von Datentechnik und Telekommunikation für die zukünftigen Herausforderungen wappnen.

Bereits seit über 15 Jahren arbeitet Vattenfall Europe Mining im Bereich Telekommunikation erfolgreich mit dem Düsseldorfer Unternehmen Damovo zusammen. Damovo ist einer der führenden, herstellerneutralen Integrations- und Servicepartner für Unified-Communications-Lösungen. Die jahrelange Zusammenarbeit mit Damovo war ein zentrales Kriterium für die Wahl des Solution Providers. Zudem sprach für Damovo, dass das Unternehmen ein Komplettangebot IT/TK vorlegen konnte und auch Niederlassungen in der Region unterhält. Damovo übernimmt bei dem Vattenfall-Auftrag das gesamte Projektmanagement und koordiniert alle Subunternehmen.

Ulrich Kochta, Leiter IT-Steuerung/Organisation der Vattenfall Europe Mining AG in Cottbus, zur Auswahl des Lösungspartners: »Das Know-how sowohl im IT- als auch TK-Bereich ist die große Stärke von Damovo. Außerdem verfügt Damovo durch die mehrjährige und überaus erfolgreiche Zusammenarbeit mit uns über das nötige Prozessverständnis im Kommunikationsbereich des Bergbaus.« Nicht zuletzt habe Damovo auch unter den Aspekten Kosteneffizienz, hohe Kundenorientierung, »Dienstleistung aus einer Hand« und anforderungsspezifisches Serviceangebot punkten können.

Das Migrationsprojekt startete Anfang 2008, der Projektabschluss wird voraussichtlich Ende des ersten Quartales 2010 erfolgen. Das Projektvolumen liegt bei weit über einer Million Euro. In das Projekt sind jeweils rund zehn Mitarbeiter auf Seiten von Vattenfall beziehungsweise Damovo involviert. Die Migration wird in drei unterschiedlichen Baustufen durchgeführt, zunächst an den großen Standorten wie Schwarze Pumpe, Jänschwalde und Reichwalde. Baustufe 1 wurde bereits gemäß Zeitplan Ende 2008 erfolgreich abgeschlossen.

Störungsfreie und zuverlässige Kommunikation

Aktuell sind bei Vattenfall Europe Mining rund 5.000 Mitarbeiter im Bergbau und den entsprechenden Servicebereichen beschäftigt. Eine störungsfreie und zuverlässige Kommunikation aller Mitarbeiter ist dabei für den Betriebsablauf unerlässlich – und zwar an 24 Stunden am Tag und sieben Tagen in der Woche, in denen die Kohleförderung läuft. Kommunikation ist zum Beispiel erforderlich zur Abstimmung zwischen der Hauptverwaltung und den Instandhaltungsstätten oder den Dispatchern und den Tagebau-Leitständen zur Auftragsvergabe und Einsatzplanung.

Konkret heißt dies: Im Rahmen des Projekts mussten rund 6.000 TK-Anschlüsse berücksichtigt werden. Zudem wurde der dezentralen Architektur des geografisch verteilten Unternehmens Rechnung getragen. Das bedeutet, dass auch abgesetzte TK-Anlagen auf Tagebaugroßgeräten IP(IT)-technisch angebunden und in die Netzwerkstruktur integriert werden – verbunden mit hohen Anforderungen hinsichtlich Robustheit der Geräte und Sicherheitskonzept. Darüber hinaus wurden auch mobile Anwender bei der Lösungsimplementierung berücksichtigt.

Zentrale Herausforderung beim Projekt war die Integration der gesamten TK-Management-Infrastruktur in die bestehende Netzwerkstruktur und das Vattenfall-Europe-Mining-Produktionsdatennetz. Das heißt, die IT-Infrastruktur des TK-Managements musste auf den vorhandenen Diensten des Produktionsdatennetzes basieren. Das Produktionsdatennetz bei Vattenfall Mining ist eine integrierte Lösung zur Bereitstellung und zum Management der bei Vattenfall Mining eingesetzten TK-Software-Applikationen.

Im Mittelpunkt des Projekts steht das Upgrade der TK-Anlagen auf das Aastra Telefonsystem MX-ONE 3.1. Aastra ist ein weltweiter Telekommunikationsanbieter und Experte in den Bereichen Unified und Collaborative Communications. Zentraler Bestandteil des Lösungsportfolios ist das Anfang 2008 vom schwedischen TK-Unternehmen Ericsson übernommene Telefonanlagengeschäft. MX-ONE ist eine IP-fähige Lösung für die optimierte und konvergente Unternehmenskommunikation. Das serverbasierte Kommunikationssystem für mittlere bis große Unternehmen bietet – vollständig in die jeweilige IT/TK-Umgebung integriert – als All-in-One-Lösung eine perfekte Kombination von IP, Festnetztelefonie und Mobilität. Sprach- und Datenübertragungen sowie die entsprechenden Anwendungen laufen in einem einzigen Netzwerk zusammen, sei es in öffentlichen oder privaten Netzen, im Fest- oder Mobilnetz. MX-ONE basiert auf Standard-Kommunikationsprotokollen wie zum Beispiel SIP (Session Initiation Protocol).

Basiskomponente der modular aufgebauten Lösung ist das Aastra MX-ONE-Telefoniesystem, die Telefonanlage der IP-ITK-Lösung. Sie besteht aus einem Telefonie-Server und einem Media Gateway, das einfach und schnell in die bestehende IT-Infrastruktur integriert werden kann. Zu den Anwendungen gehören zum Beispiel die D.N.A. (Dynamic Network Applications), die Tools wie Unternehmensverzeichnisse oder Anrufprotokolle enthalten. Sie mussten im Rahmen des Projekts ebenfalls vollständig in das Produktionsdatennetz von Vattenfall integriert werden. Mit dem Aastra MX-ONE Manager stehen über eine einzige Workstation umfangreiche Management-Funktionen für das Monitoring, die Konfiguration oder die Software-Bereitstellung im gesamten Kommunikationsnetzwerk zur Verfügung. Die Integration des neuen TK-Netzwerkverbundes auf Basis von MX-ONE 3.1 bedeutet nicht zuletzt auch einen vollständigen Wechsel der Systemplattform auf das Betriebssystem Linux. Diese Plattform bildet die Grundlage für alle technischen Weiterentwicklungen des TK-Verbundes von Vattenfall Europe Mining und damit eine zukunftsorientierte Investition.

Zentraler Vorteil der neuen Lösung ist die Unterstützung multipler Konvergenz, das heißt von Fest- und Mobilnetz, von Daten- und Sprachnetz sowie von privatem und öffentlichem Netz. Außerdem stehen nun erweiterte Management-Funktionen zur Verfügung, insbesondere im Hinblick auf die Verwaltung des heterogenen Netzes von einer zentralen Stelle aus. Ermöglicht wurde dies durch die Integration aller TK-Knoten in einem einzigen IP-Netzwerk. Der vereinfachte Administrationsprozess durch Zentralisierung hat zu einer deutlichen Aufwandsreduzierung geführt. Eine einheitliche Technologie erleichtert den Betrieb der Management-Systeme im IT- und TK-Bereich erheblich und erhöht die Transparenz der gesamten Netzwerkstruktur signifikant. Zudem können Sicherheitsanforderungen jetzt effizienter umgesetzt werden. Nicht zuletzt haben sich durch die Einführung der neuen Lösung auch Kostenvorteile ergeben, zum Beispiel im Hinblick auf die Anbindung abgesetzter Standorte über VoIP und damit einhergehend die Reduzierung von Telekommunikationskosten.

Im Zuge der Einführung der neuen Lösung mit einer zunehmenden Verzahnung von IT und TK wird für Vattenfall künftig auch das Thema Unified Communications von wachsender Bedeutung sein: zum Beispiel im Hinblick auf die Integration einer einheitlichen Benutzeroberfläche für die heute noch übliche Vielzahl von Endgeräten und Kommunikationskanälen, um damit die Effizienz in den Geschäfts- und Kommunikationsprozessen weiter zu steigern.

 

 

Der Anwender

Vattenfall ist der fünftgrößte Stromerzeuger und der größte Wärmeerzeuger in Europa. Das Unternehmen ist gegenwärtig in Dänemark, Finnland, Deutschland, Polen, Schweden und Großbritannien geschäftlich tätig. Vattenfall ist an der gesamten Elektrizitäts-Wertschöpfungskette (Erzeugung, Übertragung, Verteilung und Vertrieb) aktiv beteiligt. Darüber hinaus spielt Vattenfall eine aktive Rolle beim Stromhandel. Außerdem erzeugt, verteilt und verkauft Vattenfall Wärme. Der schwedische Staat ist alleiniger Eigentümer der Muttergesellschaft, Vattenfall AB.

Vattenfall Europe, das 2002 aus den Traditionsunternehmen Bewag, HEW, LAUBAG und VEAG gegründet wurde, zählt heute zu den führenden Energieunternehmen in Deutschland. Mit der Förderung und Verstromung kostengünstiger heimischer Braunkohle, der Stromerzeugung aus Wasser- und Kernkraft sowie dem Transport von Energie erwirtschaft Vattenfall Europe rund 60 Prozent des Konzernumsatzes.

Das Unternehmen ist in mehrere Business Units gegliedert. Ein rechtlich eigenständiger Bereich ist dabei die Vattenfall Europe Mining AG, deren Kerngeschäft der Abbau, der Transport und die Veredelung von Braunkohle in der Lausitz ist. Vattenfall gewinnt die Lausitzer Braunkohle subventionsfrei in den Tagebauen Jänschwalde/Cottbus-Nord, Welzow-Süd und Nochten/Reich­walde. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind mehr als 1,3 Milliarden Tonnen der Braunkohlenvorräte des Lausitzer Reviers bergrechtlich und landesplanerisch für den Abbau genehmigt.

Ansprechpartner:

Peter Fromm

Vom-Stein-Straße 39

03050 Cottbus

Telefon-Nr.: 0355-2887-0

E-Mail-Adresse: peter.fromm@vattenfall.de

 

 

 
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