20090506zi Soft Projekt Honico SAP

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SAP Integration mit X4

Effizient verbunden mit dem Integration Man

Die mächtige SAP-Welt mit anderen Anwendungen zu verbinden ist die Domäne der Honico eBusiness GmbH in Hamburg. Dafür setzt sie bei ihren Kunden den »Integration Man« ein, der auf Integrationsplattform X4 und dem X4 SAP-Adapter des Ettlinger Software-Entwicklers Soft Project GmbH basiert. Das erste Projekt, in dem sich die gemeinsame Lösung unter dem Motto »Synergien nutzen und Kompetenzen ergänzen« bewährt hat, ist die Webshop-Anbindung der Frischdienst Union.

 

S

AP ist in vielen Unternehmenswelten heute das »Maß aller Dinge«: Kaum ein Großunternehmen und auch viele Mittelständler sowie Zulieferer kommen ohne das wohl bekannteste ERP-Programm aus, um einen Großteil ihrer Geschäftsprozesse zu automatisieren. Aber eben nur einen Großteil – in manchen Bereichen sind andere, sogenannte »non SAP«-Programme sehr erfolgreich im Einsatz. Und genau hier beginnt die Herausforderung: Die Verschmelzung verschiedener Welten zu einer, in der alle Anwendungen letztlich medienbruchfrei miteinander kommunizieren können. Dazu können historisch gewachsene Legacy-Systeme in Versicherungskonzernen ebenso gehören wie die Partneranbindung auf der Basis von EDIFACT oder die Einbindung moderner Webshops.

Die Honico eBusiness GmbH, die zur international agierenden Honico Group aus Hamburg gehört, ist als zertifizierter SAP Partner auf die Entwicklung und den Vertrieb von Systemmanagementprodukten im Bereich SAP spezialisiert. Eine ihrer Kernkompetenzen ist die Verbindung von SAP mit anderen »Fremdsystemen«: »Die Durchgängigkeit von Prozessen und Kommunikation zwischen den unterschiedlichen IT-Welten wird immer mehr zum entscheidenden Erfolgsfaktor von Unternehmen«, erklärt Emil Hadner, Geschäftsführer der Honico eBusiness GmbH. Denn, so Hadner weiter, das Zusammenspiel und die Homogenität der einzelnen Beispiele führe zu kürzeren Prozesslaufzeiten, weniger fehleranfälligen manuellen Eingriffen und damit zu verbesserter Qualität bei sinkenden Kosten.

Gebündelte Kompetenzen

Allerdings ist dieses hehre Ziel der Integration nicht so ganz selbstverständlich zu erreichen – wird das Stichwort »Schnittstellen« doch nur allzu oft mit »Problematik« gleichgesetzt. »Man braucht tiefes Know-how rund um SAP und die anderen Systeme, um hier medienbruchfreie Workflows zu entwickeln und zu realisieren. Das A und O ist zudem eine gute Integrationsplattform, die technisch alles sauber abwickelt«, so Hadner.

Für die Integration der unterschiedlichsten non SAP-Systeme in SAP bei seinen Kunden bietet Honico seit Anfang 2007 das Software-Tool Integration Man, das seit 2008 das auf Basis des BPM Werkzeugs X4 des Software-Entwicklers Soft Project GmbH läuft.

Der aktuelle Anlass für die Zusammenarbeit von Honico eBusiness mit Soft Project, zu der die beiden Unternehmen im Januar auch eine Partnerschaft geschlossen haben, war die Anforderung, den Prioeins Webshop des Lebensmittelanbieters Frischdienst-Union GmbH an SAP ERP und SAP CRM anzubinden. »Dieser Kunde steht stellvertretend für viele, die im nun boomenden E-Commerce-Markt die Aufgabe bewältigen müssen, alle Webshop-Prozesse wirklich durchgängig auf einer elektronischen Plattform zu automatisieren. Früher hat der Kunde zwar Online geordert, am anderen Ende musste die Bestellung aber oft noch per Hand ins SAP-System eingegeben werden. Um damit Schluss zu machen, brauchen diese Unternehmen eine integrierte Lösung«, weiß Hadner.

Zur Zusammenarbeit mit Soft Project kam es, weil Emil Hadner das Marktangebot an Integrationsplattformen bereits sehr gut kannte. Die X4-Lösung des Ettlinger Softwareentwicklers konnte ihn technisch und durch den hohen Standardisierungsgrad des X4-SAP-Adapters für die Anbindung beliebiger Anwendungen am meisten überzeugen. Dazu kam, dass die Softwarekomplett ohne Programmierung bei den jeweiligen Kunden installiert werden kann und alle Ansprüche an Performance, Skalierbarkeit und Sicherheit erfüllt. »Auch die vielen Referenzen aus der Versicherungs- und Energieversorgerwirtschaft sprachen für sich«, so Hadner.

Prozesse einfach grafisch modellieren

Die Aufgabe für das erste Integrationsprojekt bestand darin, den bestehenden prioeins Webshop für die Frischdienst Union als non SAP-Anwendung über den Integration Man so mit SAP zu verbinden, dass anschließend alle Workflows komplett durchgängig IT-basiert ablaufen konnten. Als technische Basis kam der von Soft Project gelieferte skalierbare Enterprise Service Bus X4 zusammen mit dem X4 SAP-Adapter zum Einsatz.

Aufgrund der einfachen Logik von X4 einerseits und des breiten Know-hows der Honico-Techniker rund um SAP und Fremdprozesse anderseits waren nur zwei Tage Schulung von Soft Project erforderlich. Anschließend konnten sie alle Workflows über den X4 Prozessdesigner einfach selbst grafisch modellieren und auf dem neuen X4 Server bei der Frischdienst Union installieren.

»Wir haben auch mit dem Webshop-Anbieter zusammen gearbeitet, um alle möglichen Prozesse zu definieren, die anschließend als Templates auch für andere Kunden wieder verwendbar sein sollten«, erinnert sich Emil Hadner.

Bei dieser Vorgehensweise standen bei Honico für die Konzeption des Integration Man zwei Ziele im Vordergrund: Geringe TCO und ein schneller ROI für ihre Kunden. Dieser Best-Practice-Ansatz mit vorgefertigten Prozess-Templates und Funktionsbausteinen erhöht die Produktivität in der Umsetzung von Integrationsprojekten. Dazu tragen auch die parametrisierbaren Komponenten und die bedienungsfreundliche grafische Konfigurationsoberfläche bei, die auf dem X4 Prozess Designer beruht.

Um welche Prozesse geht es?

Bei einem Webshop sind typischerweise rund zehn Prozesse regelbasiert zu hinterlegen, damit sie von der Process Engine automatisiert abgewickelt werden können.

Bei der Frischdienst Union sahen sie nach der erfolgreichen Verbindung des Webshops mit der SAP-Welt über den Integration Man folgendermaßen aus: Nachdem sich der Online-Kunde zunächst eingeloggt hat, erfolgt automatisch die Überprüfung, ob für ihn eine Liefersperre besteht. Im dritten Schritt erhält er den Zugriff auf einen personalisierten Katalog mit seinen Preisen und Rabatten, die tagesaktuell im SAP gepflegt werden. Hat er die Order im Webshop ausgeführt, wird der Workflow an SAP in den normalen Bestellablauf übernommen.

Weitere Prozesse sind zum Beispiel Informationen über den Bestellstatus, die Generierung eines neuen Passwortes, das im SAP ERP und/oder SAP CRM hinterlegt ist, die Berücksichtigung von Wunsch-Lieferdaten, die ebenfalls im SAP gepflegt und gespeichert werden. Dazu kommen übliche Vorgänge wie Stammdatenübertragung und Updates nach Umzügen, neue Produkte und Werbe-Aktionen.

Sollten neue Prozesse erforderlich sein, sind auch diese jederzeit mit Hilfe des X4 Prozessdesigners schnell zu gestalten und zu implementieren. »Abhängig von der Art der Zusammenarbeit modellieren wir die neuen Workflows beim Kunden oder er kann dies auch einfach selbst tun«, erläutert Emil Hadner.

Neben der reinen Workflow-Automatisierung bietet die Integrationslösung auch das Monitoring aller Funktionalitäten, Fehlermanagement und die Transaktionssteuerung.

Wie funktioniert’s?

Technisch betrachtet, werden über den Integration Man und die zugrundeliegende X4-Middleware Daten in Echtzeit zwischen SAP und den beteiligten Systemen transaktionssicher ausgetauscht. Der X4 SAP-Adapter basiert auf der von SAP empfohlenen standardisierten JCO-API, welche die Möglichkeit bietet, jeden RFC oder BAPI im SAP aufzurufen. Auch eine Verschachtelung von BAPIs innerhalb von Geschäftsprozessen ist möglich.

Durch diese vordefinierten SAP-Funktionsbausteine und Prozesstemplates wird die Kommunikation zwischen SAP und non-SAP-Systemen automatisiert und vereinfacht. Die Einsatzgebiete beschränken sich nicht nur auf Webshops, sondern ermöglichen es auch, Geschäftspartner auf der Basis von EDIFACT – hier zum Beispiel auch Telefonrechnungen, XML oder ASCII einzubinden und Mobilitätslösungen, Legacy-Anwendungen sowie beliebige Datenbanken in SAP zu integrieren.

Integration ist der Zug der Zeit

Die Integration des Webshops in die SAP-Welt der Frischdienst Union war nur das erste gelungene Projekt in der Partnerschaft zwischen Honico eBusiness und Soft Project, das dem Kunden bei der Bewältigung seiner Web-Shop-Workflows täglich Zeit und damit Kosten spart. Viele neue sind geplant: »Wir haben etwa 140 Kunden im Bestand und jährlich kommen etwa zehn bis 15 neue Projekte hinzu. Dort sehen wir großen Bedarf für Integrationslösungen, die wir mit dem Integration Man und X4 sehr effizient realisieren können«, sagt Emil Hadner abschließend.

Doris Jessen

 

 

Workflow-Optimierung zur Miete

Neben den fertig gestalteten und bei den Kunden vor Ort auf deren Server installierten Workflow-Lösungen bietet Honico eBusiness auch Integration as a Service an. In diesem Fall läuft die gesamte Lösung inklusive Integration Man, X4-Server und X4-SAP Adapter bei einem Hosting-Anbeiter in Berlin – dies allerdings völlig unsichtbar für den Anwender, der lediglich den Service wie zum Beispiel einen Web-Shop nutzt. Moderne Technik garantiert die richtige Performance, Skalierbarkeit sowie Ausfallsicherheit. »Gerade in Zeiten knapper Budgets können sich Unternehmen die Anschaffungskosten für Hardware und Software sowie den Aufwand für die Einrichtung und den Betrieb einer Integrationslösung sparen, ohne dass die Optimierung von Geschäftsprozessen zum Stillstand kommt«, weiß Emil Hadner.

 

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