20090506zj Aras Freudenberg

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Entwicklungsprozesse optimieren und dadurch Produktqualität steigern

FDS arbeitet europaweit mit Open Source PLM-Lösung

Das Technologieunternehmen Freudenberg Dichtungs- und Schwingungstechnik (FDS) hat an insgesamt 21 europäischen Standorten die Enterprise Open Source-Anwendung Aras Innovator erfolgreich implementiert. Mit Hilfe der Product Lifecycle Management-Lösung ist FDS in der Lage, die Abläufe in der Entwicklung zu standardisieren und konsequent nach der Qualitätsmanagementmethode APQP (Advanced Product Quality Planning) auszurichten.

 

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ohe Innovationskraft und außergewöhnliche Produktqualität sind entscheidende Faktoren im globalen Wettbewerb. Wer als Hersteller langfristig auf gleichbleibend hohem Niveau produzieren möchte, benötigt dafür Abläufe in seinem Unternehmen, die für fehlerfreie und gut dokumentierte Entwicklungsprozesse sorgen. IT-seitig setzen produzierende Unternehmen daher auf Anwendungen für das Product Lifecycle Management (PLM) und auf Prozessebene auf Standards wie APQP.

APQP – Advanced Product Quality Planning – ist eine im Wesentlichen in der Automobilindustrie entstandene Methode, nach der auch FDS neue Produkte entwickelt. APQP legt die einzelnen Schritte im Entwicklungsprozess fest und sorgt damit für eine weitgehende Standardisierung. Wesentliches Ziel dieser systematischen Vorgehensweise ist es, Risiken und potenzielle Fehlerquellen möglichst frühzeitig schon während der Entwicklungsphase zu identifizieren. So lassen sich Fehler rechtzeitig beheben und der Übergang von der Entwicklung zur Serienproduktion erfolgt reibungsfrei.

Gründe für die Auswahl von Aras

Da Aras Innovator als Enterprise Open Source-Lösung kostenfrei verfügbar ist, war FDS in der Lage, ohne Vorabinvestitionen in Software-Lizenzen die PLM-Software zu evaluieren. Die wirtschaftliche Einstiegshürde war daher sehr gering und Investitionen beschränkten sich im Wesentlichen auf die Einarbeitung der eigenen Mitarbeiter sowie das Einrichten der Lösung.

Auf fachlicher Seite überzeugte Aras Innovator durch die hohe Flexibilität, mit der Freudenberg die bereits bestehenden Arbeitsabläufe im PLM-System abbilden konnten. Zudem ist bereits ein Standard-Modul für APQP-Prozesse in Aras Innovator vorhanden. Der integrierte grafische Workflow-Editor erlaubt darüber hinaus das Anpassen und Modellieren von Geschäftsprozessen durch technisch versierte Nutzer innerhalb einer Fachabteilung. FDS war so in der Lage, das Qualitätsmanagement transparent und flexibel in Aras Innovator abzubilden und auf eigene Bedürfnisse anzupassen.

Technologisch konnte Aras Innovator ebenfalls überzeugen. Da die Lösung ausschließlich auf Microsoft-Technologien setzt, war das Know-how zum Betrieb dieser Infrastrukturkomponenten bei FDS bereits vorhanden. Darüber hinaus nutzt Aras Innovator konsequent die Vorteile einer service-orientierten Architektur: Lösungskomponenten stehen als modulare Web Services bereit und sind rasch und effizient mit bereits vorhandenen Unternehmensanwendungen integrierbar. Auch ist mit der SOA eine schrittweise Einführung der PLM-Lösung sinnvoll realisierbar. Bei FDS erfolgte die Integration mit SAP ERP sowie mit dem Dokumentenmanagementsystem Saperion ungewöhnlich schnell und unkompliziert, da alle zu integrierenden Anwendungen Web Services-Standards wie XML und SOAP unterstützten.

Einzelne Arbeitsplätze hatten die IT-Mitarbeiter bei FDS ebenfalls schnell angebunden: Der Zugriff auf das PLM-System erfolgt ausschließlich über Web-Browser. Ein Internet Explorer und die Weitergabe der Startadresse genügen, damit Benutzer mit dem System arbeiten können.

Erfolgsfaktoren

Aras Innovator ist bei FDS in mehreren Ländern im Einsatz. Dennoch basiert das System auf einer zentralen Datenbank und einem zentralen Server, von dem aus alle Standorte bedient werden. Besonderes Augenmerk haben die IT-Verantwortlichen daher auf eine leistungsfähige WAN-Performance gelegt, um eine hohe Datenübertragungsgeschwindigkeit zu erreichen. Die APQP Prozess- und Datendefinitionen sind im XML-Format gespeichert, so dass eine hohe XML-Verarbeitungsgeschwindigkeit der Datenbank kritisch für die Gesamtperformance des Systems ist.

Über das an Aras Innovator angebundene Dokumentenmanagementsystem sind Unterlagen wie Test- und Prüfberichte oder andere gesetzlich notwendigen Dokumente direkt aus dem PLM-System schnell abrufbar. Die transparenten und in Aras Innovator dokumentieren Geschäftsprozesse sind auch für die Einhaltung von Compliance-Richtlinien und Industrienormen wie EN ISO 9000 wichtig.

Zusammenarbeit beschleunigt

Für ein Unternehmen aus der produzierenden Industrie ist es besonders wichtig, dass es hohe Qualitätsstandards einhält und Entwicklungsprozesse transparent dokumentiert. Mit Aras Innovator kann FDS Verfahren und Prozesse in der Entwicklung vereinheitlichen und effizienter gestalten. So gibt es nun bei FDS für jeden Standort spezielle Templates für unterschiedliche Produktentwicklungsprozesse. Diese Entwicklungsprozesse sind intern klassifiziert nach Risikoklassen von A für komplexe individuelle Neuentwicklungen mit hohem Risiko bis zur Klasse C für Standardprodukte. Außerdem existiert ein Template für klassische Resale-Lösungen.

Die Vorteile werden insbesondere bei standortübergreifenden Projekten sichtbar: Als Informationszentrale zu allen Produkt- und Entwicklungsdetails nimmt Aras Innovator die Rolle einer Collaboration-Plattform ein, durch die sich die Zusammenarbeit von Ingenieuren, Partnern und Lieferanten beschleunigt. Projektmanager und Abteilungsleiter informieren sich über einen zentralen Bildschirm über den aktuellen Stand aller Entwicklungsprojekte. Ein übersichtliches Ampelsystem zeigt, wo in der Produktentwicklung mit Verzögerungen zu rechnen ist und welche Entwicklung im Zeitplan liegt. Das Management ist so in der Lage, frühzeitig korrigierend einzugreifen. Mit der neuen PLM-Lösung ist Freudenberg in der Lage, bei Entwicklungsprojekten die Time-to-Market-Zyklen zu verringern. Gleichzeitig kann das Unternehmen schneller auf Kundenanforderungen reagieren.

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Über Freudenberg Dichtungs- und Schwingungstechnik (FDS)

Freudenberg Dichtungs- und Schwingungstechnik ist führender Zulieferer der Automobilindustrie, des Maschinenbaus, der Chemie-, Prozess- und Lebensmittelindustrie sowie weiterer industrieller Branchen. Das Unternehmen ist größte Geschäftsgruppe des weltweit tätigen Familienunternehmens Freudenberg mit rund 33.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von mehr als 5 Mrd. Euro weltweit. Internet: www.freudenberg-ds.de

 

Aras Innovator: Enterprise Open Source PLM-Software

Das Geschäftsmodell von Aras basiert auf der frei verfügbaren Enterprise Open Source-Anwendung Aras Innovator. Die Lösung bietet unter anderem Funktionen für das Projektmanagement nach PMI-Prinzipien, die Produktentwicklung inklusive CMII-basiertes Change-Management und die Qualitätssicherung mit FMEA Risk Management. Nach dem Download der Applikation steht sofort der volle Funktionsumfang für eine unbegrenzte Anzahl von Nutzern bereit. Insbesondere Betriebe mit kurzen Innovationszyklen und hohen Qualitätsanforderungen profitieren von Aras Innovator.

Aras Innovator wird verteilt unter der von der Open Source Initiative (OSI) unterstützten Microsoft Public Lizenz (Ms-PL). Die Ms-PL ist für Unternehmen ideal geeignet, da das Lizenzmodell den Anwender nicht dazu verpflichtet, eigene Entwicklungen an die Open Source Community zurückzugeben.

Wer Aras Innovator langfristig nutzt und PLM als eine strategische Initiative versteht, dem steht der Abschluss eines kostenpflichtigen Subskriptionsvertrages mit Aras offen. Hiermit erhalten Kunden beispielsweise Leistungen wie Wartung, Support, regelmäßige Updates sowie eine Beratung bei der Implementierung. Zu diesem Schritt haben sich weltweit bereits eine Vielzahl von Kunden aus unterschiedlichsten Branchen entschlossen, darunter internationale Konzerne und mittelständisch geprägte Betriebe. Verbreitet ist die Software deutlich stärker: In 79 Ländern wurde der Download von Aras Innovator bis heute rund 15.000 Mal angefordert.

 

 

Modell-basierende SOA: Geschäftslogik von Technologie trennen

»Model driven« ist das klassische Prinzip, nach dem eine Anwendung entwickelt wird: Zuerst erstellen Software-Ingenieure ein Modell der Applikation, aus dem sich der Quellcode ableitet, welcher letztlich kompiliert und getestet wird und dann als Anwendung verfügbar ist. Müssen die Entwickler das Modell ändern, beispielsweise weil die Optimierung eines Geschäftsprozesses notwendig ist, resultiert dies im aufwändigen Austausch von Programmcode. Dieses Vorgehen ist schwerfällig, unflexibel und kostenintensiv in der Wartung. Bei dem modell-basierenden SOA-Ansatz sind sämtliche System-Definitionen des Modells, inklusive der Geschäftslogik, in einer zentralen Datenbank im XML-Format gespeichert. Dadurch können Entwickler Objekte, Eigenschaften, Formulare und Methoden, die die Geschäftslogik definieren, auch während des laufenden Betriebs ändern. Eine Systemmodifikation verändert somit nicht mehr den Programmcode und es entfallen komplexe Software-Entwicklungsprojekte. In der Praxis bedeutet dies: Mit dem in Aras Innovator integrierten grafischen Modellierungs-Editor sind Änderungen an Geschäftsabläufen sehr schnell umsetzbar und werden sofort an den Arbeitsplätzen sichtbar. Bestehende Datenmodelle und bewährte Geschäftslogik lassen sich nach einer kurzen Einführungszeit von Fachabteilungen um neue Funktionen ergänzen und sofort für den Test- oder Produktiveinsatz freischalten.

Die Einführung einer neuen PLM-Lösung beschleunigt sich durch den modell-basierenden Ansatz in Verbindung mit einem Workflow-Editor ganz erheblich. Der hohe Grad an Flexibilität erlaubt es einem Unternehmen, die PLM-Software eng an den bestehenden Betriebsabläufen auszurichten. Software-Entwickler und Fachabteilungen arbeiten in Augenhöhe an der Umsetzung und können so sehr rasch einen ersten Prototyp der Anwendung entwerfen. Langwierige Implementierungsprojekte gehören damit endgültig der Vergangenheit an und auch das IT-Budget wird deutlich entlastet.

 

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