20090708j Progress Software SOA lebt

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SOA ist tot – oder doch nicht?

Anfang des Jahres sorgte Anne Thomas Manes mit ihrem Blog für einiges Aufsehen. »SOA is Dead«, denn SOA, so argumentierte die Analystin der Burton-Group, habe die Erwartungen hinsichtlich Kostenreduzierung, Skalierbarkeit und einem Mehr an Flexibilität nicht erfüllt. Die Unternehmen hätten Millionen investiert, aber statt besser sei die IT teilweise sogar schlechter geworden: mit höheren Kosten, längerer Projektdauer und größerer Anfälligkeit. Neben den Blogtext platzierte Manes einen recht respektlosen Cartoon, auf dem ein »SOASaurus« gerade von einem Meteoriten namens »Economy« erlegt wird: »Catastrophic impact of the economic recession.«

Mittlerweile hat sich die Aufregung der IT-Welt über diese Thesen gelegt, der aufgewirbelte Staub ist verweht, die Sicht wieder frei und klar – und nun kann man erkennen: Die Frau hat recht gehabt, SOA ist tatsächlich tot, zumindest als IT-Begriff und als Buzzword sowieso. Man kann das auch in der IT-Praxis feststellen – wer nämlich mit Kunden über größere IT-Projekte spricht, der tut heute gut daran, gar nicht erst von SOA zu reden. Das würde Erwartungen und Hoffnungen, aber auch Bedenken evozieren, die den tatsächlich zur Debatte stehenden Vorhaben gar nicht angemessen wären.

Dabei geht es heute in der Regel nicht um die alles überspannenden Architektur, den großen Wurf, der zumindest alle IT-Probleme mit einem Schlag löst, sondern um konkrete Aufgaben, die den Unternehmen nicht zuletzt aus einer mehr als unerfreulichen Wirtschaftslage erwachsen sind. Es geht um die Optimierung von Geschäftsprozessen, um die Implementierung von Mashups, um Composite Applications, um PaaS, SaaS oder um Cloud Computing. Für alle diese Technologien sind Services längst eine unverzichtbare Voraussetzung. Mit diesen ganz praktischen Implementierungen des Services-Konzepts wird die IT flexibler, skalierbarer und effizienter, lassen sich Prozesse besser organisieren und damit auch die Kosten reduzieren. Insofern sind Services längst Alltag und deswegen muss sich niemand eine serviceorientierte Architektur über den Kopf stülpen. Man muss nicht (mehr) von SOA reden, wenn man über Cloud Computing sprechen will; und man muss sich nicht über SOA den Kopf zerbrechen, wenn man Services einsetzen will.

Zurecht hat sich daher der Focus der IT-Öffentlichkeit weiterbewegt: Es geht nicht um Grundsatzentscheidungen wie »SOA oder nicht SOA«, sondern beispielsweise um Fragen von Governance und Compliance – wer darf wann welchen Service nutzen? – um semantische Integration, um die Verbesserung der Interoperabilität von Anwendungen oder um die Verarbeitung von Services in Real-Time von mit Tausenden von Events. Anders ausgedrückt: »SOA is going business.«

Mathias Ritter

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Mathias Ritter, Managing Director Central Europe und Nordics bei Progress Software


 

 

 

·           Link auf den Blog von Anne Thomas Manes:

http://apsblog.burtongroup.com/2009/01/soa-is-dead-long-live-services.html

 

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