20090708o CA Lean IT

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Eine systematische Verschlankung der IT hilft, Kosten bei gleichzeitiger Maximierung der Wertschöpfung zu senken

Mit Lean IT durch die Krise und wachsen

Der Anpassungsdruck für die IT in Unternehmen in der momentanen Wirtschaftskrise ist erheblich: Einerseits sind Kosten einzusparen, andererseits muss die Leistungsfähigkeit weiter sichergestellt oder gesteigert werden. »Lean IT« gepaart mit bedarfsgerechter IT-Management-Software unterstützt Unternehmen, langfristig die unterschiedlichen Herausforderungen erfolgreich zu meistern.

 

D

ass sich mit Lean-Konzepten zahlreiche Produktivitätspotenziale wirkungsvoll ausschöpfen lassen, ist bekannt. Bis heute gilt das Toyota Production System als der Inbegriff der Lean-Production im Automobilbau beziehungsweise in der gesamten Fertigungsindustrie. Es gibt aktuell nur noch wenige Produktionsunternehmen, die sich nicht in der einen oder anderen Art und Weise den Lean-Gedanken zu Eigen machten und schlummernde Effizienz- sowie Verbesserungspotenziale zu Tage gefördert haben. Allerdings: Die großen Produktivitätsreserven lassen sich kaum noch in der Fertigung aufspüren, sondern in den Bereichen Verwaltung und Management.

Richtet man den Fokus speziell auf die IT, so lässt sich feststellen, dass hier in Sachen Lean Management ein Aufholbedarf besteht. Mit anderen Worten: In der Verwaltung und Steuerung der IT steckt viel Verschlankungspotenzial, das sowohl IT-Kosten minimiert als auch den Wert der IT für die Realisierung der Unternehmensziele maximiert.

Infrastruktur stark im Blick

Eine ganze Reihe von IT-Abteilungen hat den Lean-Gedanken bereits vor längerer Zeit aufgegriffen, Lean-IT-Konzepte in der einen oder anderen Form in die Tat umgesetzt und gute bis sehr gute Ergebnisse erzielt. Durch die derzeitige Wirtschaftskrise sind jedoch praktisch alle IT-Verantwortlichen angehalten, in Richtung Lean IT umzuschwenken und Verschlankungsinitiativen einzuleiten – mit folgender Leitlinie: den Wert zu steigern sowie die Ausgaben zu senken.

Im Wesentlichen kommt es bei der Lean IT darauf an, Wertströme unter die Lupe zu nehmen und sie zu verbessern. Aktivitäten, die nicht zu einer Wertschöpfung beitragen, sind zu eliminieren. Wobei die Wertströme eine Kette aus Handlungen darstellen, die zum Entwerfen, Produzieren und Bereitstellen einer Ware oder eines Services beitragen. Hinzu kommt die Notwendigkeit, Fehler bereits in einer frühen Phase aufzuspüren, um aufwendige beziehungsweise kostenintensive Nacharbeiten nach Möglichkeit gar nicht erst aufkommen zu lassen und damit in der Konsequenz Kosten zu vermeiden.

Dabei ist es sinnvoll, sich in erster Linie auf eine Optimierung der Infrastruktur und dazugehörender Prozesse zu konzentrieren, da sie Wertströme mit hoher Wichtigkeit regelrecht unterfüttern. Dieser vertikal-integrierte Blickpunkt verdeutlicht Verbesserungen der IT für das Geschäft verständlicher als eine horizontale Sicht – etwa auf einen vollständigen (komplexen) Rechenzentrumsbetrieb, der die Grundlage für alle Geschäftsprozesse darstellt. Das Heranziehen von ITIL (IT Infrastructure Library)-gestützten Prozessen kann hier eine wertvolle Hilfe sein, da ITIL auch Best Practices zur Verbesserung und Optimierung von Prozessen über den gesamten Lebenszyklus des IT Service Managements vorschlägt.

Ein weiteres Kernprinzip der Lean IT ist, dass kein Schritt ohne ein entsprechendes »Pull«-Signal des vorherigen zur Ausführung kommt. Es automatisiert On-Demand-Infrastrukturprozesse und ist eine wichtige Grundlage für die Optimierung des Ressourceneinsatzes oder für die Beschaffung von Kapazitäten. Obendrein wird damit eine Just-in-Time-Bereitstellung von IT-Ressourcen im Sinne eines möglichst optimalen Betriebs ermöglicht. Ein solcher beinhaltet die Identifizierung und Eliminierung von Engpässen, die Prozessautomatisierung zur Reduzierung von Wartezeiten und Fehlern sowie die Optimierung der Verwendung von IT-Assets durch Virtualisierung und Konsolidierung.

Lean IT liefert Lösungen

 

Von Systemen zu bedarfsgerechten Lösungen

Bei der Einführung und Umsetzung einer Lean IT rückt IT-Management-Software stark in den Mittelpunkt und stellt einen wichtiger Treiber für Lean-IT-Vorhaben dar. Eine solche versetzt Unternehmen in die Lage, die IT zu steuern, zu verwalten und zu sichern – neben der Möglichkeit, IT-Infrastruktur und Prozesse zu automatisieren, zu visualisieren und zu optimieren. Gleichzeitig stellt sie in Aussicht, dass sich IT-Abteilungen aufs Wesentliche konzentrieren können. CA bietet beispielsweise seit dem Frühjahr drei neue und zehn überarbeitete Enterprise IT Management (EITM)-Systeme an, die die Umstellung der IT in Richtung »lean« unterstützen.

Derartige Lean-IT-Systeme decken in idealer Art und Weise alle relevanten IT-Management-Bereiche ab, weisen einen integrierten und hardware-unabhängigen Ansatz auf und beinhalten Best-Practices-Funktionen. Alles in allem sind es sechs IT-Management-Themenfelder, die adressiert werden:

          Infrastruktur-Management,

          Sicherheits-Management,

          Application Performance Management,

          Service Management sowie

          Projekt- und Portfolio-Management.

Bei der Lösung von konkreten Lean-IT-Problemstellungen können mehrere Softwareprodukte kombiniert zum Einsatz gelangen. Geht es zum Beispiel darum, im Rahmen des Betriebsführungs-Managements einen definierten Kundennutzen zu gewährleisten oder auch Probleme zu beheben, bevor sie sich beim Kunden auswirken, so mündet die Lösung in einer Kombination aus Application-Performance- und Infrastruktur-Management. Oder man hat die Ziele innerhalb des Service-Portfolio-Managements formuliert, das Business-IT-Engagement sowie die Servicebereitstellung und -nachfrage zu optimieren. Hierbei kommt es dann zu einer Art Bundle aus Projektportfolio-Management (PPM)- und Service-Management-System. Auch bei einer geschäftsorientierten Automatisierung mit etwa Infrastrukturoptimierungen und Flexibilitätserhöhungen oder bei IT-Risk- und Compliance-Vorhaben mit Kostenminimierungen spielen kombinierte Produkte ihre Stärken aus: im ersten Fall eine Kombination aus Data-Center-, Prozess- und Workload-Automatisierungs-Software; im zweiten eine Kombination aus Sicherheits-Management- und GRC (Governance Risk and Compliance)-Systemen.

Selbstverständlich ist es möglich, lean-IT-fähige Systeme entsprechend den Anforderungen auch einzeln einzusetzen. Wie die Anforderungen und die Verwendung von lean-IT-fähigen Systemen im individuellen Einsatzfall aussehen, darüber sollten Analysen respektive Untersuchungen Aufschluss geben.

Zudem: In Sachen Lean-IT haben sich spezielle Lean-Process-Expertisen bezahlt gemacht. Sie gehen verschiedenen Sachverhalten systematisch auf den Grund. Nicht selten wird so schonungslos aufgezeigt, dass es überdimensionierte Server oder nichtausgelastete Hardware gibt; dass eine Reihe von händischen Prozessen durch Automatisierung ersetzt werden kann; dass die Performance von Netzen und Servern mit relativ einfachen Mitteln gesteigert werden kann; und, und, und…

Dabei macht sich immer wieder eine Erkenntnis breit: Ein Maluspunkt stellt für sich alleine ein Kostentreiber dar; mehrere zusammen genommen jedoch können mitunter fatale Auswirkungen haben und sogar zu einer regelrechten Kostenexplosion führen.

 


Die Anforderungen an die IT

 

»IT-Schlankmacher« zahlen sich aus

Es hat sich gezeigt, dass die Nutzeneffekte, die lean-IT-orientierte IT-Management-Systeme mit sich bringen, erhebliche und ganz unterschiedliche Auswirkungen haben können. Schlankmacher sind sie aber immer, wie folgende Beispiele zeigen:

·         Mit einem Projektportfolio-Management-System ist es möglich, etwa die Produktivität der Software-Entwicklung um 40 Prozent zu erhöhen.

·         Management-Software für die Virtualisierung sorgt für eine wesentlich bessere Ressourcenauslastung und ist mitunter in der Lage, den Zukauf weiterer Hardware obsolet werden zu lassen oder ihn auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben – sowohl was Server- als auch Storage-Systeme anbetrifft.

·         Weiter ist der Trend zum Cloud Computing und zu SaaS- beziehungsweise On-Demand-Software ein wirkungsvolles Mittel, einen Teil der zeitaufwendigen Administrationsaufgaben nach außen zu geben.

·         Ferner gewährleistet Performance-Management-Software die Qualität von (Web-)Anwendungen, was wiederum die Kundenzufriedenheit steigert.

·         Auch erhöhen ausgefeilte Netzwerk-Management-Systeme die Business Continuity und melden mögliche auftretende Störungen bereits im Vorfeld.

Probates Mittel für heute und morgen

Keine Frage, der Anpassungsdruck für die IT in der momentanen Wirtschaftskrise ist erheblich: Einerseits sind Kosten einzusparen, andererseits muss die Leistungsfähigkeit weiter sichergestellt oder gesteigert werden. Mit anderen Worten: Mit weniger monetären Mitteln ist das Gleiche oder ein Mehr zu erbringen.

Eine realisierte »Lean IT« gepaart mit bedarfsgerechter IT-Management-Software wie EITM-Lösungen von CA unterstützen Unternehmen bei der Verschlankung gerade jetzt in schwierigen Zeiten. Lean IT stellt somit in gewisser Hinsicht ein Überlebensrezept dar. Zugleich wird damit aber auch ein wichtiges Fundament für das Wachstum von morgen gelegt.

Insofern ist Lean IT sowohl in Krisenzeiten als auch in Zeiten des Wachstums ein probates und überaus pragmatisches Mittel, um Effizienzsteigerungen oder Optimierungsvorhaben im IT-Bereich zu realisieren. Viele Marktbeobachter und Consulting-Firmen sind sich einig: Weitsichtige Unternehmen präparieren sich durch intelligentes Handeln in schlechten Zeiten für ein Reüssieren in guten Zeiten.

Georg Lauer

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Georg Lauer, Vice President, Technical Sales, CA Deutschland GmbH


 

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