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Risikomanagement

Gefahr erkannt, Gefahr gebannt

Der wirtschaftliche Erfolg und das Fortbestehen einer Unternehmung werden von vielen Faktoren beeinflusst. Auch und vor allem von Faktoren, die außerhalb des Unternehmens liegen. Das lässt die derzeitige Weltwirtschaftslage viele Unternehmen wieder deutlich und leider auch schmerzlich spüren. Existenzbedrohende Risiken lauern überall: im Marktumfeld, bei Lieferanten und Geschäftspartnern, intern beim Personal oder in der EDV. Welches Unternehmen spielt schon gerne »Risiko«, selbst wenn es sich davon die Eroberung anderer Märkte verspricht.

 

»

Wer nichts riskiert, wird auch nichts gewinnen«, heißt es andererseits. Es ist ganz natürlich, dass Unternehmen im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Risiken eingehen. Über einen längeren Zeitraum hinweg risikolos Gewinne zu erwirtschaften, ist unmöglich. Somit bedeuten Risiken nicht nur Gefahr, sondern sind vielmehr eine notwendige Voraussetzung für den unternehmerischen Erfolg. Erst durch den bewussten, kontrollierten Umgang mit Risiken eröffnet sich jedem Unternehmen die Chance, die eigene Existenz langfristig zu sichern und erhebliche Wettbewerbsvorteile zu realisieren.

Neben der offensichtlichen Notwendigkeit, ein konsequentes Risikomanagement zur sicheren Unternehmensführung umzusetzen, gibt es Anforderungen von Gesetzgeber und Kapitalgebern. Durch konkrete Vorschriften in KonTraG (Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich), im Handelsgesetzbuch und in der neuen Baseler Rahmenvereinbarung über die Eigenkapitalempfehlung für Kreditinstitute (Basel II) wird mehr Transparenz im Unternehmen gefordert. Besondere Aufmerksamkeit kommt dabei den Risikotreibern im Unternehmen zu.

Risikomanagement als Prozess

Ein unternehmensweites Risikomanagement beinhaltet mehr als das reine Bewusstsein und Wissen um die Risiken. Es erfordert eine gründliche und konsequente Auseinandersetzung mit allen Unternehmensbereichen. Nicht als einmalige Aktion, sondern als dauerhafter Prozess, der in das Unternehmen implementiert wird. Ein Risikomanagement im Unternehmen einzuführen und mit Leben zu füllen, ist eine Herausforderung, der sich an erster Stelle die Geschäftsleitung annehmen sollte.

Unterstützung bei der Visualisierung und Kontrolle des Risikomanagement-Prozesses finden Unternehmen in spezieller Business-Software, wie etwa RISK MANAGER des BI-Anbieters Corporate Planning. Der gesamte Workflow-Prozess wird in einzelne Prozessschritte unterteilt dargestellt: Risiken identifizieren, bewerten, analysieren, kommunizieren, steuern, kontrollieren und dokumentieren. Geschäftsführer und Risikoverantwortliche sind im ersten Schritt gefordert, umfassende Informationen über Risikofaktoren zu sammeln. Diese Phase der Informationsbeschaffung (etwa mit Hilfe von Checklisten, Fehlerbaum-Analysen, Brainstorming und Interviews oder anhand von Unternehmens- oder Schadensberichten) ist die schwierigste und wichtigste im gesamten Prozess.

Nachdem die Risiken erkannt und identifiziert sind, wird die Bewertung beziehungsweise Beurteilung der identifizierten Risiken vorgenommen. Die Risiko-Bewertung hat das Ziel, Risiken hinsichtlich ihres Gefährdungspotenzials in eine Rangordnung zu bringen und in einem Schadensportfolio abzubilden. Die Bewertung eines Risikos setzt sich zusammen aus der Auswirkung und der Eintrittswahrscheinlichkeit.

Zurück auf Start

Am Ende des Workflows steht die Dokumentation des gesamten Risikomanagement-Prozesses, etwa in Form eines Risikohandbuches. Eine gute Dokumentation ist von großer Bedeutung für die langfristige Funktionsfähigkeit des Risikomanagements. Sie sollte u.a. enthalten:

Definition von bestandsgefährdenden Risikofeldern, Angabe der Grundsätze für die Risikoerkennung, Risikoanalyse und Risikokommunikation, Festlegung von Verantwortlichkeiten, Regelungen zur Berichterstattung, Zusammenstellung der wesentlichen Kontrollen. Mit der Dokumentation des Risikomanagements ist der gesamte Prozess nicht abgeschlossen, sondern beginnt viel mehr von neuem.

Die internen Risiken haben Unternehmen dank eines professionellen, softwaregestützten Risikomanagements unter Kontrolle. Und auch auf externe Risikofaktoren lässt sich schneller reagieren, wenn die Wirkungszusammenhänge bereits im Vorfeld erfasst und bewertet wurden. Je mehr über potenzielle und zukünftige Unternehmensrisiken bekannt ist, umso sicherer kann ein Unternehmen gesteuert, umso mehr Aspekte können bei der Unternehmensplanung berücksichtigt, umso genauer können verschiedenste Planungsszenarien aufgestellt werden. Vorteile, die Unternehmen als Spieler in einem schwierigen Marktumfeld einen gewissen Vorsprung verschaffen.

 


 

 

 

 


 

 

 

 
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