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Mehr Flexibilität und höhere Verfügbarkeit bei der Datenhaltung

Unified Storage

Der Deutsche Genossenschafts-Verlag steigert mit einer Unified-Storage-Architektur die Performance seiner IT-Infrastruktur.

 

A

ls Medien-, Handels- und Systemhaus ist der Deutsche Genossenschafts-Verlag eG (DG Verlag) Partner und Dienstleister der Volksbanken und Raiffeisenbanken, der Waren- und Dienstleistungsgenossenschaften sowie der Unternehmen im genossenschaftlichen Verbund. Rund 1.300 Mitgliedsorganisationen dient der DG VERLAG mit seinen Services und ist dabei auf die ständige Verfügbarkeit und den schnellen Zugriff auf die dafür benötigten Daten angewiesen. Fakt ist also: die IT-Infrastruktur muss die hohen Service-Level unterstützen und entsprechend performant sein. Neue Projekte und wachsende Anforderungen wie Web-to-Print, Enterprise Content Management oder Online-Portale fordern die IT-Umgebung zudem heraus und führten beim DG VERLAG dazu, das Datenhaltungskonzept überarbeiten zu müssen. Heute werden die Daten zentral über eine NetApp Unified-Storage-Architektur verwaltet.

Ausgangssituation

Die Zentralisierung der Datenhaltung in einem Storage Area Network hatte sich für den DG VERLAG bereits als zukunftsweisendes Konzept erwiesen. Die Ausgestaltung jedoch stand nach einigen Jahren des SAN-Betriebs auf dem Prüfstand. Die bestehende Lösung war nicht mehr erweiterbar und auch die Performance hielt den veränderten Anforderungen nicht mehr stand. Wachsende Datenmengen – pro Jahr 15 Prozent allein beim Fileservice – und die daraus resultierende Auslagerung von Dateien auf sekundären Storage, aber auch neue Vorhaben machten neue Strukturen unumgänglich. Nach der Evaluierung geeigneter Architekturen kamen zwei Hersteller in die engere Wahl. Die Entscheidung für NetApp fiel letztlich aufgrund des Preis-Leistungs-Verhältnisses, der Administrierbarkeit und des Funktionsumfangs der NetApp Unified Storage-Architektur.

Unified Storage für Produktivdaten und revisionssichere Archivierung

Die grundlegenden Eigenschaften waren dem IT-Team bereits vertraut, da eine NetApp FAS3020 dem Saperion ECM-System als Archivspeicher diente. In Kombination mit der NetApp SnapLock Compliance Software kann der DG VERLAG seine Dokumente revisionssicher aufbewahren. Elektronische Rechnungsdaten sowie Dokumente aus dem SAP-Warenwirtschaftssystem mit Kunden- und Rechnungsdaten stellen den Großteil der Archivdaten dar, die der Verlag in der Regel zehn Jahre vorhält.

Die NetApp Unified-Storage-Architektur integriert den SAN- und NAS-Zugriff auf einer Plattform. Dies ermöglichte dem DG VERLAG nicht nur, das bestehende FC SAN zu ersetzen. Es besteht auch die Möglichkeit, andere Applikationen wie etwa den Fileservice jederzeit in die zentrale Datenhaltung einzubeziehen. Darüber hinaus sind mit der neuen Lösung nahtlose Upgrade-Pfade innerhalb der Modellpalette möglich. Das heißt, Festplatten können weiterverwendet werden, und Controller sind einfach austauschbar, so dass Investitionen weitgehend geschützt sind.

Vielseitigkeit und rasche Anpassungsfähigkeit

In Zusammenarbeit mit dem langjährigen IT-Partner des Verlags, Inforsacom, wurde ein NetApp FAS3040 Cluster aufgesetzt, dessen Controller und Platten-Shelves auf zwei Serverräume in separaten Brandabschnitten verteilt sind. NetApp MetroCluster Software sorgt für gespiegelte Datenbestände und einen kontinuierlichen Betrieb im Disaster-Fall. »Als zentraler Dienstleister für mehr als 1.300 Mitgliedsorganisationen ist der DG VERLAG einem hohen Servicestandard verpflichtet. Dazu gehört auch eine moderne IT-Infrastruktur mit einem Datenspeicher, der Daten schnell und zuverlässig liefern kann«, so Stefan Jost, Gruppenleiter beim DG VERLAG. »NetApp Unified Storage wird diesem Anspruch vollständig gerecht.«

Performance, Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit haben sich deutlich verbessert. Zudem bieten sich dem IT-Team über ein FC SAN hinaus vielfältige Möglichkeiten aufgrund der Universalität der NetApp-Plattform. Die Architektur ist multiprotokollfähig und bietet damit breiten Raum für Konsolidierung. Neben blockbasierten Datenbankapplikationen und dem zentralen ECM-System wurde auch der Windows Fileservice auf die FAS3040 verlagert. Der Zugriff der Apple-Mac-User auf den Storage über NFS ist bereits als performant getestet, und die Verlagerung der Daten steht vor der Umsetzung. Auch das SnapLock Archiv wurde in das MetroCluster-Konzept einbezogen, um die Hochverfügbarkeit der Finanzdaten sicherzustellen. Ein Mix aus FC und SATA-Disks sorgt für kosteneffiziente Datenhaltung.

Thomas Petz, Systemadministrator beim DG VERLAG, hebt die Storage-Virtualisierung bei NetApp hervor: »Wir haben den Großteil der Applikationsdaten als LUNs organisiert, haben aber auch Raw-Device-Bereiche für Server, die unter Symantec Volume Manager arbeiten. Mithilfe der NetApp-Virtualisierung sind wir völlig hardwareunabhängig. Wir können den Applikationen Speicherkapazität im laufenden Betrieb dynamisch und redundant zuweisen. Genauso einfach und unterbrechungsfrei lässt sich der Gesamt-Pool erweitern, so dass wir das Datenwachstum im Griff haben. Diese Fähigkeiten in Kombination mit der Hochverfügbarkeit des MetroClusters sind auch die Basis für die Virtualisierung der Applikationsserver mit VMware ESX.«

Bahn frei für neue Projekte

Im Rahmen des Gesamtkonzepts sind neue Projekte so rasch umsetzbar. Ein Applikationsserver entsteht über ESX-Server mit ein paar Mausklicks und die nötige Speicherkapazität ist ebenso schnell bereitgestellt und einsatzbereit. Für die Fachabteilungen bedeutet dies einen großen Produktivitätsgewinn, der sich positiv auf das Service-Angebot des Verlags und die Kundenzufriedenheit auswirkt. So wird sich auch die Weiterentwicklung der Online-Beschaffungsplattform GenoBuy und die Integration der MarktServices in GenoBuy mit der neuen Storage-Plattform einfacher bewältigen lassen. Stefan Jost ist überzeugt, dass die NetApp-Virtualisierungstechnologie auch bei der Bereitstellung von Testumgebungen für das ECM-System gute Dienste leisten wird.

Weiterentwicklungen sind auch beim Backup geplant. Die herkömmliche Datensicherung mit Symantec NetBackup auf Tape soll mithilfe der NetApp-Snapshot-Technologie, NDMP und einem Disk-to-Disk-Tape-Konzept beschleunigt und effizienter werden. Bereits heute profitieren die Mitarbeitenden des Verlags von der schnellen Rücksicherung ihrer Windows-Daten direkt vom Online-Speicher – eine kurze Meldung beim Helpdesk genügt. Der Rückgriff auf Tape ließ sich bereits deutlich einschränken und führte zu spürbarer Entlastung.

»Die Entscheidung für NetApp war nicht nur in technischer Hinsicht richtig. Wir haben während der Projektphase und darüber hinaus eine ausgezeichnete Zusammenarbeit und großes Engagement erlebt«, sagt Stefan Jost. »Als mittelständisches Unternehmen profitieren wir sehr von der Effizienz und Einfachheit der NetApp-Lösungen: nicht die Hardware steht im Vordergrund, sondern unser Business.«

Frauke Stautner

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Frauke Stautner ist freie Journalistin in Grünwald

 


Die NetApp-Infrastruktur im DG-Verlag 

 

 

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